Hier jetzt meine ausführliche Klemmenanalyse wobei ich zum Unterschied zu PHB´s Seileignungsangaben leider auf abweichende Ergebnisse komme; abgesehen davon stell ich mir unter einer Zahnung der Klemmeninnenseite was anderes als nur nen nicht geglätteten Formtrenngrat vor

denn was anders ist auf der Klemmeninnenseite beim besten Willen nämlich nicht zu entdecken...
Nach einem Tüftelwochenende komm ich zu folgenden Ergebnissen die aber leider nicht gerade sehr erfreulich ausfallen.
Vorab ein sehr wichtiger Hinweis:
Bitte prüft wenn Ihr Kabinen kauft sofort nach ob die beiden seitlichen Schraubenköpfe die die Federstöcke halten vorhanden sind - sieht man auch von außen bei noch ungeöffneter Verpackung. Bei zwei meiner erhaltenen Kabinen war jeweils ein Kopf durch Überdrehen bereits bei der Werksmontage abgerissen, dadurch pilzt sich der Zinkaludruckgußstummel auf dem der Federstock schwenkbar angebracht ist leider soweit auf das sich der Stock nicht mehr schwenken lässt. In Folge kann die Klemme nur mehr teilweise öffnen und der Führungsstift wird zuerst verbogen und bricht in weiterer Folge ganz ab - deshalb seht ihr auf meinen Pics auch nur einen montierten Federstock und der Lagerstummel wurde auch bereits von mir abgetrennt. Die Schrauben sind gehärtet und der abgebrochene Rest lässt sich trotz Abtrennen des Stummels deshalb nur mühsam und mit kleinem Hartmetallfräser und spielfreier hochtouriger Tischbohrmaschine entfernen. Danach muß man erneut vorbohren und ne dickere längere Schraube mit kleinem Kopf einsetzen die dann mangels Stummel auch die Federstocklagerung übernehmen muß.
1) Die neue Klemme ist in der Praxis nur für 1,5 mm Seile passend, ein 2 mm Kanirope - PP - Seil (auf den Bildern verwendet) schlüpft nur geradeso noch rein wenn man ne entsprechende Seilspannung anwendet oder das Seil mit nem Fingernagel etc. reinstopft.
JC´s bisheriges 2 mm Originalseil oder auch ein 2 mm Stahlseil sind praktisch nicht verwendbar da man mit beiden nicht oder nur mit angewendeter Gewalt noch zwischen den geöffneten Klemmenbacken durchkommt.
2) All jene die aufgrund der neuen Klemme einen Bau einer funktionsfähig kuppelbaren Modellseilbahn andenken muß ich enttäuschen da die Klemme meiner Meinung nach in der aktuellen Form dafür nicht geeignet erscheint. Die nötige Betätigungskraft des Kuppelhebels ist dafür deutlich zu hoch sodaß die Lagerung und/oder die weißen Stationslaufrollen der Klemme relativ schnell abgenützt würden. Würde man andererseits schwächere Federn verwenden um dem abzuhelfen reichte die Klemmkraft im geschlossenen Zustand leider nicht für eine sichere Arretierung der Klemme am Seil aus - dieser Weg ist also leider auch nicht gangbar.
3) Es ist aufgrund der Materialstärke möglich das Klemmenmaul soweit zu erweitern das man auch 2 oder 3 mm Seile verwenden kann wobei das 3 mm Seil die maximale Obergrenze darstellt. Dazu braucht man ne langsamlaufende Bohrmaschine - am besten einen Akkuschrauber oder kleine Tischbohrmaschine (die ich dafür nutzte).
Zuerst Klemme vom Kabinenarm abschrauben und die Schraube wieder in den Klemme reinschrauben damit man sie an dieser besser halten kann.
Für ein 2 mm Seil zuerst nen 1,5er Bohrer (und das gilt für alle nachstehenden Bohrerdurchmesser) relativ knapp ins Futter spannen, den Bohrer an des Seiles Stelle langsam bei offengehaltenen Klemmbacken durch die Backenmäuler bohren lassen wobei man Druck auf die Klemmenoberseite ausüben muß damit der Bohrer nicht seitlich ausbricht. Ist der Bohrer durch dann den Kuppelhebel loslassen und den Bohrer weiterfräsen lassen bis die Klemmbacken wieder geschlossen sind.
Dann den Bohrer gegen ein 2 mm Exemplar tauschen, Backen durchgehend geöffnet halten und mit dem 2 mm Bohrer erneut durchbohren. Jetzt wird´s kribbelig denn man muß den Bohrer jetzt vorsichtig so seitlich aus der Klemme rausführen das er die Distanz zwischen den geöffneten Klemmbacken auch auf die 2 mm Bohrerdurchmesser erweitert.
Will man ein 3 mm Seil verwenden müssen oben angeführte Arbeitsschritte mit nem 2,5er bei geschlossenen Klemmbacken und dann 3 mm Bohrer bei geöffneten Backen wiederholt werden.
Anschließend die Grate auf den "massakrierten"

Backen mit einer Dreikantschlüsselfeile entfernen.
Und nun zu jenen die sich immer noch weigern ihre Kuppelbahnträume endgültig abzuschreiben...

Ich sähe die theoretische Möglichkeit schon wenn man zuerst die Klemme zumindest für ein 2 mm PP - Seil adaptiert und so schwache Federn einbaut das es die geradeso schaffen den Kuppelhebel in der geschlossenen Position obenzuhalten. Jetzt kommt wiedermal Kollege Crapouillo ins Spiel denn wenn man in den feststehenden mittleren Klemmenteil etwas schräg (so wie von mit mit roter Linie eingezeichnet) eine 0,55 mm Bohrung setzte und in diese dann ein 0,60 mm Nähnadelstück etc. einpresste kann man die Klemme mit der Nadelspitze auf nem Textilseil fixieren.
Die etwas schräg geführte Nadelbohrung ist deshalb nötig weil man mit der Arettiernadel an dem (von mir mit ganz dünner grüner Linie unten markierten) Klemmbackenlagerstahlstift vorbeikommen muß - eine etwas noblerer Variante wäre diesen Stift rauszupressen und ihn soweit gekürzt wieder einzusetzen das er beidseits etwa beim Ende der Klemmenmäuler endet denn dadurch könnte man zwei vertikale Bohrungen direkt vertikal durch die Auflaufstücke machen um dort Nadeln einzupressen.