• 📸 Fotowettbewerb 2026 – Jetzt noch mitmachen! 🏔️

    Ihr habt noch tolle Berg-, Ski- oder Landschaftsfotos auf eurer Festplatte? Dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, sie mit uns zu teilen!

    Unser Alpinforum-Fotowettbewerb 2026 läuft noch und wir freuen uns über weitere beeindruckende Aufnahmen aus der Bergwelt! ⛷️🏔️

    ⏰ Letzte Chance zur Teilnahme!
    Ihr könnt eure Bilder noch bis Sonntagabend, 18. Oktober 2026, einreichen!

    Egal ob spektakuläres Bergpanorama, verschneite Piste oder ein besonderer Moment in den Alpen – zeigt uns eure schönsten Bilder! Jeder Beitrag macht den Wettbewerb noch abwechslungsreicher. 😊

    Alle Teilnahmebedingungen und Informationen zur Bildeinreichung findet ihr im Wettbewerbsthema:

    📸 Jetzt Bilder einreichen & mitmachen!

    Also: Durchsucht eure Fotoarchive und macht noch mit! Wir freuen uns auf eure Einsendungen! 🏔️

    Euer Alpinforum-Team

Mega-Erdbeben in Japan mit Stärke 8,9

Tschernobyl ist laut meinem früheren Physik-Professor so passiert:

Man wollte testen, wie schnell das Kraftwerk auf Volllast hochfahren kann. Dabei haben sie die Kühlung abgedreht (dann gehts schneller), aber nicht mehr rechtzeitig aufgedreht und KAAAAWUMMMMMM
 
Ich hab mangels Auswahlmöglichkeit für "egal" gestimmt.

Mir wärs zwar lieber, wenn man auf AKWs verzichten könnte, aber es fehlt derzeit einfach noch an "besseren" Alternativen.

Und lieber sichere AKWs in Deutschland als die Schrotthaufen im Osten ...

Allerdings sollte man so schnell, wie es sinnvoll(!) möglich ist, auf andere, umweltverträglichere Energieträger umsteigen.
 
bletschntandla schrieb:
Tschernobyl ist laut meinem früheren Physik-Professor so passiert:

Man wollte testen, wie schnell das Kraftwerk auf Volllast hochfahren kann. Dabei haben sie die Kühlung abgedreht (dann gehts schneller), aber nicht mehr rechtzeitig aufgedreht und KAAAAWUMMMMMM

Das deckt sich mit meinen Infos.
 
Zum Thema Ostblock und AKWs:

Polen besitzt kein einziges AKW, das neueste AKW in Europa steht in Finnland, in Finnland kann man halt schlecht Fluss- und Speicherkraftwerke bauen.

Meine Meinung: Ich bin froh, dass wir seit der damals ersten Volksabstimmung der 2. Republik 1978 ein Atomsperrgesetz haben!
 
Nun, wir haben in der Schweiz ja auch n paar AKWs. Da wird auch immer gross gesagt wie man die ja unbedingt benötigt.

Auf der anderen seite sind die unzähligen Wasserkraftwerke, die vielleicht grade mal 2 Stunden am Tag laufen, die restliche Zeit wird teilweise das Wasser ungenutzt im wahrsten Sinn den Bach runter gelassen. Net überall, ich mein, gibt ja auch die Pumpspeicherkraftwerke.

Aber trotzdem, n bissi Personalkosten und halt evtl. mehr Wartung und du kannst hier alle AKWs abschalten.
 
^^Schon mal den Sinn eines Pumpspeicherkraftwerkes gecheckt?? Ohne Atomstrom würden die gar nicht Funktionieren. Knips den Atomstrom aus Knipst auch die Pumpspeicher aus. Die sind nur dazu da in der nach wenn der Strom billig aus dem Osten :twisted: kommt das Wasser in den Speicher zu pumpen und wenig dafür zu löhnen und am Tag wenn der Strom teuer ist und viel benötig wird lässt mans wieder runter und verhöckert den Strom zum höheren Preis. :lol: Verarsche pur.
 
Naja, ganz so ist es auch nicht. Pumspeicherwerke dienen nun mal dazu, Energiespitzen abzufangen. Darauf verzichten können nur Länder, die riesige Erzeugungsreserven vorhalten (wer kann das finanzieren), oder die unbegrenzt kurzfristig zukaufen können (einschl. Leitungssicherheit).
Was die AKWs betrifft: Auch ich bin für den von der Bundesregierung beschlossenen langfristigen Ausstieg aber notwendig ist auch, sich zu überlegen, was die Alternative ist. Auch der Kunde, der "grünen Strom" bezahlt, erhält importierten Strom aus GUS-AKWs. Da können Länder wie A und CH froh sein, dass sie einen großen Stromanteil aus Wasserkraft gewinnen können.
Pendolino
 
Hier die Ursache von Tschernobyl:

Die Bedienungsmannschaft des Reaktorblocks 4 in Tschernobyl probte am 25. April 1986 den Ernstfall. Man wollte testen, ob sich bei einem totalen Stromausfall im Reaktor die Dieselaggregate rechtzeitig einschalteten, um die Atomfabrik weiterhin mit Elektrizität zu versorgen � eine Ironie des Schicksals, wenn man an die Fol­gen denkt.

Um diesen �Ernstfall� zu simulieren, wurde das Notkühlsystem von Block 4 abgeschaltet. Es sollte gegen 23.10 wieder in Betrieb genommen werden. Doch die Bedienungsmannschaft vergaß diesen wichtigen Griff. Eine Reihe sjcherheitstechnisch nicht vertretbarer Entscheidungen folgte: die Techniker senkten die Reaktorleistung weit unter das Niveau, das für den Test notwendig war. Der Dampfblasenanteil im Kühlwasser stieg gefährlich an. Weitere Notsysteme wurden abgeschaltet und die Steuerstäbe, die die kontrollierte Kernspaltung überhaupt erst möglich machen, zum Großteil herausgezogen.

Am 26. April 1986 um 1.23 Uhr wurde der Reaktorblock 4 des �Lenin�-Kraftwerks bei Tschernobyl dann �überkritisch�: Völlig unkontrolliert schossen freigewordene Neutronen auf die Atomkerne des Uran-Isotops 235 � der Brennstoff des Atomreaktors. Unmengen von Kernenergie wurden frei.

Innerhalb von nur vier Sekunden stieg die Reaktorleistung auf das Hundertfache der normalen Betriebsleistung. Eine atomare Explosion, ähnlich der einer Atombombe, stand bevor. Uran � mit einem Fließpunkt von mehr als 1100 Grad Celsius � begann zu schmelzen. Das gesamte Wasser, das die Uranstäbe hätte kühlen sollen, verdampfte.

Dann sprengte eine gewaltige Dampfexplosion die Ummantelung des Reaktors, die vor der Radioaktivität schützen sollte. Die fast 1000 Tonnen schwere Abdeckung von Block 4 flog in die Luft. Brennende Trümmer fielen auf die anderen drei Reaktorblöcke, und an 30 Stellen in der Umgebung entstanden Brände.

Der glühend heiße sieben Meter hohe Graphitblock im Inneren des Reaktors kam in Kontakt mit dem Kühlwasser. Hochexplosiver Wasserstoff entstand, der drei Sekun­den später in einer weiteren gigantischen Explosion Reaktortrüm­mer und strahlenden Staub 1,5 Kilometer hoch in den Himmel schleuderte

Mehr dazu unter http://www.nachlese.at/tschernobyl1.htm
 
.. Homer Simpson läßt grüßen ..

Jedenfalls hört sich das so an, als ob der ursprüngliche Test eher ein "Wollen wir mal schauen, was passiert, wenn wir dieses Knöpfchen drücken" war, als ein geplanter kontrollierter Akt... weil dann die Hälfte zu vergessen und Fehlentscheidungen zu fällen...
 
Hab eben bei Maischberger eine Diskussion zum Thema Atomenergie gesehen. So ein Umweltminister von den Grünen ( Ich glaub Schl.-Hst.) und der frühere CDU Forschungsminister Heinz Riesenhuber waren da.
War ganz witzig. Nur leider wurde nicht sachlich diskutiert, es war eher Stimmungs und Panikmache.
 
starli schrieb:
.. Homer Simpson läßt grüßen ..

Jedenfalls hört sich das so an, als ob der ursprüngliche Test eher ein "Wollen wir mal schauen, was passiert, wenn wir dieses Knöpfchen drücken" war, als ein geplanter kontrollierter Akt... weil dann die Hälfte zu vergessen und Fehlentscheidungen zu fällen...

Müllers Esel, Müllers Kuh ... :rofl:
 
Nunja, ich bin auch eher gegen den Atomstrom. Geothermik ist doch was tolles ;).
 
Folgendes zu Tschernobyl hab ich im Netz gefunden:

Im Block vier des ukrainischen Atomkraftwerks will die Betriebsmannschaft ein Experiment durchführen. Eine Verkettung ungünstiger Umstände führt jedoch dazu, dass der Reaktor instabil zu werden droht. Der Computer warnt. Doch die Operateure ignorieren den Alarm, weil sie das Experiment nicht gefährden möchten und schalten ein weiteres Notkühlsystem ab. Sie drohen die Kontrolle über den Reaktor zu verlieren. Und jetzt zeigt sich ein Fehler in der Konstruktion, den man zuvor nie bemerkt hatte – mit fatalen Konsequenzen: Während der Notabschaltung schnellt die Leistung in die Höhe statt zu sinken. Jetzt gerät der Reaktor ausser Kontrolle – er beginnt zu schmelzen, der Grafitkern explodiert. Die Geräte spielen verrückt. Der Chefingenieur steht daneben und wiederholt stereotyp: «Wir haben alles richtig gemacht...das kann nicht sein ... wir haben alles richtig gemacht.» Er schickt zwei junge Operateure in den Zentralsaal, um nachzusehen, was los ist. Sie finden einen brennenden Krater und über ihnen den Sternenhimmel – um die gigantische Strahlung, die ihnen entgegenschlägt, kümmern sie sich nicht. Die beiden kehren in den Kommandoraum zurück und berichten, es sei alles zerstört. Der Chefingenieur weigert sich, ihnen zu glauben. Er befiehlt, der Kern müsse gekühlt werden: Siebzehn Stunden lang wird Wasser in den längst nicht mehr existierenden Reaktor gepumpt. Die Atomexperten, die am nächsten Morgen aus Moskau eingeflogen werden, glauben, was man ihnen sagt: Es gebe Schwierigkeiten, aber der Strahlenpegel sei normal. Es geht eine Weile, bis sie realisieren, was passiert ist – der Super-GAU. 31 Menschen sterben sofort. Eine radioaktive Wolke breitet sich über ganz Europa aus. Noch heute ist im Tessin radioaktives Cäsium aus Tschernobyl nachzuweisen (Pilze, Wild). Ansonsten werden die Folgen der Atomkatastrophe verharmlost und vertuscht: Der ukrainische Professor Bandazhevsky beispielsweise, der die Auswirkungen von Tschernobyl vor allem bei Kindern erforscht hat und von sehr hohen Opferzahlen ausgeht, sitzt seit Jahren im Gefängnis.
 
.. was ist eigentlich von den Gezeitenkraftwerken als Alternative zu halten? Die schauen doch recht vielversprechend und leistungsstark aus..
 
starli schrieb:
.. was ist eigentlich von den Gezeitenkraftwerken als Alternative zu halten? Die schauen doch recht vielversprechend und leistungsstark aus..

Nene, für ne entsprechende Leistung brauch man mindestens nen Tidenhub von 6m, um nen vernümpftigen Wasserdruck zu haben. Sowas gibt es in Europa nur an der Normandieküste. Man muß sehr große Becken abdichten und bekommt verhältnissmäßig wenig Energie.
 
Kleines aber wichtiges Detail: Das einzige Gezeitenkraftwerk Europas liegt an der Rance-Mündung bei St-Malo. Und das liegt bereits in der Bretagne. Die Grenze zur Normandie ist allerdings nahe. Ende des Klugscheissmodus.
 
Also folgendes: Ich war langezeit Atomkraftbefürworter und habe erst in den letzten Jahren angefangen anders zu denken. De facto haben sich die Aussagen der Politik und der Energiekonzerne sowie der ihnen nahestehenden Wissenschaft in 30 Jahren nicht geändert. Es heißt stetig Atomkraft sei sauber, billig und sicher. Dies hört man aus allen Industrieländern. Gleichzeitig weisen alle diese Industrieländer Störfälle auf, die mehr oder minder schlimm waren, was aber meist tendenziell eher Glück als technisches Know-How war. Three Mile Island war schlimmer, die deutschen Unfälle etwas weniger schlimm - nicht selten fanden solche Unfälle ihre Ursache aber auch in westlichen Industrieländern in menschlichm Versagen kombiniert mit Sicherheitsmängeln oder Konstruktionsfehlern: Tschernobyl lässt grüßen. (auf den alten Anlagen wie auf den Neuen übrigens). Auch schon unter Kohl wurden so gut wie keine Atomkraftwerke mehr gebaut - die gehen fast alle noch auf Schmidt zurück, wurden aber erst in den später 80ern fertiggestellt. Einige dieser Milliardenteuren Kraftwerke konnte dann aber nicht wirtschaftlich in Betrieb genommen werden, weil sie schlichtweg nicht sicher funktionierten, so dass sie nach kurzer Zeit wieder stillgelegt wurden. Der Bau und die Entsorgung haben Milliarden gekostet.... Billiger Atomstrom? Sicherer Atomstrom? Schon die Kernkraftwerke der ersten Generation galten ziemlich unumstritten als absolut sicher - heute behaupten das nicht einmal mehr überzeugte Atomkraftbefürworter. Die Kernkraftwerke der zweiten Generation galten als ultra-sicher - nicht wenige gingen aus sicherheitstechnischen Gründen gar nicht erst in Betrieb oder wurden kurz nach danach stillgelegt. Die Kernkraftwerke, die wir heute bauen würden - wann würden wir feststellen, dass auch sie nicht sicher sind? In den 80ern haben wir Milliarden an Steuergelden in diese Bauruinen gesteckt - und nochmal Milliarden an Steuergeldern, um sie wieder abzureißen. Kalkar, Wyhl, Wackersdorf... man könnte einige weitere nennen.

Billiger Atomstrom? Tja, wenns wer anders entsorgt vielleicht? Sauberer Atomstrom: also bitte: wir haben es in 40 Jahren nicht geschafft einen Ort zu finden, den unsere Wissenschaftler für sicher genug halten, den radioaktiven Müll dort längere Zeit zu lagern. Sehr saubere Angelegenheit!

Mal was anderes: soweit ich weiß ist das Uran der Erde schneller verbraucht als die fossilen Brennstoffe - und zwar deutlich. Technologien, die eine bessere Nutzung des Kernbrennstoffs ermöglichen, sind entweder nicht sicher genug, oder aber technisch nicht soweit ausgereift, dass sie sich zum industriellen Großeinsatz eignen. Bis das aber wiederum soweit ist, wird nicht mehr viel Uran da sein. Die Diskussion ist sowie so müßig. Wenn die bestehenden Kraftwerke noch 20 Jahre laufen lässt, sind sie eh an ihrer Altersgrenze. Jetzt Geld in eine Technologie zu stecken, die sich trotz aller Bemühungen höchst qualifizierter Wissenschaftler innerhalb der letzten 40 Jahre nicht als in ihren Problematiken engültig lösbar erwiesen hat und sich innerhalb der nächsten paar Jahrzehnte sowieso erübrigt haben wird mangels Kernbrennstoff - das ist bloß Geld und Zeitverschwendung!

Atomkraft ist nicht sauber - schon wegen des Mülls. Billig ist sie mit Sicherheit auch nicht - das ist nur eine Stundung der Kosten, wenn man sie später zahlt. Sicher? Darüber lässt sich am ehesten streiten, aber wenn man sich anschaut, wie die Unfallstatisken so aussehen (ob nun in den Industrieländern oder anderswo), so kann ich nicht unbedingt sagen, dass mich das beruhigt. Außerdem definiert sich ein Risiko immer aus zwei Komponenten: wie wahrscheinlich ist der Eintritt des Unfalls und wie schlimm sind die Folgen! Ein seltener Unfall mit gravierenden Folgen stellt genauso ein großes Risiko dar, wie ein häufigerer Störfall mit Vergleichsweise geringen Folgen. Schon daher sollte man die Frage der Sicherheit bezüglich Atomkraft überdenken. Jdenfalls hat die Geschichte gezeigt, dass die in der Wissenschaft propagierte Sicherheit immer relativ war - insofern waren erstaunlicherweise mal die Amis konsequent, die nach Three Mile Isalnd gesagt haben, die Risiken, die diese Technologie birgt, sind derart groß, dass eine weitere Investition als nicht sinnvoll erscheint. Es gibt am Ende immer Fälle, die niemand vorher bedacht hat - egal wie gut die Igenieure sind. Es macht bloß einen Unterschied, ob ein Auto durch den Elchtest fällt oder ob eine Kernschmelze eintritt. Und schlussendlich ist auch nicht alles Gold was glänzt: auch ein technologisch hochwertiges KKW kann durch falsche Bedienung, die auch in Deutschlanf nicht auszuschließen ist, gefärhlich werden. Und ganz abgesehen davon hat es auch schon bei KKWs Pfusch am Bau gegeben und was das heißt ist jawohl auch klar!

Im übrigen hat Frau Merkel glaub ich recht, wenn sie ihren bayrischen Kollegen in die Schranken weißt: so oder so: Mit Atomkraft gewinnt man heute keine Wahl mehr!
 
^^ Alles schön und gut, und sicher auch einleuchtend. Du hast nur den Punkt mit den Alternativen vergessen.
 
Ich bin eigentlich auch gegen die Atomkraft. Sie ist letztendlich teuer und nicht sicher genug. Außerdem sollte man die vorhandenen Ressourcen so lange wie möglich sparen, da die Atomkraft eventuell die einzige Energiequelle sein wird, die es uns möglich macht weit in den Weltraum vorzustoßen. Die benutzten Brennstäbe bleiben auch im Gegensatz zur Kernfusion sehr lange radioaktiv und so tief man sie auch lagert, durch die Plattentektonik könnten sie irgendwann wieder ans Tageslicht kommen, obwohl sie noch strahlen. Allerdings sollte man den Ausstieg nicht überstürzen, wie k2k schon sagte, momentan haben wir einfach keine ausreichenden Alternativen. Wichtig ist aber, dass wir nach wie vor auch in Richtung Atomenergie forschen, man sollte sich immer alle Wege offenhalten.

Wichtig für die Zukunft ist vor allem, dass wir keine Monokultur schaffen, wie man schon oft gesehen hat, kann sowas nur schief gehen. Momentan ist es sicherlich sinnvoll, so schnell es geht die regerativen Energien auszubauen und deren Forschung zu fördern. Mittelfristig sind sicherlich Lösungen mit der Wasserstoffzelle denkbar. Wasser gibt es auf der Erde genug und natürliche Ressourcen stehen auch in großer Zahl zur Verfügung. Z.B. riesige Sonnenkollektoren in der Sahara oder Termalenergie auf Island - dort könnte man Wasser sicherlich im großen Umfang spalten. Windenergie kann man überall in Küstennähe nutzten und Wasserkraft sollte man auch ausbauen, auch wenn es bedenkenswert ist, große Täler zu fluten. Biomasse ist sicherlich auch ne gute Quelle für saubere Energie. Aber letztendlich wird man nicht herumkommen, Kohleenergie in Reserve zu halten. Mit modernen Kraftwerken gibt es auch noch kaum Schadstoffausstoß und Kohle ist zumindestens für die nächsten 100 Jahre noch vorhanden. Wichtig wäre auch die Ölverschwendung einzustellen - das geht aber natürlich nur auf globaler Ebene und ist momentan wohl kaum durchsetztbar.

Langfristige Lösungen gibt es sicherlich auch, wie z.B. die Kernfusion. Der erste Reaktor mit Energieüberschuss wird ja nun hoffentlich bald gebaut.
 
@K2K: wieso Alternative? Ich geh ja von Restlaufzeiten um 20 Jahre aus, viel länger wären die eh nicht mehr wirtschaftlich gelaufen. Seit ca. 20 Jahren haben wir kein neues KKW mehr gebaut - trotzdem haben wir keine Energieprobleme. Warum? Na ja, nach den Pleiten wurden halt wieder Kohlekraftwerke und andere auf fossilen Brennstoffen basierende Kraftwerke gebaut. Im Gegensatz zu KKWs konnte man hier durch vergleichsweise geringe Investitionen erstaunliche Fortschritte in Effizienz und Umweltverträglichkeit erzielen. Somit ein nicht uninteressanter Sektor. Auf lange Sicht müssen mir uns nach was anderem umschaun, das bestreit ich gar nicht. Und die Klimaproblematik ist mir auch bewusst, aber die Kernkraft wird da nicht die Wende bringen - das hat sie schon vor 20 Jahren nicht. Da muss in Sachen Klimaschutz schon was größere passieren - mittelfristig kann Erdgas eine sinnvolle Alternative sein - gerade auch im Verkehr - und langfristig wirds wohl auf Wasserstoff rauslaufen. Aber das ist ja jeztt auch nicht der Hauptpunkt: wenn wir uns auf die nächsten 20 Jahre konzentrieren - und das ist der Zeitraum über den wir hier reden - kommen wir aber hervorragend weiter so aus wie bisher. Niemand bestreitet, dass Alternativen gesucht werden müssen - aber vorerst gehts ausschließlich um die Frage Kernkraft oder fossile Brennstoffe. Und da bin eindeutig für letztere, weil da noch ein enormes Potential drinsteckt, was die technische Entwicklung angeht - dies zugunsten unserer Wirtschaft und unserer Umwelt.

@michamab: in Bezug auf die negtive Folgen von Monokulturen bin ich voll und ganz Deiner Meinung - ich denke allerdings, dass Kernspaltung hier trotzdem ein totes Gleis ist, in das weder Zeit noch Geld investiert werden sollte. Die Fusion steht eventuell auf einem anderen Blatt - allerdings war mein Wissensstand bis jetzt, dass sie in der Forschung sehr zurückgetreten ist und eventuell gar nicht weiter verfolgt werden soll, weil nach fast 30 Jahren Forschung immer noch kein wirtschaftlicher Einsatz in Sicht ist (soweit ich weiß).
 
Zurück
Oben