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Neues am Stubaier Gletscher

oli schrieb:
^^Jup - hab´s in der Zwischenzeit auch gelesen. 20 Minuten Wartezeit an einer DSB kann ich mir irgendwie nich vorstellen. Zumindest würde ich mich da nicht mehr anstellen.
Zumal man von oben keinen besseren Blick haben kann, wie voll es an der Wildspitz ist.

oli schrieb:
Zurück zu dem, was dieses Topic thematisieren will. Für mich ist das, was man mit der Wildspitze gemacht hat, das einzig mögliche. Bei einer größeren Sesselbahn hätte man oben sowohl den Ausstieg, als auch den Ziehweg vergrößern müssen.
Schon jetzt schaffen es einige den Ausstiegsplatz zuzustellen um das Panorama zu genießen und Fotos zu machen. Letzteres mache ich ja auch, stelle mich aber nicht mitten aufs Plateau. Und wenns voll ist wird halt nicht angehalten. Und was die Qualität des Weges angeht, die ist schon bei der transportierten Menge der DSB nach kurzer Zeit, sagen wir es mal nett ausgedrückt, schlecht.

oli schrieb:
Man muss sich bei der Kritik vor Augen führen, wozu die DSB eigentlich dient. Sie soll in der ganz frühen Saison (Ende Sept - Mitte Okt) den Daunferner für die ersten Gäste erschließen. Und mehr eigentlich nicht.
Und wenn man über Eisjochferner/Rotadlbahn fahren kann, nutzt man diese Route halt und hat noch eine gescheite Abfahrt. Und wenn es an der DSB schon solche Wartezeiten hat, ist es eh überall voll :wink: . Dann kann man auch gleich alle Gletscherschlepper in Frage stellen, denn die haben ja auch zu geringe Kapazitäten :roll:
 
Naja, das wäre schon schön. Zum Beispiel eine 6KSB etwas tiefer als der untere Daunferner-Lift, den längeren Daunferner Lift abreißen und den oberen mit Beschneiung ausstatten und dann da Sommerskibetrieb machen.
 
a) Hatten wir das die Seiten zuvor schon
b) Beschneiung oben ist noch sehr schwer, da Gletschereis + Höhe
Unten am Gamsgarten Richtung Eisjoch ists relativ leicht, da Fels.
c) Die Zeiten des Sommerskis sind definitiv vorbei. Das ist nur noch zum PR. "Tux, Tux, Hintertux. Skifahren kann man da immer"
 
Stubaital schrieb:
Naja, das wäre schon schön. ...
Bitte laßt uns hier bei den echten Neuigkeiten bleiben.

Ein Topic mit Wünschen und Utopien gibt es schon. Und zwar HIER
 
Quelle: tirol.com - 03.01.2008
13 Millionen für das ewige Eis: Stubaier Gletscher investiert

Der Stubaier Gletscher will heuer wieder kräftig investieren.

Seit bald einem Jahr komplettiert Reinhard Klier (27) den Vorstand der Wintersport Tirol AG mit dem Zugpferd Stubaier Gletscher.

Ins Team mit seinem und dem Vater der Gletscherbahnen, Heinrich Klier (81), und Finanzvorstand Franz Wegscheider fühlt sich der studierte Gletscherkundler integriert.

Personal und Projekte

Wichtige Entscheidungen werden zu dritt diskutiert. Sie haben die Erfahrung und ich die unbelastete Sichtweise", erklärt Klier junior. Im Unternehmen ist der 27-Jährige für Marketing, Personal und Projektierung zuständig.

Dabei wird ihm nicht langweilig, zeigt ein Blick auf den Investitionsplan für heuer - immerhin 12,6 Mio. Euro schwer. Nach der Talstation im Vorjahr ist der größte Brocken heuer ganz unten im Tal angesiedelt.

Ein Personalwohnhaus in Neustift-Neder mit 100 Betten (4,2 Mio Euro). "Wir haben dafür das Areal der ehemaligen Tennishalle gekauft, die abgerissen wird", sagt Klier. Eine Umwidmung sei allerdings noch nötig.

Imposanter Blick

Drei Millionen Euro sollen in die Schneeanlage Fernau mit Speicherteich und fix installierten Kanonen fließen.

Für einen rund 700 Meter langen Schlepplift am Daunkogelferner sind 1,2 Mio. Euro reserviert. Allerdings steht die Genehmigung noch aus. "Nach dem Feststellungsverfahren brauchen wir zwar keine Umweltverträglichkeitsprüfung, aber noch läuft die Einspruchsfrist des Landesumweltanwalts", erklärt Reinhard Klier.

Eines der kostenmäßig kleineren Projekte, sicher aber das spektakulärste ist die Aussichtsplattform am Großen Isidor (300.000 Euro), in 3200 Metern Höhe unweit der Jochdohle (siehe Bild). Das laut Klier bereits genehmigte und vergebene Projekt soll eine Bereicherung für den Sommer darstellen.

"Wir wollen keine Events, die wetteranfällig sind, sondern etwas Fixes, das keine laufenden Kosten verursacht. Ideen hätte der 27-Jährige genug, so z.B. eine Mountainbike-Downhillstrecke durch die Wilde Grube bis zur Talstation, doch eine Genehmigung dürfte nur unter sehr großen Auflagen zu erhalten sein, deutet Reinhard Klier Signale der Naturschutzbehörden.

Schwieriger Spagat

Es sei ein schwieriger Spagat zwischen notwendigem Naturschutz und der Weiterentwicklung des Skigebietes. "Peter Schröcksnadel hat nicht Unrecht, wenn er sagt, dass die Verfahren statt früher drei Monate heutzutage drei Jahre dauern."

Trotz Rückgang bei den Beförderungen (minus 10 Prozent seit 2002) stehe der Gletscher mit rund 26 Mio. Euro Jahresumsatz noch gut da, sagt Klier.

Von Christoph Mair
 
Es handelt sich dabei übrigens um die vor etlichen Jahren hier diskutierte Neuerschließung der Daunscharte.

Im Internet findet man den UVP-Feststellungsbescheid, wonach das Projekt nicht UVP-pflichtig ist.

Und ein paar andere interessante Aussagen finden sich in dem Bescheid (Link unten), die ich auszugsweise zitiere:

[...]

Die projektierte Anlage verläuft von der Talstation des Schlepplifts Daunferner II auf dem westlichsten Seitenarm des Daunkogelferners nördlich des östlichen Daunkogels und endet an der Umlenkstation 20 m unterhalb der Daunscharte.

[...]

Nach den Angaben des Seilbahnbüros Gröbner wird die Talstation als Portalkonstruktion auf Gletscherfüßen gelagert, die Bergstation wird als starre Umlenkstation geplant, die in der Felswand der Daunscharte verankert wird. Auf der Strecke sollen neun Portalstützen errichtet werden, die auf Gletscherfüßen gelagert werden. Die technischen Daten des Projekts sind wie folgt:

Schlepplänge 784 m
Schlepphöhe 245 m
Mittlere Neigung 31 % (17°)
Theoretische Förderleistung 1.400 Personen pro Stunde.

Die Lifttrasse und die Abfahrt liegen zur Gänze auf dem Gletscher, der nördlich und südlich der Abfahrt Spalten aufweist, die mit den Spalten im oberen Teil des bestehenden Daunfernerlifts vergleichbar sind.

[...]

Aus glaziologischer Sicht ist das Gebiet des neuen Lifts denkbar einfach zum Schibetrieb zu nutzen: keine Geländeveränderungen notwendig, die Abfahrt verläuft über mäßig geneigte Hänge vorhandene Spalten können ohne Schwierigkeiten laufend mit Schnee gefüllt werden. Insgesamt entsteht dabei kein erheblicher Arbeits- oder Materialeinsatz, die Wirtschaftlichkeit des Projekts ist nicht beeinträchtigt.

Schitouristisch ist die neue Abfahrt sehr interessant, das Gelände ist von der Neigung und Orientierung für Schifahrer attraktiv. Die Abfahrt liegt auf einem Osthang, der die nordwärts orientierte Piste des Daunfernerlifts in Bezug auf Sonnenschein und Schneebeschaffenheit sehr gut ergänzt. Der neue Osthang hat früh Sonne, die bestehende Daunfernerpiste später. Mit dem Einsetzen des tageszeitlichen Schmelzens der Schneeoberfläche entwickelt sich Firnschnee, der auf dem neuen Osthang früher weich
wird als auf der bestehenden, nordwärts ausgerichteten Piste des Daunfernerlifts.

Schifahrer werden im Frühjahr vormittags zuerst den neuen Lift benützen und können nach Belieben später auf den Nordhang wechseln.

Touristisch ist der geplante Lift also von großem Interesse.

Schitechnisch gesehen hat das neue Gebiet angenehmes, mittleres Gefälle ohne Steilstufen (die mittlere Neigung der Lifttrasse ist 31%). Die Ausfahrt aus der Bergstation lässt sich ohne großen Aufwand angenehm und sicher für den Schifahrer einrichten und erhalten. Die willkommene Möglichkeit des Hangwechsels mit der tageszeitlich wechselnden Schneebeschaffenheit wurde bereits erklärt.

[...]

Der neue Lift wird maximal 1.400 Personen pro Stunde befördern, im Vergleich zur derzeitigen Gesamtkapazität von 34.225 Personen pro Stunde (für alle bestehenden Anlagen summiert) ist das eine Zunahme um 4,1 %.

Durch seine Orientierung zur Vormittagssonne wird er vor allem die Zufriedenheit der Besucher erhöhen, mehr eine Umverteilung als eine Erhöhung der Gesamtzahl der Gäste bedeuten, das heißt, die gleiche
Anzahl von Gästen wird eine größere Zahl von Stunden im Gebiet verbringen.

[...]

Zusätzliche Schifahrer werden im gesamten Gebiet nicht erwartet, eine Verlagerung Richtung Daunferner und somit Entflechtung der Schifahrerströme wird stattfinden.[...]

Demnach dürfte der Lift ungefähr so verlaufen:

daunkogelferner.JPG


(Grafik erstellt mit AMAP)

Angesichts dieser durchaus positiven Beurteilung ist wohl nicht wirklich zu erwarten, dass dieses Projekt noch verhindert werden kann.

Der ganze Bescheid zum Nachlesen: klickst du (pdf)

Hat den Bereich jemand auf Fotos parat?
 
Ähhhhmmmm...das heißt dann wohl, dass man auf der Piste durch den neuen Schlepper rasen darf.... :D
 
Interessant, und ich dachte, dass Projekt sei längst gestorben!
In irgendeinem Bericht letzten Herbst sah man glaube ich aber, dass der Bereich auch stark vom Schmelzen betroffen ist, ich meine es gab Felsen zu sehen, oder täusche ich mich da?
 
ist aber auf jede fall ne klasse idee, um die wartezeiten im daunferner-gebiet zu reduzieren :!:
 
Ich finds klasse, dass das endlich gebaut wird, auch wenn dadurch ein wirklich schöner Tiefschneehang verloren geht.

@lanschi: Ich müsste davon irgendwo noch Bilder haben, ich such morgen abend mal.
 
lanschi schrieb:
Hat den Bereich jemand auf Fotos parat?

Aber sicher. Selber Standort, einmal nach oben und einmal nach unten gesehen.
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ein nettes Projekt um noch ein paar Skifahrer mehr im Gebiet unterzubringen. Wer aber skifahren kann der konnte das alles bisher auch schon fahren...
 

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interessant ist, dass der lift zwar im seitengletscher selbst längs der flussrichtung desselben trassiert wurde, aber im unteren teil auf dem nahezu rechtwinklig zur liftachse fliessenden hauptgletscher beginnen soll, d.h. der erste streckenteil wird recht häufig zu versetzen sein.

Kann aber auch sein, dass der daunferner im unteren teil lediglich mehr oder weniger totes resteis ist, welches mangels nachschub kaum mehr fliesst. Der gletscherstand der AV karte ist ja möglicherweise seine 10 oder 20 jahre alt...
 
Bin ja kein Techniker, aber wo wird man wohl die Talstation "verankern"? Kann doch nur über eine "Aufhängung" hinter der eigentlichen Talstation (wie an den Daunfernerliften) erfolgen, oder? Nur gibt es im "Hinterland" des neunen SL keine Felswand.

Ich freue mich auf jeden Fall auch schon auf die Neuerung. Ein toller Hang mit ordentlicher Neigung und schöner, sonniger Ausrichtung.
 
Verankern sollte wohl auch direkt im Eis möglich sein. Wenn ich mich recht erinnere ist es bei der Talstation des 2. Daunferner-Liftes doch auch so gemacht?
 
Der neue Lift wäre vor allem im Herbst und Vorwinter eine schöne Bereicherung des Liftangebotes.
Allerdings steht dem Bau dieses Jahr noch eine abschließende Stellungnahme des Landesumweltanwalts aus. Mal schaun was da noch kommt - es handelt sich ja um eine Neuerschließung!
Interessant ist auch die Beschneiunganlage Fernau-werden wohl wieder viele neue gelbe T 60-Türmchen aus dem Boden sprießen: Mal schaun wie weit sie die in Richtung Fernauferner hochziehen. Wird der neue Speicherteich in der Gegend der Mittelstation Fernau gebaut oder weiter oben?
 
soweit ich mich entsinne sind die gefrorenen wand lifte in hintertux doch an der talstation auch nur im eis verankert oder? das sollte also schon gehen denke ich. problematisch könnte da eher der gletscherfluss quer zur liftrichtung werden denke ich.
 
Da das sogar bei SBs geht (ex Neue Welt Zugspitze) sollte das bei SLs kein Problem sein.
 
Schwoab schrieb:
Interessant, und ich dachte, dass Projekt sei längst gestorben!
In irgendeinem Bericht letzten Herbst sah man glaube ich aber, dass der Bereich auch stark vom Schmelzen betroffen ist, ich meine es gab Felsen zu sehen, oder täusche ich mich da?

Allerdings ist die Ausaperung auch in diesem Gebiet stark voranschreitend, was mich etwas kritisch stimmt. Der Geländeverlauf unter dem dort vorhandenen Gletscher ist den Planern hoffentlich bekannt. :wink:

Bilder siehe unten:

Ansonsten ein klasse Hang, leider gehen dann die dortigen vorzüglichen Freeridemöglichkeiten verloren, aber das ist natürlich Geschmackssache :D

Ansonsten sagt mein Schwiegervater (seid 30 Jahren am Stubaier beschäftigt) ist das Projekt genauso sicher wie in den Jahren zuvor, nämlich 50:50!!!!!! :?
 

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