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Overtourism in den Dolomiten

Ich sehe das differenzierter.

Ja, aber nicht alle Einheimische!

Klar gibt es Hotelbesitzer, Seilbahnaktionäre usw., die gut verdienen, weil sie die Preise machen. Aber noch viel mehr gibt es Angestellte im Gastgewerbe, bei den Seilbahnen usw., die nach dem (sehr geringen) Kollektivertrag entlohnt werden. Wenn die dann vielleicht auch mal mit der Seilbahn fahren wollen oder eine der Attraktionen benutzen wollen, tun sie sich halt schwer den selben Preis zu zahlen wie die Urlauber...
 
TONI_B schrieb:
Aber noch viel mehr gibt es Angestellte im Gastgewerbe, bei den Seilbahnen usw., die nach dem (sehr geringen) Kollektivertrag entlohnt werden. Wenn die dann vielleicht auch mal mit der Seilbahn fahren wollen oder eine der Attraktionen benutzen wollen, tun sie sich halt schwer den selben Preis zu zahlen wie die Urlauber...
... und ohne die Urlauber wären viele von ihnen arbeitslos und täten sich noch schwerer
 
Je mehr Übernachtungsplätze man baut, umso mehr Touristen kommen, kommen sie nicht, wird geklagt, dass die Betten leer bleiben. Ist das der Fehler der Touristen?

Ich denke, die Anzahl der Übernachtungsplätze reduzieren, wäre der effektivste Schritt zu weniger Touristen. (Bringt natürlich nichts in Städten/Regionen mit viel Tagesgästen)
 
Wie wäre es, wenn die Dolomiten Orte einfach keine Werbung mehr machen würden?
Auch keine Bergpolizei mehr wiederholen und auch keine Reiseberichte mehr veröffentlichen.

Übrigens ist die Zahl der Einwohner in Süd-Tirol in den letzten 40 Jahren um gut 100.000 angestiegen ...
 
Man könnte das aber auch so interpretieren, dass es einen Trend vom Süden in den Norden gibt.
Im Süden bzw. eigentlich südlich der Alpen gibt es in Italien ja auch tolle Berge, meinem Empfinden nach sogar viel schönere, als in den Alpen.
 
Tyrolens schrieb:
Man könnte das aber auch so interpretieren, dass es einen Trend vom Süden in den Norden gibt.

Man hört auch viel und das kann ich absolut nachvollziehen dass den Leuten die Hitze zuviel wird und sie mehr die Sommerfrische suchen. Ok, dieses Jahr mal ausgenommen aber bei uns im Saarland sind manche Sommer mittlerweile so brutal wie sie früher an der Mittelmeerküste waren. Das sind keine Einzelereignisse mehr. Im so manchem in den 90er Jahren sehr beliebten Urlaubsgebiet im Mittelmeerraum hält man es echt kaum noch aus. Für mich wäre das auch keine Erholung im Urlaub...Im klimatisierten Hotel zu sitzen, das kann ich auch daheim im Wohnzimmer machen.
 
Hitze war doch immer das Hauptargument für den Urlaub am Meer aka Teutonengrill.

Es gibt doch viele Menschen, die die Hitze lieben. In meinem Umfeld gibt's einige, die erst ab 30°C Plus aufblühen.


Vielleicht gibt's eine Art Destinationen Zyklus.


Dass es aber auch am Gardasee nicht gut läuft, erstaunt mich.
 
Tyrolens schrieb:
Hitze war doch immer das Hauptargument für den Urlaub am Meer aka Teutonengrill.

Es gibt doch viele Menschen, die die Hitze lieben. In meinem Umfeld gibt's einige, die erst ab 30°C Plus aufblühen.

Das stimmt natürlich absolut. Aber früher wars wirklich so dass man dem Sommer entgegenfuhr weil es in unseren Breiten nicht so heiß war, wenn wir in meiner Kindheit mal ne Woche Hitze in den Ferien hatten war das viel. Dann fuhr man eben nach Mittelitalien ans Meer und hatte 33°C. War doch prima. Heute hab ich von unserem Sommer im Juni schon den Kanal voll (am ersten Mai hatte es schon 30Grad) und fahre in die Berge zum Flüchen :D Was soll ich mich am Mittelmeer bei 40Grad auch noch am Strand in die Sonne legen, das würd ich nicht überleben...Ohne mich zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen, ich denke das geht mittlerweile vielen Touristen so. Die überrennen halt immer mehr die Berge.
 
Ich glaube auch, dass in Zukunft immer mehr Leute in die Berge oder nach Skandinavien kommen werden, da die Temperaturen an den klassischen Sommerorten unerträglich werden.

Zugespitzt hat sich die Situation in den Dolomiten aber durch die zusätzlichen Menschenmassen, die durch irgendwelche Socialmedia-Hypes angezogen wurden. Wie man das wieder in geordnete Bahnen bringen kann?
 
Wenn man eine Wärmepumpe hat, die auch eine Kühlfunktion hat - analog der Klimaanlagen im Süden - kann man es sich zu Hause auch gemütlich machen.
Und Wanderungen kann man durchaus auch früh oder spät machen. Man muß sich halt in den zwei bis drei Wochen im Jahr der doch ansonsten so beneideten südlichen Lebrnsweise anpassen.
 
Und wer in Italien in der Woche, wo der 15.08. drinliegt, Urlaub macht, dem ist ohnehin nicht zu helfen.
Da ist ganz Italien entweder am Meer oder in den Bergen.

An Ferragosto ist überall in Italien Overtourism - und das traditionell schon immer.
 
Allegra schrieb:
Und wer in Italien in der Woche, wo der 15.08. drinliegt, Urlaub macht, dem ist ohnehin nicht zu helfen.
Da ist ganz Italien entweder am Meer oder in den Bergen.

An Ferragosto ist überall in Italien Overtourism - und das traditionell schon immer.

Das schöne an Ferragosto ist, dass man in der Zeit in Italien kaum deutschsprachige trifft ... und sorry aus meiner persönlichen Erfahrung sind gerade das zusammen mit Russen und Briten die unangenehmsten Touristen von allen.
 
Das mag schon stimmen, aber es geht ja um Overtourism.

Ich freue mich auch eher auf italienische Miturlauber.
 
Urlaub in Italien ist in den letzten Jahren immer teurer geworden - vielen Deutschen und auch Italienern ist es mittlerweile zu teuer:

Traumhafte Strände, viele Sonnenstunden und kulinarische Klassiker – Italien hat alles, was das Urlauberherz erfreut. Doch trotz bester Bedingungen wirken die Mienen von Touristikmanagern gerade eher wie drei Tage Regenwetter. Der Grund: Die Gäste bleiben aus. Kaum zu glauben, aber an den beliebten Stränden herrscht Flaute. Im Juli kamen ganze 15 Prozent weniger Urlauber nach Italien im Vergleich zum Juli letzten Jahres.

Dass sich heimische und vor allem auch viele deutsche Touristen andere Ziele als Italien aussuchten, habe einen ganz simplen Grund: Italien ist so teuer wie nie. Für all die schönen Dinge müsse man tiefer in die Tasche greifen. Die Kosten für Reisen, Essen und Trinken und für viele Freizeitaktivitäten sind im Vergleich zum Sommer 2019 vor Corona um sage und schreibe 30 Prozent gestiegen, so eine Analyse des Verbraucherschutzverbands Codacons.

https://www.abendblatt.de/panorama/article409672087/italien-teuer-wie-nie-wo-urlauber-jetzt-noch-sparen-koennen.html
 
Na ja, Südtirol ist jetzt auch nicht gerade eine Billigdestination. An dem kanns nicht liegen. Die Gäste wollen halt auch schöne Hotels und ein gutes Frühstück und Wellness. Und das ist Südlich des Lago eher bescheiden....
 
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