Umweltsenat verschiebt Skipark-Entscheidung
Der Umweltsenat wird erst zu Beginn des nächsten Jahres über das Projekt Skipark Mutters entscheiden. Neue Schadstoffmessungen sind erforderlich.
Von MARKUS HÖSCHELER
INNSBRUCK, MUTTERS, WIEN. Auf das erhoffte Weihnachtsgeschenk müssen die Betreiber des Projektes Skipark Mutters zwar verzichten - dennoch schöpfen sie neuerdings wieder Hoffnung. Der Umweltsenat, der sich seit Monaten als zweite Instanz mit der Wiederbelebung des Skigebietes Mutter-Alm-Bahn und dem Zusammenschluss mit der Axamer Lizum befasst, verschob am Freitag die Entscheidung auf das nächste Jahr.
"Im Winter sind noch einmal Schadstoffmessungen in Mutters zu machen", erklärt Hubert Klingan, Obmann des Innsbrucker Tourismusverbandes (TVI), gegenüber der Tiroler Tageszeitung. "Es sind Ergänzungen zum medizinischen Gutachten notwendig", berichtet auch Christian Girardi, der als Rechtsanwalt die Interessen des Skiparks vertritt. "Unsere Bedenken sind auf Verständnis gestoßen."
Damit spricht der Jurist einerseits die Skepsis gegenüber dem aktuellen medizinische Gutachten an, welches negative Auswirkungen der Verkehrszunahme auf die Einspruchswerber deutlich machte. "Das, was wir beeinsprucht haben, wurde als stichhaltig anerkannt." Andererseits machte Girardi den Umweltsenat auf den zeitlichen Druck aufmerksam: "Unsere Deadline ist der 3. Mai 2004. Wenn wir dann keine Entscheidung haben, gilt unsere Einreichung nach dem Seilbahngesetz nicht mehr."
Das würde manche zufrieden stellen, die dem 22,3-Mio.-€-Vorhaben skeptisch gegenüberstehen. Das betrifft Einspruchswerber, aber auch Politiker, wie den Innsbrucker Gemeinderat Christian Kogler (Freie Liste). Dieser fordert eine neuerliche Untersuchung, ob das Skigebiet angesichts rückläufiger Schneefälle in tieferen Lagen überhaupt Sinn mache.
Ungeachtet des Ausgangs des Verfahrens beschloss die TVI-Generalversammlung kürzlich, Mittel für ein Ersatzprojekt zu reservieren.