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Neues im Nordschwarzwald

  • Ersteller Ersteller Anonymous
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Ausnahmsweise mal nichts zum Thema Hundseck:
Das Langlauf-Center hatte die glorreiche Idee, für den Abruf der Loipenberichte(!) zukünftig Geld zu verlangen. Abgesehen davon, dass ich diesen Plan völlig absurd finde (Welcher spontane Tagesgast kommt schon, wenn er sich nicht mal kostenlos über die Bedingungen informieren kann), ist er auch äußerst unprofessionell umgesetzt: Einfach ein Paypal-Button - keinerlei Info über AGB, Widerrufsrecht etc. Das macht wahrlich keinen guten Eindruck, passt aber irgendwie zum Nordschwarzwald, wie er sich seit einiger Zeit präsentiert.
 
Da fährt wohl jemand den Karren an die Wand - evtl gibts den Loipenbericht noch im SchwaBo? Wollte eigentlich meine Holde dieses Jahr mal ans Langlaufen ranführen - wenn ich noch unten im Tal wohnen würde, wär das kein Problem - da kann mans abschätzen. Als Karlsruher kann ich das nicht - schwierig.
 
Auf der Homepage des Langlaufcenters wird die Einführung der Kosten auch ausführlich diskutiert. Hab mir das vor ein paar Tagen mal durchgelesen.
Ich persönlich halte davon auch relativ wenig, zumal man Tagesgäste damit abschreckt, aber aus den Antworten des "Hüttenwirts" ist auch rauzulesen, dass die Entscheidung wohl auch nochmal revidiert werden kann bzw ggf. doch ein Loipenbericht in abgespeckter Form eingestellt wird.
Vielen würde es wahrscheinlich bereits genügen, eine grüne/rote Anzeige für die geöffneten/geschlossenen Loipen zu sehen. Dazu noch die km-Angaben und die Schneehöhe. Also das sollte es schon sein ^^
 
Na ja, ein Loipenbericht in abgespeckter Form - was soll da noch übrig bleiben? Mehr als die wichtigsten Infos (Wetter, Loipenzustand, Öffnungen) stand da bisher auch nicht drin. Das war ja kein Qualitätsjournalismus, den man hinter einer Paywall verstecken könnte. Ähnlich absurd wäre es, wenn ein Kino sein Programm im Internet nicht mehr frei zugänglich veröffentlichte oder ein Geschäft seine Öffnungszeiten nur gegen Cash bekanntgäbe.

Wenn jetzt der Winter auf Touren kommt und sich dieses neue "Modell" herumspricht (das wird todsicher auch die Presse aufgreifen), wird das eine Riesenblamage für's Langlauf-Center. Man kann echt nur den Kopf schütteln (zur Zeit die Disziplin Nr.1 im Schwarzwald).
 
Saisonkarte Hochstrasse

Baiersbronn und FDS haben vor, eine sog. 'Genusscard' einzuführungen, ähnlich der Hochschwarzwaldcard. Darin enthalten soll auch das kostenlose Skifahren an den Liften an der Hochstrasse sein. Es muss allerding eine ordentliche Zahl an Unterkunftsanbietern daran Interesse bekunden, sonst wird das abgelehnt. Man käme dann in den Genuss von Zuschüssen.

Für uns lokale Skifahrer scheint das zuerst ohne Bedeutung, aber im weiteren Verlauf könnte das heißen, dass dann endlich eine Saisonkarte für die Lifte an der Hochstrasse möglich wäre. Momentan wird zwar suggeriert, dass durch die Verbundtageskarte für 22,- der Weg für eine gemeinsame Saisonkarte geebnet sein könnte, in der Realität aber verdient nur derjenige, der die Karte verkauft. Alle anderen Lifte, die dann mit dieser Karte besucht werden, gehen leer aus. Daran hat z.B. das Seibelseckle zu kämpfen, da dieser Lift selten als Einstieg für eine 'Skisafari' genutzt wird. Es ist also momentan eine ungenügende 'Krücke' für die Liftbetreiber. Es fehlt schlicht die elektronische Erfassung der einzelnen Skifahrer, sprich Drehkreuze. Und mit dieser Genusscard, falls die Lifte da mit dabei sind, müssen Drehkreuze angeschafft werden um sauber abrechnen zu können. Bisher noch kein Thema für die Liftbetreiber, hier ca.30.000,- zu investieren. Doch mit den zu erwartenden Zuschüssen (ich meine, das geht über LEADER+) würde dies möglich sein.
Ich bin kein Insider, aber aus verschiedenen Gesprächen (auch mit den Liftlern) kristallisiert sich jedesmal diese Schlussfolgerung einer gemeinsamen Saisonkarte Hochstrasse. Weiß hier jemand Näheres?

Ich habe hier mal den letzten Bericht drüber aus dem Schwabo rausgekramt:
http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.baiersbronn-ein-schlaraffenland-fuer-geniesser.ae7b8752-7632-4793-b04c-fd23718a89e1.html
 
Also bei uns in der raumschaft gibt es auch so eine Karte. Die heißt Konuskarte und damit können die Urlauber die Kurtaxe bezahlen so gut wie alles bei uns in der region umsonst machen oder deutlich verbilligt. Unter anderem können sie die Lifte kostenlos nutzen und die Liftbetreiber bekommen dann einen Anteil. Wobei dieser Anteil nicht wirklich viel ist nach Informationen von einem Liftbetreiber.
 
Kosmo schrieb:
Momentan wird zwar suggeriert, dass durch die Verbundtageskarte für 22,- der Weg für eine gemeinsame Saisonkarte geebnet sein könnte, in der Realität aber verdient nur derjenige, der die Karte verkauft. Alle anderen Lifte, die dann mit dieser Karte besucht werden, gehen leer aus.
Stimmt das wirklich? Ich kann mir kaum vorstellen, dass nur derjenige kassiert, der die Karte verkauft; denn es ist ja wohl logisch, dass an den jeweiligen Endpunkten des "Verbundgebietes" die meisten Karten verkauft werden.

Wobei ich sowieso glaube, dass die gemeinsame Tageskarte eher eine schöne, letztendlich aber doch unbedeutende Ergänzung zum bestehenden Einzel-Angebot der Lifte ist. Ich hab diese und auch schon letzte Saison extra darauf geachtet: Man sieht so gut wie niemanden, der eine solche Karte hat; die überragende Mehrheit kauft nach wie vor die Karten nur für einen Lift. Warum? Wer will sich schon den Stress der ständigen Liftwechsel antun - das heißt doch jedes Mal Skischuhe aus, rein ins Auto, Fahrt zum nächsten Hang, Parkplatz suchen, Skischuhe an etc. etc. So was machte Sinn, gäbe es eine skitechnische Verbindung der Hänge; die gibt es aber nicht und wird es auch nicht geben. Von daher bin ich auch überzeugt, dass eine Saisonkarte Schwarzwaldhochstraße ökonomisch für die Liftbetreiber viel zu unbedeutend ist, als dass sich dafür Investitionen lohnten - selbst wenn es Zuschüsse dafür geben sollte.

Ich würde mich selbst als Local bezeichnen, und ich gehe auch wirklich oft zum Skifahren hoch. Trotzdem würde ich nie im Leben eine Saisonkarte kaufen. Man muss sich das mal ausrechnen: In Unterstmatt kostet eine Saisonkarte 240 Euro, eine Karte für die ganze Schwarzwaldhochstraße kostet dann sicher nicht weniger. Normalerweise nehme ich 2-Stunden-Karten oder Abendkarten (z.B. in Hundseck € 8,50 bzw. €10). Wie oft müsste ich da in einer Saison hin, damit sich das wirklich lohnt? Das würde sich vielleicht ausgehen, wenn ich direkt in der Talstation wohnen würde und sonst nichts zu tun hätte; realistisch ist das aber nicht.
Wie gesagt, so eine gemeinsame Karte ist vielleicht ganz nett, wirtschaftlich aber unbedeutend. Und Drehkreuze mag ich eh nicht - ich bin nämlich immer dann oben, wenn man mangels Andrang einfach bis zum Einstieg durchrauschen kann :wink: .
 
Hi HBB,
ich gebe dir vollkommen recht. Unterstmatt dreht mit dem Preis der Saisonkarte ein viel zu großes Rad. Ich würde allerdings mit einer Saisonkarte dann doch mal an einem Tag die Hänge wechseln oder morgens 2h und abends nochmal. Mein Traum ist ja immer noch eine Saisonkarte für den ganzen Schwarzwald. Bei der 3-Täler-Karte (Vorarlberg) kann man z.B. auch den Feldberg mitkaufen, also ist hier schon was möglich, die Liftbetreiber nähern sich. Aber der Nordschwarzwald macht bisher nirgens mit (und kann's auch garnicht, weil eben die Technik fehlt).

Das mit der Verbundkarte stimmt schon, ist ja auch nicht anders möglich, wie will man hier abrechnen? Höchstens am Ende der Saison zu gleichen Teilen aufteilen. Aber diese Karte wird so wenig verkauft, dass das die benachteiligten Lifte eher wenig juckt.
 
Kleine Erfahrung aus dem Südschwarzwald. Die Saisonkarte vom Feldberg ist gelichzietig auch der "Schwarzwald Saisonpass" d.h. man kann fast im ganzen Südschwarzwald mit dieser Saisonkarte fahren. Beteiligte Skilifte

Da bekommt man eine normale Keycard ausgehändigt mit Bild und Daten drauf und diese zeigt man dann einfach vor an den Liften die keine Drehkreuze haben und bekommt dann je nachdem eine Tageskarte ausgehändigt oder auch nicht. Funktioniert hervorragend.
 
Das hört sich doch gut an, aber dann liegt es im N-Schwarzwald doch nicht nur an der Technik.
 
Ich sag mal so, es liegt nie an der Technik, es liegt immer nur am wollen.
 
Es gibt wieder News; und diesmal geht es sogar tatsächlich um eine infrastrukturelle Neuigkeit - allerdings eine der besonderen Art:

Fast wie im Gefängnis - Inhaber wollen Gaststätte Hundseck einzäunen (BT-Artikel beim Eichwälder)

Dass die Immobilie nicht mehr als Gaststätte genutzt wird, war ja abzusehen, so wie sich das da oben in der letzten Zeit angelassen hat. Wahrscheinlich hatten die lieben Russen eh niemals vor, dort eine Gaststätte zu betreiben. Ich muss mein bekanntes Mantra wiederholen, da es einfach viel zu viele Negativ-Beispiele in unserer Region gibt: Ein Verkauf von Grund und Immobilien an Nicht-EU-Ausländer sollte generell nur unter strengen Auflagen möglich sein und nur dann, wenn es den Interessen des Landes/der Region dient! In anderen Staaten ist so etwas eine Selbstverständlichkeit.
 
Naja...deckt sich mit der Erfahrung die ich mit dieser Klientel schon mehrfach sammeln durfte, was das Halten an Zusagen und das eigene Wort betrifft....schade drum :rolleyes:
 
Der Freudenstädter Skizirkus "Stokinger" mit seinen 0,6 Pistenkilometern in allen Schwierigkeitsstufen, wo sich der steilere Mittelteil nach etwa 2 Stunden selbständig in eine veritable Buckelpiste umpräpariert, bekommt nun eine Hütte mitten im Skigebiet. Das Hüttenkonzept im Bereich Hochstrasse/Baiersbronn/Freudenstadt hat durchschlagenden Erfolg, solange die Hütten von Mutterhotels betrieben werden, und somit kommen immer wieder neue Hütten hinzu, die Genehmigungen gehen recht zügig.

Logischerweise ist die Hütte nicht primär Skihütte, da reichen die 5-15 Skitage nicht ganz aus.Zielgruppe sind Wanderer, Spaziergänger, Mountainbiker und vor allem die Gäste des Kurhotels Lauterbad, welches auch Betreiber ist. Man gelangt recht einfach zur Hütte und man wird dort sicher gut und deftig speisen können und der Ausblick ist auch nicht schlecht, wobei, durch den Blick über das Gäu zur Schwäbischen Alb fehlt das "schwarz(hinter-)wäldlerische".
Der Skilift ist übrigens schon aufgebügelt und wartet auf den ersten Schnee...

Quelle: http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.freudenstadt-huettenromantik-mit-aussicht.67becd45-77af-44ef-bf26-881c02092eb6.html
 
Wenn es eine Art Kopie der Kniebishütte wird - prima. Zitat aus dem Schwarzwälder Boten:
Die beiden Bauminseln, die den oberen Bereich des Lifthangs in zwei Schneisen teilen, werden gerodet,
Das ist Käse - die Waldinsel macht die Stokinger-Piste erst abwechslungsreich; man hat derzeit zumindest teilweise das Gefühl, nicht nur auf einer einzigen Piste unterwegs zu sein, was den Hang ein wenig von anderen Skihängen an der SWH abhebt. Wenn man das abschafft, ist man ein Stück näher am skifahrerischen Mittelgebirgs-Einheitsbrei.

Hier die Waldinsel von der Bergstation aus gesehen:
08_03_24_freudenstadt_stokinger_06.jpg
 
Waldinsel ist bereits weg. Das war die erste Aktion. Dafür ist der Standort dort wo das Wäldchen war wirklich top.
Eine Frequenz wie an der Kniebishütte wird es nicht geben, da die Hütte etwas abseits der Touristenströme liegt. Ich bin trotzdem mal freudig gespannt.

Wenn ich mich recht entsinne, wurde der obere Teil des Skihanges, also ab dem Wäldchen, erst später mal aufgeschüttet (mit dem Aushub des Panoramabades meine ich) und die Bergstation entsprechend höher gelegt.
 
Kosmo schrieb:
Eine Frequenz wie an der Kniebishütte wird es nicht geben, da die Hütte etwas abseits der Touristenströme liegt. Ich bin trotzdem mal freudig gespannt.

Vielleicht gibt es ohne Hütte nicht so die Frequenz. Wenn sich aber herumspricht das da ne Hütte steht und ein Geheimtipp ist und man die Hütte gut ausschildert dann werden sich die Frequenzen auch deutlich erhöhen. Den wer läuft schon einfach so durch den Wald ? Wenn dann ne Hütte lockt hat man schon ein Ziel.
 
Whistlercarver schrieb:
Kosmo schrieb:
Eine Frequenz wie an der Kniebishütte wird es nicht geben, da die Hütte etwas abseits der Touristenströme liegt. Ich bin trotzdem mal freudig gespannt.

Vielleicht gibt es ohne Hütte nicht so die Frequenz. Wenn sich aber herumspricht das da ne Hütte steht und ein Geheimtipp ist und man die Hütte gut ausschildert dann werden sich die Frequenzen auch deutlich erhöhen. Den wer läuft schon einfach so durch den Wald ? Wenn dann ne Hütte lockt hat man schon ein Ziel.

Seh' ich genauso! Deshalb müssen die Betreiber sich anstrengen, einen Automatismus gibt es in dieser Lage nicht. Kniebishütte ist momentan DIE Referenz in der Region.
 
News vom Skilift Bühlertal Hundseck (Steimelhang):

- Der Betreiber plant einen Speicherteich in Talstationsnähe.
- Eine Skischaukel Steimelhang - Mehliskopf ist geplant (!), eine Beförderungshilfe für die flache 250m-Schneise ist Option, aber noch nicht genehmigt.
- Die Reaktivierung Hundseck Nord wird noch nicht angegangen ("Millioneninvestition").

Interessante Neuigkeiten ... die Betreiber scheinen hier mitzulesen. :D Offenbar wird immer noch an einem Komplettneubau des Skilifts Hundseck Nord als Voraussetzung für weiteren Skibetrieb festgehalten; aus meiner Sicht nach wie vor der falsche Ansatz. Eine Überarbeitung der bestehenden Anlage mit WSO-Gebrauchtteilen wäre erheblich günstiger und würde sofort mehr Skifahrer an die Hundseck und damit mittelfristig auch das Kapital für einen späteren Liftneubau bringen. Und: Welche Investion in Wintersport-Infrastruktur ist denn heute keine Millioneninvestition mehr?

Quelle: Badisches Tagblatt 21.11.2013, archiviert bei http://www.eichwaelder.de/Schwarzwaldhochstr200.html
 
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