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Hoffnung für Kramsach

Hmmm... als wir Mitte letzten Jahres die Rofanüberquerung gemacht haben, war das Berghaus auf jeden Fall noch zu.

@ Übernahme: Da müsste jemand einsteigen, der etwas mehr Geld auf der Hohen Kante liegen hat. Der Liftbetrieb dürfte bei der alten Anlage relativ aufwändig sein. Hat jemand ca. Werte, was der Betrieb kostet und wie dem gegenüber die Einnahmen liegen?

@ Alpbach: Die steigen aus, sobald sich eine Möglichkeit ergibt. So Sachen wie "Ehre", "Anstand" etc.... wird auch in Tirol nur mehr mit Worten gross geschrieben. Aber andererseits kann ich die Alpbacher auch verstehen. So Dicke ham dies auch ned und im eigenen Skigebiet noch genug Baustellen offen.

@ Lift in Kramsach: Tjo.... ist halt ne verdammt lange Liftkette. Die mit irgendwas "günstigem" (Mini PB, neuer ESL etc...) zu ersetzen wird auch verdammt teuer sein und wirtschaftlich nicht wirklich betreibbar. Aber mal gucken. Evtl. gibt's ja noch ein "Wunder".
 
Ich war Anfang September 2013 oben und da war das Berghaus lt. Aushang auf der Eingangstüre wegen der Abwasserleitungsgeschichte (offensichtlich wieder) behördlich geschlossen.
Ich vermute, das die behördlichen Auflagen zum Weiterbetrieb der Lifte (meiner Ansicht nach aufgrund des Anlagenzustandes auch berechtigterweise) so umfangreich wären das sich die Investitionen aus dem laufenden Sommerbetrieb nicht refinanzieren ließen und daher der Eigentümer des Rofanhauses bei seinen Plänen wahrscheinlich die Segel strich. Sein Engagement bez. des Anlagenerhaltes begründete sich meines Wissens nach vor allem auf der Tatsache das er das Rofanhaus in den letzten Jahren ja grundlegend modernisiert hatte und wahrscheinlich die Einstellung des Liftbetriebes aufgrund des dadurch zu erwartenden Umsatzrückganges auch ein finanzielles Desaster zur Folge haben könnte.
 
Wer nochmal in Kramsch mit den beiden ESL fahren will der muss es wohl noch diesen Sommer machen.
Den man hört das dies der letzte Sommer sein soll das die beiden Anlagen in Betrieb sind.
SEHR SCHADE
 
Offenbar hatten meinen Infos zur Folge es die Alpbacher nicht mal der Mühe wert gefunden dem Hüttenwirt auf seine diesbezügliche Anfrage bez. Möglichkeiten einer Übernahme der Anlagen auch nur irgendeine Antwort zukommen zu lassen. Dies obwohl er die Anlagen von einem Sachverständigen besichtigen ließ und dieser auch eine Kostenschätzung abgab welche Investitionen zum Weiterbetrieb für einige Jahre erforderlich gewesen wären. Natürlich musste dieser daraufhin seinen Plan praktisch zu den Akten legen.
Allerdings stellt sich in diesem Falle für mich die Frage, ob die Alpbacher selbst nicht doch ein geheimes Konzept zum Weiterbestand des Gebietes mit welchen Anlagen auch immer im Köcher haben; anders (außer mit finanzdemenziellen Symptomen) wäre für mich die (Nicht)reaktion beim besten Willen nicht zu interpretieren.
Ich werd (schonmal sicher mit AF - Kollegen krimmler) den Anlagen heuer mindestens einen Abschiedsfahrtbesuch abstatten wenngleich ich ihnen aufgrund Wopfners optisch völlig mißratenen Gebastels anlässlich des Förderleistungsupgrades kaum nachtrauere.
 
Nächstes Jahr im Sommer bin ich nochmal in Alpbach und ich hatte die Hoffnung, dass er bis dann noch fährt. Sehr schade.
 
Wie der Hüttenwirt mir gestern berichtete, sollen die beiden ESL nach aktuellem Stand weitere 5 Jahre laufen
 
Auf die Hintergründe bin ich ja mal sehr gespannt und ich werd am Sonntag selbst den Hüttenwirt dazu befragen falls er vor Ort sein sollte weil ich mit Kollegen krimmler die Anlagen befahren werde.
Sollte allerdings im Zuge der für den Weiterbetrieb sicher nötigen Investitionen nichts gegen die Wackelstützen unternommen werden beabsichtige ich, diesen durch die Aufsichtsbehörde bis zur Durchführung entsprechender Maßnahmen unterbinden zu lassen denn meine persönliche diesbezügliche "Stillhaltefrist" endet dieses Jahr.
 
Wackelstützen? Zumindest Niederhalter wackeln bei (auch neuen) DSBs doch gerne mal, ist aber wohl kein Problem. Und bei Graffer wackeln die Rollenbatterien absichtlich ;)
 
Es wackeln ja aber eigentlich nur die neu eingesetzten Alu Stützen. Die könnte man doch auch einfach wieder rausnehmen, denn vor dem Umbau gabs die ja auch noch nicht und gebraut werden sie (bis auf die an der Bergstation?) auch nimmer.
 
Das sind sicher keine Alu stützen. Wie kommst du denn auf so etwas?
 
Zumindest aufgrund der Bewegungen könnten die durchaus auch aus Alu sein...;D
In Kramsach wackelte 2013 auch eine Betonstütze der ersten Sektion; deren Fundament hat sich offenbar aber nachgesetzt denn heute wackelte die nicht mehr aber steht dafür jetzt geringfügig in westlicher Richtung aus der Spur.

@Starli, nachdem zumindest manche Sachverständige des deutschen TÜV erkannt haben das Wackelstützen ein Sicherheitsrisiko darstellen und diesbezügliche Nachbesserungen forderten hoffe ich das sich der Trend fortsetzt weil ich des TÜV´s Ansicht teile. Völlig unabhängig davon ob neue oder alte Anlage stellen stärkere Schwingungen bei Stahlkonstruktionen eine erhöhte Belastung dar weil dadurch Materialermüdung verursacht wird die zu vorzeitigen Schäden wie beispielsweise Schweißnahtrissen führen kann.
 
Hallo Petz
Wie kommst du zu der Behauptung das eine Betonstütze wackelte und jetzt etwas anders stehen sollte?

Ich glaube wenn eine Stütze wackeln sollte dann würde die Anlage nicht mehr in Betrieb sein.
Welcher TÜV sollte den so etwas festgestellt haben?
Ich kann es nicht glauben das es so etwas gibt.

Nach meiner Information ist es aber mit dem Betrieb nach dieser Saison sowieso vorbei.
Der Wirt an der Bergstation hofft es wohl nur das der Betrieb weiter geht, denn er hat schon sehr viel investiert und ohne Lift wird er wohl nicht mehr sehr viele Gäste haben.
Es wird aber wohl vorbei sein mit Kramsach oder willst Du die Lifte übernehmen?
 
Nachdem ich bei allen meinen Liftfahrten (egal bei welcher Anlage) seit Jahren mein Hauptaugenmerk auf technische Mängel lege hab ich den Verlauf logischerweise im Kopf und die Nr. 9 der ersten Sektion deshalb vorgestern wieder ganz genau beaugäpfelt...:ja: Deshalb hatte ich auch registiert das die Stützenschwingungen heuer nicht mehr auftreten aber sich die Stütze minimal aber mit scharfem Auge doch erkennbar zum Hang hin geneigt zeigt.
Nur deshalb weil ne Stütze wackelt fällt sie mal nicht gleich um oder versagt ihren Dienst denn sonst müssten viele der neuen Bahnen schon längst zusammengebrochen.
Allerdings sind bei Stahlstützen die Schwingungsbelastungen auf Dauer kritisch zu sehen und diese Ansicht macht sich erst in letzter Zeit auch beim TÜV breiter obwohl der wichtigen Thematik der Materialermüdung bei jeder technischen Ausbildung ausreichend Raum geboten wird.

Und Kollegen axelbra gab Hüttenwirt Hr. Reiter ja vor paar Tagen die Auskunft das die Lifte offenbar weitere fünf Jahre laufen sollten. Die Liftmitarbeiter wissen davon allerdings noch nichts; offenbar ist das Kriterium eines Weiterbetriebs durch die Alpbacher aber ein politisches denn die nächste große TÜV - Prüfung wäre ja erst 2018 fällig; Dreh - und Angelpunkt ist vermutlich die nötige Verlustabdeckung der letzten Jahre und eine dementsprechend zufriedenstellende Regelung für die Zukunft.
Ohne eine finanziell positive Perspektive (die sich mit den aktuell vorhandenen Anlagen auch aufgrund des nötigen Personaleinsatzes nachvollziehbarerweise nicht stellt) wird sich dort kein wirtschaftlich rechnender Mensch engagieren; dafür sähe ich die einzig realistische längerfristige Perspektive im Ersatz der Anlagen durch eine Einsektionspendelbahn Kramsach - Sonnwendjochhaus da man mit einer solchen mit viel weniger Personal auskäme und dadurch vielleicht eine Kostenstruktur erreichte die unterm Strich ne schwarze Null in den Bereich des Möglichen brächte.
 
Nur Kostet eine PB in der Länge halt auch ne Lawine... Und das Geld hat auch keiner...
 
Die müsste sicher ein privater Investor bauen aber ich denke, dies wäre die einzige Möglichkeit dort längerfristig überhaupt eine Aufstiegshilfe annähernd kostendeckend zu betreiben weil man mit den Möglichkeiten der Videoüberwachung und Ticketautomaten wahrscheinlich mit nur einem Mitarbeiter auskäme.
 
Aber auch ein privater Investor investiert nur dort, wo er sich eine vernünftige Rendite erwartet...
 
Kommt darauf an wieviel der Gemeinde und dem Tourismusverband im Rahmen der Umwegrentabilität eine Fortführung der Zubringerfunktion wert wäre bzw. ob einer der beiden vielleicht selbst als neuer Betreiber auf den Plan treten. Wenn solide gemachte Wirtschaftlichkeitsberechnungen dort im Gegensatz zum laufenden Abgang den die beiden Sessellbahnen verursachen, zumindest eine schwarze Null sicherstellten wäre das sicher auch eine theoretisch denkbare Alternative.
 
Jetzt mal ehrlich: Mit dem derzeitigen Konzept, halte ich eine Schwarze Null einfach nicht für Realistisch.... wieviel verkaufte Tickets müsste es denn für einen ausgeglichenen Betrieb einer Klein PB geben? (Ob die in Österreich überhaupt Betrieben werden dürfte mit 1 Angestellten und ob die direkte Trasse überhaupt genehmigt werden würde ist ja ne andere Sache.)

Wenn hier dazu noch investiert werden würde (da sind einige Wege einfach nicht für mehr Gäste geeignet), könnte das evtl. funktionieren. Aber dafür fehlt auch wieder das Geld.....

Es würde mich absolut freuen, wenn Kramsach auch in Zukunft weiter einen Bergbahnbetrieb anbieten könnte. Ich fürchte aber, dass es hier Niemanden gibt, der investieren will. Ob Crowdfunding ne Möglichkeit wäre? Evtl. Gäste + Anrainer? Aber da müssten auch ein paar Millionen zusammenkommen...
 
Wenn man die aufgelaufenen ESL - Verluste auf die Jahre verteilt und auch den sicher deutlich höheren Erhaltungsaufwand der beiden Oldtimer mit ins Kalkül zieht könnte sich die Pendelbahnvariante meiner Ansicht nach rechnen aber das müssen spezialisierte Fachleute durchrechnen.
Die Pendelbahnvariante sehe ich als durchaus auch in Österreich möglich an denn der Eigentümer des Vigiljochgebietes Ulrich Ladurner (der aus Prinzip keine Anlagenerneuerung will und das Vigiljoch als Retrogebiet ganz bewusst erhält und auch bewirbt) konnte die Hölzlpendelbahn trotz der teilweise schärferen italienischen Seilbahnrechtslage anlässlich der letzten Modernisierung 2008 durch DM Lana auf Einmannbetrieb aufrüsten lassen; in der Talstation sitzt nur die Ticketverkäuferin und selbst die ließe sich in Kramsach einsparen wenn man nur für die Einzelfahrten Automaten aufstellt und die längerfristigen Karten (Saisons -, Gäste - und Wochenkarten) im Gemeindeamt, Tourismusvereinsbüro und den ansässigen Beherbergungsbetrieben anbietet.
Die Möglichkeit einer PB - Diretissimatrasse steht natürlich auf einem anderen Blatt aber in dem Falle hätten die Kramsacher meiner Einschätzung nach keine so schlechten Karten weil ja als Kompensation die beiden ESL - Trassen wegfallen würden.
 
Ich war heute in Kramsach und bin mit den beiden ESL gefahren und hab mich mal etwas umgeschaut.
Dabei ist mir aufgefallen das die Anlagen echt Sauber und in einem technisch einwandfreien zustand zu sein scheinen soweit ich es beurteilen kann.

Nach einem etwas längeren Gespräch mit einem Mitarbeiter an der Bergstation der Sektion 1 hat er mir gesagt das es wohl die letzte Saison für die
Anlagen hier in Kramsach sein wird, die Mitarbeiter werden dann wieder in Alpbach eingestzt .

Die Anlagen sind einfach nicht mehr kostendeckend zu betrteiben und es steht auch noch eine TÜV Überprüfung spätestens
im Herbst an und die wird wohl etwas aufwendiger sein und das kann man sich nicht mehr leisten.

Ich finde es persönlich ja schade das die Anlagen nicht mehr fahren sollen dedn das Wandergebiet oben ist schon klasse und fast einmalig hier
im Tiroler Unterlkand.
Das wird es dann wohl gewesen sein mit den Bergbahnen Kramsach.

Hat hier jemand eine Ahnung was bei einer solchen TÜV Überprüfung so alles kontroliert wird? Was kann da alles auf die Betreiber zu kommen an Kosten?
 
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