«Mit blauem Auge davongekommen»
Bergbahnen und Skischule Lenk haben vier internationale Auszeichnungen geholt und spielen damit in der obersten Liga mit. Trotz einem schwierigen Jahr haben sie die Finanzen im Griff.
Verwaltungsratspräsident Markus Ziörjen (l.) und Geschäftsführer Nicolas Vauclair konnten für ihre Bahnbetriebe mehrere internationale Preise entgegennehmen.
Bild: Ulrich Krummenacher
Trotz Wetterkapriolen, einem schwierigen Umfeld und einem Umsatzrückgang um 2,8 Prozent ist der Verwaltungsrat der Genossenschaft Bergbahnen Lenk mit dem Ergebnis 2012 zufrieden, konnten doch die geplanten Investitionen erfolgreich getätigt werden. Verglichen mit der Konkurrenz ist man nach Meinung des Verwaltungsrats «mit einem blauen Auge davongekommen».
Besonders positiv erwähnt Geschäftsführer Nicolas Vauclair, dass die Finanzmechanismen funktioniert haben. «Dank denen konnte man auf den Ertragseinbruch sofort reagieren.» Wichtigste Investition war im letzten Jahr der gelungene Umbau der Tal- und Bergstation an der Betelbergbahn. Verwaltungsrat Georges Nellen orientierte über den Stand der Planung für die neue Zehnergondelbahn samt Infrastruktur auf den Metschstand: Die Vorarbeiten für die Schlüsselstelle des Skigebietes Adelboden-Lenk scheinen auf gutem Weg zu sein.
Stolze Bergbahn
«Das Jahr 2012 war das erste der aktuellen Investitionsphase, welche unsere Gesellschaft einen entscheidenden Schritt vorwärts bringen soll», teilt der Verwaltungsrat mit. Die Anstrengungen bezüglich Qualität der Arbeit und der Angebote wurde durch den international anerkannten Skiareatest bestätigt. «Nicht weniger als drei Preise durften die Lenk-Bergbahnen aus Innsbruck mit nach Hause nehmen, darunter die goldene Auszeichnung für die Pistenqualität mit der Maximalnote. Die Lenker Skischule krönte den starken Auftritt mit zwei weiteren Auszeichnungen. Die Lenk-Bergbahnen gehören nach wie vor zu den besten in der Schweiz, gemessen an den Kennzahlen wie Cashflow in Prozenten des Ertrags, dem Eigenfinanzierungsgrad und dem Aufwand in den Prozenten des Ertrags», wie die Bahnleitung mit Stolz erklärt.
Grösstes Trottiland
Am 8.Mai beginnt die Sommersaison der Lenk-Bergbahnen. Zum Programm gehören auch neue und einzigartige Attraktionen: Auf dem Murmeli-Trail kann man die Welt der Murmeltiere entdecken und auf dem Alpenblumenweg die Flora der Berge. Die Alpkultur wird systematisch weiter vermittelt, beispielsweise mit einer Klangkapelle, in der man mit Älplerutensilien musizieren kann. Lenk wird schon bald über das grösste Trottiland der Schweiz verfügen können. Dem Wanderer bietet der kurze Rundwanderweg ein imposantes Panorama, auf dem Obersimmentaler Hauswanderweg kann man einheimische Baukunst bestaunen, und die Wasserratten können sich im abwechslungsreichen Wallbach-Bad tummeln.(Berner Oberländer)