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Hoffnung für Kramsach

Petz schrieb:
Nachdem der TÜV - Süd vor relativ kurzer Zeit eine Wackelstütze bei einer nagelneuen Leitnerbahn monierte und die Inbetriebnahme erst nach Nachbesserung seitens des Herstellers gestattete, sehen die Sachverständigen sich im Betrieb bewegende Stützen offenbar jetzt ebenso kritisch wie ich schon seit Jahren.
Was genau ist denn eigentlich das Problem an den Wackelstützen? Die Gefahr, dass die irgendwann umfallen? Oder (wie immer) die Annahme des ungünstigsten Falles, bei dem das Gewackel kombiniert mit Gewichtsverteilung und Seilschwingungen das Seil raushaut? Gab es mit solchen Stützen schon öfters Probleme oder Zwischenfälle?
 
Ich würde sagen, dass in erster Linie das Material mehr beansprucht wird und das eben schneller zu Ermüdungsbrüchen führt.
Mit den stützen hat das Betriebsverbot aber anscheinend nichts zu tun. Dieseltom hat mit dem BL der Alpbacher gesprochen und einige infos bekommen. Ein paar Auszüge:
Dieseltom schrieb:
Ich bedanke mich vielmals für die fachlich kompetente Auskunft des BL der ABB Herrn CASOTTI mit dem ich jetzt 10minuten lang gefachsimpelt habe.
Die ABB setzen alles dran um den Betrieb ab Juni aufzunehmen, es liegt jetzt an der Behörde. Es geht nicht um die Konzessionsverlängerung, diese ist erst Ende 2019 fällig, es geht um eine Neuberechnug der Anlage, da aufgrund Ausscheidungen von FBM (Klemmen etc.) mit weniger FBMs gefahren wurde.
...
Nun wir man schauen ob eine neue genehmigung mit weniger FBMs oder ob sich genehmigte FBMs auftreiben lassen. Ein Mischbetrieb ist nicht zulässig, die Anlage ist derzeit auf Wopfner FBMs genehmigt. Eine Änderung des Betriebes auf ander typisierte FBMs ist wiederum genehmigungspflichtig. Es sind auch keine Schneiderklemmen in der derzeitigen genehmigten Fassung erlaubt, sondern Wopfnerklemmen, und die gibts eben nicht mehr.
Technisch, wie Herr Casotti selbst sagte, ist alles kein Problem. Die Stützen aus Beton sind ebenfalls kein Thema, die Stahlstützen auch nicht, die wurden von der Behörde überprüft und nicht beanstandet. Es geht nur um die Fahrbetriebsmittel.
 
Philipp2 schrieb:
Was genau ist denn eigentlich das Problem an den Wackelstützen?
Durch die Dauerschwingungen wird der Stahl zwar minimal aber doch stetig verformt und das kann aufgrund Materialermüdung zu schwer vorhersehbarer Rißbildung oder auch Brüchen führen.

Aktuell geht´s in Kramsach nur um eine statisch - dynamische Durchrechnung eines Sachverständigen der die Belastungen, Seildurchhänge, Spannwagenposition etc. für den Betrieb mit konzessionsabweichend weniger Sesseln durchführen und eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen muß damit die Behörde grünes Licht zum Weiterbetrieb gibt. Ersatzsessel bzw. Klemmen (letztere dürften das Hauptproblem sein) sind nicht mehr aufzutreiben und da der Lift aber mit Wopfnerklemmen konzessioniert wurde können vorschriftsbezogen z. B. keine Schneiderklemmen genutzt werden die auch an vielen Wopfnersesselliften im Einsatz waren.

Die Betonstützen werden hingegen erst anlässlich einer eventuellen Konzessionsverlängerung das große Thema bzw. der Todesstoß für die Anlagen sein. Lt. BL hat ein Sachverständiger die Wackelstahlstützen geprüft und als unbedenklich eingestuft; da liegen bei den Sachverständigen aktuell noch die Toleranzgrenzen auseinander aber offenbar kommen doch immer mehr doch zur Überzeugung das die längerfristige Materialermüdung auch ein keinesfalls außer Acht zu lassendes Thema ist.
 
Es hatte zwar ohnehin kaum jemand daran geglaubt, aber jetzt hat es die Gemeinde Kramsach schwarz auf weiß: Die Bergbahn Kramsach ist im Sommer 2015 nicht in Betrieb. Eine Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen für den Lift würde mindestens fünf Monate dauern, heißt es sinngemäß in dem Schreiben der Alpbacher Bergbahnen.

Aber wozu braucht man nen Lift? :roll: *Ironie*
Indes reagiert auch bereits der Tourismusverband auf das Aus für den Lift: Es gibt künftig die Möglichkeit, mit dem Taxi um 25 Euro pro Fahrt (maximal acht Personen) von der Bushaltestelle in Brandenberg-Aschau bis zum Kreuzeinjoch auf rund 1700 Meter zu fahren.
Quelle: Lift in Kramsach bleibt weiter zu
 
Dann hoff ich mal sehr das die Ende 2015 endende Betriebspflicht der Bergbahnen auch mit entsprechenden Pönalezahlungen bei Nichterfüllung des Vertrages belegt ist; meiner Meinung nach wollten sich die Alpbacher offensichtlich die fälligen Investitionskosten u. a. in Wartungspodeste ersparen und hoffte auf Nachsicht aber die Aufsichtsbehörde machte ihnen eben nen fetten Strich durch die Rechnung.
 
hinzu kommt nun noch, dass der Blitz eingeschlagen hat und einen Teil der Elektronik in Mitleidenschaft gezogen wurde (Quelle: stand in der Krone sowie vor Ort gehört). Siemens schaut es sich schon an...
 
Ich fürchte Siemens wird da nicht mehr viel ausrichten können außer ne komplette oder teilweise neue Steuerung einzubauen denn "Restaurierungsspezialisten" sind die nicht; da gibt´s bessere Tüftler und einen Pensionär in München kennt der Kramsacher BL ohnehin da er dessen Dienste schon desöfteren für die Instandsetzung von Steckkarten nutzte.
 
Der Sessellift gehört sowieso zum Alteisen! Wenn man einen Lift aufs Sonnwendjoch (was ja Geografisch eh falsch ist ;)) will, dann sollten sich alle Gemeinden zusammentun eine Betriebsgesellschaft gründen und den Lift bauen, die Alpbacher Bergbahnen sollten dann gegen Miete die Bahn betreiben und fertig.
 
Maxi.esb schrieb:
Warum man nicht von Anfang an mir den Kollegen vom Rofan kooperiert hat is mir sowieso schleierhaft.

Die hätten den Lift aber auch nicht schön und betriebsfähig zaubern können.
 
Das sicher nicht, nur hätten die aufgrund der näherliegenden "Attraktionen" bzw. Wander-/Kletterziele zwischen Rofan und Sonnwendjoch sicher etwas mehr Interesse gezeigt und hätten den gar nicht erst so Gammeln lassen. Aber der Zug ist eh längst abgefahren...
 
Rofan hat aber sicherlich weniger Geld zur Verfügung, dass SE in die defizitären ESL stecken können, als Alpbach. Außerdem dürfte hier wieder das Tälerdenken im Wege sein. Alpbach ist näher und Maurach ist sogar in nem anderen Bezirk. :-)
 
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Hier bei uns auch Dieseltom genannt aber als User seit längerem gesperrt.
 
Neue Hoffnung für alten Lift

Die Kramsacher Sonnwendjoch-Bergbahn braucht für einen Neustart im nächsten Jahr Investitionen in der Höhe von 778.000 Euro. Die Betriebspflicht geht bis zum Jahr 2020.


Jetzt wissen die Alpbacher Bergbahnen als Liftbetreiber aber mehr. „Alles in allem sind in eine Wieder-Inbetriebnahme 778.000 Euro zu investieren“, ist die Auskunft von Geschäftsführer Peter Hausberger (Alpbacher Bergbahn). Eine Kostenaufstellung ging der Gemeinde Kramsach schon im Oktober zu. Allein für die Seilbahntechnik wären 425.000 Euro aufzubringen, mit 126.000 Euro werden die Montagekosten beziffert.

„Wenn die Bahn im nächsten Jahr wieder fahren soll, müssen wir rasch reagieren. In den vergangenen Wochen hat es konstruktive Gespräche gegeben. Wenn wir jetzt die Tür schließen, bleibt sie zu“, ist sich Karin Friedrich, die in der Vorwoche die Bürgermeister-Agenden übernommen hat, bewusst. Mitte November soll es noch ein Zusammentreffen aller Kompetenten geben. Dazu gehören die Bergbahn, der TVB, die Gemeinde Kramsach und Vertreter der Region. BM Rudi Puecher (Brixlegg) und BM Alois Margreiter aus Breitenbach würden in dieser schwierigen Causa an Bord sein. Weil öffentliche Gelder zu verwalten seien, habe man auch eine Rechtsanwaltskanzlei mit einer Vollmacht versehen, informiert Friedrich. „Eine Entscheidung wäre noch im Dezember dringend notwendig“,



http://www.tt.com/wirtschaft/standorttirol/10731953-91/neue-hoffnung-f%C3%BCr-alten-lift.csp
 
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