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Neues im Nordschwarzwald

  • Ersteller Ersteller Anonymous
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BlauschneeSäntisälbler schrieb:
Skilift Darmstädter Hütte dieses Jahr nicht in Betrieb. Technische Probleme lt. Bergfex
War auch letzte Saison schon wegen technischer Probleme nicht in Betrieb und wenn mich nicht alles täuscht war der Lift auch vorletzte Saison nicht in Betrieb. Mal gespannt, ob das nochmal was wird...

Ansonsten bin ich zufällig über folgenden Artikel in der BNN gestolpert: Skifahren im Schwarzwald: Hier kommen Wintersport-Fans auf ihre Kosten

Das Wichtigste in Kürze:
Dobel: Der Skilift "Neue Äcker" ist auch diese Saison nicht in Betrieb.
Mehliskopf: Es gibt eine neue Hütte "Sportalp". Die Hütte stand vorher wohl an der Skisprungschanze in Oberstdorf und wurde jetzt am Mehliskopf wieder aufgebaut.
Kniebis: Wie bereits geschrieben hat der Skilift einen neuen Betreiber (Heiko Fahrner) und damit auch eine neue Homepage https://skilift-lamm.de/. Außerdem scheinen mir die Öffnungszeiten neu zu sein. Der Lift ist jetzt täglich in Betrieb. Bisher war er meines Wissens nur am Wochenende und in den Ferien in Betrieb.
 
Die Info zum Skilift Darmstädter Hütte stand m.W. so schon vor einem Jahr bei Bergfex, muss also nicht aktuell sein.

Familie Fahrner betreibt bereits die Skihänge und das Kellerrestaurant Unterstmatt, das Schliffkopfhotel und die Kniebishütte. Es ist schön, wenn ein etabliertes Familienunternehmen bestehende Infrastruktur an der Schwarzwaldhochstraße übernimmt und erhält. Wegen der doch deutlichen Distanz der beiden Skihänge wird es einen gemeinsamen Skipass Kniebis-Unterstmatt aber wohl kaum geben. Da wäre es besser, wenn sich die Hochkopfhütte endlich von ihrem Skilift trennt und ihn Familie Fahrner vermacht.
 
Ja, die Info zum Skilift Darmstädter Hütte stand auch letztes Jahr schon bei Bergfex. Jetzt steht aber, dass der Skilift in der Saison 2019/20 nicht in Betrieb gehen kann. Ist also wohl leider aktuell :(

Ich finde es auch positiv, dass die Familie Fahrner den Skilift Lamm übernommen hat. Wenn man die Investitionen der letzten Jahre in Unterstmatt (Ausbau Beschneiung inkl. Schneiteich) mit den "Nicht-Investitionen" am Vogelskopf vergleicht (Verkauf/Außerbetriebnahme Schneeerzeuger, Einschränkung Öffnungszeiten), scheint mir das eine solidere Basis für den Weiterbetrieb des Lifts in den nächsten Jahren zu sein. Einen gemeinsamen Skipass braucht es meiner Meinung nach auch nicht. Wer wirklich innerhalb eines Tages am Kniebis und in Unterstmatt fahren will, kann ja immer noch auf die "Tageskarte Skiarena Schwarzwaldhochstraße" zurückgreifen, oder sich mit Stunden-/Halbtageskarten behelfen.

Der Hochkopflift wurde vor ein paar Jahren mal von der Familie Fahrner betrieben, oder zumindest gab es tatsächlich einen gemeinsamen Skipass und der "Pistenzustand" wurde auch auf der Seite vom Skizirkus Unterstmatt veröffentlicht. Allerdings war das nur für ein, oder zwei Jahre der Fall. Warum man das wieder eingestellt hat weiß ich leider nicht.
 
Es scheint als ob doch langsam etwas Bewegung in die Maßnahmen an der Schwarzwaldhochstraße kommt. Neben der Hornisgrindenhütte scheint es wohl in näherer Zukunft ansprechende Einkehrmöglichkeit in der Nähe des Hundseck zu geben:

https://bnn.de/lokales/abb/skiherberge-wird-lodge
 
Danke für die Info!

Für mich ist das nur die nächste nicht zu Ende gedachte Aktion an der Schwarzwaldhochstraße. Die (ehemalige?) Hütte des Skiclubs Bühlertal steht leider am falschen Hang, nämlich am Hundseck-Nordhang. Das Projekt kommt 10 Jahre zu spät: Eine Dekade zurück hätte die geplante "Lodge" noch von den Skiliften Hundseck Nord profitiert und umgekehrt, doch die Liftanlagen wurden im Oktober 2018 abgerissen. Vom Skihang Hundseck Süd / Steimelhang aus werden sich keine Skigäste die Mühe machen, den Nordhang für eine Einkehr hinunterzufahren, um ihn anschließend mit Skischuhen wieder hinauflaufen zu müssen. Und wer möchte schon neben der Ruine des Kurhauses Hundseck Urlaub machen :?:

Mehrere hunderttausend Euro wollen die ambitionierten Investoren in die Hütte stecken. Da frage ich mich doch: Warum haben die für das Geld nicht vor ein paar Jahren das ehemalige Höhengasthaus Hundseck oder die Skilifte Hundseck Nord gekauft :?: Das Höhengasthaus hat mit einiger Sicherheit die bessere Bausubstanz und sowieso die bessere Lage, und die Skilifte hätte man mit Gebrauchtteilen günstig instandsetzen können. Der russische Käufer der Höhengaststätte hat sich damals nicht an die Vereinbarung gehalten, ein Minimum an Gastronomie anzubieten - das Gebäude ist heute ein privates Wohnhaus.
 
swlifte.de schrieb:
Harzwinter schrieb:
Am Dobel im Nordschwarzwald wird der Skilift "Neue Äcker" (aka "Großer Skilift", obwohl nur ca. 250 m lang) im Winter 2017/18 erneut nicht in Betrieb gehen.

Auch in der Saison 18/19 scheint der große Skilift in Dobel nicht in Betrieb zu gehen. Gibt es Neuigkeiten zur Zukunft des Lifts? Auf der Gemeindeseite heißt es lediglich "Derzeit außer Betrieb" (10.12.18). Gefunden habe ich folgende interessante Berichte, allerdings aus dem letzten Jahr: SB, 12.12.17 und BNN, 4.12.17.
Nach fünf Jahren Stillstand ist der "Große Lift" im Nordschwarzwälder Ort Dobel wieder einsatzbereit. Eine Initiative aus lokalen Handwerkern und anderen ehrenamtlichen Helfern hat der rund 250 m langen Stemag-Anlage, die 2020 ihren 50. Geburtstag feiert, das Leben gerettet ... und der Dorfjugend den lokalen Skihang. :respekt: Nun fehlt nur noch der Schnee.

Siehe auch https://bnn.de/lokales/ettlingen/nach-fuenf-jahren-ist-der-grosse-skilift-in-dobel-wieder-einsatzbereit
 
Mehrere hunderttausend Euro wollen die ambitionierten Investoren in die Hütte stecken. Da frage ich mich doch: Warum haben die für das Geld nicht vor ein paar Jahren das ehemalige Höhengasthaus Hundseck oder die Skilifte Hundseck Nord gekauft :?: Das Höhengasthaus hat mit einiger Sicherheit die bessere Bausubstanz und sowieso die bessere Lage, und die Skilifte hätte man mit Gebrauchtteilen günstig instandsetzen können. Der russische Käufer der Höhengaststätte hat sich damals nicht an die Vereinbarung gehalten, ein Minimum an Gastronomie anzubieten - das Gebäude ist heute ein privates Wohnhaus

Die Frage ist durchaus berechtigt. Ich bin jedoch froh, dass sich überhaupt etwas tut - die WG Seebach waren ja bislang die einzigen die etwas angepackt haben. Das m.E. wichtigste Projekt, den Neubau des Hotels auf der Unterstmatt anzugehen, liegt weiter auf wohl weiter auf Halde. Das ursprüngliche Konzept zur Revitalisierung der Schwarzwaldhochstraße war mal ein guter Ansatz (wenn Stellenweise auch übertrieben). Nun scheint es mir aber so, dass jeder für sich selbst plant und es keine Koordination mehr stattfindet. Das Projekt Anima Tierwelt ist leider ein Paradebeispiel dafür wie man es nicht macht. Der Wald ist schon mal abgeholzt und die Fläche liegt nun erst mal brach.

Ein neues Hotel auf der Unterstmatt (mit Tiefgarage!) und ein Sessellift auf die Hornisgrinde wäre mal ein guter Anfang!
 
Den Kollaps des Projekts Anima Tierwelt am Breitenbrunnen hatte ich noch gar nicht mitbekommen ... er passt leider nur zu gut ins Gesamtbild.

Es ist ja nicht so, dass es an der Schwarzwaldhochstraße überhaupt keine Verbesserungsmaßnahmen gibt. Betreiber Kern hat am Mehliskopf vor ein paar Jahren die Sommerrodelbahn erweitert, an der Hundseck haben die Karchers ihre Kleingastronomie Hundshütte aufgebaut, die Fahrners haben in Unterstmatt den großen Schneiteich gebaut, und sie haben den Skilift Kniebis übernommen. Familie Trayer von den Skiliften Ruhestein hat die Darmstädter Hütte übernommen und kümmert sich um den Erhalt des Skilifts, und Familie Ritter hat das Hotel Zuflucht wiederbelebt. Am aktivsten war die Waldgenossenschaft Seebach mit dem Bau der schlagkräftigen Beschneiung am Seibelseckle und den Neubauten Mummelseehotel und Grindehütte ... aber die Waldgenossenschaft ist eben ein großer Wirtschaftsbetrieb u.a. mit Pachteinnahmen aus Hotels, Steinbruch und Wasserkraftanlage. Nicht zu vergessen der Nationalpark Schwarzwald mit dem Bau des NP-Zentrums am Ruhestein.

Die meisten oben genannten Verbesserungen sind aber Kleinmaßnahmen, die gerade so von einem der lokalen Familienbetriebe gestemmt werden können. Öffentliche Zuschüsse scheint es dafür kaum oder gar nicht gegeben zu haben, wenn man vom Nationalparkzentrum absieht. Darin sehe ich mittlerweile eine der Ursachen der infrastrukturellen Probleme an der Schwarzwaldhochstraße. Der Investitionsbedarf ist an vielen Baustellen eine Nummer zu groß, als es lokale Familienbetriebe bewältigen könnten, siehe Problematik der Kurhausruinen. Spürbare organisatorische Unterstützung von den Kommunen oder vom Land gibt es auch nicht - im Gegenteil, die Kommunen scheinen mir bei der Mitgestaltung in der Vergangenheit ein unglückliches Händchen gehabt zu haben.

Der Masterplan Schwarzwaldhochstraße ist nur das Papier wert, auf dem er vor ein paar Jahren erschienen ist. Wenn sich die infrastrukturelle Gesamtsituation an der Schwarzwaldhochstraße nachhaltig bessern soll, erachte ich einen Projektfördertopf mit öffentlichen Mitteln und eine gemischt öffentlich/privat besetzte Task Force-Gesellschaft als unverzichtbar.
 
Die meisten oben genannten Verbesserungen sind aber Kleinmaßnahmen, die gerade so von einem der lokalen Familienbetriebe gestemmt werden können. Öffentliche Zuschüsse scheint es dafür kaum oder gar nicht gegeben zu haben, wenn man vom Nationalparkzentrum absieht. Darin sehe ich mittlerweile eine der Ursachen der infrastrukturellen Probleme an der Schwarzwaldhochstraße. Der Investitionsbedarf ist an vielen Baustellen eine Nummer zu groß, als es lokale Familienbetriebe bewältigen könnten, siehe Problematik der Kurhausruinen. Spürbare organisatorische Unterstützung von den Kommunen oder vom Land gibt es auch nicht - im Gegenteil, die Kommunen scheinen mir bei der Mitgestaltung in der Vergangenheit ein unglückliches Händchen gehabt zu haben.

Da gebe ich Dir vollkommen recht. Ohne Unterstützung der Kommunen wird das nichts an den SWHS. Diese diskutieren aber lieber darüber ob nun Parkgebühren entlang der SWHS erhoben werden sollen oder nicht. Das eigentliche Parkplatzproblem wird dadurch aber nicht gelöst. Der ÖPNV funktioniert zwar - und das sogar mit Fahrradanhänger ab Achern - man wird jedoch alle die von weiter her anreisen sicher nicht dazu bewegen das Fahrzeug im Tal zu Parken und dann in den Bus zu steigen. Im Winter könnte ich mir einen Skibus z.B. ab Sasbachwalden zu den Pisten gut Vorstellen. Dann müssten jedoch dort entsprechende Parkflächen geschaffen werden.

Der Hochkopflift wurde vor ein paar Jahren mal von der Familie Fahrner betrieben, oder zumindest gab es tatsächlich einen gemeinsamen Skipass und der "Pistenzustand" wurde auch auf der Seite vom Skizirkus Unterstmatt veröffentlicht. Allerdings war das nur für ein, oder zwei Jahre der Fall. Warum man das wieder eingestellt hat weiß ich leider nicht.

Warum man das nicht weiter verfolgt ist mir auch ein Rätsel. Es muss ja nicht der gleiche Betreiber sein - aber Synergien hätten sich bestimmt nutzen lassen. Auch wenn man schon in Beschneiung investiert wäre es eine runde Sache gewesen alle drei Hänge zu kombinieren. Auch wenn ich mir so überlege was eine Pistenraupe in Anschaffung und Unterhalt kostet....
 
Die Skilifte Bühlertal Hundseck stehen zum Verkauf: https://www.immobilienscout24.de/expose/108436460#/ (eingestellt am 30. Januar 2020)
Offenbar zieht sich Familie Karcher aus dem Wintersportgeschäft zurück. Der Anfang vom Ende auch dieses Skihangs?
Sicherlich werden kurzfristig russische oder ukrainische "Investoren" als Kaufinteressenten auftreten. :twisted:
 
Schade... aber nachvollziehbar. Wer kauft 2020 einen Skilift im Nordschwarzwald in der Lage um ihn auch als solchen weiterzuführen? :nein:
 
Schade, dass ich keine 850.000,00 € übrig habe...

Wären die Winter dort stabil, wäre das natürlich was für den Mehliskopf. Aber das bleibt natürlich Wunschdenken, dass daraus ein Gebiet wird...
 
Meint Ihr, das kann so wirkich stimmen?
850.000 für die Immobilie, die Lifte, den recht jungen Leitner Prinoth und die noch neue Beschneiungsanlage - das kommt mir doch sehr sehr wenig vor.

Sollte es stimmen, wäre es natürlich wahnsinning traurig; gerade weil Hundseck meiner Meinung nach eine der am besten gepflegten Anlagen im ganzen Schwarzwald ist und die Eigentümer auch in der jüngsten Zeit sehr viel dort investiert und gewagt haben. Auch deswegen kommt es mir recht merkwürdig vor, dass der ganze Komplex jetzt zum Verkauf stehen soll.
 
HBB schrieb:
850.000 für die Immobilie, die Lifte, den recht jungen Leitner Prinoth und die noch neue Beschneiungsanlage - das kommt mir doch sehr sehr wenig vor.
Mir kommt es recht hoch vor. ;D

Den Liftbetrieb wird niemand ernsthaft übernehmen wollen, erst recht nicht angesichts des aktuellen Antiwinters. Fahrners haben gerade erst den Kniebislift übernommen, weil der neben ihrer Kniebishütte steht. Trayers haben erst vor kurzem die Darmstädter Hütte samt Skilift übernommen, die von der Bergstation Ruhesteinlift leicht erwandert werden kann. Der einzige Kaufkandidat, dem der Lift einen Zusatznutzen brächte, wäre Herr Kern vom Mehliskopf. Aber der hat schon genug Technik am eigenen Hang stehen.

Gehen wir also von Stillegung und Verkauf der Wintersportanlagen aus. Frei geschossene Erlöserwartungen fürs Gebrauchtmaterial: Skiliftteile: 15.000 €, Pistenraupe: 30.000 €, Beschneiungsanlage: 80.000 €. Bleiben Kosten von 725.000 € für die Immobilie. Direkt an die Schwarzwaldhochstraße würden geschätzt 2% der Interessenten für Immobilien im Raum Bühlertal-Ottersweier ziehen. Im (normalen) Winter musst Du dort dauernd Schnee räumen, und im Sommer rauben Dir die unbelehrbaren Motorradfahrer den letzten Nerv. Nebenan steht die Kurhausruine mit ungewisser Zukunft. Gut, das angebotene Gebäude verfügt über zwei Wohnungen und vier Einzimmerappartements. Aber mehr als 400-500.000 € gibt in dieser Lage niemand dafür aus.

Die Lebensleistung Liftbetriebe Hundseck gibt so leicht niemand auf. Aber - wie schon erwähnt - kann hinter den Verkaufsabsichten auch ein ganz anderer Grund stehen als ein kaufmännischer.
 
Mir ist schon klar, dass das Material aktuell mindestens das Doppelte wert ist und dass der Neupreis von Beschneiung und Pistenraupe im oberen sechsstelligen Bereich liegt. Die Frage ist, ob es auch jemand abnimmt und welchem Preis es am Ende erzielt - da bin ich eher pessimistisch. Demontage und Transport muss ein eventueller Käufer des Gebrauchtmaterials ja noch zusätzlich übernehmen. Preislich hoch einzusteigen kann sich nur ein gesundes Großskigebiet leisten; ein Familienbetrieb ist da schnell überfordert. Die Schneekanonen könnte in der Nähe zumindest der Feldberg sehr gut gebrauchen. :D

Mir ging es eigentlich hauptsächlich um die Erwähnung, dass der Verkaufspreis für die Immobilie zu hoch angesetzt ist.
 
Den Wert der Immobilie kann ich nicht beurteilen; ich denke aber, dass deren Wert entscheidend davon abhängt, ob ein Skiliftbetrieb vor Ort stattfindet oder nicht. Was will man denn sonst noch da oben in Hundseck, Schwarzwaldhochstraße hin oder her.

Was Deine Einschätzung des Werts von Lift und Maschinenpark anbelangt, bin ich gänzlich anderer Ansicht. Das Pistenfahrzeug ist (für Schwarzwaldverhältnisse) fast noch neu, die Beschneiungsanlage mehr oder weniger nagelneu, ebenso die Gastronomie mit zugehöriger Infrastruktur. Dazu kommt noch, dass dieser Betrieb nicht nur technisch, sondern (gerade im Vergleich zu anderen) auch optisch bestens dasteht und von der Atmosphäre her (für mich zumindest) der schönste Liftbetrieb im Nordschwarzwald ist.

Ich bleibe deshalb bei meiner Einschätzung, dass dieser Kaufpreis (sofern darin wirklich alles enthalten ist) äußerst gering anmutet.

Sollte sich niemand finden, der diesen Betrieb ernsthaft weiterführen will und vor allem kann, dann wäre das wirklich eine Tragödie und ein weiterer riesengroßer Sargnagel für den Wintersport im Nordschwarzwald. Wenn ein so gut gepflegter Betrieb keine Zukunft hätte, ja welcher denn dann?

Irgendwann werden auch die größten Nationalparkgegner dem Land noch auf Knien für dessen Einrichtung danken, weil das in nicht allzu ferner Zukunft der einzige Tourismusmagnet (neben Mummelsee vielleicht) im Nordschwarzwald sein wird. Ich wage mal die Einschätzung, dass der Langlaufsport auch schon längst gestorben wäre, hätte nicht der Nationalpark die Pflege der Loipen übernommen.

[Das alles ist für jemanden, der das Glück hatte, Mitte bis Ende der Achtziger die letzten "richtigen" Wintersaisonen im Nordschwarzwald erlebt zu haben, unglaublich traurig. Ich habe auf auf ca. 700 müM (!) das Skifahren in aller Ruhe von der Pike auf lernen können, Skikurse fanden jeden Winter regelmäßig statt. Die Landschaft war meistens tief verschneit, es gab noch viel mehr Liftanlagen als heute, und nach dem regelmäßigen Flutlichtfahren war in den damals noch bewirtschafteten Hütten auch immer gut Betrieb. Doch schon bei meinem Bruder, der nur ein paar Jahre jünger ist, war der Spaß langsam vorbei. Die Winter wurden immer schlechter, Skikurse fanden, wenn überhaupt, nur noch sehr unregelmäßig statt und die ersten Liftanlagen wurden stillgelegt. Mit der abnehmenden Zahl der Lifttage ging es dann auch mit der Bewirtschaftung mancher Hütten oder Gastronomiebetriebe zu Ende. Und nun sind wir schon so weit, dass nicht einmal eine zeitgemäße Beschneiungsanlage noch weiterhelfen kann. Dies hat dem Skisport an sich schon massiv geschadet und diese Entwicklung wird auch weitergehen; denn wer nicht das Glück hat, dass die Eltern sich einen Urlaub samt Skipass und Skikursen für die Kinder in den Alpen leisten können, der wird nie und nimmer ernsthaft zum Skisport kommen.]
 
Ich lehne mich mal aus dem Fenster:

In spätestens 10 Jahren gibt es an der Schwarzwaldhochstraße keine Skilifte mehr. Vielleicht retten sich einige mit einem Kombi-Konzept mit Sommerbetrieb für Mountainbiker, wie hier im Odenwald Beerfelden, oder als Schlepper für die Downhill-Trikes wie am Mehliskopf. Ansonsten geht jetzt der Nordschwarzwald den gleichen Gang, wie schon vor geraumer Zeit der Odenwald. Es gibt einfach nicht mehr genug Schnee für einen reinen Skilift, es lohnt einfach nicht,

Ich habe auch sehr schöne Erinnerungen an diese Ecke im Winter, und rein aus nostalgischen Gründen war der eine oder andere Skitag im Nordschwarzwald bisher für mich einfach Pflicht. Sieht so aus, als ob das diesen Winter so lange ich denken kann, komplett ausfällt. Die Handvoll (schlechter) Skitage, die bisher möglich gewesen wären, hab ich leider verpasst.
 
Die Skilifte Bühlertal Hundseck stehen zum Verkauf: https://www.immobilienscout24.de/expose/108436460#/ (eingestellt am 30. Januar 2020)
Offenbar zieht sich Familie Karcher aus dem Wintersportgeschäft zurück. Der Anfang vom Ende auch dieses Skihangs?
Sicherlich werden kurzfristig russische oder ukrainische "Investoren" als Kaufinteressenten auftreten. :twisted:

Das gleiche Paket stand vor ca. 2 Jahren schon einmal bei Immoscout zum Verkauf. Leider habe ich den Preis nicht mehr ganz im Kopf meine es war etwas günstiger. Nun versucht man es wohl mit einem Makler und genau dieser ist hier in der Region bestens bekannt (für überzogene Preise und unseriöses Geschäftsgebahren).

Ich selbst komme aus der Immobilienbranche und kann euch versichern, dass die Immobilie selbst nur ein viertel des Preises ausmacht. Wertvoll sind Grundstück mit möglichem Baurecht (hier habe ich leider Kenntnis davon). Die Maschinen und Anlagen sind sicher zum Buchwert zzgl. eines kleinen Aufschlages bewertet. Dennoch wird es schwer sein, das im Paket zu verkaufen. Wie meine Vorredner bereits geschrieben haben, kommt hier nur ein spezieller Kreis in Frage oder eben Leute mit viel Geld und keiner Ahnung. Es bleibt die Hoffung, dass sich doch einen Kooperation mit dem Mehliskopf oder einer anderen Erfahrenen Truppe der SWHS ergibt.
 
Gerade auf der BNN Seite gefunden: Skilift Hundseck steht zum Verkauf
„Nein, der Hauptgrund für den angebahnten Verkauf des Betriebes ist nicht die spürbare Klimaerwärmung, sondern die begrenzte Zeit bis zum Ende des Erbpachtvertrages im Sommer 2029. Den werden wir schlicht aus Altersgründen nicht verlängern“, nennt der Liftbetreiber die Gründe für das Verkaufsangebot im Internet.
Das hört sich alles gar nicht so tragisch an, wie wir es uns ausgemalt haben... Gut, dass das recherchiert wurde!
 
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