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Historisches vom Kitzsteinhorn

  • Ersteller Ersteller Anonymous
  • Erstellt am Erstellt am
Ahja, jetzt wo Du´s saxt, aber später wurde nur noch die Pb verwendet, aber im Sommer war auch nix los.
Außerdem gabs da ja auch schon diesen komischen Schrägaufzug und man mußte nicht mehr durch den stinkigen Tunnel latschen!!!!
Kann sich an den überhaupt noch jemand erinnern(er existiert noch)?
 
Yeti01 schrieb:
Ahja, jetzt wo Du´s saxt, aber später wurde nur noch die Pb verwendet, aber im Sommer war auch nix los.
Außerdem gabs da ja auch schon diesen komischen Schrägaufzug und man mußte nicht mehr durch den stinkigen Tunnel latschen!!!!
Kann sich an den überhaupt noch jemand erinnern(er existiert noch)?

Bin nie durch den Tunnel gelatscht! Bin immer den Hang direkt von der Bergstation runter gefahren!
 
Hier mal ein Liftplanausschnitt von 1989/1990 mit der DSB Schmiedinger Gratbahn.

Die technischen Daten der DSB:

2450-2755 m, 305 Hm, Länge: 1275 m, Fahrzeit: 8 min (also ca. 2,6 m/s Fahrgeschwindigkeit, wenn ich richtig gerechnet habe)
=> etwas länger als die heutige 4 KSB und etwa 100 Hm mehr. Der Liftplan zeigt auch deutlich, dass man von der DSB zu den Gletscherliften gekommen ist.
 

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  • Liftplan mit Schmiedingergratbahn.jpg
    Liftplan mit Schmiedingergratbahn.jpg
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auf dem plan von 89/90 schauts aber auch so aus, als könnte man vom alpincenter direkt zur sonnenkarbahn runterfahren :?
ok, piste ist keine eingezeichnet, doch das gelände ist schon sehr schlecht dargestellt
 
Ist das heute eindeutiger gelöst?
 
Im Jahr 2003 bin ich nochmal durch den Tunnel gelaufen. Ich denke der Tunnel existiert noch. Aber wenn man nicht weiss, wie man in den Kellerbereich der Station kommt, findet man den Eingang nicht. Erst weiter unten ist der Tunnel beschildert.
 
Hier der Pistenplan von Sommer 1993.

Sowohl Gratbahn als auch Schmiedingergratbahn sind drauf, auch die Abfahrt zum Breitriesentunnel gibt es noch.
 

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Super der alte Plan!
Schade, dass die DSB nicht auf den obersten Hängen stehen gelassen wurde, das ist der "3300-Bouquetin"-Effekt: die exponiertesten und deshalb irgendwie aufregendsten-interessantesten Partien gehen zunehmend verloren.
 
Hier einige weitere Infos (siehe auch Ratetopic "w und w"):
Materialseilbahn bei der Fahrt Richtung Alpincenter beim Bau der Liftanlage
Ratebahn36.jpg


1965 mit der Seilbahn aufs Kitzsteinhorn Fahrtrichtung Alpincenter.
Ratebahn36.1.jpg


Mit der Seilbahn vom Alpincenter über die höchste Seilbahnstütze der Welt zur Bergstation in 3.029 m.
Ratebahn36.2.jpg


Kitzsteinhorn 3.204 m und Gletscher
Ratebahn36.3.jpg


Kitzsteinhorn - das 1. Gletscherskigebiet Österreichs.

Mit der Erschließung des ersten Gletscherskigebietes Österreichs am Kitzsteinhorn erbrachte die Salzburger Gemeinde Kaprun ihre größte Pionierleistung. Schon von jeher war die Geschichte des Ortes
eng mit den umliegenden Bergen verbunden.

Seit 1965 befördern die Gletscherbahnen Kaprun Skifans, Sonnenanbeter und Ausflügler in die Hoch-
gebirgswelt des Kitzsteinhorns. Dort eröffnen sich faszinierende Naturerlebnisse: grandiose Aussicht, ein ausgedehntes Wander- und Kletterparadies und das 1. Gletscherskigebiet Österreichs.

Bergfreunde und Gäste des Kapruner Tals suchten lange nach einer geeigneten Möglichkeit, bequem
zu Schmiedinger- und Maurerkees - den Gletschern am Kitzsteinhorn - zu gelangen. Am 12. Dezember 1965 war die erste Teilstrecke der Luftseilbahn zum Kitzsteinhorn in Betrieb genommen worden.

Tauernkraftwerke, Gemeinde Kaprun und das Land Salzburg gründeten am 1. August 1963 die "Glet-
scherbahnen Kaprun AG". Der wichtigste Schritt hin zum Ausbau des Gletschers für den ganzjährigen Skilauf war somit getan. Nach eingehendem Studium des Gletschers, seiner skisportlichen Möglich-
keiten und des geologischen Untergrundes für die Fundierungen, entschloss sich die junge Gesell-
schaft für eine Großkabinen-Pendel-Luftseilbahn in drei Abschnitten. Die Kabinen fassten rund 35 Personen.

Am 12. Dezember 1965 wurden bereits die ersten beiden Abschnitte eröffnet. Im Herbst darauf verkeh-
rte auch schon die höchste Luftseilbahn im Bundesland Salzburg bis auf 3029 m Höhe. Das erste Glet-
schergebiet Österreichs war somit geboren. Die 6,2 km lange Gesamtstrecke (bis 175 Meter unter den Gipfel) kam mit nur acht Stützen aus. Der große Mast der obersten Sektion ist mit einer Höhe von 113, 6 m auch noch heute die höchste Seilbahnstütze der Welt.

13 Hilfsseilbahnen wurden von den bergerfahrenen Ingenieuren und Arbeitern für diesen monumenta-
len Bau benötigt, 10.000 Tonnen Material mussten auf den Berg befördert werden. Damit alles termin-
gerecht klappte, wurde sogar noch bei 19 Grad Kälte geschweißt, betoniert und gehämmert. Um Weg-
zeiten zu sparen, verbrachten die Mitarbeiter Sturm- und Eiswochen in kleinen, nur provisorisch beheiz-
ten Biwakschachteln am und auf dem Schmiedingerkees.

Aufgrund der steigenden Beliebtheit dieses ersten österreichischen Gletscherskigebietes wurde schon 1971 beschlossen, die beiden unteren Abschnitte bis zum Bereich Alpincenter (2452 Meter Höhe) durch eine zweite, neue Anlage zu entlasten. Das Projekt hieß: Standseilbahn mit weitgehend unterirdischer Streckenführung. Eröffnet wurde sie am 20. März 1974.

Im Laufe der Zeit wurde das Angebot an Aufstiegshilfen ständig erweitert und besonderer Wert auf qua-
litativ hochwertige und bequeme Anlagen gelegt. Komfortverbesserung und weitgehender Abbau der Wartezeiten bei der Berg- und Talfahrt waren auch die Hauptanliegen, als im Mai 1991 mit dem Umbau der Luftseilbahn vom Tal zum Langwiedboden begonnen wurde. Ein Stückchen Geschichte wurde mit der alten Kabinenbahn in den wohlverdienten "Ruhestand" geschickt und am 20.12.1991 durch eine leistungsstarke 8er-Kabinen-Umlaufbahn abgelöst.


01.08. 1963 Gründung der Gesellschaft
12.12. 1965 Luftseilbahn in zwei Sektionen vom Tal zum Alpincenter
26.11. 1966 Luftseilbahn vom Alpincenter zur Gipfelstation
12.08. 1967 Maurergletscherlift (Schlepplift)
23.09. 1969 Schmiedingergletscherlift (Schlepplift)
12.10. 1970 Schmiedingergratbahn (Doppelsessellift)
23.03. 1974 Unterirdische Standseilbahn GBK2 vom Tal bis zum Alpincenter
29.03. 1974 Schmiedingergletscherlifte - Umbau Doppelsessellift
23.10. 1974 Maurergletscherlifte - Umbau Doppelschlepperlift
27.12. 1977 Krefeldhüttenlift (Schlepplift)
11.04. 1981 Luftseilbahn GBK3 vom Alpincenter zur Gipfelstation - Umbau
und Vergrößerung
23.12. 1987 2er-Sonnenkarbahn (Doppelsesselbahn)
28.01. 1988 Magnetköpflifte (Doppeltellerlift)
05.01. 1990 Gipfelbahn Kitzsteinhorn (Standseilbahn)
29.10. 1990 Übernahme der 8 Schleppliftanlagen der Kesselfall-Alpenhaus-
GmbH und der Kapruner Lifte GmbH in Kaprun (Maiskogel,
Schaufelberg, Lechnerberg)
22.12. 1990 Langwiedbahn (kuppelbare Vierersesselbahn mit Hauben)
22.12. 1990 Keeslift (Schlepplift)
03.12. 1991 Beschneiungsanlage Lechnerberglift 1
20.12. 1991 Neue GBK1 Panoramabahn (8er-Kabinen-Umlaufbahn) - Ersatz für die 1965 erbaute Luftseilbahn
12.12. 1992 Neue Gratbahn (kuppelbare Vierersesselbahn mit Hauben)
- Ersatz für die 1970 erbaute Schmiedingergratbahn
09.07. 1994 Standseilbahn GBK2 - Generalsanierung und neue Züge
22.12. 1994 Lechnerberglifte 1 (Doppeltellerlift) - Ersatz für den 1969 er-
bauten Schlepplift
01.11. 1995 Kitzlifte (Doppelschlepplift)
01.12. 1995 Neue Schmiedingerlifte (Doppelschlepplift) - Ersatz für den
1974 erbauten Schlepplift
20.11. 1997 6er-Sonnenkarbahn (kuppelbare Sechsersesselbahn mit
Hauben und Förderbandeinstieg)
23.12. 1998 Maiskogelalmbahn (Doppelsesselbahn mit Förderbandein-
stieg) - Ersatz für den Schlepplift
23.12. 1998 Maiskogelköpflbahn (Doppelsesselbahn) - Ersatz für den
Schlepplift
1999 Schneianlage Kitzsteinhorn 1 - Langwiedboden bis Alpin-
center Niederdruckanlage mit 8 Kanonen
Dezember 2001 Gletscherjet 1, Doppelseilumlaufbahn, System Funitel
19.10. 2002 Gletscherjet 2, Einseilumlaufbahn
Oktober 2002 Schneianlage Kitzsteinhorn - Alpincenter bis Gletscherrand
Dezember 2002 Gratlift

Quelle: www.kitzsteinhorn.at
 
Hab das Topic wieder mal ausgegraben. Warum hat man eigentlich die Mittelstation der "oberirdischen" Gletscherbahnen am Langwiedboden gebaut und nicht bei dir Breitriesenalpe??
 
Die beiden Sektionen der GBK1 mussten exakt gleich lang sein, da es für die ganze Anlage nur einen Antrieb gab.
Die hälfte der Fahrstrecke war dann halt beim Langwiedboden, also etwas unterhal der heutigen Station Langwiedboden.
 
Aber die neuen Bahnen hätte man doch auf der Breitriesenalpe beginnen bzw. enden lassen können?!
 
Ich kenne das Gelände der Breitriesenalpe nicht, technisch hätte das aber durchaus möglich sein müssen, oder? Die Breitriesenalpe sieht man aber nicht zufällig vom Funitel oder der Panoramabahn aus?
Die 2. Sektion wäre dann richtig lang geworden und sehr früher Saisonstart bzw. spätes Saisonende wie beim Langwiedboden wäre nicht drin gewesen. Und wenn das dort runter sehr attraktive Skihänge wären, hätte man doch seitdem sicherlich eine Beschäftigungsanlage nach unten gebaut, oder?
 
Ich denke, dass die Breitriesenalpe am vorletzten Bild meines Berichts zu erkennen ist.

Diese liegt auf etwa 1850 m, also etwa 150 m tiefer als der Langwiedboden. Sind ziemlich interessante Hänge eigentlich, da könnte man evtl. eine kurze DSB hinstellen? Das wär doch ideal!

Zumindest eines der beiden Zubringersysteme hätte man auf der Breitriesenalpe enden lassen können :roll:
 
lanschi schrieb:
Zumindest eines der beiden Zubringersysteme hätte man auf der Breitriesenalpe enden lassen können :roll:

Das hätte aber wohl nicht funktioniert, ausser man hätte die 8-EUB von Anfang an dort enden lassen, denn nachdem die Tunnelbahn verunglückte, wurde der Funitel gebaut und der wäre wenn er zur Breitriesenalpe gegangen wäre ne ganze Zeit unnütz gewesen.
 
Stimmt!! Da hast du Recht, an das hab ich noch gar nicht gedacht :oops:

Aber Panorama- und Langwiedbahn hätte man trotzdem an der Breitriesenalpe enden lassen können! :wink:
 
Jens schrieb:
wurde der Funitel gebaut und der wäre wenn er zur Breitriesenalpe gegangen wäre ne ganze Zeit unnütz gewesen.

.. dann hätte man an der Breitriesenalpe halt die Mittelstation des Funitels gebaut und selbigen gleich bis Alpincenter raufgezogen ...

.. dann hätte man sich die Umsteigerei auch erstpart.

Aber auf uns hört ja mal wieder keiner :)
 
starli schrieb:
.. dann hätte man an der Breitriesenalpe halt die Mittelstation des Funitels gebaut und selbigen gleich bis Alpincenter raufgezogen ...

.. dann hätte man sich die Umsteigerei auch erstpart.

Aber auf uns hört ja mal wieder keiner :)

Dazu sag ich einfach: Geld regiert nicht nur die Welt, sondern auch die Skigebiete.
 
Naja einen Vorteil hat dieses System schon: man kann z.B. im Winter nur den Funitel betreiben und die beiden 2. Sektionen, falls Abfahrt bis Langwied möglich, aber nicht zu viele Gäste.

Außerdem kann man dadurch die Revisionszeiten anders regeln... :roll:

@jens: Ich denke nicht, dass ein kürzerer Funitel, dafür aber längere 15EUB soviel teurer wären als die jetzigen Bahnen :wink:
 
@lansch: Das Thema Geld bezog sich ja auf einen Funitel mit Mittelstation bis hoch zum Alpincenter.
 
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