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Neues am Pitztaler Gletscher

Timo schrieb:
Mein Tipp an die Pitztaler. Versucht einen Weg zum Gletscher zu bauen um einen Beton LKW da hoch zu bringen(Im Sommer). Danach Projekt Linker Fernerkogl und Verbindung nach Sölden.
Scheißt auf Talabfahrt und Sicherheitsweg.

Aha. "Scheißt auf den Weg und baut einen Weg" oder wie darf ich das verstehen? :gruebel:
 
Ich glaube der Pitz Express bringt alleine genug Leute hoch um die Anlagen oben am Gletscher auszulasten.

Der Pitz Express bringt theoretisch 1600p/h hoch. Von 8.30 - 12.00 bringst du da also die 5000 zusammen.

Sckicken wir mal 1/3 von diesen 5000 zum Essen. Bleiben noch ca. 3300 wo Skifahren wollen.

Die Gesamtförderleistung beträgt neu ca. 8500p/h.
8500 : 3300 = 2.57

Es kommt natürlich immer auf die Länge der Anlagen an, aber bei weniger als 3 Fahrten pro Stunde heisst das für meistens dass ich irgendwo in einer Warteschlange feststecke.
 
Vielleicht mal ein paar Zahlen aus Erfahrung:

An einem vollen Herbstwochenende, ca. 45-60 min am Pitzexpress gewartet (je nach Aktivität des Anstellens :wink:), am SL Mittelbergjoch I 20 min, SL Brunnenkogel 15-20 min, GUB 25-30 min

=> Es lohnt sich auch jetzt schon, oben mehr Förderleistung zu haben!
 
mic schrieb:
Also für die Sicherheit der Leute auf dem Gletscher ließen sich sicher bessere Möglichkeiten finden als die Talabfahrt zu bauen!!!
na fange mal bitte an aufzuzählen!

Ich denke die beste Möglichkeit, falls kein Flugwetter ist, Leute zu evakuieren ist dies über eine erste Sektion Fernerkogelbahn durchzuführen. Der Fußmarsch würde deutlich kürzer werden.

Bei Bedingungen, wie z.B. beim ersten Unfall mit der Schwarze Schneid Bahn, 5000 Personen, darunter viele Kinder, bei einbrechender Dunkelheit, Schneefall und -20° in Skischuhen und mit Fackeln den Sicherheitsweg runterlaufen zu lassen ist ja eher Gefährdung als Sicherheit.
z.B. Wollen die den erst Streuen wenn der vereist ist???

Und wenn es wirklich hart auf hart kommt passen auch deutlich mehr als 2000 Personen in die Restaurants. Diese darauf vorzubereiten ist wohl das Beste.
 
Ich denke die beste Möglichkeit, falls kein Flugwetter ist, Leute zu evakuieren ist dies über eine erste Sektion Fernerkogelbahn durchzuführen. Der Fußmarsch würde deutlich kürzer werden.
wenn es die Bahn dann hätte!

Bei Bedingungen, wie z.B. beim ersten Unfall mit der Schwarze Schneid Bahn, 5000 Personen, darunter viele Kinder, bei einbrechender Dunkelheit, Schneefall und -20° in Skischuhen und mit Fackeln den Sicherheitsweg runterlaufen zu lassen ist ja eher Gefährdung als Sicherheit.
z.B. Wollen die den erst Streuen wenn der vereist ist???
kleine Kinder wirst eh fahren (Pistenraupen) müssen. Fackelwanderung am Gletscher weil die Behörden nicht in die Gänge kommen. Sehr lustig!
Zumindest in der Schneefreien Zeit (z.B. jetzt- morgen startet der Skibetrieb) wäre der Weg befahrbar.

Situationsbericht zum Neubau Gletscherseebahn und Mittelbergbahn
Gästeinformation Stand 13.09.2006

Zu unseren Neubauten am Pitztaler Gletscher gibt es folgende Fakten zu berichten:
1. Der Seiltransport
Das 53 Tonnen schwere Förderseil für die 8 er EUB Mittelbergbahn, geliefert von der Firma Teufelberger, konnte in den ersten Septembertagen erfolgreich bergwärts gezogen werden. Dazu musste für einige Tage der Publikumsverkehr bei der Standseilbahn Pitzexpress unterbrochen werden. Das Spezia-listenteam benötigte dafür nur einen Tag länger als eingeplant. Für den Seilzug wurden die Seilrollen der Standseilbahn des 3,7 km langen Tunnels verwendet. Das Seil wurde auf 2.700 m, also in unmittelbarer Nähe der neuen Mittelbergbahn,
wieder aufgerollt und bis zum endgültigen Seilzug auf der Bahn dort zwischengelagert. Das 13 Tonnen schwere Förderseil der Gletscherseebahn konnte auf der Rolle mit dem Pitzexpress und dessen Schwerlastanhänger bis auf 2.840 m transportiert werden. Von dort wurde es zur neuen Talstation auf 2.640 m gebracht und wird heute über die insgesamt 9 Stützen der 6 er Sesselbahn gezogen.

2. Die Stationen + Stützen + Steuerkabel
In dieser Woche werden die letzten Stützenfundamente der 8 er EUB Mittelberg betoniert. Besonders aufwendig ist hier die Stütze Nr.15, die letzte vor der Bergstation auf 3.285 m Höhe. Sie ist als Dreifachstütze(15 a+b+c+) ausgeführt und benötigt bis zu 20 Kubikmeterbeton pro Fundamentfuß. Damit sind dann alle wesentlichen Betonarbeiten bereits abgeschlossen ! Begonnen haben hier auch bereits die Stahlbaumontagearbeiten in der Bergstation. Nachdem die Materialseilbahn am Mittelbergjoch (Betreiberfirma Kogler) bereits ausgedient hat und demontiert worden ist, kommt in den nächsten Tagen wieder der große Kamov Hubschrauber, um die fehlenden Stützen im unteren Streckenabschnitt bergwärts zu transportieren und mit den Rollenbatterien fertig zu montieren.
Das Steuerungskabel für die EUB wird derzeit in einem seperaten Kabelgraben verlegt. Als Besonderheit ist anzusehen, dass in 3 Streckenabschnitten Richtung Bergstation das Kabel im Berg verlegt wird. Mit einem Spezialbohrer sind hier Streckenabschnitte von 130 m, von 90m und von 70 m zu bohren, um das Kabel optimal zu schützen. Begonnen wurde auch mit den Arbeiten für einen Lawinensicherungsdamm in der Länge von ca 150 m und einer Höhe von 6 m im Bereich der gemeinsamen Talstation der neuen Bahnen

3. Skibetrieb startet pünktlich – Vlies hat bis zu 2 Meter Substanzerhaltung gebracht
Während also die Bauarbeiten mit großem Einsatz und im Zeitplan geführt werden, hat am Hinteren Brunnenkogel bereits die Pistenpräparierung begonnen, denn ab Freitag 15.Sept 06. bieten wir wieder täglich Skibetrieb – zunächst bis 13.oo Uhr. Dieser pünktliche Skibetriebsstart ist auch möglich, weil die diesjährige Abdeckaktion mit Vlies für die Erhaltung der Schnee und Eissubstanz besonders wirkungsvoll war. Derzeit wird das Vlies der abgedeckten Flächen – insgesamt waren es ca 7 Hektar – wieder eingerollt. Bis zu 2 Meter in der Höhe konnte an Substanz(Schnee + Eis) zusätzlich erhalten werden. Diese Massen eignen sich jetzt ideal für die Pistenpräparierung. Auch wenn von „selbsternannten Umweltexperten“ die Vliesabdeckaktion auf Gletscher kritisiert wird: Unsere Tatsachen beweisen, dass sie wirkungsvoll hinsichtlich der Substanzerhaltung bei exponierten Stellen sind.
Infostand 13.09.06/W.K
Pitztaler Gletscherbahn
 
mh00 schrieb:
mic schrieb:
Also für die Sicherheit der Leute auf dem Gletscher ließen sich sicher bessere Möglichkeiten finden als die Talabfahrt zu bauen!!!
na fange mal bitte an aufzuzählen!

Ich denke die beste Möglichkeit, falls kein Flugwetter ist, Leute zu evakuieren ist dies über eine erste Sektion Fernerkogelbahn durchzuführen. Der Fußmarsch würde deutlich kürzer werden.

Bei Bedingungen, wie z.B. beim ersten Unfall mit der Schwarze Schneid Bahn, 5000 Personen, darunter viele Kinder, bei einbrechender Dunkelheit, Schneefall und -20° in Skischuhen und mit Fackeln den Sicherheitsweg runterlaufen zu lassen ist ja eher Gefährdung als Sicherheit.
z.B. Wollen die den erst Streuen wenn der vereist ist???

Und wenn es wirklich hart auf hart kommt passen auch deutlich mehr als 2000 Personen in die Restaurants. Diese darauf vorzubereiten ist wohl das Beste.

Wenn kein Flugwetter ist, dann hast du auch eine gute Chance, dass auch eine Seilbahn wegen Sturm steht. Nur mal so zur Info. Wenn man ein Glück hat, ist es nur neblig. Aber wenn was passiert, dann passt meistens alles Zusammen, so dass so richtig, entschuldigt den Ausdruck, die Scheiße am Dampfen ist. Bei Schlechtwetter sind aber, das muss ich zugeben, sicher nicht 5000 Gäste oben.

Ideal wäre, insbsondere bei schlechtem Wetter, eine Evakuireung mittels Geländefahrzeugen durchzuführen. Problem: woher Geländefahrzeuge für 5000 Leute auftreiben und erhalten, sich also nicht sinnvoll.

Und Leute in Restos zusammenzupferchen, ist auch nicht gerade das Beste. Und noch was ist zu bedenken: ein Gebäude / Raum ist für eine gewise Maximalanzahl von Personen zugelassen. Passiert da drinnen was, gibt es mächtig Ärger. Die Leute müssen also, egal wie, runter.

Meines Erachtens gibt es daher 2 Möglichkeiten, wenn die Situation wirklich so ist, wie sie sich für uns z.Z. darstellt: Eine Piste, die von jedem Skifahrer genützt werden kann, oder aber eine zweite Bahn als Backup auf den Getscher.

Ausserdem: könnte man mal definieren, was man unter dem Begriff Notweg versteht?

Könnte übrigens ein Mod. oder Admin das Topic teilen, da die Diekussion über Gletscher und ihren Backupzugang trennen, da wir hier schon sehr allgemein geworden sind. Danke.

MFG Dachstein
 
Bei Schlechtwetter sind aber, das muss ich zugeben, sicher nicht 5000 Gäste oben.

Kleiner Einwand: Stichwort Wettersturz (2x in Sölden erlebt) - das muss keineswegs immer so sein :?
 
Dazu auch noch ein Artikel aus dem Standard:

Innsbruck - Das Skigebiet am Pitztaler Gletscher ist seit seiner Eröffnung 1983 mit dem Pitztal nur mit einer unterirdischen Standseilbahn verbunden. Seit der Katastrophe von Kaprun wird im Pitztal um eine Evakuierungsmöglichkeit für den Notfall, etwa einen Stromausfall, gerungen, nach dem bis zu 5000 Touristen in 2860 Meter Höhe festsitzen könnten.

Seit 2001 haben die Gletscherbahnen zahlreiche, allesamt nicht genehmigungsfähige Varianten einer Talabfahrt vorgelegt. Das jüngste Projekt scheiterte an der UVP: Das Gelände unterhalb der Braunschweiger Hütte ist so steil und lawinengefährdet, dass die geforderte Evakuierung nicht garantiert werden kann. Im Herbst und Frühjahr, wenn am Gletscher Hochbetrieb herrscht, liegt im unteren Teil des "Sicherheitsweges" oft kein Schnee.

pitztalerglgr600.jpg


Die Betreiber haben gegen diesen Bescheid beim Umweltsenat in Wien berufen und argumentieren, dass ihr Projekt die Evakuierung in 98 Prozent aller Szenarien ermögliche und bei den restlichen Fällen so wenige Menschen im Gebiet wären, dass diese in den Restaurants der Bergstation versorgt werden könnten. Wann der Umweltsenat entscheidet, ist offen.

Kein Liftbetrieb

Unvermutet hat sich die Situation nun zugespitzt, und schlimmstenfalls könnten im heurigen Winter alle Lifte still stehen. Die Seilbahnbehörde hat zwar die Bauarbeiten zur Erneuerung zweier veralteter Lifte genehmigt, droht aber nun bei fehlender Evakuierungsmöglichkeit mit der Verweigerung einer Betriebsgenehmigung. Carl Ferrari-Brunnenfeld, Pressesprecher von Verkehrsminister Hubert Gorbach, betont, dass "eine Evakuierung von der ersten bis zur letzten Betriebsminute gegeben sein muss". Für Provisorien oder wirtschaftliche Erwägungen gebe es keinerlei Spielraum.

Landeshauptmann Herwig van Staa (VP) hat den Pitz- talern wiederholt politische Verwendungszusagen zur Durchsetzung der Talabfahrt und zusätzlicher Erweiterungen des Skigebiets versprochen. Jetzt verweist er auf den Rechtsstaat, man müsse das Verfahren beim Umweltsenat abwarten. Zugleich hat die scheidende Naturschutzlandesrätin Anna Hosp (VP) "Handlungsbedarf" erklärt und am Donnerstag Vertreter des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins, Umweltanwalt Sigbert Riccabona und den Eigentümer der Gletscherbahnen Hans Rubatscher zum Krisengespräch geladen. Um den Sicherheitsweg in den Felsen zu sprengen, bräuchte es vier Wochen Bauzeit - es müsste also vor dem ersten großen Schnee umgehend damit begonnen werden. Nach Auskunft von Peter Haßlacher (OeAV) hat Hosp bei dem Gespräch eine Genehmigung des "Sicherheitsweges" über das Naturschutzrecht und unter Umgehung des UVP-Verfahrens vorgeschlagen. Am Montag sollen vom Betreiber neue Sicherheitsexpertisen vorgelegt werden. Eine Zustimmung des OeAV schließt Haßlacher aus: "Unter Druck getroffene Entscheidungen sind selten gut." Er ist überzeugt, dass es in dem schwierigen Gelände keine sichere Variante gibt. Haßlacher verweist darauf, bereits 2004 einen Evakuierungsstollen zum Tiefenbachferner im angrenzenden Ötztaler Gletscherskigebiet vorgeschlagen zu haben.

Riccabona, der bei der jüngsten Hosp-Variante keine Parteienstellung hätte, verlangt die Beiziehung unabhängiger Sicherheitsexperten. Hosp und Rubatscher waren für Stellungnahmen nicht erreichbar. (Hannes Schlosser, DER STANDARD - Printausgabe, 15. September 2006)
 
Die sollten mal bei den Wallisern oder Tessinern nachfragen, die bauen denen eine Talabfahrt an einem Wochenende 8) .
 
Ach die grobe Arbeit schafft man bestimmt an einem Wochenende. Der Feinschliff dauert dann sicher noch n paar Wochen.

Es ging mir auch eher um die Tatsache das man anderstwo einfach ohne Baugenehmigung anfängt und wartet bis sich der erste beschwert.
 
DiDa schrieb:
Es ging mir auch eher um die Tatsache das man anderstwo einfach ohne Baugenehmigung anfängt und wartet bis sich der erste beschwert.
Das findest du gut? Weisst du wohin das führt, wenn sich niemand mehr an die Gesetze hält?
 
Ja wie? Hatten die nun eine Baugenehmigung oder nicht? :gruebel:

Das ganze hört sich so an - wir bauen jetzt mal und schauen was dann passiert.
 
DiDa schrieb:
Ach die grobe Arbeit schafft man bestimmt an einem Wochenende. Der Feinschliff dauert dann sicher noch n paar Wochen.

Es ging mir auch eher um die Tatsache das man anderstwo einfach ohne Baugenehmigung anfängt und wartet bis sich der erste beschwert.

Dazu reicht ein Flammenwerfer, Eine Menge TNT und ein Bulldozer. :lol: Das ganze freudlicherweise noch durch die Armee unterstützt. :respekt:

Frapolli kann sicher eine Anleitung schreiben wie man das einfädelt.
http://www.admin.ch/cp/d/36AC2C64.15797221@mbox.gsuvek.admin.ch.html
 
Oder wir lassen die Luftwaffe ein paar Testabwürfe mit dem neuen Eurofighter machen, dann kann der mal zeigen wie präzise er ist.
Wenn man Seilbahnen aus der Luft bauen kann, warum dann nicht auch Abfahrten. Oh, Entschuldigung... Sicherheitswege. :lol:
 
Meiner Meinung nach wird die Talabfahrt jetzt gebaut werden, oder glaubt ihr die lassen zig Hoteliers im hinteren Pitztal in den Bankrott gehen und damit zig Leute in die Arbeitslosigkeit. Das kann sich die Regierung nie leisten.
 
Denke ich auch Jens.Ich finde diese ganze Sache ohnehin total lächerlich.
 
wenn die die talabfahrt jetzt bauen ist es echt traurig. ich finds einfach nicht okay, dass man durch so ein gemauschel (dafür halte ich es) eine sache bekommen kann, die davor nicht gestattet wurde.

wieso versuchen die bergbahnen nicht gegen diese auflage zu klagen? wieso verwirklichen sie nicht eine der hier schon vorgeschlagenen alternativ lösungen? die politik scheint sich aber wieder erpressen zu lassen mit der drohung, dass man sonst zu macht. der leidtragende ist die natur, ich finds schade!
 
Ich frage nochmal ketzerisch in die Runde: Hat eigentlich außer dem Tiroler-Tageszeitung-Verbund (incl. tirol.com, Life Radio) irgendjemand anderes über einen Zusammenhang zwischen der Betriebsbewilligung für die neuen Lifte und der Notwendigkeit einer Evakuierungsmöglichkeit berichtet?

(Der Standard jedenfalls nicht, wenn man genau liest.)
 
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