• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Olympische Winterspiele München 2018?

Díe Frage ist einfach welche baulichen Ausgaben sind nur Olympia geschuldet und welche würde man auch sonst tätigen. Man kann nicht alle Straßenbauarbeiten in der Region auf einmal den olympischen Spielen zurechnen oder sogar noch die neue Eibseebahn dazuzählen. Genausowenig kann man aber pauschal alles was nicht temporär ist aus den Kosten rausrechnen. Die Eisschnellauhalle würde sicherlich nicht gebaut werden und bei den anderen Hallen bin ich mir auch nicht sicher.
 
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/bewerbung-um-die-spiele-das-ioc-sucht-den-olympiastar-1.1095417
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/bewerbung-fuer-olympia-muenchen-leuchtet-nicht-1.1095634

Interessant finde ich den Abschnitt:
Warum braucht Deutschland die Spiele? Damit Garmisch-Partenkirchen Straßen- und München einen S-Bahn-Tunnel bekommt? Das ist für die Region wichtig - aber zu wenig, um den Berliner oder Hamburger dafür zu begeistern und aus Olympia 2018 eine "nationale Aufgabe" zu machen, wie das die Bundesregierung nennt.
Bei den Sommerspielen 1972 in München war das anders: Die junge Bundesrepublik wollte sich als weltoffenes, demokratisches Land im Aufbruch präsentieren. Fröhliche Spiele waren deshalb tatsächlich ein Anliegen aller Deutscher. Winterspiele 2018 in München werden dagegen im Rest der Republik höchstens als ein Event mehr im ohnehin verwöhnten Bayern wahrgenommen.
Hui...
 
Bei der sz doch kein Wunder - den ganzen linken schreiberlingen passt wohl das Ergebnis der Abstimmung nicht :mrgreen:

Im übrigen finde ich es schön amüsant wenn man die Zustimmungsrate eines Volksentscheides mit der von Südkorea vergleicht. Ob da da auch so abgestimmt haben? Oder einfach mal ne Umfrage gemacht haben?
 
Ganz ehrlich, wir verlieren eh. Das ist kein Pesimismuss sondern Realismuss. Ich hoffe man nutzt dann die Chance und überarbeitet das Konzept für 2022 nochmal. Dann muss man die bürger auch mehr mitnehmen und beteiligen.
 
Du kannst die Bürger nie ganz mitnehmen. Grund:

Skifahren ist schon immer ein "Exclusiver" Sport - deshalb alles "linken" und "andersdenkenden" (in Farben rot + grün) suspekt bzw. ein Sport des Klassenfeindes (schwarz).

Ganz im Gegenteil ist der Fußball ein Sport des "Pöbels" (hab gestern Gladiator gesehen :lach: ) oder auch der Arbeiter. Deshalb uneingeschränkte Zustimmung zu Fußballevents seitens Rot + Grün.

Zudem spielt "jeder" Fußball, nur eine Minderheit fährst Ski. Da sind konflikte vorprogrammiert.
 
So einfach ist das also!
Der Christdemokrat ist Lehrer hat fünf Kinder und sorgt sich um seine Gartenzwergsammlung.
Der Sozialdemokrat arbeitet am Fließband, ist in der Gewerkschaft und hasst "die da oben".
Der Freidemokrat ist Zahnarzt und wünscht sich eine bessere Bezahlung.
Der Grüne arbeitet in der Kita, zieht sich jeden Abend seinen Joint rein und träumt von einer besseren Welt.
Der Linke ist arbeitslos, findet aber seine Bezüge viel zu niedrig und überhaupt alles scheiße.

Ich glaube die Welt hat sich da doch ein bisschen weiter gedreht, vieleicht in Bayern noch nicht ganz so weit. Fixe bindungen gibt es nur mehr selten und sind eigentlich auch kaum angebracht, wozu auch in einem demokratischen System.
Sicher ist es richtig, das Skifahren eher ein Sport der Geld kostet - das heisst aber noch lange nicht das auch nur besserverdienende Skifahren oder gar Skifahrer eher mitte rechts wählen.
Der Fußballfan ist der Pöbel aja - beim FC Bayern könntest du da recht haben.

Die Frage ist, was hat das alles mit Garmisch zu tun. Garmisch lebt ja zu einen sicher nicht ganz geringen Prozentsatz vom Wintersport - sei es jetzt der gemeine Wintersportler oder Profiveranstaltungen wie die Vierschanzentournee oder der Ski Weltcup. Ich denke nicht, das alle dort so verbohrt sind wie es hier immer wieder propagiert wird.
Wahrscheinlich ist es auch so, das alle Olympiabefürworter im schwarzen Lager anzusiedeln sind, die Gegner der Klassenfeind.
 
Mir ist nicht ganz klar warum du so schnippisch schreibst. Immerhin sind die Vorgänge ganz einfach & transparent zu beobachten.

Es ist nun mal offensichtlich das gerade rot + grün immer Probleme mit großen Investitionen haben. Sei es die Winterspiele, Transrapid oder auch S21.

Es ist auch offensichtlich das die (fast) ganze (zum großen Teil linke) Presse ein einseitiges Bild von Olympia zeichnet. Am Abend der Abstimmung war noch ein "große Mehrheit für Olympia" am Spiegel online zu lesen, am nächsten Tag war von einem "knappen Sieg" die Rede, inkl.Ausrede das ja nur die Schnellstraße schuld am Wahlergebnis war. Und natürlich die Herzchen die überall an die Türen gehängt wurden..... :mrgreen: Oder schau dir den Artikel von der SZ an. Wirklich objektiv wurde da nie berichtet. Da wurde das Wahlergebnis z.B. direkt mit der Zustimmung der Bevölkerung von Sünkorea verglichen - total unseriös! Das eine war eine Wahl - das andere wahrscheinlich eine Meinungsumfrage (wer hat die gemacht, wen hat man befragt?) - das zu vergleichen ist Humbug hoch 10!

Ich denke wirklich nicht in Lagern, aber das ist offensichtlich. Wenn du dich mit dem Thema seriös aber unterhaltsam beschäftigen willst lies "allein unter linken".

Mir stinkt es immer gewaltig das Großprojekte bei uns immer und überall zeredet werden, bis nur noch Luft übrigbleibt. Oder irgendwelche "Luftschlösser" als Gegenvorschlag gebracht werden die niemals realisiert werden (Express- S oder auch K21?)
 
Ich denke wirklich nicht in Lagern..

Da liest sich dein vorheriger Beitrag aber ganz anders.

Glaub mir, ich nehme sicher nicht alles für bare Münze was in der Presse steht. Gerade vor kurzem konnte man doch gut vergleichen wie unsere freie Presse Wahrheit denn definiert - z.B. beim Vergleichen der Guttenberggeschichte in der "linken" und "rechten" Presse.

Ich wüsste auch nicht wieso gerade rot + grün gegen Großprojekte sein sollte, das mag vieleicht in dem ein odere anderen Fall so sein - sieht aber auf der anderen Seite nicht anders aus. Du glaubst doch wohl selbst nicht, das bei der nächsten Wahl in Garmisch alle Olympiagegner auf einmal diese beiden Parteien wählen.

Ob wir jetzt solche Projekte wie S21 oder den Transrapid wirklich brauchen mal dahingestellt. Wobei der Transrapid auch nur wirklich Sinn macht wenn es eine Strecke von München nach Hamburg bzw. Köln nach Berlin gäbe.
Bei Olympia sieht die Sache für mich da anders aus, ein Land wie Deutschland muss sich da einfach alle paar Jahre mal bewerben.
 
Ich würde die "flächigen" Effekte von "Olympia" nicht in einen Topf mit anderen einzelnen herausragenden Inftrastrukturmaßnahmen à la Stuttgart 21 oder Transrapid legen...

Ich finde es schade, daß der nicht-Monetisierbare Wert einer Region nicht erfasst wird, siehe meinen Ötztal Vergleich einige Seiten vorher. Dieser Wert ist in Oberbayern im Vergleich zu Tirol noch sehr hoch, und dessen sind sich auch einige bewusst. Diese Werte kann man nicht schaffen, allenfalls entwerten.
Lekture dazu: Eiland von Aldous Huxley... etwas pathetisch, aber finds dennoch passend.


Aber gut, kommt die Olympiade in Garmisch, wäre Innsbruck für die nächste Dekade davon verschont. Zumal das (vom Steuerzahler zu tragende) Defizit der kommenden klitzekleinen Jugendolympiade 2012 von den Verantwortlichen im zweistelligen Millionenbereich vorgerechnet wird....

Ad politische Farben: Ude war vehement gegen den Transrapid, aber dennoch für Olympia. Ich hätte gewünscht, es wäre umgekehrt gewesen...
 
Also Rot ist immernoch die SPD und Mitglied ist da neben mir auch ein gewisser Christian Ude. Wäre mir neu, dass der gegen Olympia ist. Und wo wir (offiziel) gegen S21 sind ist mir auch schleierhaft.
Natürlich kann man nie alle Bürger mitnehmen, aber gerade die vor Ort schon. Da muss man eben rechtzeitig Bürgerforen veranstallten die nicht nur der Information dienen sondern bei denen die Bürger wirklich ernst genommen werden und Einfluss auf die Planungen haben. Wo das nicht möglich ist muss man ihnen erklären warum und dann sind die meisten auch eher bereit sowas zu akzeptieren. Die paar Unbelehrbaren die davon nichts wissen wollen sind selbst schuld.
Für Garmisch bliebe von Olympia schon einiges hängen. Kramertunnel, Modernisierung Olympiazentrum, Ausbau Zugspitze, etc. Man muss den Leuten sowas nur richtig verkaufen und auf ihre Ängste eingehen.
 
Ude war vehement gegen den Transrapid

Dafür war Ude für die Express - S. Die ist irgendwo im Nirwana der gutgemeinten Gegenvorschläge verschwunden. So gondeln wir immer noch 45 Minuten zu unserem Flughafen hinaus und halten in jedem größeren "Kuhdorf". Wer hat schon Lust das Thema noch mal anzupacken, nachdem der Transrapid so versumpft ist?

Wenn es um große Infrastrukturprojekte geht sind erst mal dagegen:

die Grünen (sowieso, wenn nicht auf Bundesebene, dann auf Landesebene oder auf Komunenebene)
die Linken
die SPD
die CDU/CSU
die FDP

Aber lassen wir das. Fakt ist das es schwierig ist die Menschen für eine Olympiade zu begeistern wenn die Olympische Sportart nur von einer geringen % Zahl der Bevölkerung ausgeübt wird. Da ist beim Fußball anders.
 
Oh man, du hast aber eine verdrehte Wahrnehmung, da kann ich dir wohl auch nicht mehr helfen.
Das König Fusball in Deutschland Narrenfreiheit gemießt ist aber richtig, und ärgert mich persönlich auch maßlos. Trotzdem muss man fairerweise zugeben, dass die Eingriffe und Belastungen bei einer Fusball WM wesentlich geringer sind. Die Stadien sind zum größten Teil vorhanden gewesen und der eine Neubau wäre eh entstanden. Auch die Gäste verteilen sich mehr über das Land und sind nicht so auf eine Region konzentriert. Wenn Ausnahmezustand wärend der WM herrschte, dann wohl mehr wegen des Publick Viewings und der Korsos als wegen der Spiele. Jede Woche sind Fusballspiele in den entsprechenden Städten und die Stadien waren auch nicht das erste Mal voll. Ist ja nicht so, dass wir die Stadien temporär vergrößtert hätten wie die Österreicher.
Bei olympischen Spielen sieht das anderst aus. Da wird in Garmisch der absolute ausnahmezustand herschen. Tausende Zuschauer bei jedem Wettkampf, mehrere Wettkämpfe pro Tag und das alles in einer Kleinstadt die zwar auf Tourismuss ausgelegt ist, aber nicht auf solche Massen. Trotzdem kann man das alles bewältigen, man muss es nur gut genug planen.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Wäre mir neu, dass der gegen Olympia ist.
Soweit ich in Erinnerung hab, war der am Anfang nicht gerade ein Olympiabefürworter, hat aber seine Meinung wohl in letzter Zeit geändert...
Immer dagegen sein kann's auch nicht sein, den TR hätte die Stadt MUC quasi geschenkt bekommen, und bei den Tunnels am Mittleren Ring hat's erst einen Bürgerentscheid gebraucht, wo die Münchner ja gottseidank doch anders abgestimmt haben als die Herren Stadträte.
 
Wem sagst du das? Ich bin immernoch stocksauer auf den Genossen weil er die Chance vergeigt hat. Somit bleibt München weiterhin der schlecht erschlossendste Großflughafen Deutschlands.
 
Du hast zwar gesagt das mir nicht mehr zu helfen ist, aber im Post mir dann noch zugestimmt :mrgreen:

Im übrigen ist es auch unser Herr Ude dem es nicht passt das am Schuttberg neben der Allianz Arena ein Skilift steht :-)
 
Nach den Ergebnissen des IOC-"Gutachtens" oder Zwischenberichts oder wie auch immer gehe ich zu 90% davon aus, dass die Spiele 2018 nach Südkorea vergeben werden, u.a. wegen der dortigen "überwältigenden" Zustimmung. Dass die Kosten für den dortigen Event um mehrere Milliarden höher taxiert werden scheint egal zu sein. Zudem ist Asien ein interessanterer Markt, den man für Wintersport im Allgemeinen erschließen könnte.
Im französischen Annecy sind die Zustimmungsraten übrigens ähnlich niedrig (oder realistisch?) wie bei uns in Bayern.
 
Hallo
Annecy wird hier in der Tageszeitung als Außenseiter gehandelt. München und Südkorea als fast gleich. München sind auch laut dieser Zeitung die einzigen die ein richtiges Referendum für die Spiele vorzuweisen haben.

Gruß Andreas
 
So sieht's aus. Hohe Kosten sind eher ein Bonus weil das IOC sich gerne selbst feiert und das geht in nagelneuen Stadien und Retorteorten einfach besser wie in etablierten Arenen und klassischen Wintersportorten.

baeckerbursch schrieb:
Du hast zwar gesagt das mir nicht mehr zu helfen ist, aber im Post mir dann noch zugestimmt :mrgreen:

Im übrigen ist es auch unser Herr Ude dem es nicht passt das am Schuttberg neben der Allianz Arena ein Skilift steht :-)

Du hast geschrieben, dass alle großen Parteien erstmal gegen große Infrastrukturprojekte sind. Da möchte ich mal wissen wie du das begründen willst. Wer hat denn dann den Berliner Hauptbahnhof, den Ausbau am Flughafen Frankfurt oder den Citytunnel in Leipzig politisch durchgeboxt wenn alle sich einig waren, dass sie dagegen sind? Und warum haben wir in Stuttgart gerade eine Baumhaussiedlung im Schlosspark wenn die CDU doch gegen S21 war?
 
Zurück
Oben