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Neues am Pitztaler Gletscher

Hmmm, verstehe Herrn Krüger in diesem Punkt wirklich nicht. Aber die Landschaft ist einmalig schön! Die potentiellen Verbindungsabfahrten darf man wie das so aussieht auch fast komplett im Schuss fahren!
 
Aus die Tiroler Tageszeitung ein Bericht uber ein (bekannte?) Gegenstander der Gletscherverbindung mit Solden, der jetzt nach pragmatischen Lösungen sucht.

Der Alpenrebell als Gletscherprophet

Hans Haid gilt als massiver Kritiker der Tourismusbranche. In Sachen Gletscherzusammenschluss vertritt er freilich eine überraschende Linie.

Von PETER LEITNER

VENT. Er gilt vielen als Alpenrebell, der kein gutes Haar am Fremdenverkehr lässt. Seine Kritik fiel auch immer gnadenlos aus, doch nun sieht Haid die Zeit gekommen, in den Gletscherskigebieten nach pragmatischen Lösungen zu suchen.

"Der Zusammenschluss zwischen dem Ötz- und dem Pitztal wird kommen. Über den linken Fernerkogel sind es gerade einmal 800 Meter zum Tiefenbachferner. Hier brauchen wir uns kein X für ein O vormachen. Wenn dieses Projekt aber realisiert wird, dann muss es eine einzigartige Sache werden - quasi ein Gletscher-Bilbao mit einer weltweit einzigartigen Architektur. Die besten Experten müssen angesprochen und die ökologischen Aspekte in den Mittelpunkt gerückt werden. Denn dann gibt es die Möglichkeit, dass das Gletscherprojekt 2009 oder 2020 zum Weltkulturerbe wird", sagt Haid.

Freilich fordert er gleichzeitig auch ein Gesamtkonzept für die Ötztaler Alpen: "Wenn jetzt die Gletscherskigebiete zusammenwachsen, ist das ein Einzelprojekt und hat mit einer nachhaltigen Entwicklung im ländlichen Raum nichts zu tun. Wir brauchen eine Voraus- und Querdenkerwerkstatt mit aktiven und kreativen Köpfen der Region. Nur dann wird es uns gelingen, die Ötztaler Alpen am Weltmarkt als Kultur- und Tourismusregion gleichermaßen zu etablieren."

Am Geld kann ein solches Vorhaben nach Ansicht von Haid nicht scheitern. Es liege auch an der einheimischen Politik, EU-Mittel zu lukrieren, die für Projekte zur Verfügung stehen. "Ich denke hier etwa an die Agrarreformvorschläge der EU-Kommission. Bisher wurde darüber viel gejammert. Besser wäre gewesen, die Verantwortlichen hätten sich von Beginn an Gedanken gemacht, welche Gelder man ins Land bringen kann. Im Text der EU steht deutlich drinnen, dass die durch die Kürzung der Direktzahlungen frei werdenden Mittel zur stärkeren Förderung der ländlichen Entwicklung verwendet werden sollen", erläutert Haid.
http://tirol.com/oberland/artikel_20030525_204433.html?UI=40db5d37b7d1f9f9c5531dde86602a5b
 
Ich lese jetzt noch mehr (2 Artikeln), die Politiker sind wieder dran...

Haid-Aussage wird grüner Aufreger

Die Aussage des Tourismuskritikers Hans Haid, dass ein Zusammenschluss zwischen Ötz- und Pitztal kommen wird, erregt die grüne Politik.

Von PETER LEITNER

VENT, INNSBRUCK. In der gestrigen Ausgabe der TT hatte Haid seine durchaus pragmatische Sicht der Dinge erläutert. "Über den linken Fernerkogel wird der Pitztaler Gletscher über kurz oder lang sicher mit dem Tiefenbachferner zusammengeschlossen. Dann muss dieses Projekt aber ökologisch verträglich von den weltweit besten Architekten geplant werden, damit die Chance gegeben ist, eines Tages die Auszeichnung Weltkulturerbe zu erhalten", sagte Haid.

Scheiber sarkastisch

LA Maria Scheiber von den Grünen kann mit dieser Theorie nichts anfangen. "Zweckpessimismus ist sichtlich ein guter Nährboden für quere Ansätze. Eine Gletscherneuerschließung ist als Weltkulturerbe wohl genauso ungeeignet wie die Brennerautobahn als Nationalpark", zeigt sich die Außerferner Abgeordnete von einer ungewohnt sarkastischen Seite.

Sorge um Naturschutz

Scheiber befürchtet laut eigenem Bekunden, dass sich die Landesregierung im Fall des Pitztales keinen Deut um das Tiroler Naturschutzgesetz kümmern wird. "Der Gletscherschutz hat ja bei LHStv. Hannes Gschwentner und LH Herwig van Staa mittlerweile die politische Festigkeit eines Wackelpuddings. Beide haben sich eindeutig für eine Neuerschließung des noch unberührten Gletschergebiets ausgesprochen."

Die Grünen seien sich hingegen der Tiroler Verantwortung für die alpinen Gletscher bewusst und würden somit weiterhin für deren restriktiven Schutz eintreten.
http://tirol.com/oberland/artikel_20030526_204763.html?UI=40db5d37b7d1f9f9c5531dde86602a5b

Politdonner über dem Pitztal-Gletscher

Markige Aussagen in Sachen Pitztal kamen vom SP-Spitzenkandidaten Meinhard Eiter - die TT berichtete. Reaktionen waren vorprogrammiert.

Von GERHARD JÄGER

IMST. Eiter hatte sich unter anderem, dort wo es eine Region braucht, zu einer kleinen Erweiterung der Gletscherskigebiete bekannt. VP-Chef Jacob Wolf würde sich - "wenn ich ein Pitztaler wäre" - von diesen Aussagen gepflanzt fühlen. "Die SPÖ und Gschwentner hätten es in der Hand gehabt. Doch statt die Sache zu entscheiden, hat die SPÖ die Piztaler erneut in die Warteschleife gedrängt", wettert Wolf, der auch sonst den Äußerungen von Eiter nichts abgewinnen kann: "Hans Rubatscher mangelnde Investitionsbereitschaft im Pitztal vorzuwerfen ist unseriös. Seit Jahren will er im Pitztal investieren, Stichwort Gletscher und Jerzens. Aber das wurde von der roten Politik blockiert. Eiter soll sich an seinen Genossen Gangl und Gschwentner schadlos halten."

Eiter sieht in den Äußerungen von Wolf "eine Verdrehung der Tatsachen" und erneuert seine Forderungen, dass die Wertschöpfung im Pitztal bleiben müsse und damit "meine ich nicht nur Skigebietserweiterungen, die der Kapitalvermehrung einzelner dienen, sondern Investitionen in anderen Bereichen, die die totale Abhängigkeit einer Region vom Skitourismus etwas lindern - wie etwa die Therme in Längenfeld auch beweist. Dort entstehen Arbeitspläze für das Ötztal, die unabhängig sind vom Wintertourismus."

Eiter fordert von der VP jetzt sachliche Stellungnahmen zum heiklen Thema Gletscher. "Nichts gegen parteipolitische Kämpfe - die gehören in diesem Geschäft dazu", sagt Eiter. "Aber in Sachen Pitztal habe ich meine Meinung zum Thema gesagt und das war eine sachliche Meinung. Wenn Wolf jetzt ein parteipolitisches Feuer entfacht, dann ist das ganz typisch für ihn, aber er tut der Sache an sich nichts Gutes."
http://tirol.com/oberland/artikel_20030526_204775.html?UI=40db5d37b7d1f9f9c5531dde86602a5b
 
Oje, der Wahlkampf in Tirol ist offensichtlich schon voll im Gang :argue:. Deshalb dürfen wir wohl in den kommenden Monaten nicht alles ernstnehmen, was aus dem Mund verschiedenfarbiger Politiker kommt :zunge:. Wenn aber ein bekannter (:nixweiss:) und massiver Kritiker der Tourismusbranche von einer Skigebietsverbindung zwischen dem Ötz- und dem Pitztal offen spricht, dann wird es wohl bald so weit sein. Ich warte gespannt 8) !!!
 
Schön, aber bitte nicht Fernerkogel-Tiefenbach, denn das bringt Skifahrermäßig nicht so viel wie eine Verbindung zum Rettenbachferner. Finde ich.
Wie gehts euch?

Die Linie der Pitztaler Gletscherbahnen sich momentan überhaupt nicht zu diesem Thema zu äußern gewinnt meiner Ansicht nach immer mehr an Wert. Bei diesem Politik-Getöse...
 
Durch die neue EUB am Rettenbachferner hast aber fast keine chance mehr, eine Verbindungsbahn irgendwo hinzustellen .. am Tiefenbachferner wäre neben der Gondel noch genügend Platz.. also mir ist das prinzipiell wurscht, weil ich vermutlich eh nicht viel davon hab. Im Winter fahr ich sowieso nicht auf die Gletscher, im Frühjahr wird wegen zu wenig Leuten das eh nicht offen sein (da wird vermutlich nicht mal die Fernerkogelbahn fahren) ..

d.h. für mich brächte diese Verbindung eh nur im Oktober, November und ende April / Anfang Mai was. Da dann in Sölden fast nur das Gletschergebiet offen ist, ist die Verbindung übern Tiefenbachferner zeitmäßig für mich kein Problem :)

Da wär mir prinzipiell die Erweiterung am Kaunertaler lieber, da hätte ich mehr davon .. durch den Zusammenschluß Ötztal-Pitztaler Gletscher hast ja im Endeffekt nicht mehr Abfahrten, nur statt 1 Tag Pitztal und 1 Tag Ötztal fährst halt 1 oder 2 Tage im "gleichen" Skigebiet ...

.. und warum das jetzt ein weltkulturerbe sein soll.. da find ich die wilde krimml - verbindung spektakulärer :)
 
. und warum das jetzt ein weltkulturerbe sein soll.. da find ich die wilde krimml - verbindung spektakulärer :)
du weißt ja nich was sie da planen :)
stell die vor zwischen Tiefenbach oder Rettenbach ne Funitel, ohne Stützen, oder ne 3 Seil U :) OHNE Stützen :) das wär doch mal was :)
+schwärm+
 
@Admin: Da würdest du schon einsteigen, ja?! In Kitzbühel hat das Ding dir doch zu hohen Bodenabstand!

@Starli: Wenn die wollen geht da sicher was! Aber eigentlich ist es ja relativ egal, weil keine Pistenverbindung kommen wird. Der Tiefenbachferner würde aber somit zur Durchgangsstation. Ansonsten würde der Rettenbachferner den ganzen "Transit" bündeln. Eine nette Idee wäre doch auch ein zweiter Skitunnel vom Tiefenbach zurück zum Rettenbach?
 
ich weiß net ob ich da einsteigen würde. wahrscheinlich eher net :) oder doch? ich hab keine ahnung. auf jeden fall würde sich abba meine höhenangst bemerkbar machen :)
(bemerkung: im flieger gehts auch :)
 
Alpin-Forum|LSAP schrieb:
stell die vor zwischen Tiefenbach oder Rettenbach ne Funitel, ohne Stützen, oder ne 3 Seil U :) OHNE Stützen :) das wär doch mal was :)

Also prinzpiell ist das eine ideale Strecke für eine Funifor. Durch die Kürze dürfte die auch eine genügend hohe Förderleistung haben.

Marius: Pistenverbindung über den Panorama-SL vom Tiefenbachferner müßte funktionieren, da sind ja auch immer hunderte Tourengeher unterwegs ... :)

Also ich bin fürn Tiefenbachferner, weil es dann auch schön "in der Runde" liegt :)

2. Skitunnel: Hätte man die Gondel gleich gebaut, hätte man sich den Skitunnel sparen können und eine Abfahrt von der zukünftigen Bergstation runter zum Tiefenbachferner in den Berg/Gletscher schlagen können :) Aber durchaus eine gute Idee, weil die Abfahrt am Seiterkarjöchl absolut höllig voll ist (schmal, steil, und viel leut, obwohl nur 3SB+SL raufkommen)
 
bäh keine Pendelbahn, zum Glück gibts keine in Sölden.
 
naja, aber die Fahrzeit in diesem Fall wird ja kaum mehr als-2 Minuten sein, da ist eine "PB" schon ok ... (Länge 500-800m)
 
autsch, da hab ich ja einen unsinn verzapft.. die skitourengeher gehen natürlich eine "mulde" weiter rechts rauf, nicht zum SL Panorama...
 
Ja, muss wohl sein, eine recht steile Felswand wird so schnell niemand mit den Skiern rauf gehen! :D
Aber woher kommen die Leute? Vom Pitztaler Gletscher und der Braunschweiger Hütte, oder? In meiner AV-Karte ist so ein Joch drinnen, da würde es ins Venter Tal hinunter gehen. Ob es da auf den Südosthängen noch genug Schnee hat?
 
also Anfang Mai sind die alle vom Pitztaler aus rübergewurschtelt :) Und nachmittags vermutlich wieder auf dem gleichen Weg retour ...
 
Ui, der Alpenrebell Hans Haid lehnt einen Zusammenschluss vom Pitztaler Gletscher mit dem Ötztaler Gletscher nicht ab? Also das ist überraschend, oder meinte er das ironisch? Also das wäre echt neue Töne vom Hans Haid, den ich im übrigen schon schätze, auch wenn er in der Vergangenheit manchmal etwas zu ablehnend war was die Erschließung von Skigebieten angeht.

Also ich würde es ja begrüßen wenn sowohl eine Bahn zum Rettenbachgletscher wie auch zum Tiefenbachgletscher führen würde. Das wäre dann die richtig große Lösung und ich denke an beiden Gletschern findet man noch Platz für eine Station und zumindest für die Ötztaler dürfte das keine finanziellen Probleme bereiten.

Ein Zweiter Skitunnel vom Tiefenbach zum Rettenbach wäre natürlich geil. Wo könnte der denn liegen? Eigentlich nur im oberen Bereich der Tiefenbachbahn oder?

Wann wäre denn mit einer Realisation der Gletscherverbindung zu rechnen? Also ich denke nicht vor dem Jahr 2006!

Mal sehen was wir im Wahlkampf und vor allem danach noch so für Aussagen zu diesem Thema hören.
 
Normalerweise ist die Pitz-Panoramabahn jetzt die ganze Frühjahrssaison "normal" mit ca. 5 m/s gefahren (15-18 km/h lt. meinem GPS)...

Heute vormittag gab sie aber mal Gas und fuhr mit 26-27 km/h (ca. 7-7,5 m/s) .. das hat ordentlich geschaukelt bei der Stützenüberfahrt :)

Weiß zufällig einer, wieviel die maximal fährt? Auf dem Tachometer in der Bergstation ist 20 m/s markiert, aber das kann ja kaum sein, in Ram's Datenbank sind 10 m/s angegeben .. wär also noch ordentlich schneller gegangen, als das heute war.. kann mich gar nicht erinnern, daß die so schnell fährt :)

Nebenbei sind die Kabinen unheimlich wasserundicht - da tropfts an allen Ecken und Kanten, das ist echt widerlich, wenn da Schnee drauf ist, der dann tagsüber taut ... warum kann man das nicht abdichten? Echt, ich kenn keine andere Bahn, wo man innen so naß werden kann...

Mal eine kleine Rechnerei: Angenommen, die Bahn fährt mit 7 m/s durchschnitt in Bewegung .. die Länge der Bahn ist 2.185m, halbe Länge zur Mittelstation also 1.092m

Bei 7 m/s ergibt das eine Fahrzeit von 156 Sekunden.

Rechnen wir zum Ein- und Aussteigen 24 sekunden dazu (damit's einen runden Wert gibt), ergibt das 180 Sekunden pro Fahrt.

Die Gondeln sind mit 25 Personen zugelassen, 4 Kabinen,macht 100 Personen alle 180 Sekunden = 3 Minuten.

Eine Stunde hat 60 Minuten, also könnte Sie 20x pro Stunde fahren. Ergibt also eine Förderleistung von 2.000 p/h

Kürzt man die Ein-Aussteigzeit und erhöht die durchschnittsgeschwindigkeit (wenn die wirklich 10 m/s fährt, sollten auch 8-9 drin sein), ergibt das eine Nennkapazität von 2.400 - 2.800 p/h.

Gar nicht so schlecht also, und für die Zeit 1988/89 sicherlich die kapazitätsstärkste Bahn, die sie in dieser Location hätten bauen können.

Erstaunlich...
 
Komischerweise beträgt die Kap aber dann doch nur 1200 p/h. Und das ist zu Spitzenzeiten wie hinlänglich bekannt eindeutig zu wenig. Wenn mehr drin wäre hätten die doch sicher das Tempo zu den Spitzenzeiten erhöht, oder? Mit gutem Gewissen lassen die doch keine halbstündigen Wartezeiten zu, das kann ich mir nicht vorstellen.
 
naja, statt 25 personen werden die kabinen ja nur noch mit 18 personen gefüllt... sind also nur noch 72% ... (72% von 2000 wären eigentlich noch 1.440) - woher hast du deine 1200 p/h angabe?
 
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