Die Schweizer Auto- und Eisenbahnen sind überlastet, die Politik sagt, wir bauen nur aus, wenn sich die Bürger finanziell daran beteiligen. Soweit so gut. Während aber die Gelder für den öV wirklich beim öV landen, werden die Einnahmen der Strasse von Vignette und Co. andersweitig eingesetzt, sogar für den öV.
Man kann es auch anders ausdrücken:
Jahrelang hat man mit immer neueren Begründungen eine Abgabe nach der anderen für die Strasse und damit Auto und LKW eingeführt. Getan wurde mit dem eingenommenen Geld für die Strasse wenig, dringend notwendige Ausbauten werden mit Einsprachen durch links-grün (absichtlich?) verzögert. Dagegen werden Milliarden in den öV gebuttert, währendessen die Strasse nur das wenigste bekommt.
Im Frühjahr 2014 steht die nächste Abstimmung für Bahnausbauten (FABI) an. Dort erhält der Stimmbürger genaustens aufgezeigt, in welches Bahnprojekt die Gelder fliessen werden.
Bei der Vignette heisst es lapidar, man werde in die Infrastruktur investieren, eine Garantie, dass die Politik die Gelder für Engpässebeseitigung (wir haben Abschnitte mit täglicher - auch sonntags- Staugarantie) oder Strassenunterhalt verwendet werden gibt es nicht.
Lange Rede, kurzer Sinn: Die Politik sagt: Wollt ihr Ausbauten auf der Strasse, habt ihr dafür noch mehr Gebühren zu bezahlen. Der Autofahrer wird zum Sündenbock gemacht und ist stets der Dumme:
-Sagt er Ja, darf er mehr als das Doppelte für die Vignette bezahlen, ohne Garantie, dass die Engpässe beseitigt werden und der Unterhalt verbessert wird.
-Sagt er Nein, heisst es, "Gut, dann kommt halt die Benzinsteuer!"
-Sagt er zu dieser auch Nein, heisst es: "Wenn ihr nicht bezahlen wollt, bauen und beheben wir keine Engpässe mehr, dann seit ihr selbst schuld, wenn ihr nur noch im Stau steht, ihr habt es so gewollt."