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Hoffnung für Kramsach

Wenigstens hat die Vernunft gesiegt denn gegen eine Rekonstruktion für nur paar Betriebsjahre hätt ich angesichts der Investitionssumme alles mobilisiert was möglich ist.
 
Weiß nicht ob man bei historischen Dingen die Kosten Nutzen Rechnung das ausschlaggebende sein soll. Sonst gäbe es keine Industriedenkmäler
Es gibt einige Seilbahnen bei denen es beim Bau schon klar war dass sie nie gewinnbringend betrieben werden können. z.B. DSB Gamsleiten 2 in Obertauern. ;) oder der Kirchbühllift ebenfalls in Obertauern der nur aus historischen Gründen erhalten wird, obwohl dort keine Anlage mehr wirklich nötig wäre und ein moderner Schlepplift sich schon in wenigen Jahre amortisiert hätte. :wink:

Ich kenne die ESB von Kramsach nicht, deshalb gebe ich kein Urteil ab ob sie ein erhalten wertes Industriedenkmal ist. Aber Kosten/Nutzenrechnungen und Businesscase ist bei so einer Anlage der falsche Ansatz.
 
^ Wär schon erhaltenswert gewesen, so viel Wopfner-ESL gibt's ja nicht mehr. Aber wie schon mehrmals gesagt, ging's mir in Kramsach nicht nur um die zwei ESL-Sektionen sondern um das frühere Skigebiet, das ich, so es noch genau so existieren würde, nun unter meine Top5 reihen würde :-(
 
starli schrieb:
so viel Wopfner-ESL gibt's ja nicht mehr
naja, mir fällt da nur noch der halbe in Alberschwende ein :? und das ist ja ne Steurer/Wopfner Kooperation...

Ramsberg & Kramsach; Zwei Nostalgielifte stehen vor dem Aus

Aus für Sonnwendjochbahn: Hoffen auf eine neue Liftzukunft
Im letzten Artikel heist es:
Aus privatwirtschaftlicher Sicht werde es keinen neuen Lift an dieser Stelle geben. Heißt: Es wird darauf ankommen, ob die Touristiker und die Gemeinde noch einen Anlauf wagen.
:rolleyes: Glaube da muss man kein Wahrsager sein um zu wissen, das wars...
 
die Entscheidung zu Kramsach (auch wenn ich damals vor 2000 sommers und vor allem winters sehr gern dort war) kann/ muss ich aus verschiedensten Gründen schweren Herzens nachvollziehen.

Beim Ramsberglift ärgere ich mich aber maßlos über kleinkariertes Denken und Handeln der "Verantwortlichen". Klar ist und war der Lift solo pur wirtschaftlich gesehen nicht der Heilsbringer, aber (wie weiter oben schon erwähnt) neben dem Nostalgie-Effekt und dem Skigebiet + beiden Wirtschaften oben eine schöne Ergänzung und Alternative zu dem immer mehr ausufernden Massenwahnsinn im Zillertal. Mit etwas gutem Willen aller Beteiligten und globalerem Denken pro Zillertal insgesamt wären sicher neben den knapp 10000 Unterschriften der Petition auch Stammgäste und weitere potenzielle Gäste, welche nun nicht mehr kommen werden, zufrieden gewesen. Schad`drum.
 
Alberschwende würd ich nicht unter Kooperation sondern Überarbeitung durch Steurer einstufen wollen und trotzdem hat der Lift noch das typische Wopfnerflair das ich den Bastelanlagen in Kramsach seit Wopfner´s Förderleistungserhöhungsrebuilt nicht mehr zumesse - insoferne hat der Brüggelekopflift sicher deutlich mehr Anspruch auf Erhaltungswürdigkeit. Mein absoluter Favorit wär ja der der Sonnenlift Reith auf den Seefelder Gschwandtkopf gewesen der anscheinend nur der Geldgier der Grundstückseigentümer zum Opfer fiel die versuchten einen unwirtschaftlich hohen Pachtzins anlässlich der Konzessionsverlängerung rauszuschinden; der Lift selbst war in Topzustand und hatte bereits nen erneuerten Antrieb samt Steuerung.

Nachdem gutachterlicherseits eine Konzessionsverlängerung in Kramsach aufgrund des Anlagenzustandes kategorisch ausgeschlossen wurde machten dort Investitionen im Gegensatz zu z. B. Kufstein absolut keinen Sinn mehr denn eine historisch wertvolle Anlage müsste natürlich weitere Jahrzehnte in Betrieb bleiben.

Im Fall des Ramsbergliftes würd ich mit den Zeller Bergbahnen als Eigentümer allerdings seitens der Umlandgemeinden deutlich harscher umgehen denn ein gravierender Teil der Investitionskosten um den ESL weiterbetreiben zu können ist darauf zurückzuführen das gegen die Wassereintritte an den aufgesetzten Doppelmayrstützenköpfen seit dem Umbau offensichtlich nie was unternommen wurde (Auspressen der Hohlräume mit Silikon etc.) und da jetzt natürlich Korrosionssanierungsbedarf besteht. Auch um die Sesselerneuerung käme man unter Umständen rum wenn man wie woanders auch praktiziert mittels jährlicher TÜV - Abnahme das Konzessionsende umschifft.
Das sich dort ne neue EUB sicher nie rechnen würde ist auch klar aber man könnte ja auch ne Wiederaufstellung einer generalüberholten Gebrauchtanlage andenken z. B. die aus Finkenberg wobei ich den Weiterbestand des ESL für die wirtschaftlich tragfähigere Lösung hielte. Mein Verdacht geht allerdings in die Richtung das die Zeller Bergbahnen das gesamte Gerlossteingebiet nur mehr "abfahren" und später komplett stillegen werden denn auch die Sonnalm - DSB oben würde bald mal zum Rebuiltkandidaten.
 
Maxi.esb schrieb:
starli schrieb:
so viel Wopfner-ESL gibt's ja nicht mehr
naja, mir fällt da nur noch der halbe in Alberschwende ein :? und das ist ja ne Steurer/Wopfner Kooperation...
Mehr wär mir auch nicht eingefallen..

Echt schad, was in den letzten 15 Jahren in Tirol passiert ist. Über all sonst in den umliegenden Ländern und Staaten sind in den letzten 15 Jahren kaum noch ESL gestorben, jedenfalls weit weniger als in Tirol, wo man das schon als "Massensterben" bezeichnen muss. Obsteig, Reith, Sölden, Patscherkofel, Kramsach 2x, Alpbach (naja), Pettneu, Ramsberg, Hopfgarten, Westendorf 2x, Schwaz, Kitzbühel 2x, und falls ich noch was vergessen haben sollte (oder mich zeitlich vertan haben sollte) ..
 
Das ist etwas kurioserweise einerseits der Modernisierungstendenz aber auch Unrefinanzierbarkeit der für eine Konzessionsverlängerung nötigen Investitionen zu "verdanken". Die Söldner hätten meiner Ansicht nach beispielsweise den Hochsölden - ESL ziemlich sicher nicht eingestellt wenn nicht die Behörde die Betonstützen moniert hätte und die rechtlichen Möglichkeiten dies aufgrund eines die Bestimmungen der EU - Seilbahnrichtlinien abschwächenden Ministeriumserlasses betreffend Altanlagenzu umgehen damals bekannt gewesen wären denn der Lift war mit erneuertem Antrieb und auch Steuerung in sehr gutem Zustand.
 
Fast schon Unterhaltungswert haben wieder mal die Politikerkommentare auf der Folgeseite:

http://www.meinbezirk.at/kufstein/lokales/riesen-enttaeuschung-ueber-aus-der-sonnwendjochbahn-d1902232.html

Fritz Gurgiser sollte zuerst mal einen der technischen Konstrukteure die in jener Firma arbeiten bei der er auch selbst angestellt ist nach Kramsach zur oberflächlichen Begutachtung schicken bevor er seine geistigen Ergüsse in die Welt setzt und für die Kompostis gilt genau dasselbe :!:
Recht hat (leider) der FPÖ - Obmann aus Kramsach denn jemandem mit nur etws Seilbahnsachverstand war schon seit Jahren klar das einerseits die Anlagen mit vertretbarem Aufwand technisch nicht zu erhalten sind und außerdem der Personalaufwand für eine (seit Einstellung des Winterbetriebs unnlötige) Zweisektionsanlage viel zu hoch ist um längerfristig unterm Strich ne schwarze Null zu erwirtschaften.

Nachdem die Alpbacher Bergbahnen ja auch Sommerkonkurrent für Anlagen in Kramsach sind dürfte man die bei einer eventuellen Neubaulösung (meiner Ansicht nach aus wirtschaftlichen Gründen ausschließlich eine Einsektions - PB) auch keinesfalls miteinbinden weil ich die Gefahr sähe das dann eine entsprechende Bewerbung des Gebietes aus Eigeninteressen wie schon in der Vergangenheit verhindert würde; einer der Gründe für die finanzielle Situation war sicher auch die das für das Gebiet praktisch keine Werbung gemacht wurde. Seit die Kufsteiner nach dem Rebuilt ihre Anlagen auch dementsprechend bewerben brummt dort im Sommer der Bär und genau dasselbe funktionierte in Kramsach sicherlich auch.
 
Aufjedenfall haben die in der zwischen zeit nochmal mit der Anlage gefahren, weil im Bild unten (Januar 2016) hängt kein Sessel im Ein-/Aussteigsbereich. In den Bildern von meinbezirk.at ist jedoch wieder einer unten.

20160102_100231wbsgu.jpg
 
Ich denke das die Anlagen zwischendurch für Lebensmitteltransporte zum Sonnwendjochhaus genutzt wurden denn die behördliche Anlageneinstellung betrifft ja nur den öffentlichen Besucherverkehr; Bergbahnmitarbeiter und Material können transportiert werden. Und solange die vom Sonnwendjochhauseigentümer angedachte "Leitnerschleppermaterialseilbahn" von der Klosteralm rauf zum Sonnwendjochhaus nicht steht bleibt mangels sonstiger Erschließung ohnehin nur der Gütertransport mit den Liften oder sauteuer mit nem Schraubenhuper... ;)
 
starli schrieb:
Maxi.esb schrieb:
starli schrieb:
so viel Wopfner-ESL gibt's ja nicht mehr
naja, mir fällt da nur noch der halbe in Alberschwende ein :? und das ist ja ne Steurer/Wopfner Kooperation...
Mehr wär mir auch nicht eingefallen..

Echt schad, was in den letzten 15 Jahren in Tirol passiert ist. Über all sonst in den umliegenden Ländern und Staaten sind in den letzten 15 Jahren kaum noch ESL gestorben, jedenfalls weit weniger als in Tirol, wo man das schon als "Massensterben" bezeichnen muss. Obsteig, Reith, Sölden, Patscherkofel, Kramsach 2x, Alpbach (naja), Pettneu, Ramsberg, Hopfgarten, Westendorf 2x, Schwaz, Kitzbühel 2x, und falls ich noch was vergessen haben sollte (oder mich zeitlich vertan haben sollte) ..
Mundelift Leutasch
 
Berwang 2x, Lermoos 2x und Reitherkogel kommen auch noch hinzu, brutal was da in den letzten Jahren alles abgeschlachtet wurde :cry:

Viele Grüße,
Tobi
 
Da gibt es noch einen der in Kramsach schon abgebaut wurde "Kohlstattlift"
Ich verstehe die Aufregung hier aber nicht wenn man sich über diese Entwicklung aufregt.
Die Unternehmen sind alle private Unternehmen und müssen selber schauen wie sie das Schaffen das wirtschaftlich zu führen, das wird schon nicht so einfach sein mit einem ESL. da fahren eben viele nicht und bei Schlechtwetter ist es sicherlich auch schwierig.
Dann muss man es eben hin nehmen wenn es diese Lifte nicht mehr gibt.
Die Vorschriften haben sich auch sicherlich geändert und diese müssen eben eingehalten werden, dann kommt es eben zur Schließung der Anlagen.
Als Beispiel vielleicht welcher Busunternehmer fährt den heute noch mit einem 50 Jahre alten Bus???? die werden auch öfter getauscht. Oldtimer sind nur was für einige wenige Personen die das als Liebhaberei betreiben. Davon kann kein Unternehmen leben.
 
Glaubst du die Wirtschaftlichkeit eines Skigebietes hängt allein von den Anlagen ab? Dann mach mal deine Augen auf und schaue wie viele modernisierte Skigebiete trotzdem immer nur knapp an der Insolvenz vorbeischlittern wie man nach den bescheidenen Wintern sehen kann... Die Kaiserlifte Kufstein sind ein gutes Beispiel, dass man sehr wohl auch mit Einersesselbahnen Gewinne erzielen kann, es hängt auf viel vom Marketing und Umfeld ab.
 
tobi27 schrieb:
Glaubst du die Wirtschaftlichkeit eines Skigebietes hängt allein von den Anlagen ab? Dann mach mal deine Augen auf und schaue wie viele modernisierte Skigebiete trotzdem immer nur knapp an der Insolvenz vorbeischlittern wie man nach den bescheidenen Wintern sehen kann... Die Kaiserlifte Kufstein sind ein gutes Beispiel, dass man sehr wohl auch mit Einersesselbahnen Gewinne erzielen kann, es hängt auf viel vom Marketing und Umfeld ab.

Na das Kufstein gewinne macht kann ich nicht ganz glauben.
Die Anlagen gehören ja zu den Stadtwerken und wurden von diesen auch um sehr sehr viel Geld modernisiert, das dauert schon lange bis dann diese Investition zurückbezahlt ist.
Die Stadtwerke werden es aber kaum merken wenn diese Investition nicht zurückbezahlt werden kann.
der Aufwand um diese Anlagen zu betreiben ist auch eher sehr hoch den man benötigt schon sehr viel Personal und das sind schon erhebliche kosten.
Es sind ja wieder "nur" 2 ESL.
 
Richard schrieb:
Die Anlagen gehören ja zu den Stadtwerken und wurden von diesen auch um sehr sehr viel Geld modernisiert, das dauert schon lange bis dann diese Investition zurückbezahlt ist.

Ahja, aber wenn ein Skigebiet 15 mio. in den Anlagen- und Beschneiungsausbau finanziert sind die Kosten innerhalb von einem Jahr wieder refinanziert oder wie soll man deine Aussage verstehen? Außerdem ist bei anderen Anlagen der Personalaufwand genau so hoch, da braucht es auch mindestens ne Person an Tal- und Bergstation wenn es sich nicht gerade um nen Schlepper mit videoüberwachtem Ausstieg handelt.
 
@Richard; zumindest erwirtschafteten die Kufsteiner deutliche Überschüsse aus denen die getätigten Investitionen abgestottert werden können soferne die Besucherzahlen in der Zukunft zumindest gleich bleiben - mehr kann man auch nicht erwarten.
Würde der frühere Eigentümer Simon Huber in der Vergangenheit die Kufsteiner Anlagen mit einem griffigen Konzept auch nur halbwegs vernünftig beworben haben hätte er die Rebuiltkosten zumindest teilweise auch schon vorerwirtschaften können... :wink:
In Kufstein macht die Zweisektionslösung auch noch wegen der Gasthäuser halbwegs Sinn.

In Kramsach hingegen sähe ich keine "Verwendung" mehr für die Klosteralm und würde die daher in ein Neubaukonzept nicht mehr einbinden; mit der von mir vorgeschlagenen Einsektions - PB benötigte man für den Bahnbetrieb auch nur mehr zwei Mitarbeiter (Bahnsteuerung Berg und Kassa / Talstationszugangsöffnung so wie am Vigiljoch in Lana) anstelle deren mindestens fünf für ne Zweisektionsanlage.
 
In der TT von vorgestern gab es einen Artikel (der leider nicht online verfügbar ist) das sich offensichtlich ein neuer Arbeitskreis von Interessenten gebildet hat der prüft ob nicht doch irgendwie ein Weiterbetrieb der ESL´s möglich ist. Hatte leider aus Zeitgründen nur die Überschrift überflogen weil ich dachte den Artikel dann hier verlinken zum können aber leider taucht der online nicht auf.
Allerdings glaube ich nicht das das Engagement noch zu einem anderen Resultat führen wird.
 
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