• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Neues in Saas-Fee/Saastal

@Theo:

Darf ich nachfragen, welche Faktoren du meinst, wenn du von gewissen sprichst, für die die Saas Fee'ler nicht können?
Danke schon mal für deine Antwort.
 
Klar darfst du fragen.
Der einte Faktor war der Zeitpunkt wo es im letzten Winter viel Schnee gab, nämlich in den stärksten Wochen um Neujahr rum. Das war für einen grossen teil vom Winterminus verantwortlich. Das ist das wetter, da kann man nichts machen.
Der andere Faktor ist der Wechselkurs gekomit der Gästestruktur. Vile Gäste aus CH, D, Benelux, relativ wenige Asiaten.
 
Theo, danke dir.

Da ich die letzte Saison komplett inaktiv war (im Forum, im Wintersport, in der Verfolgung der aktuellen Situation in den jeweiligen Destinationen) und entsprechend schlecht informiert bin, schließe ich aus deinen Aussagen, dass in Saas Fee während der Hochsaison erhebliche Betriebseinschränkungen gegeben waren - welche Umsatztechnisch wie seitens der Attraktivität massiv geschadet haben. Rate/vermute ich richtig oder liegt es dennoch anders?


Gästestruktur vs. Preis vs. Franken-Kurs:

Schwieriges Thema.

Es ist klar, dass in einem derart exponiertem Ort wie Saas Fee die Betriebskosten für alle Beteiligten höher liegen als in der Lenzer Heide.
Das Skigebiet punktet aber primär mit seiner Höhenlage inmitten der Gletscher, der 4000'er.
Es befindet sich aber nunmal nicht auf dem absoluten Topniveau.
Die Anlagen geben das nicht her, es ist keine Weitläufigkeit geboten und optisch befindet man sich fast immer in der selben Geländekammer. Faszinierend ja, aber nicht für immer packend. Dazu noch relativ selektiv (IMHO).

Und wie in den anderen Threads schon diskutiert.
Die Hotellerie greift einfach zu hoch in in ihren Preisvorstellungen.
Die Gemeinde setzt dem noch eins drauf:
Der Felskinn ist nett, ja. Die Aussicht ist spektakulär, ja. Aber es fehlen die Namen fürs Marketing.
Bedenke ich nun die Preise fürs Parkieren - ja, dann kann ich gleich nach Zermatt fahren, wo alles noch eine Nummer "heftiger" ist.
IMHO will Saas Fee ein bisschen zu viel sein, was es nicht ist.

Ganz subjektiv:
Ich empfinde Zermatt als komplett überzogen. Dennoch fahre ich immer wieder gerne dort hin, da die landschaftlichen Attribute derart besonders sind. Das Skigebiet eine gänzlich andere Dimension und Abwechslung erreicht - gesteigert noch durch die Anbindung nach Italien.
Zumindest bis vor kurzem - der aktuelle Frankenkurs und die individuell aufgerufenen Preise der gesammelten Gastronomen übersteigen meine Akzeptanz nun doch.
Saas Fee liegt nun mal preislich nur wenig von Zermatt entfernt und bietet nichts, was der "bessere" Nachbar nicht auch hat.

IMHO hat Saas Fee kein strukturelles Problem.
Saas Fee hat ein Problem mit der Selbstwahrnehmung, der Positionierung und mit der Preisgestaltung.
 
Eines der Probleme ist jedoch auch die Höhe des Dorfes/Skigebiets: An Weihnachten habe ich kein Bedarf auf 3500m Ski zu fahren. Zudem ist das Skigebiet sehr schattig - vor März kriegt mich niemand auf Saas Fee. Zudem hat das Skigebiet eine kritische Grösse: Ich bin zwar nicht Anhänger extrem grosser Skigebiete, aber im Endeffekt bietet Saas Fee nicht so viele schöne Pisten.

Wenn man zuerst ins Dorf kommt, hat man das Gefühl, die Berge erdrücken einem. Bei mir hat der vordere Teil des Dorfes immer ein beklemmendes Gefühl hinterlassen.
 
benjamin: Das hab ich während meines letzten Saas-Fee-Urlaubs (Winterferien 2009) auch festgestellt. Damals ist mir schon am Felskinn ein so eisiger Wind entgegengepfiffen, da hatte ich kein Interesse noch weiter hoch zu fahren.
Gegen Frühling ist die große Höhe natürlich ein Vorteil, da man so selbstverständlich 100% Schneesicherheit hat. Das wird wohl auch die "Hauptmotivation" für das Projekt Feekopf sein; eine Erweiterung des Sommerski-Angebots.

Noch etwas zum Neubau der Spielbodenbahn: Ich sehe dieses Projekt mit geteilter Meinung, zum einen verspricht es natürlich Kapazitäts- und somit Attraktivitäts-Steigerung. Zum anderen frage ich mich ob die (doch relativ engen) Pisten am Spielboden mehr Skifahrer verkraften; sprich ob die neue Beförderungsleistung nicht einfach nur zur Verstopfung der Pisten führt...

Sven.Ths
 
Gemäss NZZ vom 30.08.2012 sind die Bergbahnen Saas-Fee in einen Liquiditätsengpass geraten. Grund: Massiv gesunkene Wintereinnahmen. Der englische Hauptakionär musste Fr. 600'000 in Form eines kurzfristigen Kredits einschiessen.

Gemäss Zeitungsbericht sind sich die Bergbahnen klar geworden, dass sie gemessen an der Zahl der Pistenkilometer zu viele Bahnen betreiben. Zukünftig sollen für jede neue Bahn 3-4 Bahnen stillgelegt werden. Auch im Sommer werde zu viele Bahnen betrieben.
 
So viele Lifte kann man da nicht streichen. Die Egginerlifte sind ja schon weg? Die Felskinnbahn hätte evt. nicht sein müssen, aber die hat man jetzt schon renoviert. Um 1990 gabs viel, viel mehr Bahnen/Lifte... Platjien-DSB, Rückbringerlift Felskinn, Kamel, Schanzenlift etc.

Wenn man findet, man habe zuviel Bahnen, dann ist das aktuelle Projekt aber auch nicht so toll. Wäre wohl kleverer, wenn man das Projekt noch abändern würde... Man könnte nämlich die Bahn auf dem ersten Abschnitt auf der Trasse der Bifig-Lifte verlaufen lassen - und dann nach einer Mittelstation hoch zum Spielboden/Längfluh. Dann könnte man sich den Übungs-Doppellift sparen. Im Sommer könnte man dann auch den Alpin Express stehen lassen, da man dann stattdessen via Felskinnbahn ziemlich komfortabel Richtung Mittelallalin kommt. Einen Zubringer aus dem hinteren Teil des Dorfes kann immer noch bauen... Da fände ich irgend etwas im Minimetro-Style sowieso passender...
 
benjamin schrieb:
Gemäss NZZ vom 30.08.2012 sind die Bergbahnen Saas-Fee in einen Liquiditätsengpass geraten. Grund: Massiv gesunkene Wintereinnahmen. Der englische Hauptakionär musste Fr. 600'000 in Form eines kurzfristigen Kredits einschiessen.

Gemäss Zeitungsbericht sind sich die Bergbahnen klar geworden, dass sie gemessen an der Zahl der Pistenkilometer zu viele Bahnen betreiben. Zukünftig sollen für jede neue Bahn 3-4 Bahnen stillgelegt werden. Auch im Sommer werde zu viele Bahnen betrieben.
:roll: Wirtschaftliche Argumente sind ggf. nachvollziehbar, aber ob das das Problem der Bergbahnen und von Saas-Fee löst - da hab ich doch meine Zweifel. Ich finde, dass man dadurch nicht gerade die Attraktivität und die Anziehungskraft erhöht. Ausserdem, was will man denn jetzt noch stilllegen. Felskinn? Egginnerjoch? Mittaghorn? einen der Allaline?

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass man in SF noch nicht wirklich ein passendes Konzept gefunden hat. Schade
 
tschn schrieb:
Ausserdem, was will man denn jetzt noch stilllegen. Felskinn? Egginnerjoch? Mittaghorn? einen der Allaline?
Falls die liquiden Mittel ausreichen sollten, sollen in Zukunft (wann auch immer) die Schlepper Leeboden und Staffelwald durch eine neue Sesselbahn ersetzt werden, d.h. drei alte Lifte werden durch einen neuen Lift ersetzt.
 
Wenn man diesen Artikel (Geldnot wegen Gästeschwund) über die Bergbahnen Saas Fee liest, dann ist es aus meiner Sicht eine spanne Frage wie sie die neue EUB in den nächsten Jahren finanzieren wollen...
 
Aus meiner Sicht ist es zu einfach, einfach nur den EUR-Wechselkurs dafür verantwortlich zu machen. Zu viele Versäumnisse in den letzten Jahren. Auch ich meide SaasFee seit einigen Jahren und als Schweizer ist mir der EUR da egal. Aber SaasFee ist in den letzten Jahren in Sachen Attraktivität einfach von vielen anderen Destinationen überholt worden!
 
^^^Welche "Attraktivität" fehlt Dir denn im Skigebiet von Saas Fee?
Ich finde es hat geniale Berge, genialen Schnee, geniale Pisten....

Kinder Wunderland? Bum-Bum Schirmbar? Mehr 8-er KSB'? Poheizung? Höhere Fangnetze? Grössere Skipanoramen?
Kurzum, fehlt dir Tirol?
 
Gegen Tirol hat SaasFee eh keine Chance...
Tolle Pisten und schöne Berge hat es auch anderswo. Und Schnee sowieso. Kein Grund nach SaasFee zu fahren, wo man im Hochwinter eh noch meist im Schatten fährt.
Ja genau: Mal abgesehen vom 6er Morenia hat SaasFee recht alte, unkomfortable Anlagen, oft lange Fusswege (zB. Tunnelsystem auf Felskinn, Distanz Parkhaus-Bergbahnen), unkomfortable Einstiege etc. Alles Dinge, die der heutige anspruchsvolle Gast nicht schätzt und von anderen Orten besseres gewohnt ist. Und ja, auch solche Sachen, wie Du sie aufführst, machen halt das Gesamtpaket aus. Was meinst Du, wieso andere drehbare Sessel, Sitzheizungen und solchen Schnick-Schnack teuer kaufen? Sicher nicht des Selbstzweckes wegen, sondern weil man damit werben kann und "besser" als die Konkurrenz ist. Und schliesslich macht halt auch vieles optisches in SaasFee nicht einen modernen Eindruck. Der Konkurrenzdruck ist einfach gross, so bleiben dann halt irgendendwann nur noch die Fans wie Du. Und ein fallender Eurokurs gibt dem Gebiet, das ins Hintertreffen geraten ist und erst noch mit negativen Schlagzeilen in der Presse steht, den Rest, weil man anderso fürs gleiche Geld halt besseres findet...
 
Es gab mal Zeiten, da fuhr man wegen der wirklich großartigen, fast einzigartigen alpinen ( Gletscher ) Kulisse nach SaasFee bzw. die Landschaft generell war ein wesentlicher Faktor zur Auswahl des Skigebietes.

Heute ist wohl die Poheizung wichtiger..... :rolleyes: Duck und weg......
 
Es gab auch Zeiten, da ging man mit den Fellen hoch, weil es noch keine Lifte gab... :D
 
Es gab auch Zeiten, da gab es noch gar keine Ski.......... :biggrin: :surprised:

Dein Vergleich hinkt schon ein bisschen. Ich will ja nicht back to the roots, aber die Poheizung und sonstiger teils fragwürdiger " Komfort " als ( Mit )Grund für die Entscheidung, in welches Gebiet ich fahre, ist in meinen Augen schon grenzwertig. Für eine großartige Landschaft wie z. B. SaasFee verzichte ich gerne auf VIP-Gondeln, Ganzglasgondeln, ausgedehnte und umfangreiche Apres-Ski a la Ballermann und was es sonst noch alles gibt.

Allerdings bin ich wohl ein Auslaufmodell. Und auch SaasFee muss sich darauf einstellen, dass Typen meiner Art immer weniger werden.

Aber so ist es heute nun mal. Komfort und Komzurück haben wollen, aber über die Preise meckern. Poheizung will nun mal bezahlt werden.

Allerdings sind wir jetzt etwas OT .
 
@Hildener: Ich bin da durchaus auf deiner Seite. Die Anlagen und der zugehörige Komfort ist natürlich auch wichtig, aber ich entscheide oft auch nach Landschaft und Bergwelt drum herum.

On-Topic: Die Gondelbahn nach Längfluh ist sicherlich eine sehr wichtige Investition. Allerdings würde mich jetzt echt interessieren wie sie das finanziert bekommen. Es erscheint mir auf jeden fall fast ein "überlebenswichtiges" Projekt zu sein. Eine Bahn auf den Feekopf wäre natürlich Marketingtechnisch ultimativ, höchste Bergstation Europas lockt ja auch einige nach Zermatt nebenan. Okay nach Zermatt wird man auch durch einiges mehr gelockt. Eine Verbindung nach Zermatt fände ich interessant, aber wie wir schon diskutiert haben eher unwahrscheinlich.
 
Ich hab jetzt mir ein paar Bilder und die Satellitenaufnahmen angeschaut. Alphubeljoch ist doch komplett vergletschert oder? Da kommt man ja auch nicht so ohne weiteres einen Station hin. Beim Feekopf würde mich sowieso interessieren wie man da eine Piste runterlegt. Am Anfang sieht das ja relativ einfach aus, aber die zwei Gletscherbrüche bis Längflueh sieht nicht ohne aus. Es wird Zeit, dass ich dort mal Vorort skifahren gehe. Nur mit Bildmaterial ist das teilweise doch schwierig einzuschätzen.
 
ch hab jetzt mir ein paar Bilder und die Satellitenaufnahmen angeschaut. Alphubeljoch ist doch komplett vergletschert oder? Da kommt man ja auch nicht so ohne weiteres einen Station hin. Beim Feekopf würde mich sowieso interessieren wie man da eine Piste runterlegt. Am Anfang sieht das ja relativ einfach aus, aber die zwei Gletscherbrüche bis Längflueh sieht nicht ohne aus. Es wird Zeit, dass ich dort mal Vorort skifahren gehe. Nur mit Bildmaterial ist das teilweise doch schwierig einzuschätzen.

Die Bahn soll auf das Feejoch, alles andere ist eine Fehlinformation ...

Feejoch:
z7upex45.jpg
 
@Saas-Zer: Hab ich gerade im Artikel nochmal nachgelesen, hast recht, dort steht auch Feejoch. Hatte aber irgendwie den Feekopf in Erinnerung, als damals über die neue 10er Gondelbahn diskutiert wurde.

@albe: Vielen Dank für die Informationen! Egal ob jetzt Feejoch oder Feekopf sieht beides nicht einfach aus auf den Karten und eine Verbindung nach Zermatt noch schwieriger.
 
Zurück
Oben