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Gletscher-Abschmelzung

zonk schrieb:
@noisi

Natürlich hat ein wärmeres Klima immer stets Einfluss auf Vegetation, also auch baumgrenze. Wärmer bedeutet Immer immer, dass es auch günstigere Bedingungen gibt für dichteren Bewuchs. Es sei denn, es ist zuuu heisst. Oder ist dein Beitrag witzig gemeint?

Nein, er ist nicht witzig gemeint. Ich will damit nur ausdrücken, dass die Baumgrenze, wie sich sich aktuell noch darstellt, nicht mit den gegenwärtigen Temperaturen im Einklang steht.
 
noisi schrieb:
............................................
Nein, er ist nicht witzig gemeint. Ich will damit nur ausdrücken, dass die Baumgrenze, wie sich sich aktuell noch darstellt, nicht mit den gegenwärtigen Temperaturen im Einklang steht.
Du musst der Baumgrenze sagen, daß sie es falsch macht ;D
 
Du kannst dem natürlich mit Argumenten begegnen - oder aber dich über den Klimawandel lustig machen.

Fakt ist, im ehemaligen Vorfeld der Pasterze wachsen schon gegenwärtig Bäume bis deutlich über 2100m hinaus. Der Eisrand liegt immer unterhalb dieser Marke.
Nenne mir einen Grund, warum nach dem Abschmelzen des Resteises und (bei angenommen) konstant bleibenden Temperaturen, in 200 Jahren keine Bäume im Pasterzenboden wachsen sollten?
 
Highlander schrieb:
auch eine Möglichkeit auf das Abschmelzen der Gletscher aufmerksam zu machen...

'Totenfeier für den letzten der beiden Gletscher auf dem Zugspitzplatt.. '

https://www.domradio.de/artikel/kirchen-segnen-den-schmelzenden-schneeferner-bei-requiem-aus

Offensichtlich hilft dieses... prompt sind über Nacht 20 cm Neuschnee von oben gekommen... :D

Ab 1. Dezember sollten sie dieses jeden Tag machen...
dann gibt es keine Probleme mehr mit schmelzenden Gletschern auf der Zugspitze...
 
Also dass die Waldgrenze deutlich höher liegt als der tiefste Punkt wo die Gletscher ( meist unter Schutt bedeckt ) runter reichen ist jetzt wirklich keine Sensation, aber ja nu wenn man etwas seit Ewigkeiten ganz normales als Sensation ansehen will dann sei dem so.
Weiters kann ich nicht erkennen was dass Problem sein soll wenn dort wo einst Gletscher war jetzt Bäume wachsen. Ja verdammt, ich hätte lieber wenn es dort noch immer Gletscher hätte, aber wenn ich schon keinen Gletscher mehr habe dann sind mir Bäume dann doch weitaus lieber als eine langweilige Gerölllandschaft.
Hat hier evt. jemand ein Problem damit dass die Natur etwas selber regelt was so nicht in seinem Sinn ist und nicht in sein Konzept passt?
 
"Lustig machen" darf man bei manchen nur im Keller....

Ist die Baumgrenze noch nicht auf Linie gebracht?
 
Theo schrieb:
Weiters kann ich nicht erkennen was dass Problem sein soll wenn dort wo einst Gletscher war jetzt Bäume wachsen. Ja verdammt, ich hätte lieber wenn es dort noch immer Gletscher hätte, aber wenn ich schon keinen Gletscher mehr habe dann sind mir Bäume dann doch weitaus lieber als eine langweilige Gerölllandschaft.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Morteratsch. Da erobert die Vegetation nach und nach die früher vom Gletscher bedeckte Landschaft
 
Und es wachsen bereits Bäume auf dem unteren Teil des ehemaligen morteratschhletschers.weitweniger weniger als 200 Jahre danach
 
Ich war wieder mal beim Gepatsch-Ferner im Kaunertal und habe von der gleichen Stelle aus Bilder gemacht. 2022 fehlt leider in der Zeitreihe (Am geplanten Tag hat mich Corona erwischt... :twisted: ).

Gepatsch20bis23.jpg
 
Highlander schrieb:
auch eine Möglichkeit auf das Abschmelzen der Gletscher aufmerksam zu machen...

'Totenfeier für den letzten der beiden Gletscher auf dem Zugspitzplatt.. '

https://www.domradio.de/artikel/kirchen-segnen-den-schmelzenden-schneeferner-bei-requiem-aus


Rein rational gesehen spielt es für Deutschland keine Rolle, wenn in Deutschland alle - jetzt nur noch vier - Gletscher verschwinden.

Die Gletscher in Deutschland dienen weder der Trinkwassergewinnung noch haben sie sonst eine Funktion.

Was das Auftauen des Permafrostes anbetrifft ist in Deutschland im Wesentlichen nur punktuell der Gipfelbereich der Zugspitze betroffen; aber in Deutschland wird keine Siedlung durch das Auftauen des Permafrostes bedroht. Die Zahnradbahn ist sowieso im Tunnel, die Gletscherbahn hat keine Stützen und die Seilbahn Zugspitze hat nur eine einzige Stütze weit unterhalb des Gefahrenbereichs. Die Bergstation selbst wird ständig vermessen, sodass man gewappnet ist.

Das einzige, was sich ändert, ist punktuell das Landschaftsbild an der Zugspitze - das ist alles.

Salopp ausgedrückt: Deutschland gletscherfrei? So what, who cares?

______________

Die Gefahren bei der Klimaerwärmung in Deutschland bestehen darin, dass für mehrere hundert Milliarden € Niedersachsen, Schleswig-Holstein. Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen gegen die Meeresspiegelerhöhung verteidigt werden müssen. Hier werden wir in Zusammenarbeit mit den Niederlanden ein Gesamtkonzept erarbeiten müssen.

Kosten in Höhe von mehr als 800 G€ wurden schon genannt.

Zusätzlich muss das Rohrleitungsnetz ausgebaut werden und ggf. auch noch die eine oder andere Talsperre zusätzlich errichtet werden, damit die verschiedenen Regionen Deutschlands sich ggf. gegenseitig mit Trinkwasser aushelfen können. In Bayern hilft das wasserreiche Oberbayern dem trockenen Franken über den Brombachsee und den Main-Donau-Kanal. Zusätzlich wird in 20 Jahren der Bodensee nicht nur Stuttgart mit Trinkwasser versorgen sondern auch noch punktuell für den Spitzenbedarf Franken.

München bekommt weiterhin zu 80 % bestes Trinkwasser vom Taubenberg und zu 20 % aus Oberau.

So irrelevant das Verschwinden der Gletscher und des Permafrostes für Deutschland ist, so bedeutsam ist es für die Schweiz. In der Schweiz stellt - im Gegensatz zu Deutschland - die Gletscherabschmelzung und das Auftauen des Permafrostes die Bevölkerung vor ganz erhebliche Probleme.

Österreich liegt, was die Betroffenheit durch die Gletscherabschmelzung angeht zwischen Deutschland und der Schweiz; stärkere Betroffenheit als Deutschland ja, aber weit weniger als die Schweiz.

_____________


Also: Die Bilder von der Zugspitze sind dramatisch ja, aber letztendlich völlig irrelevant.

Motto: Stell dir vor der Schneeferner und der Höllentalferner sind weg und keiner merkt´s.

Wenn der Höllentalferner weg ist, dann wird die Besteigung der Zugspitze durch das Höllental übrigens leichter, weil dann die Randkluft weg ist und man dann nur noch über eine harmlose Sandreiße geht.

In 3 Wochen werden die Glaziologen die nächsten Gletschermessungen durchführen und dann ihre Prognosen aktualisieren. Vsl. 2030 werden von den verbleibenden vier Gletschern drei weitere verschwunden sein. Als letzter Gletscher macht der Höllentalferner gegen 2040 das Licht aus.

_____________

Gelegentlich gibt es hin- und wieder im Winter vereinzelt ein paar Extremskifahrer, die mit der Seilbahn auf die Zugspitze fahren und dann durch das Höllental abfahren. Meistens müssen sie aber im unteren Teil des Höllentals die Skier abschnallen und im unteren Teil bis Hammersbach zu Fuß gehen, weil unten kein Schnee liegt.

Manche Extremskifahrer fahren auch vom Zugspitzgipfel Richtung Zugspitzplatt; hin- und wieder endet dann die Abfahrt im Sarg.
 
eiger80 schrieb:
Wahnsinn und erschreckend die Bilder. Wie schnell die Schmelze von statten geht. Auf welcher Seehöhe ist das?
Das Gletschertor liegt im Moment auf ca. 2400m. Das ist halt schon sehr tief und begünstigt diese extreme Abschmelzung. Der Gepatsch Ferner beginnt auf der Weißseespitze auf über 3500m und hat eine Fläche von geschätzten 20km2. Es gibt einen Gletscherlehrpfad mit Tafeln, wo in welchem Jahr das Gletschertor lag. 1922 lag es noch unter 2000m!
RX_03047a.JPG
1922
 
ThomasK schrieb:
Gelegentlich gibt es hin- und wieder im Winter vereinzelt ein paar Extremskifahrer, die mit der Seilbahn auf die Zugspitze fahren und dann durch das Höllental abfahren. Meistens müssen sie aber im unteren Teil des Höllentals die Skier abschnallen und im unteren Teil bis Hammersbach zu Fuß gehen, weil unten kein Schnee liegt.

Ach ja, und wenn Schnee liegt, fahren sie dann durch die Höllentalklamm runter?
 
TONI_B schrieb:
Ich war wieder mal beim Gepatsch-Ferner im Kaunertal und habe von der gleichen Stelle aus Bilder gemacht. 2022 fehlt leider in der Zeitreihe (Am geplanten Tag hat mich Corona erwischt... :twisted: ).

Gepatsch20bis23.jpg

Ich bin dort im letzten Jahr gewesen. Durch einen Murenabgang allerdings nicht bis zum eigentlichen Zungenende.
2022-08-01-gepatschferner-kaunertal-09.jpg

Das passt vielleicht am ehesten in deine Zeitreihe

2022-08-01-gepatschferner-kaunertal-11.jpg



https://wasserundeis.com/2022/08/01/kaunertal-durch-das-fernergries-zum-gepatschgletscher/
 
noisi schrieb:
Ich bin dort im letzten Jahr gewesen. Durch einen Murenabgang allerdings nicht bis zum eigentlichen Zungenende...
Ja, auch heuer hat eine Mure die Brücke weggerissen, aber ich bin über den Gletscherbach drüber. Meine Frau hat sich auch nicht getraut... 8)
 
Wahnsinn wie weit sich der Gepatsch zurückgezogen hat, wenn das so weiter geht kommt man in ein paar Jahren ohne Gletscherberührtung zur Rahuekopfhütte!

Hier noch ein Foto von 2012, da fehlen 100e Meter!

IMG-0402.jpg
 
Aktuell das Breithornplateau vom Kleinmatterhorn aus. Bis geschätzt 3700m teilweise Blankeis. Da nährt nix mehr.

breithornplateau2jcvo.jpg
 
Immerhin hat der Schneefall dort bis auf 2800 runter das Abtauen kurzfristig gestoppt... mal sehn wieviel Tage es dauert bis der Olperergletscher wieder blank aussieht ..
 
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