Unser Rodelausflug am Dreikönigs-Feiertag führte uns zum
ehemaligen Skihang Rote Lache über Bermersbach im Murgtal. In der Region erfreut sich der Hang größerer Beliebtheit, doch die Besucher verteilen sich dort gut. Über die verschlissene, aber vom Winterdienst bestens bereitete Straße fuhren wir vom Murgtal hinauf zur Roten Lache, dem 690 m hohen Passübergang nach Baden-Baden. Mit Glück bekamen wir um 9:45 Uhr sofort einen Parkplatz auf der kleineren Parkfläche gegenüber vom Gasthaus Rote Lache, weil gerade ein Pkw wegfuhr. Der viel größere Hauptparkplatz befindet sich auf der Straßenseite des Gasthauses. Er nimmt massig Pkws auf, hat aber das Problem, dass seine Zufahrt leicht ansteigend und mangels Pflege vereist ist, so dass manche Pkws nicht hochkommen und wieder zurückrollen müssen. Das blieb uns erspart. Tipp: Einige Eimer Streugranulat von zuhause mitnehmen und bei Bedarf vor Ort einsetzen.
Der Hang an der Roten Lache weist unterhalb einer Wegquerung rodeltaugliches und oberhalb stärkeres Gefälle auf, weshalb die meisten Besucher nur unterhalb des Weges rodeln. Der obere Hangteil bleibt vorwiegend den wenigen Tourenskifahrern vorbehalten und ist zumindest für unsere Kufenschlitten zu steil - wir mussten dort mit Dauer-Vollbremsung rodeln, um nicht zum Killergeschoss für die Besucher zu werden, die in Hangmitte auf der Wegquerung stehen. Man kann jedoch alternativ eben diesen querenden Weg (von unten gesehen rechts vom Skihang weg) weiter nach oben laufen und sehr schön hinunterrodeln. Diesen Weg benutzt man auch für den konditionsschonenden Zustieg zum oberen, steilen Hangteil, indem man
nicht auf den ersten, an einem großen Stein nach links abzweigenden Holzrückweg (erkennbar an einem Hochsitz) abzweigt, sondern erst 2-3 Minuten später auf den
zweiten links abzweigenden Holzrückweg - dort, wo die Steigung aufhört. Der erstgenannte Weg endet nämlich auf halber Strecke mitten im Wald.
So hatten wir vier Stunden lang bei Schneefall unseren anstrengenden Spaß am Hang. Der Andrang wuchs am späten Vormittag, blieb aber überschaubar. Familien blieben als Gruppen beieinander, hielten aber brav Abstand zu Anderen. Mittags wurde es am Hang schon wieder leerer.
Das sorgfältig von den neuen Besitzern über 2-3 Jahre renovierte Gasthaus Rote Lache, das wohl im Sommer 2021 wieder eröffnet wird.
Ex-Skihang Rote Lache von unten gesehen.
Auf der Wegquerung in Hangmitte.
Die untere Hanghälfte hat gutes Rodelgefälle.
Ein paar Tourenskifahrer waren auch am Hang.
Besagter Weg als Fortsetzung der Hangquerung, hier an der ersten Holzrückweg-Abzweigung, die man für den konditionsschonenden Zustieg zum oberen Hangteil
nicht nimmt.
Mag hier jemand Schnee?
Ganz oben auf dem Hang.
Der obere Hangteil ist zum Rodeln (für uns) zu steil.