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Neues am Pitztaler Gletscher

Mal wieder was zum Topic:

Habt ihr das Photo im "Aktuelle Situation auf den Gletschern" von gestern gesehen, mit dem oberen Pistenbereich bei der Panoramabahn? Laut Berichterstatter gabs bis zu einer 1/2 Stunde Wartezeit. Die Piste sieht aber relativ leer aus, aber zumindest nicht so voll, wie wir es von Stubai oder Tux kennen. Ich kenne auch den recht beschränkten Platz oben am Brunnenkogel und den schmalen Ziehweg vor den ersten Hängen. Aber würden die Pisten hier oben nicht trotzdem etwas mehr als die 1.200 p/h vertragen die bislang hinauf transportiert werden? Man könnt doch die Panorambahn in eine 15 Zweiseilumlaufbahn umbauen, dann entfällt auch das nervige Warten in der Mittelstation, das Ganze läuft flüssiger. Die Kapazität wird auf 2.000 p/h beschränkt. Das ist nicht so viel mehr, und da die Leute kontinuierlich oben ankommen anstatt gleich 100 auf einmal, könnten das Gipfel und Pisten vertragen, was meint ihr? Technisch dürfte es doch machbar sein, die Trassierung des Gletscherbus 3 ist sicherlich deutlich extremer noch.
 
@Marius: das mit der Kapazität Pitzpanoramabahn mit 1200 p/h läßt in der Tat etwas zu wünschen übrig. Vielleicht ist es möglich diese zu steigern.
Was meinen die Experten dazu? :wink:

Ich finde alle Kapazitäten am Pitztaler etwas schwach.
Es ist zu hoffen das sie irgendwie das Projekt Fernerkogelbahn durchbekommen. Dann müßte sich bezüglich Kap.erhöhung in jedem Fall etwas tun. Ein wenig Kohle sollte doch da sein. Die Pitzpanoramabahn ist doch das letzte große Projekt am Gletscher (1989), wenn ich mich nicht täuche.
 
Gegen Kapazizätserweiterungen habe ich nichts! Bin sogar sehr dafür.
Ein wichtiger Punkt:
die Pitztaler sagen: ohne Fernerkogelzubringer (egal wie) keine Ausbauten im bestehenden Gebiet. Dabei haben sie ja nicht nur an der Talstation riesige Wartezeiten, sondern auch im bestehenden Gebiet. D.h. die Kap- und Qualitätsverbesserungen wären/sind auch ohne neue Zubringer bitter nötig.
Werde bald dazu eine Karte erstellen aber hier mal das Wichtigste:
15er Zweiseilumlaufbahn Panoramabahn: mind. 2000 p/h = + 800 p/h
Parallel-SL Mittelberg II = + 1.400 p/h
Parallel-SL Brunnenkogel = + 1.400 p/h
6 KSB Gletschersee = max. 3.000 p/h = + 1.800 p/h
8 KSB Mittelbergjoch I = max. 4.500 p/h = + 3.100 p/h

Dazu evt. die von Starli vorgeschlagene 15er Zweiseilumlaufbahn "Schweizer Weg" in die Scharte beim SL Mittelbergjoch II, ca. 3260 m. = 2.400 p/h zusätzlich.

Was haltet ihr im Einzelnen davon?
 
Nachdem sich das mehr oder weniger auf meinen Beitrag bezieht, hier auch meine Meinung dazu:
Wie im anderen Thread schon gesagt, war ich bisher nur einmal am Pitztaler Gletscher. Ich kann also nur für diesen Tag sprechen. Im Detail ist mir jedoch folgendes aufgefallen:

- An stark frequentierten Tagen ist der Pitzexpress als alleinige Zubringerbahn nicht ausreichend. Sowohl morgens (und das bereits vor 9 Uhr) als auch abends (auch mangels Talabfahrt) sind längere Wartezeiten (30 min. und länger) möglich. Der Bau einer zweiten Zubringerbahn/Talabfahrt erscheint unter diesem Gesichtspunkt also als notwendig.

- Die momentan angebotenen Kapazitäten im Skigebiet selber sind ebenfalls zu gering. Mir ist v.a. eines aufgefallen: eine Vielzahl von Pisten (meistens auch ziemlich breit), allerdings eine viel zu geringe Kapazität der jeweiligen Lifte. Meiner Meinung nach wäre jeweils eine Verdoppelung möglich, ohne dass die Pisten besonders überlaufen.

Zu den einzelnen Vorschlägen:

Mittelbergjoch I: Auf jeden Fall eine KSB. Alleine schon wegen der Länge des Lifts (ca. 2200 m). 8 KSB halte ich für etwas übertrieben, 6 KSB sollte weit reichen :) Streckenführung: evtl. etwas links der bestehenden SL-Trasse, da sind ein paar Felsen für mögliche Stützen... im oberen Bereich dann wohl 3 oder 4 Gletscherstützen nötig. Bestehende Pisten breit genug.

Mittelbergjoch II: Meiner Meinung nach vorerst kein Umbau nötig. Momentan wohl der Lift mit den wenigsten Wartezeiten. Pisten auch nicht besonders breit.

Gletschersee: Nur ein kurzer Lift, v.a. als Rückbringer. 4SB sollte genügen (wird für Wiederholungsfahrten eh kaum benutzt, schmale Piste)

Brunnenkogel: KSB wahrscheinlich problematisch wg. Bergstation. Daher schlage ich Parallel-SL vor.

Panoramabahn: Hier halte ich die vorgeschlagene Lösung ohne Mittelstation für problematisch. Soweit ich das verstanden habe, dient der Mitteleinstieg dort v.a. für Wiederholungsfahrten im Frühherbst (da oberes Stück meist beste Piste). Bei einer ZUB könnte ich mir ausserdem Probleme mit der Grösse der Bergstation vorstellen (bedenkt den kleinen Gipfelbereich am Brunnenkogel!). Abfahrtstechnisch gesehen ginge da allerdings noch was, keine Frage.
Ich denke sowieso, dass Verbesserungen im Bereich Mittelbergjoch und Brunnenkogel hier eine Entlastung bewirken. Die Leute verteilen sich dann halt schon viel mehr :-)

So, Beitrag is doch ziemlich lang geworden... Eure Meinung würde mich interessieren!
 
Panoramabahn: Hier halte ich die vorgeschlagene Lösung ohne Mittelstation für problematisch.

War das mein Vorschlag? Dann habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich dachte an eine 15er Zweiseilumlaufbahn oder 30er Dreiseilumlaufbahn auf der bisherigen Trasse, mit Mittelstation, die nur auf diese Weise sehr viel besser genutzt werden kann. Die Gondeln stehen nicht sinnlos herum, wenn unten eingestiegen wird, wie bislang, sondern fahren durch, wer will kann einsteigen, wer aussteigen will, kann das auch tun. Vor allem müssten die bisherigen Stützen mit beiden Systemen verwendbar sein, oder adaptiert weren können.
Ein Problem: wie angesprochen wollen wahrscheinlich sehr viel mehr Leute die 2. Sektion benutzen, wenn alle Gondeln von unten aber voll sind zwei Möglichkeiten:
Man lässt in die 15er Kabinen unten nur 10 einsteigen, in die 30er nur 20, oder man lässt oben mehr Kabinen fahren als im unteren Teil. (Geht das überhaupt, dass man einige Kabinen an der Mittelstation wieder sofort in die Bergfahrt einfädelt?)

Meine Vorschläge sind natürlich Maximallösungen: momentan scheinen 6 KSB Mittelbergjoch und 4 SB Gletschersee ausreichend. Wenn aber eine zweite Zubringerbahn mehr Leute hinauf pumpt, wird das, denke ich schon nötig sein. Eine KSB auf 530 m. Länge (man könnte doch den Gletscherseelift locker ein Stückchen nach unten verlängern, so auf 600-650 m.) ist Luxus, aber die kürzere Fahrzeit ist Service, wenn man an die Piste 3 zum Beispiel denkt, vom Brunnenkogel zum Gletschersee, für die muss man ja zwei Anlagen fahren. Allerdings: wenn man nicht warten muss (an der DSB bislang glaube ich schon, oder?), dann tuts eine fixe 4 SB auch. Aber wenn man bedenkt, dass sich der SL Mittelbergjoch wohl nicht gut in eine KSB umbauen lassen wird, bin ich doch eher für eine KSB.
Bei Panoramabahn und Mittelbergjoch geht es auch um Fahrzeitverkürzungen. Wie lange braucht die Panoramabahn nach oben? 10 min. reine Fahrzeit (eingerechnet die Zeit, die sie in der Mittelstation steht)? Das könnte locker etwas weniger sein. Beim Mittelbergjoch ist das natürlich noch extremer, wie Downhill berichtet hat: lange Wartezeit + lange Fahrzeit. Das Ziel muss sein: wenig Wartezeit, am besten gar keine, und deutlich kürzere Fahrzeit. Selbst eine KSB braucht für die 2,2 km aber noch ca. 7,5 min, das ist aber ein Fortschritt im Vergleich zum SL mit ca. 11-12 min.
Was haltet ihr eigentlich von der von Starli vorgeschlagenen Umlaufbahn "Schweizer Weg"?
 
Die Bergstation der Panoramabahn ist m.E. auch etwas klein für eine kuppelbare Bahn ... hängt eh schon halb übern Berg. Außerdem glaub ich auch, daß durch eine KSB Mittelbergjoch und einen parallel-SL Brunnkogel die Wartezeiten an der Panoramabahn gar nicht mehr so extrem wären. Vielleicht könnte man auch irgendwie noch eine Gondel dranhängen (enger setzen), dann würden auch 25% mehr transporiert werden...

Die Mittelstation Panoramabahn ist nur von ca. Mitte September bis Mitte November offen. (Mitte September = kein Schnee ins "Tal", danach hauptsächlich von Skiclubs genützt, die im oberen Bereich ihre Trainingsstrecken haben)

Bei einem Ersatz der alten Leitner-DSB sollte man aber auf jedenfall die Bergstation etwas weiter raufsetzen, damit man problemlos zum Restaurant/Standseilbahn kommt, ohne zu Fuß gehen zu müssen...
 
Bei der bahn kannste fast nix andres bauen! Mehr Gruppen bringts auch nid denn wenn mahr Gruppen mehr Stillstandszeit= längere Fahrzeit= Weniger Kapatität! Das einzige was man mache könnte währe eine fixe 3 Seil GUB so wie die von Streiff! Mit Grossen Kabinen! Dazu die Station am berg mit einem Stahlgefüst über den Felsen erweitern! Starli schick mal ein Bild rüber!
 
Ich sagte ja auch nicht, mehr gruppen, sondern eine Gondel mehr... statt 4 Gondeln pro Gruppe eben 5... könnte vom Platz her machbar sein und würde immerhin 25% mehr p/h bedeuten ...
Bilderchen hab ich diesbezüglich leider nicht viel, nur die Bergstation vom Mittelbergjoch2-Schlepper aus gesehen ...
pitztalPanoBergMB2.jpg
 
hab ja nid gesagt das du es gesagt hast! Auf dem Bild ist es knapp erkennbar! Aber die Station könnte man etwas verlängern! Da an der Schrägen Felswand und dann haun auch mehr Gondeln hin!
 
Also wenn die da keine größere Bergstation hinbekommen... Wenn sie es wollen, schaffen sie es, siehe Gletscherbus 3, das hat auch keiner für möglich gehalten, bis sie es gebaut haben.
Aber etwas anderes: die Abfahrt 7, Schweizer Weg, da muss man ja vom SL Mittelbergjoch II zu dem kleinen Joch rechts rauf laufen, sehe ich das richtig? Wie ist die Abfahrt eigentlich? Kann da jemand mehr sagen?
 
die abfahrt ist richtig genial.
allerdings sollte man auf spalten achten, da gibts die ein oder andere die bis in die piste reinschaut.
die piste is deshalb so genial, weil sie 1. so steil is und 2. so leer is (durch den aufstieg kommen nich viele leute die so wahnsinnig sind und sich dann noch in den hang stürzen) ..
des weiteren stand bei uns da ein schild: "hochalpine abfahrt. befahren auf eigene gefahr, nur für geübte skifahrer (oder wie sie das immer ausdrücken)
 
bin der Meinung die sollten die Namen der Pisten 7 und 9a tauschen.
Dann würde die 7 zu recht Witwenmaker und die 9a Schweizer Weg sein.
Schweizer Weg hört sich so gemütlich an.
Beim Witwenmaker ist sofort klar was einen erwartet.

mic (6fachpostweltmeister)
 
Ich hab was neues für das panoramabahn Problem heute entwickelt! Kuppelbare GUB!
 
Spuck´s aus, Michi, wie soll das gehen!
 
Wichtige Frage an Downhill:
du sprichst von 1/2 Stunde Wartezeit bei der Panoramabahn am Samstag! Wie war das? War die Mittelstation in Betrieb und wurden die Gondeln deshalb an der Talstation nur zur Hälfte befüllt, oder wurde gleich unten voll geladen? Ein anderen Freund vor mir war nämlich neulich unter der Woche dort, selbst dann gab es Wartezeiten, die führt er aber hauptsächlich auf die Tatsache zurück, dass die Gondeln an der Talstation nur zure Hälfte befüllt wurden. Wenn das so ist halbiert sich ja die Kap der Bahn von der Talstation auf 600 P/h, das ist so viel wie ein Teller-Schlepplift. Wenn das an deinem Samstag genauso war, hätten wir einen wichtigen Grund für die lange Zeit, denn bei 1200 p/h werden aus der halben Stunde "nur" noch 15 min.

@alle anderen: was spricht eigentlich gegen die Verlegung der Panoramabahn Bergstation? In wie weit ist der Gipfelbereich des Hinteren Brunnenkogel noch vereist? Wie viel mehr Platz für die Bergstation braucht die Minimallösung einer 2 Seil-Umlaufbahn oder eines Funitels? Für mehr Stützen scheint auf der jetzigen Trasse auch genügend Fels vorhanden zu sein.
Meine These: wenn die Pitztaler ernsthaft eine sehr viel kap-stärkere Anlage bauen wollten, könnten sie das irgendwie schaffen. Nur, momentan ist alles blockiert wegen der Streitfragen Talabfahrt und neue Zubringerbahn. Wenn da nun mal Klarheit herrschen würde, könnten die auch an die Planung für die Ersatzbauten im bestehenden Skigebiet gehen. Wie es ausschaut haben sie das Geld für Fernerkogelbahn und Talabfahrt beisammen (ca. 20 Mio Euro). Wenn sie das jetzt für Ausbauten im bestehenden Gebiet verwenden, und sie in einem Jahr die Genehmigung doch bekommen, ist das Geld weg. Es ist schon verflixt. Aber ich hoffe als großer Fan des Gebiets, dass sich eine gute Lösung findet, die insgesamt schwieriger ist als in anderen Gebieten, der komplexen geographischen Situation wegen.
 
Die Mittelstation war bei meinem letzten Besuch (vor 2 Wochen) schon nicht mehr in Betrieb, damals wurden dann statt 10 wieder 20 Personen in die Gondeln gelassen.. Seitdems die Sitze haben, lassens nur noch max. 20 Personen rein ...
 
D.h. dann beträgt die maximale Förderleistung gar nicht mehr 1200 p/h, sondern nur noch 960 p/h! Kein Wunder, dass es dabei dann zu rekordverdächtigen Wartezeiten kommt. Würde mich interessieren was die Betreiber dazu sagen, die können doch auch nicht zufrieden sein, wenn man an ihrer Vorzeige-Bergbahn 1/2 h anstehen muss. Natürlich sind Sitze ein Komfortzuwachs, aber ich pfeife auf Komfort wenn ich dafür dann draußen länger warten muss. Was meint ihr dazu? Was sind denn eure Lösungsvorschläge für die Panoramabahn? Oder seht ihr keinen Handlungsbedarf?
 
starli hat völlig Recht:

Am Samstag war die Mittelstation ausser Betrieb (kein Ein- und Ausstieg dort). An der Talstation haben sie in jede Gondel 20 Leute reingelassen, die Sitze waren runtergeklappt (warum auch immer...)

Was einen Aus-/Umbau betrifft: Der Gipfel da oben ist schon sehr klein. Sieht man z.B. auf dem einen Panoramabild
http://www.uni-ulm.de/~s_hkuts1/lifts/panopitz.jpg

Ganz links im Bild sieht man die Bergstation... danach fällt der Berg sofort wieder steil ab. Eine viel grössere Station ist hier also m.E. einfach nicht drin...

Mein Vorschlag: Erst mal die anderen Gletscherlifte ausbauen, dann verteilt es sich besser mit den Leuten. Dann wieder 25 Leute pro Kabine in der Panoramabahn und es sollte wieder annehmbar sein mit den Wartezeiten.
 
Wenn am Brunnenkogel keine größere Bahn drin ist, was machen die dann mit dem Fernerkogel? Eine Umlaufbahn planen sie dort ja auch. Hoffentlich keine baugleiche Gruppenumlaufbahn! Und der Fernerkogelgipfel ist nicht wirklich größer als der Brunnenkogel.
 
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