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Neues in Saas-Fee/Saastal

Wie soll man überhaupt erst zum Hohlaubgletscher gelangen?

Vom Mittelallalin müsste ein Liftsystem mit 120 m Höhe errichtet werden!
Oder man müsste den Ausstieg der Allalindoppelskilift bis ganz auf den Grat versetzen. Von dort liesse sich ein kurzer Ziehweg konstruieren. Wie würde man aber zurückgelangen?
Beidei Varianten benötigen die Metro als Zubringer, welche nun noch mehr beansprucht würde. Sie ist mit etwa 1400 P/h auch nicht besonders kapatitätsstark.
Nur von der Britaniahütte gäbe es die Möglichkeit ein Piste runter auf den Hohlaubgletscher zu bauen. Als Rückbringer würde eine simple SB dienen. Diese Variante wäre auch Metro unabhängig.
 
Generell finde ich die Idee, den Hohlaubgletscher zu erschließen, das mit Abstand sinnvollste von all den utopischen Großprojekten in Saas-Fee. Man kann das Sommerskigebiet erweitern und investiert in die Schneesicherheit.

Der Zugang ist natürlich ein nicht so einfach. Mit dem verworfenen Britannia-Gebiet hätte man einen einfachen Weg zum Hohlaubgletscher... Es gäbe noch die Metro-Mittelstation, aber die ist ja nie für größeren Ansturm gedacht gewesen und das Kapazitätsproblem wäre das gleiche. Ich sehe da nicht wirklich eine finanzierbare Lösung. Da man vom Gletscher wohl nicht ins Tal abfahren kann, hält er die Leute aber besser und der zusätzliche Ansturm fällt vielleicht garnicht so groß aus.

Ist man erstmal oben auf dem Mittelallalin würde es wohl eine kurze 4SB am Grat für beide Richtungen tun. Oder man baut eine längere KSB von unten entlang des Grats, die oben bei den Doppelschleppern endet und von dort über einen gesprengten Ziehweg zurück auf den Gletscher führt. Dazu dann 1-2 Gletscherschlepplifte.

Edit: Gerade auf der Karte gesehen - von der Bergstation des Kamellifts kam man ja fast zum Hinter Allalinpass. Darüber eine (K)SB vom Felskinn zum Gletscher mit Zwischenstation auf dem Pass und Wiederbelebung der ehemaligen Abfahrt (16) zurück zum Felskinn. Das würde den Zugang sicherlich erleichtern.
 
Ich habe die starke befürchtung, daß da heftig am Fels gearbeitet würde... 8O :?
Und das tolle Tourengebiet, in dem man kaum Menschen und keinerlei Infrastruktur begegnet, ginge vollständig verlohren :cry:
 
Also die Mittelstation, könne man wohl auch ausbauen. Ist klar, dass das was kostet. Richtige Perrons auf beide Seiten, und einen richtigen Ausstieg. Aber die Anbindung an den Gletscher wäre nicht schlecht: https://vimeo.com/119438548

Die Kapazität wird mit Zwischenhalt natürlich noch kleiner. Aber die kann man mit neuen Kabinen etc. ja auch erhöhen. Bei der Sunegga-Bahn immerhin auf 2570 p/h.

Nur von der Britaniahütte gäbe es die Möglichkeit ein Piste runter auf den Hohlaubgletscher zu bauen. Als Rückbringer würde eine simple SB dienen.
Da der Chessjengletscher praktisch abgeschmolzen ist, ist diese Variante nicht gerade sehr schneesicher.

Im PDF steht ja noch, dass man eine zweite Erschliessung von unterhalb des Mattmarksees. Durch den Schuttrichter könnte man ähnlich wie von Morenia eine Serpentinenpiste bauen.

1024px-Mattmark1.jpg


Die berüchtigten Gletscherabbrüche sollte es wohl dank dem Gletscherrückgang wohl keine mehr geben.
 
Naturbahnrodler schrieb:
Was ich als sinnvoll und realistisch ansehe ist eine Erweiterung auf dem Hohlaubgletscher.

Das letzte was Saas Fee benötigt ist ein weiteres Gletscher-Schlepplift Gebiet welches umständlich zu erreichen ist. Die meisten welchen ich kenne stört es an Saas-Fee, dass es schlichtweg zu wenig Sessellifte gibt, und damit auch Möglichkeiten sich auszuruhen. Wenn man Saas Fee, Grund, und Almagell miteinander verbindet, dann tastet man landschaftlich und ökologisch weniger sensible Gebiete an. Außerdem hat dann jedes Skigebiet einen Mehrwert und man erkennt vielleicht endlich, dass man in einem Boot sitzt.
 
Das gepostete Bild mit dem Mattmarkstausee zeigt sehr schön die Distanz und das Gelände das überwunden werden muss bei einem Zusammenschluss mit Macunaga.
Der Passo Moro oberhalb von Macunaga der von der anderen Seite mit einer PB, einer SB und zwei SLs erschlossen ist, befindet sich genau in der Verlängerung des Stausees am Kamm oben. Das sind Luftlinie knapp 8 km und das Gelände sieht für mich aus dieser Perspektive nicht so aus, als ob man da eine massentaugliche Verbindung hinbekommt. Die Flanke vom Ende des Stausees zum Monte Moro Pass sieht noch zahmer aus, als die Flanken östlich des Mattmarktsees auf Saas Feer Seite.

Situation in Google Earth:
https://goo.gl/maps/4agjO
 
Tiob schrieb:
Das letzte was Saas Fee benötigt ist ein weiteres Gletscher-Schlepplift Gebiet welches umständlich zu erreichen ist. Die meisten welchen ich kenne stört es an Saas-Fee, dass es schlichtweg zu wenig Sessellifte gibt, und damit auch Möglichkeiten sich auszuruhen.
Wenn die es nicht schaffen, heutzutage eine Gletscher-KSB in Saas Fee zu bauen, dann sollen sie es lieber lassen. Wenn sie Glück haben, braucht es nicht mal Gletscherstützen und man kann eine KSB auf den Hohlaubgrat stellen, welche dann Gletscherpisten bedient.
Wenn man Saas Fee, Grund, und Almagell miteinander verbindet, dann tastet man landschaftlich und ökologisch weniger sensible Gebiete an. Außerdem hat dann jedes Skigebiet einen Mehrwert und man erkennt vielleicht endlich, dass man in einem Boot sitzt.
Landschaftlich, einverstanden. Ökologisch, kommt es aufs gleiche raus. Aber das mit der Bewilligung ist nicht mein Problem. :wink:

Mt. Cervino schrieb:
Das sind Luftlinie knapp 8 km und das Gelände sieht für mich aus dieser Perspektive nicht so aus, als ob man da eine massentaugliche Verbindung hinbekommt. Die Flanke vom Ende des Stausees zum Monte Moro Pass sieht noch zahmer aus, als die Flanken östlich des Mattmarktsees auf Saas Feer Seite.
Die mögliche Verbindung über Allalingletscher und Schwarzberggletscher sieht man auf dem Bild (ist übrigens Creative Commons) leider genau nicht. Die wäre etwas rechts davon. Das ganze ist aber dennoch abenteuerlich. Zwischen den beiden Gletschern ist der Schwarzberggrat ein Felsband welches man nur beim Hangenden-Gletscher-Joch eventuell überwinden könnte. So in etwa wie der Steilhang der Kelle in Zermatt nur etwa doppelt so lang.
 
Also bei Glacier 4000 wird sowas wie am Pitztaler Gletscher rausschauen, Gondeln wegen den Spannfeldern und dem daraus resultierendem Bodenabstand. Gletscher-KSB's sind nur auf flachen Gletschern mit sehr zahmem Fliessverhalten möglich. Ausserdem wollen Banken technisch sichere Lösungen, das Geschäft muss funktionieren und Risiken müssen ausgeschlossen werden. Man umgeht dabei auch allzugrosse Investitionen in die Beschneiung, denn ohne die gibts auch kein Geld mehr. Macu müsste überigens auch massiv von sich aus investieren wollen und können mit Investoren, denn einen Zugang für das Mailänder Tagespotential sind die aktuellen Anlagen mitnichten.
 
Klemme schrieb:
Also bei Glacier 4000 wird sowas wie am Pitztaler Gletscher rausschauen, Gondeln wegen den Spannfeldern und dem daraus resultierendem Bodenabstand.
Du hast recht. Hab mir mal noch bilder angeschaut. KSB auf den Hohlaubgrat geht wohl definitiv nicht, aber EUB könnte gehen.
 
Klemme schrieb:
Macu müsste überigens auch massiv von sich aus investieren wollen und können mit Investoren, denn einen Zugang für das Mailänder Tagespotential sind die aktuellen Anlagen mitnichten.

Ohh ja! Denn was irgendwie von seiten der Planung vergessen wurde: Die neue Spielbodenbahn scheitert fast am Geld... und dann wir etwas beworben was eine 8km lange PB oder gar eine 3S erfordert, das ist bei weitem teuere als eine "Standart" Umlaufbahn in bereits erschlossenem Gelände (wie dem Spielboden). Mit über 8000m länge wäre es übrigens meines Wissens nach die längste PB Weltweit, so viel zu Preis und Machbarkeit. :wink:
 
sven.ths schrieb:
Klemme schrieb:
Macu müsste überigens auch massiv von sich aus investieren wollen und können mit Investoren, denn einen Zugang für das Mailänder Tagespotential sind die aktuellen Anlagen mitnichten.

Ohh ja! Denn was irgendwie von seiten der Planung vergessen wurde: Die neue Spielbodenbahn scheitert fast am Geld... und dann wir etwas beworben was eine 8km lange PB oder gar eine 3S erfordert, das ist bei weitem teuere als eine "Standart" Umlaufbahn in bereits erschlossenem Gelände (wie dem Spielboden). Mit über 8000m länge wäre es übrigens meines Wissens nach die längste PB Weltweit, so viel zu Preis und Machbarkeit. :wink:

Der Zusammenschluss soll ja nicht über eine einzige Bahn realisiert werden. Allein für die 1. Phase sind drei Bahnen vorgesehen. Das macht es natürlich auch nicht billiger. Es ist doch so oder so klar, dass die Bergbahnen das Ganze nicht selber finanzieren können.
 
Verstehe ich das richtig, dass die Spielbodenbahn nächsten Winter nochmals laufen wird, aber diesen Sommer geschlossen bleibt?
 
Hetzl00r schrieb:
Verstehe ich das richtig, dass die Spielbodenbahn nächsten Winter nochmals laufen wird, aber diesen Sommer geschlossen bleibt?
Zumindest steht es so auf der Homepage: "Spielboden wegen Umbau geschlossen". Siehe auch hier: http://files.gadmin.ch/82979
Offenbar hat man sich mit dem BAV geeinigt, die Bahn nochmal so herzurichten, dass sie für einen Winterbetrieb nochmal geöffnet werden kann. Nicht aber für den Sommer.
Ob die "Umbauarbeiten" wirklich so umfassend sind, dass man den ganzen Sommer nicht fahren kann, bezweifle ich. Ich tippe da eher darauf, dass man nur noch möglichst wenige Betriebsstunden haben will, um den Winter noch durchzustehen...
 
ski-chrigel schrieb:
Ob die "Umbauarbeiten" wirklich so umfassend sind, dass man den ganzen Sommer nicht fahren kann, bezweifle ich. Ich tippe da eher darauf, dass man nur noch möglichst wenige Betriebsstunden haben will, um den Winter noch durchzustehen...
Ob das bei Seilbahnen zwar auch so läuft weis ich nicht, aber es giebt die Möglichkeit eine Betriebs-Konzession zu verlängern wenn "außerplanmäßige" Stillstandszeit vorliegt. So würde man im Sommer zumachen, um dann im Winter die Sommerfahrzeit "nachzuhohlen".
Hinzufügend möchte ich noch sagen, dass Saas-Fee für den Sommerzeitraum dieses Jahr somit echt wenig zu bieten hat, Längfluh war in meinem Sommerurlaub oft das Ziel, wenigstens fährt Plattjen die meiste Zeit.
 
Es gibt einen neu gestaltete Website: https://www.saas-fee.ch/de/
Was das mit der "Freien Ferienrepublik" heißen soll verstehe ich irgendwie immer noch nicht :gruebel:
 
Vielleicht ist man aus Sicht von Saas Fee an anderen Orten 'Gefangener'... :lach:
 
Das ist nur ein Marketinggag, und kein besonders guter meiner Meinung nach.
 
http://www.3906.ch/dl.php/de/55c33b9ea2772/Protokoll_August_2015_Barometer.pdf

Im letzten Absatz des Punktes "Saastal Bergbahnen" wird bekannt gegeben, dass die neue Spielbodenbahn von Garaventa gebaut wird, also doch keine BMF-Bahn.
Desweiteren soll die Mittelstation an der Felskinn-Talstation in gleicher Ebene gebaut werden, um das Umsteigen zu erleichtern.
Die Bergstation wird an gleicher Stelle auf den Fundamenten der alten Station errichtet.
 
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