Das ist ja alles gut und recht, aber die Verbindung über die Piste Chamois ist m. E. immer noch nicht optimal, obwohl es ja damals bei der Verbindung der Gebiete hiess, dass die Piste verbessert wird. Ich nehme an, dass wohl Umweltschutzgründe oder das Gelände einen Ausbau verhindert haben. An den Finanzen dürfte es nicht gescheitert sein, wenn man sieht, was im Gebiet alles investiert wurde. Das Hauptproblem ist ja die Lawinensituation und dass die Piste wegen dem felsigen Gelände sehr viel Schnee braucht. Dass man dort keine Beschneiung hinbaut finde ich gut, das wäre ein grosser Eingriff in die Natur und eine 4.5 km lange Piste zu beschneien, wäre auch sehr teuer.
Deshalb meine Frage:
Warum macht man nicht eine Alternative zur Piste Chamois ins Val Moiry? Ich habe in der Karte mal ein paar Varianten eingezeichnet. Alle Varianten haben die folgenden Vorteile:
- Sie sind an Süd- oder Osthängen, wo die Lawinengefahr oft geringer ist als an schattigen Nordhängen (Chamois) und man je nach Schnee-/Lawinensituation entscheiden kann, welche Piste geöffnet wird, wenn man die Chamois beibehält.
- Sie führen durch weniger steiles Gelände als die Chamois Piste.
- Sie sind von der Schneesicherheit ähnlich zur Chamois. Ab 2200 m.ü.M verlaufen sie durch das schattige Moiry Tal und es wäre keine Beschneiung nötig.
- Sie haben das "Aussenrum-Abfahrt-Flair", fernab von allen Anlagen.
Variante 1 führt direkt von der Corne Sorebois über einen sonnigen, anfangs steilen, danach relativ flachen Hang direkt zum Stausee. Die Piste führt nur über Wiesen und bräuchte damit viel weniger Schnee als die Chamois. Es wären wenig Geländebearbeitungen nötig und die Lawinengefahr schätze ich dort gering ein.
Variante 1a ist die anfängertauglichste und schneesicherste Variante. Sie beginnt gleich wie Variante 1 und folgt dann dem Ziehweg, der sonnengeschützter als der pralle Südhang ist, zur Staumauer. Es wären kaum Geländebearbeitungen nötig. Falls man eine besonders anfängertaugliche Variante will, könnte man auch den Steilhang am Anfang mit baulichen Massnahmen entschärfen. Die Piste wäre dann höchstens rot einzustufen.
Variante 2 wird interessant, falls eine 6KSB Combe Durand gebaut wird. Von deren Bergstation aus verläuft die Piste zuerst flach traversierend auf der Moiry-Seite des Grats und geht dann steil Richtung Stausee hinab. Es wäre die kürzere Variante, was pistenbau- und sicherungstechnisch sicher Vorteile hat. Auch diese Variante führt nur kurz durch einen steilen Bereich, bevor sie flacher wird.
Variante 2a umfährt den Grat auf Zinal-Seite auf der heutigen Piste Barthélémy. Ein Seillift o.ä. führt von dort auf den Pass Sorebois, wo sie in Piste 2 mündet. Damit vermeidet man das felsige Gelände auf der Moiry-Seite. Dafür wären gerade mal 1.25 km Piste bis zur Staumauer nötig.
Höhenprofil der flachsten Variante 1a. Das Flachstück bei 3a ist die Überquerung der Staumauer.
Ab Moiry-Staudamm würden die Pisten über die Staumauer und dann zuerst der Strasse entlang führen und dann via Fahrweg nach Grimentz gelangen. Die Strasse und der Fahrweg sind konstant geneigt (siehe Höhenprofil oben) und wären ohne Ziehpassagen. Vom Stausee bis nach Grimentz sind es immerhin noch 600Hm. Damit wären die Pisten ca. 7-9 km lang und vom Profil z.B. mit der Morteratsch-Abfahrt an der Diavolezza vergleichbar. Sicher nichts für Leute die Ziehwege nicht mögen. Auch als gelbe Pisten wären sie wohl eine Aufwertung des Gebiets. Fraglich ist jedoch, wie lawinensicher die Strasse im Moiry Tal ist. Hier sehe ich den grössten Haken an der Idee.
Was meint ihr dazu?