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Luftfahrt Topic

Was nützt es wenn die Box aber fest an einem Teil angebaut ist, das untergeht??
 
Doppelte Schwierigkeit für die Bergungsarbeiten.
Man muss 2 Black Boxes bergen, den Flugdatenschreiber und den Stimmenrecorder (glaube ich)
 
Ja, die sind zwar direkt nebeneinander verbaut, aber du hast recht, sind zwei Kästen.
 
Es hätte auch nichts gebracht wenn der Atlantik komplett mit radar abgedeckt wäre. Selbst wenn jemand den Absturz überlebt hat hätte es zu lange gedauert die Absturzstelle zu erreichen. Im Zusammenhang mit der Notlandung in New York habe ich gelesen, dass die Leute nach ein paar Minuten in dem Wasser tot gewesen wären.
 
^^
Naja, man sagt an sich, dass man im Wasser im Ertrinkungsfalle (also sobald man in Panik gerät und sich nicht mehr über Wasser halten kann) so ca. 5-10min maximal hat, bei kälterem Wasser oder Regen wesentlich weniger. Mit Rettungswesten sieht das natürlich anders aus.
Im Fall der Notwasserung in New York klingt das aber ehrlich gesagt wenig wahrscheinlich, schließlich ist auf dem Hudson ja genug Schiffsverkehr um schnell helfen zu können, dazu genügend Rettungskräfte und die Passagiere könnten recht schnell ans Ufer schwimmen, ist also ein eher theoretischer Fall.

De facto hat man auf hoher See natürlich ohne Rettungsinsel (was es ja m. W. in Flugzeugen nicht gibt) kaum eine Chance wenn die Rettungskräfte Stunden zur Anfahrt brauchen.

@ br403: Hast natürlich Recht, daran hab ich nicht gedacht.
 
Flugzeuge haben sich selbst aufblasende Rettungsinseln an Bord!
 
Die Notwasserung in New York war aber absolutes Glück, die Schiffe waren schnell zur Stelle, das Wasser war glatt. Im Atlantik sieht das ganze schon anders aus. Auf Notwassserungen sollte man sich nicht verlassen, ich muss da immer schmunzeln wenn ich die Vorführung der Schwimmwesten sehe. 8)

Ausserdem hat man jetzt entdeckt, dass die angeblichen Wrackteile keine sind, sondern Holzpaletten waren. Also wieder alles von vorne, keine Spur des Flugzeuges.
 
br403 schrieb:
Was nützt es wenn die Box aber fest an einem Teil angebaut ist, das untergeht??
Im Bereich der Militaerfliegerei gibt es Flugschreiber, die z.B. in einem (schwimmfaehigen) aerodynamisch geformten Gehaeuse eingebaut sind, das an der Aussenseite des Flugzeugs angebracht ist. Bei einem Absturz trennt sich der Flugschreiber vom Flugzeug und verschwindet dann z.B. nicht in der Tiefsee, Ein solches System hat z.B. der Tornado der Deutschen Luftwaffe, Auch im zivilen Bereich wurden solche Systeme schon diskutiert, z.B. auf dem International Symposium on Transportation Recorders, May 3 - 5, 1999 Arlington, Virginia des US National Transportation Safety Board (NTSB).
Beitrag von P. Robert Austin: The Use Of Deployable Flight Recorders in Dual Combi Recorder Installations
Vielleicht kommt jetzt wieder eine diesbezuegliche Diskussion hoch, aber die Kosten einer weltweiten Nachruestung waeren astronomisch,
 
Solch eine Lösung würde Sinn mache, aber bisher sind die Flugschreiber im Heck des Flugzeuges angebracht, da nützt die Schwimmfähigkeit imho nichts.
 
F. Feser schrieb:
und warum keine online Lösung?
Dafür langt die verfügbare Kommunikations-Bandbreite nicht aus, bzw. niemand kann/will das bezahlen. Standard sind zur Zeit kurze Zusammenfassungen wichtiger technischer Parameter des Flugzeugs und seiner Antriebe, die periodisch oder bei Bedarf z.B. in sogenannten ACARS-Nachrichten per Funk oder über Satellitenkomunikation übertragen werden. Die Übermittlung solcher Nachrichten ist nach wie vor teuer und wird von ganz wenigen Firmen in der Welt beherrscht, siehe http://www.arinc.com/products/voice_data_comm/acars.html
Demgegenüber zeichnen Flugdatenschreiber (früher Bandgeräte, heute durchwegs Halbleiterspeicher) enorme Datenmengen auf. Wenn man an diese Information ran will, dann braucht man ein physisch per Kabel angeschlossenes Datentransfergerät zum Auslesen. Allerdings gibt es inzwischen Wege, an ausgewählte Teile dieser Information, die zur Unterstützung der Wartung benötigt werden, doch fast in Realzeit ranzukommen, indem man z.B. diese Daten in Flughafennähe per Mobilfunknetz überträgt. Kostet nur einen Bruchteil von ARINC.
 
Für diesen Zweck aber nicht ausreichen, da man ja immer übertragen müsste.
 
Ah, dank Suche das richtige Topic gefunden. Mich würde mal was zum A380 interessieren:
Hintergrund: Ich wohne direkt in der Einflugschneise vom Airbuswerk Finkenwerder und sehe vom 8. Stock aus schön in einiger Entfernung die Fieger von Fuhlsbüttel starten oder landen, z.T. von der Arbeit auch. In den letzten Tagen haben sich viele A380 hier getummelt (A380, A340 und 747 kann man ganz klar von den zweistrahligen unterscheiden). Vorgestern einen von Emirates im Landeanflug auf Finkenwerder und eben ist einer von Fuhlsbüttel gestartet mit weiß-blauem Heck, keine Ahnung wer das ist.

Die hatten im Vorfeld immer erzählt bzw. geschrieben, dass der A380 extrem leise sein soll. Also da muss ich ganz klar widersprechen, sowohl im Landeanflug pfeifen die Landeklappen unheimlich laut und beim Start dröhnt es richtig heftig (A320 und 737 registrier ich manchmal nur beiläufig). Weiß jemand von Euch was dazu, also ob das Konzept nicht aufgegangen ist oder?
 
Arlberg-Irrer schrieb:
Die hatten im Vorfeld immer erzählt bzw. geschrieben, dass der A380 extrem leise sein soll. Also da muss ich ganz klar widersprechen, sowohl im Landeanflug pfeifen die Landeklappen unheimlich laut und beim Start dröhnt es richtig heftig (A320 und 737 registrier ich manchmal nur beiläufig). Weiß jemand von Euch was dazu, also ob das Konzept nicht aufgegangen ist oder?
Ein LKW ist ja auch lauter als ein Personenwagen :wink: und ähnlich ist auch der Größenunterschied zwischen A380 und 737 bzw. A320. Wäre also schon ein ziemliches Wunder wenn der A380 da mithalten könnte, da wirken einfach ganz andere Kräfte. Ziel von Airbus war es leiser zu sein als die Boeing 747-400 als am ehesten vergleichbares Flugzeug und das hat man erreicht.
Eine 747-400 liegt bei der Landung zwischen 93-95,9 EPNdB (dB gemessen in 450m Entfernung) und beim Start zwischen 96-98,9 EPNdB. Beim A380 dagegen bei Landung zwischen 87-89,9 EPNdB und Start zwischen 93-95,9 EPNdb.
Also kein wirklich großer Unterschied aber schon leiser und das war es was man fürs Marketing wollte :? .
 
dann wahrscheinlich nur im direkten Vergleich mit der 747. A340 und 380 würden subjektiv passen.
Ein Glück, dass Finkenwerder als Werk ja nur so selten angeflogen wird, aber (bitte berichtigt mich, wenn ich da falsch liege) das wirklich laute und störende Geräusch im Landeanflug sind ja die ausgefahrenen Landeklappen, die natürlich abbremsen sollen, aber dadurch auch ordentlich Lärm produzieren. und gerade beim A380 hätte ich erwartet, dass die im Windkanal da ordentlich was ausgetüftelt hätten, was nicht so laut ist.

/edit: Ich fand die 747 gerade leiser (startet eigentlich so gut wie nie in HH... wat denn los heute???)... ok ok, alles subjektiv
 
Arlberg-Irrer schrieb:
dann wahrscheinlich nur im direkten Vergleich mit der 747. A340 und 380 würden subjektiv passen.
Wenn Du mal objektiv ermittelte Zahlen sehen willst, dann kannst Du Dir die regelmäßig aktualisierten Tabellen auf der Webseite der FAA zum "Advisory Circular" AC 36-3 (Estimated Airplane Noise Levels in A-Weighted Decibels), derzeitige Ausgabe H, anschauen. Da werden die in dBA angegebenen Lärmwerte unter standardisierten Bedingungen sowohl für Start als auch für Landung angegeben. Die Tabellen (pdf-Dateien Appendix 1(TO), (APP)) sind nach absteigender Lautstärke sortiert. Ganz oben steht die nicht mehr fliegende Concorde. Bezüglich einer Aussage der Art "Flugzeugtyp A ist lauter als Flugzeugtyp B" muss man sehr genau hinschauen, denn das hängt von der jeweiligen Detailkonfiguration und auch erheblich vom eingesetzten Triebwerkstyp ab. So findet man z.B. in der "Takeoff"-Tabelle auf dem zweiten Platz mit 100.5 dBA nach der bezüglich Lärm unerreichten Concorde die Boeing B-747-100 mit dem nicht mehr ganz taufrischen JT9D-7F Triebwerk. Auf Seite 15 der Liste findet man dann immer noch eine B747 mit nur noch 75.3 dBA: B-747-400D mit Triebwerk CF6-80C2B1F, wobei die geschraubten Triebwerkstypen-Zusatzbezeichungen gar nicht so selten gezielt unter dem Druck von Airline-Kunden eingeführten Lärmreduzierungsmaßnahmen geschuldet sind. Einzelne Flughäfen ziehen da ganz kräftig die Daumenschrauben an und verlangen für Krachmacher saftig höhere Gebühren.
Der A380 von Airbus ist noch nicht in den Tabellen; eventuell ist für die USA das entsprechende Zulassungsverfahren noch gar nicht vollständig abgeschlossen?
 
Zum Thema Billigflieger:

Bisher bin ich nur Ryanair und Tuifly geflogen. Zweiteres hebt sich enorm ab. Das fängt schon beim Check-In an: Man darf mehrere Gepäckstücke aufgeben, dazu mit 20kg 5 mehr als bei den Iren. Dann gibt es kostenlose Zeitungen aller Art und kompletten Bordservice. Letztens sind wir durch Zufall sogar auf einem der "XL-Seats" am Notausgang über den Flügeln gelandet, die normalerweise 25€ Aufpreis kosten. Zudem kam es durch einen Streik in Frankreich zu 5 Stunden Verspätung. Tuifly hat sofort kostenlose Sandwiches und Getränke am Flughafen springen lassen. So sieht für mich Service aus, Daumen hoch dafür. Die Leute, die am Gate nebenan auf ihren verspäteten Easyjet-Flieger nach Manchester warteten, sahen ziemlich neidisch aus :).

Ryainair fliege ich nur noch, wenn das Angebot so unschlagbar ist, dass sich dieses "Risiko" lohnt. Vor längerer Zeit gab's in Faro einen Streik des Bodenpersonals, der Flug wurde gestrichen. Ryanair zog ebenfalls alle Mitarbeiter zurück, die Leute standen da wie blöd. Nach ewig langem hin und her und dem Umbuchen durch eine Fremdfirma (!) ging es dann zwei Tage später zurück. Bezahlte Übernachtung? Fehlanzeige. Stattdessen mit der gestört teuren Hotline rumschlagen.
Außerdem sehenswert: http://www.youtube.com/watch?v=ZkKPirksymQ&translated=1
Abgesehen davon finde ich die undurchsichtige Preispolitik auf der Homepage von Ryanair regelrecht unverschämt.

In zwei Wochen ist Germanwings dran. Ich bin gespannt.
 
Ich bin 1-2mal im Monat unterwegs und muss sagen, dass AirBerlin, Lufthansa und Tuifly sich nicht viel nehmen. RyanAir kann ich bestätigen, dass man sich da wie Vieh vorkommt.
 
Für alle die im Raum Karlsruhe/ Baden Baden wohnen, heute noch bis 15 Uhr und am Freitag von 8:30 Uhr bis 14 Uhr macht die Lufthansa am Baden Airpark Trainingsflüge mit dem A 380.
 
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