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Neues in Ruhpolding

Ist mir absolut unbegreiflich was da passier.t
 
Danke für die Infos. Hat ja trostlos ausgesehen....

Finde ich gut das es wenigstens auf geringen Niveau weiter geht.

Das beim Fußball Stadion soll auf der einen Seite ein kostenloser Parkplatz und auf der anderen Seite was für Jugendliche werden.
 
wird die Abfahrt an der 2SB bei ausreichend Schnee präpariert? Auf dem Pistenplan ist es eher als Route eingezeichnet.
 
Ich glaube das wissen die selber noch nicht ob da im Winter gefahren wird.
 
@Markus: Vielen Dank für die Bilder von aktuellen Stand der Renovierungsarbeiten. Ohne einen Ausbau der Beschneiungsanlage bis zum Gipfel wird viel Potential vergeben.
Es würde sich eine Abfahrt mit ca. 700 Höhenmeter ergeben. Von den Investor hätte ich mehr erwartet. Der Unternberg hat das Potential für einen Ganzjahresbetrieb.
Eine Gondelbahn als Ersatz für die Doppelsesselbahn wäre hier eine tolle Sache evtl. mit einer Erweiterung nach unten bis zum Beginn der Schlepplifte.
Diese Investition könnte den Tourismus in der Region erheblich verbessern. Hoffentlich tut sich noch etwas bei der Beschneiungsanlage an der Doppelsesselbahn.
 
Ich bin mir sicher das sich da nichts mehr tut, denn dann hätten die das ja in diesem Jahr mit dem Verlegen der Wasserleitung mitgemacht. Und die Wasserleitung ist ein 50mm flexibles Rohr.Da geht nur das Brauchwasser für die Wirtschaft und die Berwachthütte rauf.
Und ich bin mir absolut sicher dass da nichts mehr an Ersatzanlagen oder Neubauten kommt.
 
Wäre wirklich schade, wenn sich da nichts verändern würde. Wollte die Volksbank nicht die Beschneiung ausbauen bis nach oben? Hat die Volksbank ihr Konzept jetzt eigentlich schon veröffentlicht? Fördermittel vom bayerischen Staat würde es dafür auch noch geben.
 
@Tirolbahn Vielen Dank für den Artikel. Das Thema Beschneiung an der Sesselbahn war ein Thema. So wie es jetzt aussieht wird erstmal der Trainingshang saniert zur Unterstützung der lokalen Vereine.
 
Na da warten wir mal ab. Ich würde es den Ruhpolingern ja wünschen. In dem Artikel von 2021 ja auch drin dass die unteren Lifte im Winter laufen (21/22), aber die wurden dann nicht mal aufgebaut. Also soll man nicht immer alles glauben was in der Zeitung steht. Vor allem in Bayern. (Ich habe da gewisse Hintergrundinfos).
Mal sehen was in einem Jahr so alles am Unternberg und Rauschberg passiert ist.
Das ist nur meine persönliche Meinung zu dem ganzen, und ich kenne die Geschichte dieser Anlagen schon seit 30 jahren als die Lifte noch vom Kriegenhofer erfolgreich betrieben wurden. Und danach haben sich etliche die Finger dran verbrannt. (Auch die Gemeinde und die örtliche Skischule). Und wenn man Geld verdienen muss dann sicher nicht mit den örtlichen Vereinen und den Gratis Gästekarten. Und zum Verschenken hat auch eine Bank nichts. (Ausser im Märchen)
 
Die alte Rauschbergbahn aus dem Jahr 1953, eine 20-PB, ist am 06.11.2022, also letzten Sonntag, zum letzten Mal gefahren. Zum Abschied haben sich noch einmal die Seilbahnanhänger in Ruhpolding ein Stelldichein gegeben.

Die neue Rauschbergbahn wird eine 55-PB sein und - anders als die bisherige Anlage - mit zwei Tragseilen pro Kabine ausgestattet sein.

Kritik kommt von den Naturschützern, dass die neue Anlage die dreifache Leistung haben wird und zu 35 % vom Freistaat Bayern gefördert wird.

Die Bayerische Staatsregierung hat die Kritik zurückgewiesen. Grundsätzlich werden keine Seilbahnen gefördert, die nur im Winter laufen. Voraussetzung ist immer, dass mit der bezuschussten Anlage auch ein Sommerbetrieb durchgeführt wird. Damit fallen Schlepplifte automatisch aus der Förderung raus.

Damit aber die Skiliftbetreiber nicht einfach auf einer Skipiste statt eines Schleppliftes einen Sessellift bauen, um die Bezuschussung zu erreichen, muss dann aber auch der Sessellift im Sommer laufen.

https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-seilbahnen-foerderung-1.5693796

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Ich gehe nicht davon aus, dass es zu massiven Verzögerungen beim Neubau der 25 M€ teuren 55-PB auf den Rauschberg kommen wird.

Vermutlich wird die Anlage eine einzige Fachwerkstütze bekommen.

Vsl. 2025 wird die neue Bahn den Betrieb aufnehmen. Die neue Pendelbahn wird für den Ganzjahresbetrieb gebaut, wobei die Zielgruppe ganzjährig Bergwanderer und Sonnenanbeter sind. Aufgrund der Klimaerwärmung spielen Skifahrer am Rauschberg keine Rolle mehr.
 
Ich bin Mal gespannt.....

Bisher weiß niemand das es bald losgehen soll.

Was macht das nachrüsten der alten Anlage eigentlich so unmöglich / teuer?
 
baeckerbursch schrieb:
Ich bin Mal gespannt.....

Bisher weiß niemand das es bald losgehen soll.

Was macht das nachrüsten der alten Anlage eigentlich so unmöglich / teuer?


Ich denke, dass die alte Anlage nicht mehr zeitgemäß ist.

Durch die breite Seilspur in der Bergstation wurde dort sehr viel Platz verschwendet, der für die Gastronomie fehlt. Man benötigt keinesfalls einen Schiebebahnsteig, aber so platzverschwenderisch, wie die alte Bahn gebaut war, muss es dann doch nicht sein.

Auch die neue Fachwerkstütze könnte redimensioniert werden.

Wenn man zudem statt einer 20-PB eine 55-PB bauen will, dann müssen die ganzen Seilschuhe und auch die Bauwerke völlig neu konzipiert werden.

Außerdem ist es wichtig, dass die alte Bahn möglichst schnell wegkommt, damit man nicht im Denkmalschutzamt auf dumme Gedanken kommt, wie bei der Predigtstuhlbahn in Bad Reichenhall.

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Was meiner Ansicht nach sehr wichtig ist, dass zwischen dem Bahnhof Ruhpolding und der Talstation der Rauschbergbahn eine vernünftige Busverbindung eingerichtet wird. Der Fußweg, für den viele durchaus 40 Minuten brauchen, ist schon ein deutlicher ÖPNV-Killer. Dasselbe Problem haben wir auch ein paar Kilometer weiter westlich, wo man vom Bahnhof Bergen zur Talstation der Hochfellnbahn durchaus zu Fuß 35 Minuten benötigt. Da gehört eine vernünftige Busverbindung hin, die auf die Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Züge abgestimmt sind.

Vor 60 Jahren war ja geplant, die Talstation der Hochfellnbahn viel näher am Ort zu bauen, aber da dann die erste Sektion der Pendelbahn 5 km lang gewesen wäre und man statt 70er Kabinen 100er Kabinen hätte bauen müssen, um dieselbe Förderleistung zu bekommen, hat man dann davon aus Kostengründen abgesehen. In den Siebziger Jahren gab es noch Skibetrieb am Hochfelln, sodass sich damals die Situation anders darstellte als heute, wo die Skifahrer keine Rolle mehr spielen.

Wenn man irgendwann die Hochfellnbahn völlig neu bauen sollte, dann wird sich mit einer 5 km langen ersten Sektion die Frage erneut stellen, zumal man heute keine Rücksicht mehr auf die Skifahrer nehmen muss.

Leider wird die Chance, bei einer neuen Rauschbergbahn die Talstation näher an den Ort heranzurücken, nicht genutzt.

Und wenn in ca. 5 Jahren die Regionalzüge München - Rosenheim - Traunstein - Salzburg alle 30 Minuten fahren anstatt alle 60 Minuten wie heute, dann muss selbstverständlich auch zwischen Ruhpolding, Traunstein und Waging der 30-Minuten-Takt eingeführt werden mit einem ITF-Vollknoten Traunstein und die Busanbindung zur Rauschbergbahn im 30-Minuten-Takt organisiert werden, zumal die Pendelbahn sowieso mindestens im 30-Minuten-Takt fährt.

Wenn der Freistaat Bayern 35 % mitzahlt, dann könnte er sehr wohl auf die Planung Einfluss nehmen.

94 % der Unternehmen haben übrigens gesagt, dass sie auch im Wiederholungsfall bereit sind, wieder mit dem Freistaat Bayern zusammenzuarbeiten und sich 35 % der neuen Anlage aus Steuergeldern bezahlen lassen wollen.

Anders lief es bei der Seilbahn Zugspitze. Dort hat man alles selbst bezahlt.

Aber ich freue mich, dass zum Glück die neue Rauschbergbahn pro Kabine zwei Tragseile bekommen wird.
 
ThomasK schrieb:
Was meiner Ansicht nach sehr wichtig ist, dass zwischen dem Bahnhof Ruhpolding und der Talstation der Rauschbergbahn eine vernünftige Busverbindung eingerichtet wird. Der Fußweg, für den viele durchaus 40 Minuten brauchen, ist schon ein deutlicher ÖPNV-Killer. Dasselbe Problem haben wir auch ein paar Kilometer weiter westlich, wo man vom Bahnhof Bergen zur Talstation der Hochfellnbahn durchaus zu Fuß 35 Minuten benötigt. Da gehört eine vernünftige Busverbindung hin, die auf die Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Züge abgestimmt sind.
Ist doch allzu oft ein Punkt warum der ÖPNV nicht angenommen wird. Wobei, das so einfach zu realisieren wäre.

ThomasK schrieb:
Und wenn in ca. 5 Jahren die Regionalzüge München - Rosenheim - Traunstein - Salzburg alle 30 Minuten fahren anstatt alle 60 Minuten wie heute, dann muss selbstverständlich auch zwischen Ruhpolding, Traunstein und Waging der 30-Minuten-Takt eingeführt werden mit einem ITF-Vollknoten Traunstein und die Busanbindung zur Rauschbergbahn im 30-Minuten-Takt organisiert werden, zumal die Pendelbahn sowieso mindestens im 30-Minuten-Takt fährt.
Auch das sollte Sinn machen
 
ThomasK schrieb:
Und wenn in ca. 5 Jahren die Regionalzüge München - Rosenheim - Traunstein - Salzburg alle 30 Minuten fahren anstatt alle 60 Minuten wie heute, dann muss selbstverständlich auch zwischen Ruhpolding, Traunstein und Waging der 30-Minuten-Takt eingeführt werden mit einem ITF-Vollknoten Traunstein und die Busanbindung zur Rauschbergbahn im 30-Minuten-Takt organisiert werden, zumal die Pendelbahn sowieso mindestens im 30-Minuten-Takt fährt.

Schön wäre es ja schon, aber dass es in 5 Jahren alle 30min Regionalverkehr München - Traunstein - Salzburg geben wird, seh ich eher nicht. Es ist doch jetzt schon so, dass die Infrastruktur sehr gut ausgelastet ist. So mussten meines Wissens schon jetzt die Fahrpläne der BRB-Linien angepasst werden, damit die Westbahn ebenfalls noch "durch" passt. Wenns allerdings für den 30min-Takt ein gutes Konzept gäbe, würde ich mich schon freuen, davon zu hören. :)
 
ThomasK schrieb:
Außerdem ist es wichtig, dass die alte Bahn möglichst schnell wegkommt, damit man nicht im Denkmalschutzamt auf dumme Gedanken kommt, wie bei der Predigtstuhlbahn in Bad Reichenhall.

Ganz ehrlich......ich hätte ja gehofft, dass das Denkmalschutzamt überhaupt mal kommt (grad bei derart alten Anlagen...wie jetzt beim Rauschberg oder bei der Kampenwandbahn). Ich versteh nicht, warum man eigentlich ausnahmslos alles neu bauen muss :rolleyes:. Teilweise ist das meiner Meinung nach schon bewusstes Zerstören von Kulturgut... :nein:
 
Florian86 schrieb:
ThomasK schrieb:
Und wenn in ca. 5 Jahren die Regionalzüge München - Rosenheim - Traunstein - Salzburg alle 30 Minuten fahren anstatt alle 60 Minuten wie heute, dann muss selbstverständlich auch zwischen Ruhpolding, Traunstein und Waging der 30-Minuten-Takt eingeführt werden mit einem ITF-Vollknoten Traunstein und die Busanbindung zur Rauschbergbahn im 30-Minuten-Takt organisiert werden, zumal die Pendelbahn sowieso mindestens im 30-Minuten-Takt fährt.

Schön wäre es ja schon, aber dass es in 5 Jahren alle 30min Regionalverkehr München - Traunstein - Salzburg geben wird, seh ich eher nicht. Es ist doch jetzt schon so, dass die Infrastruktur sehr gut ausgelastet ist. So mussten meines Wissens schon jetzt die Fahrpläne der BRB-Linien angepasst werden, damit die Westbahn ebenfalls noch "durch" passt. Wenns allerdings für den 30min-Takt ein gutes Konzept gäbe, würde ich mich schon freuen, davon zu hören. :)


Schauen wir uns einmal die Netzplangrafik des Deutschlandtakts an für das Bundesland Bayern:

https://assets.ctfassets.net/scbs508bajse/4a1CIJy0z0LBDymEcyVjuK/3896e797066dbe7631381c9e2b70f491/Netzgrafik_3._Entwurf_Bayern.pdf

Aktuell ist geplant, dass in Ruhpolding die Züge zu den Minuten 17 und 47 abfahren und in Traunstein zu den Minuten 41 und 11 ankommen. Da wir in Deutschland Rechtsverkehr haben - im Gegensatz zur Schweiz, wo Linksverkehr gilt, stehen somit in Deutschland die Abfahrts und Ankunftsminuten immer rechts von der Linie. Ankunftszeiten sind vor dem Bahnhofsbalken eingetragen und Abfahrtszeiten nach dem Bahnhofsbalken.
In der Gegenrichtung fahren die Züge in Traunstein zu den Minuten 19 und 49 ab und kommen in Ruhpolding zu den Minuten 43 und 13 an. Zugkreuzung ist in Siegsdorf zu den Minuten 29 - 31 sowie 59 - 01. Jeder Knödel auf der Fahrtlinie bedeutet einen Zwischenhalt.
Von Traunstein nach München soll es dann zu den Minuten 10 und 46 gehen, was suboptimal ist, da dann für die Ruhpoldinger nur die Abfahrtsminute 17 sinnvoll ist, wenn sie einen schlanken Anschluss Richtung München wollen (Ankunft Traunstein Minute 41, Abfahrt Traunstein Minute 46). Bei Abfahrt zur Minute 47 erreichen die Ruhpoldinger Traunstein zur Minute 11 und verfehlen damit den RE Richtung München, der Traunstein zur Minute 10 verlässt.
Da der RE aber Richtung München nicht später fahren kann aufgrund der Trassenkollision mit dem ÖBB Fernverkehr Wien - Salzburg - Rosenheimer Schleife - Kufstein - Innsbruck und die ÖBB - anders als heute - künftig mit ihrem Fernverkehr Wien - Salzburg - Innsbruck alle 30 Minuten statt stündlich durch Deutschland fahren will, müsste man den Zug von Traunstein zur Minute 47 etwa 6 Minuten vorverlegen.
Damit das aber betriebsstabil klappt, müsste man Siegsdorf - Eisenärzt auf einer Streckenlänge von 4 km zweigleisig ausbauen. Zudem müsste am Nordkopf von Ruhpolding ebenfalls eine 1 km lange Doppelspurinsel eingerichtet werden.

Grundsätzlich ist für den zweigleisigen Ausbau Eisenärzt - Siegsdorf der Platz vorhanden.

An diesem kleinen Beispiel sieht man wieder einmal, wie extrem wichtig bei der Eisenbahn das Planungsdreieck ist. Das Planungsdreieick besagt, dass Infrastruktur, Fahrplan und Fahrzeuge die drei Ecken eines Dreiecks sind und alle drei Ecken voneinander abhängig sind. Bei der Planung muss man stets alle drei Komponenten immer gleichzeitig im Blick haben, da alle drei Komponenten voneinander abhängig sind. Zieht man an einer Ecke, dann verändern sich auch die beiden anderen Ecken.

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Ich habe noch einmal nachgeschaut. Der Vertrag mit Transdev zum Betrieb des E-Netzes Rosenheim, also der Strecken München - Rosenheim - Salzburg, München - Rosenheim - Kufstein, München - Holzkirchen - Bad Aibling - Rosenheim läuft bis zum 9. Dezember 2028. Es ist geplant im neuen Verkehrsdurchführungsvertrag, der ab 10. Dezember 2028 gilt, im E-Netz Rosenheim das Zugangebot des Deutschlandtaktes zu fahren, sofern der Bund 2024 die Regionalisierungsmittel erhöht.

Nicht, wie ich ursprünglich gesagt habe, in ca. 5 Jahren, sondern in ca. 6 Jahren soll das Angebot verbessert werden.

Ich hoffe also sehr, dass in 6 Jahren, wenn die neue Rauschbergbahn in Betrieb ist, ein ordentliches ÖPNV-Angebot auf der Schiene angeboten wird und auch der Busanschluss zwischen Bahnhof Ruhpolding und Rauschbergbahn klappt.
 
Der Deutschlandtakt und die entsprechenden Planungen sind mir prinzipiell bekannt. Aber vielleicht noch ein paar Anmerkungen:
1. laut der Grafik soll das 2. Zugpaar zwischen Traunstein (an x:1) und Ruhpolding (ab x:47) nur in der Hauptverkehrszeit verkehren. Wie realistisch ist es, dass dafür eine Nebenbahn ein zweites Gleis auf einem gewissen Abschnitt bekommt? Meines Erachtens wird man das knappe Geld eher für dringendere Projekte ausgeben, und die gibt es in Bayern definitiv genug - man denke nur ans Werdenfels, die Pläne in München, Elektrifizierungen im Allgäu, ABS 38 und in Nordostbayern, diverse Reaktivierungen,...
2. der Fernverkehr wird im Jahr 2028 sicher nicht so gefahren werden, wie im Deutschlandtakt-Entwurf, passt das dann noch mit den Nahverkehrs-Planungen zusammen? U.a. fällt mir hier auf:
- Westbahn oder ggf. andere Privatbahnen müssten noch mit rein in den Entwurf, wenn man den Status Quo hier erhalten will, aktuell verkehrt die Westbahn grob alle 2h
- richtig ist, dass es aktuell ein Fernverkehrspaar Salzburg - Tirol gibt, und laut Deutschlandtakt dann zwei
- stündlich verkehrt aktuell ein Fernverkehrspaar Salzburg - München, das soll in Zukunft nur noch alle zwei Stunden verkehren, aber dafür muss die Strecke über Mühldorf elektrifiziert werden, streng genommen sogar Markt Schwaben - Mühldorf - Freilassing und Mühldorf - Simbach - Linz; die BEG rechnet scheinbar mit der Fertigstellung der Elektrifizierung Markt - Schwaben - Freilassing nicht vor 2035, zumindest ist der "Mühldorfer Stern" bis da hin ausgeschrieben. Und an eine Elektrifizierung Mühldorf - Simbach denkt man meines Wissens aktuell nicht mal. Was heiß das aber für die Strecke über Traunstein? Wir werden voraussichtlich bis 2035 mindestens ein stündliches DB- oder ÖBB-Fernverkehrszugpaar dort sehen.

Also faktisch haben wir heute 2,5 Fernverkehrszüge pro Stunde und Richtung zwischen Salzburg und Rosenheim, und im Deutschlandtakt-Entwurf auch. Dieser unterstellt aber die Elektrifizierung im Raum Mühldorf, welche nicht so bald kommen wird. Und die Westbahn ist eben nicht berücksichtigt.

Bei meiner Anmerkung dachte ich übrigens eher an die Trassen zwischen Rosenheim und München. Aber auch hier haben wir ein ähnliches Spiel. Im Fernvehr gibt es aktuell 2 Zugpaare (EC nach Italien alle 2h, München - Salzburg von ÖBB/DB jede Stunde, Westbahn alle 2h), und schon jetzt musste meines Wissens sich die BRB an die Westbahn-Trasse anpassen. Im Deutschlandtakt-Entwurf sind es dann nur noch 1,5 Fernverkehrszüge pro Stunde, das schafft etwas Platz. Aber auch hier ist die Westbahn nicht berücksichtigt. Platz wird auch mal der Brenner-Nordzulauf schaffen, sofern er irgendwann mal gebaut wird...

Also alles nicht so einfach. Wir müssten meines Erachtens schneller und mehr ausbauen, und mehr Geld in die Schiene stecken.
 
Jetzt seits mir nicht böse, aber wer soll denn bitte von

MVG München (30 Minuten)
Umsteigezeit
Bahn München - Traunstein (1.10 oder so)
Umsteigezeit
Bahn Traunstein - Ruhpolding (25 Minuten oder so)
Umsteigezeit
Bus Ruhpolding - Rauschberg (15 Minuten oder so)
Umsteigezeit
Bergbahn Rauschberg Gipfel
Dort dann den Gipfelweg gehen (1,5 Stunden, dann Kaffee)
Bergbahn Rauschbert Tal
Bus Rauschberg - Ruhpolding
Bahn Ruhpolding - Traunstein
Bahn Traunstein - München
MVG München

So was macht doch kein "normaler" Mensch - nur Masochisten. Von den Kosten ganz abgesehen. Auch bei noch so gutem Ausbau des Bahnnetzes.

Der Rasuchberg ist ein netter Ausflugsberg für Urlauber. Nicht mehr und nicht weniger.
 
Naja, wenn das Deutschlandticket kommt, dann würden zumindest die Kosten nicht mehr eine allzu große Rolle spielen. Ich geb Dir aber schon Recht, dass es zeitlich nicht wirklich attraktiv ist. Andererseits gibt es gerade in München genug Leute ohne eigenes Auto, die sich gelegentlich auch zu solch "suboptimalen" Ausflügen hinreißen lassen.

Und ganz ehrlich: ich würde von mir daheim (Nordosten von München) 2h 14min nach Ruhpolding brauchen. Ein guter Busanschluss würde dann nochmal +15min bis zur Rauschbergbahn bedeuten, macht also 2,5h. Da sind dann 26min MVV + 10min Umsteigezeit am Ostbahnhof mit drin. 8:30 los, 11:00 an der Rauschbergbahn - so es einen passenden Bus gäbe. Da ist dann aber im Sommer noch viel Zeit übrig am Berg. Mit dem PKW brauche ich laut google zwar nur 1,5h. Aber wie realistisch ist das, und wie oft steht man dann doch auf der A8 im Stau? Wobei zugegebenermaßen die Züge auch oft Verspätung haben.

Alles in allem ist die Entfernung für einen Tagesausflug nicht optimal, völlig klar. Aber falls ich nen Tagesausflug im Sommer dorthin machen würde, dann wirklich eher mit der Bahn, denn ich bin lieber 5h öffentlich unterwegs, wo ich mich die ganze Reise über entspannen kann als 3h mich im Auto konzentrieren zu müssen. Wir sind den Sommer auch mal mit der Bahn für einen Tag nach Berchtesgaden. Einfach nur, weil wir gerne Bahn fahren und dort noch nie waren. Wäre sicher auch mit dem Auto schneller gewesen.

Im Sommer ist es mir persönlich auch egal, ob ich etwas später am Berg bin, im Winter beim Skifahren ist mir die Zeit morgens viel wichtiger, da finde ich die Stunde, die man potentiell mit dem Auto spart, schon eher wichtig bei Tagesausflügen.
 
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