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Hochgeschwindigkeitszüge und -strecken

mal schauen vielleicht kann ich morgen mal ein Beweisfoto liefern.
Vielleicht handelte es sich rein Zufällig um den gleichen Zug :lol:
auf jedenfall hatte der Zwei Loks und keinen Steuerwagen.
 
Wikipedia ist zum lesen da und nicht um Bilder anzuschauen:
An Werktagen verkehrt darüber hinaus morgens ein Zehn-Wagen-Zug mit zwei Lokomotiven der Baureihe 101 von Nürnberg nach München. Aufgrund der zu kurzen Bahnsteige der Bahnhöfe entlang der Schnellfahrstrecke verkehren die letzten vier Wagen dabei leer und verschlossen. Die 10 Wagen verfügen über insgesamt 760 Sitzplätze.
 
Was denn da so interessant dran? Jeden Tag fahren in Kufsten/Wörgl Güterzüge an mir vorbei, die mit 2-3 Loks bespannt sind.
Ich nehm an, die fahr übern Brenner. Ist alles dabei. 2x Taurus + 1x 1144, 3x 1144, 2x Brennerlok + 1xTaurus oder 3 Mal Dispoloks, alles möglich inkl. ner alten BR 140, die gemütlich hinter den 185ern hängt. :D

Richtig unangenehm ists, wenn die Loks zurückgefahren werden. so 3-5 Loks zusammen auf ordentlich Fahrt lassen am Bahnsteig mehr fliegen, als ein ganzer Güterzug.

Auch die Personenzüge Richtung Italien haben des öfteren 2 Taurus dran.

Das mit den abgesperrten Waagen kenn ich auch. Da läufst den halben Zug vor, damits´te in den drei offenen Waagen nen Platz findest.
Zuletzt habens das mit nem Talent gemacht. Den hinteren einfach abgesperrt, und vorne wars voll. :evil:
 
Also wenn das schon sein muss, dann könnten sie die verschlossenen Wagen wenigstens gleichmäßig aufteilen. Zwei vorne, zwei hinten und schon müsste man nicht mehr ganz so weit laufen.
 
Mit dem Sandwich-Betrieb (also eine "arbeitende" Lok vor und hinten, die beide vom Lokführer auf der Spitzenlok gesteuert werden) hat man mehr verteilte Zug- und Antriebskraft auf dem ganzen Zug, als wenn vorne 2 Maschinen drauf sind. Die Anfahrt ist schneller und auch auf der Strecke ist es merklich spürbar.
Wir bei der SOB (SüdOstBayern-Bahn) fahren auch auf der Münchner Strecke im Planbetrieb sehr viel Sandwich, was auch damit zutuen hat, daß man nur 5 Doppelstockwagen mit einer BR 218 fahren kann.

@ AF

Die Mehrfahchtraktionen in Wörgl/Inntal haben damit zu tuen, daß die Züge wie von Dir beschrieben über den Brenner gehen. In der Regel 2 E-Loks voraus und in Kufstein kommt bei den TX-Logistik und Lokomotion-RTS - Güterzügen (Disppoloks) immer eine Schiebelok für die Brenner-Nordrampe dazu. Vom Brenner in Richtung Kufstein, kann es auch mal sein das bis zu 3 arbeitende Lokomotiven (in Österreich zulässig) an der Spitze laufen. (Wird sehr oft von TX Logistik praktiziert).

Wohnst Du an der Strecke in Wörgl?? Weil Du so exakte Beobachtungen schreibst???
Fahre nämlich morgen abend mit einem Kollegen einen Güterzug zum Brenner.
 
Na, wohn nicht direkt dran. Aber fahr mit dem Zug zur Arbeit in Kufstein
-> Ich seh viele Züge beim Warten.
 
@ AF

Daher.... und im Inntal ist sehr viel Verkhehr, das stimmt. Es fahren auch einige private Eisenbahnen dadurch....

Vielleicht fahre ich ja auch in der Zukunft an Dir vorbei.....
 
Fiescher schrieb:
Mit dem Sandwich-Betrieb (also eine "arbeitende" Lok vor und hinten, die beide vom Lokführer auf der Spitzenlok gesteuert werden) hat man mehr verteilte Zug- und Antriebskraft auf dem ganzen Zug, als wenn vorne 2 Maschinen drauf sind. Die Anfahrt ist schneller und auch auf der Strecke ist es merklich spürbar.

Ich kenne das von den Erzzügen in Deutschland. Da ziehen manchmal zwei Br 151 und eine schiebt nach. Liegt wohl daran, dass die Züge unglaubich schwer sind und selbst die Spezialkuplungen das nicht aushalten würden wenn drei Loks ziehen.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Ich kenne das von den Erzzügen in Deutschland. Da ziehen manchmal zwei Br 151 und eine schiebt nach. Liegt wohl daran, dass die Züge unglaubich schwer sind und selbst die Spezialkuplungen das nicht aushalten würden wenn drei Loks ziehen.

Nein, das dürfte ein anderes Problem beteiligt sein sein: wenn ein derartiger Zug in der Kurve beschleunigt, dann ziehen enorme Kräfte am Zug. Nun besteht die Gefahr, dass der Ganzzug in die Kurve gezogen wird und damit entgleist. Um diese Gefahr zu beseitigen, schiebt nun eine Maschine nach.
Diese Art der Traktion wurde schon in den 40er Jahren auf der Rio Grade RR in den USA praktiziert, als man große Ölfelder auffschloss. Dabei waren die Züge derart lang, dass eine Lok in der Mitte des Zuges eingereiht wurde, um das Hineinziehen in die Kurve zu verhindern.
In der Schweiz hingegen gibt es bei der RhB, wo anfahren in den Kurven ob der Enge der Kurve und der dortigen Steigung verboten ist. Würde der Zug dort anfahren, würde der Zug in die Kurve hineingezogen und würde entgleisen. Sollte der Zug dennoch in der Kurve stehenbleiben, muss der Zug zurückfahren und vor der Kurve anfahren.

MFG Dachstein
 
@ Dachstein

Richtig erkannt, arbeite als Lokführer im Moment bei der Deutschen Bahn AG.

Mit dem Vorspann und Nachschub hat auch mit den Grenzlasten der einzelnen Strecken zu tuen und der Lokomotiven.
In Deutschland darf aber auch nur mit 2 arbeitenden Maschinen als Vorspann gefahren werden. Wenn dann die Zuglast zu hoch ist, dann muss noch mit einer oder zwei Maschine nachgeschoben werden.

In Österreich darf z.B. sogar mit 3 Maschinen (2 Vorspannloks) gefahren werden. Was auch immer wieder, sehr viel auch bei den Privaten, grade in Inntal oder auch am Brenner praktiziert wird.
Unabhänig davon, hat jede Strecke seine Grenzlast-Werte, die von der Neigung/Gefälle/Steigung, Gleiszustand und weiteren Faktoren abhängen....

@ Seilbahnjunkie

Mit den von Dir genannten "Spezialkupplungen" ist es sogar so, daß es Bauarten gibt bei denen ein Nachschiebeverbot herrscht. Das heißt die sind so konstruiert daß die sich im Falle eines Schublast vom Zugende "zusammendrücken". Es gibt z.B. geschlossene Autotransportwagen, bei denen das der Fall ist. D.h. die dürfen nur ein bestimmtes Zuggewicht haben, daß sie auch z.B. am Brenner mit 1 oder 2 Lokomotiven gefahren werden....
 
Cooler Job Fiescher. Bist bei der GDL? :D
 
Fiescher schrieb:
@ Seilbahnjunkie

Mit den von Dir genannten "Spezialkupplungen" ist es sogar so, daß es Bauarten gibt bei denen ein Nachschiebeverbot herrscht. Das heißt die sind so konstruiert daß die sich im Falle eines Schublast vom Zugende "zusammendrücken". Es gibt z.B. geschlossene Autotransportwagen, bei denen das der Fall ist. D.h. die dürfen nur ein bestimmtes Zuggewicht haben, daß sie auch z.B. am Brenner mit 1 oder 2 Lokomotiven gefahren werden....

Sehr interessant. In diesem Fall meinte ich die speziellen Schwerlastmittelpufferkupplungen, die in Deutschland nur bei den Erzzügen eingesetzt werden.Ich weiß leider nicht deren genaue Bezeichnung. Die dürfen aber scheinbar nachgeschoben werden.
So sehen die aus:
AK-BR151.jpg

Quelle: Wikipedia
 
@ AF

Ja, ist er, aber es macht bei der DB AG keinen Spaß mehr. Warum bekommt man ja im Moment in den Medien gut mit.

Ja, bin in der GDL, hab sogar einen "Funktionärsposten" auf Ortsgruppen-Ebene inne, und hab somit auch teilweise mit Bezirksarbeit (Bayern) zu tuen.
Und bevor Deine nächste Frage kommt, deswegen hast Du mich auf die GDL angesprochen, ich kämpfe auch intensiv wie sehr viele Kollegen für unseren neuen Tarifvertrag, der kommen muss!!
@ Seilbahnjunkie

genau, diese Kupplungen gibts wie Du schon geschrieben hast, bei uns in D nur an den Erzzügen, dafür sind eine bestimmte Anzahl von Loks der BR 151 damit ausgerüstet. Aber es sind keine "Schakus" = Scharfenbergkupplung. Diese sind anderst aufgebaut. Aber den genauen Namen hab ich jetz auch nicht an der Hand.
 
Ja, das weiß ich, die Schakus werden ja bei den Triebwagen eingesetzt, wo sie normalerweise kaum Zugkräfte aufnehmen müssen, auser natürlich man muss einen ICE abschleppen um mal wieder zum Thema zu kommen.
Ach und viel Glück für euren Tariffertrag, ihr leistet einen unglaublich wichtigen Job im deutschen Verkehr, das sollte angemessen entlohnt werden. Wenn sich euer Chef mal weniger die Taschen vollstopfen würde und mehr produktiv arbeiten würde, dann können wir uns das auch locker leisten. Die Leute in seiner alten Firma (HeidelDruck) waren übrigens froh als sie ihn los waren. :wink:
 
So, nachdem ich letzte Woche von meiner Spanien-Rundreise zurückgekommmen bin muss ich wirklich sagen, die RENFE ist nochmal eine andere Stufe in Sachen Bürokratie als die allseits geliebte DB.
Beim Ticket kaufen im Bahnhof haben sie das selbe System wie eine beliebige deutsche Behörde: Nummern ziehen und auf den Aufruf warten! 8O Und das nicht nur einmal, sondern gleich zweimal: Erst beim Informationsschalter um die Verbindungen zu bekommen, danach am Verkaufsschalter um die Fahrkarte zu erstehen... :irre:
Dazu noch die obligatorische Sitzplatzreservierung in jedem Zug, der nicht an jedem Misthaufen hält. Übrigens gibt es fast für jeden Zug eine eigene Zugkategorie, die Fahrpreise sind nicht einmal für eine Kategorie gleich sondern gehorchen irgendwelchen nicht erforschten Gesetzen.
Auf den Bahnsteig kommst Du übrigens (bei den höherwertigen Zügen) nur mit gültiger Fahrkarte und nach einer Gepäckdurchleuchtung (so wie am Flughafen), eine Folge der Anschläge in Madrid.
Da das Netz natürlich sehr weitmaschig ist und das Land viel dünner besiedelt sind auch die Verbindungen in weiten Teilen viel seltener. Extrem aufgefallen ist mir das in Málaga, nagelneuer Bahnhof für eine der größten Städte des Landes und ein Fahrplan, der vom Umfang in einer deutschen Kleinstadt hängen könnte.

Dafür waren die Züge in der Regel (Ausnahme waren zwei Regionalzüge) wirklich modern und sehr komfortabel. Besonders angetan war ich von den Talgo-Zügen (einmal ein "Trenhotel"-Nachtzug, einmal ein "Talgo 200"-Reisezug inkl. Spurwechsel und Hochgeschwindigkeitsfahrt, beides Mal eine sehr komfortable Sache). Außerdem bin ich noch mit dem AVE (der spanischen TGV-Variante) gefahren, Sevilla-Madrid in 2,5h für knapp 500km. Da kommt kein deutscher ICE mit. Der Service hat mich überrascht, es wurde ein Film (in Spanisch und Englisch) gezeigt wie im Flieger. Allerdings ist das Ding viel lauter als ein ICE (zumindest nach meiner Erinnerung).
 
Da käme der ICE schon mit, wenn er eine entsprechende Strecke hätte. Der ICE 3 fährt 320 Spitze, da kommt der alte AVE nicht mit. Nur der Neue, und der ist ein Nachfolgemodell vom ICE 3. Übrigens wie ich schonmal geschrieben habe mit 350 km/h der schnellste planmäßige Zug der Welt. (Vom Transrapid in China mal abgesehen.)
 
Da käme der ICE schon mit, wenn er eine entsprechende Strecke hätte. Der ICE 3 fährt 320 Spitze, da kommt der alte AVE nicht mit. Nur der Neue, und der ist ein Nachfolgemodell vom ICE 3. Übrigens wie ich schonmal geschrieben habe mit 350 km/h der schnellste planmäßige Zug der Welt.

Wie Du selbst schon schreibst, es fehlt halt leider die Strecke, das deutsche ICE_Netz leidet halt nunmal daran, dass zwischen den tollen Neubaustrecken immer wieder Altbaustücke kommen. Klar, der ICE 3 ist theoretisch schneller, aber was hilft's, wenn er das nicht ausfahren kann?

Übrigens hält der AVE Sevilla - Madrid nur einmal, in Córdoba. Dazwischen gibt es einfach keine größeren Städte, somit macht der da auch immens Zeit gut. Zumindest im Vergleich zum ICE, der ja fast überall stehen bleibt.


Zum Thema AVE-"Nachfolger": Es gibt derer zwei, den "Velaro E" (Weiterentwicklung des ICE 3) und den "Talgo 350" mit unglaublich häßlicher Nase. Einsatz dann auf den neuen Strecken (Madrid -) Córdoba - Málaga und Madrid - Barcelona (auf der dann die 650km mit 350 km/h in 2,5 h bewältigt werden sollen); Eröffnung für beide noch dieses Jahr (!).
 
Also ich hab gelesen, dass die Talgo zwar auch für 350 km/h geplant waren, deswegen heißen sie ja so, aber die haben die Genehmigung nicht bekommen und dürfen jetzt nur 330 fahren.
 
Leider ist die Bahn und der ÖPNV gerade auf der Kurzstrecke enorm schwach, da wo es am meisten Sinn machen würde.
Auf der Fernstrecke ist sie dagegen dem Flugzeug ausgeliefert, das schneller und günstiger ist.
Eigentlich fahre ich ja gerne BAhn, im Vergleich zum Flieger eignetlich komfortabel, jedenfalls bis zu mittleren Strecken, keine Sicherheitskontrollen und Gepäck kann ich so packen wie ich will :), aber bei den Preisen...
 
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