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Pistenunfälle 2015/16

Also ich tue mir echt schwer mir vorzustellen wie man seitlich zusammen stoßen kann und dann gegen eine gepolsterte Schneekanone fährt in der Art dass beide Beteiligten auf der Stelle tot sind.

Zudem schreibt die badische Zeitung dass nur einer der Helme leicht beschädigt ist. Da kann es eigentlich nur bei Beiden ein Genickbruch sein. Beim SHT müssten ja die Helme beschädigt sein.
 
Denker schrieb:
Also ich tue mir echt schwer mir vorzustellen wie man seitlich zusammen stoßen kann und dann gegen eine gepolsterte Schneekanone fährt in der Art dass beide Beteiligten auf der Stelle tot sind.

Zudem schreibt die badische Zeitung dass nur einer der Helme leicht beschädigt ist. Da kann es eigentlich nur bei Beiden ein Genickbruch sein. Beim SHT müssten ja die Helme beschädigt sein.

Naja, die Verletzungen können ja auch am Brustkorb sein. Muss nicht notwendigerweise ein SHT sein.
 
Und es gibt -der geneigte Internetschifahrer mag das kaum glauben- einfach Unfälle. Unfälle ohne daß jemand eindeutig Schuld sein muss.
Ohne jemanden zur Rechenschaft ziehen zu können. Unfälle halt.
 
Es geht auch nicht um Schuldzuweisungen. Es geht darum solche Unfälle zu vermeiden.
 
Sehe ich auch so. Und wenn es wirklich ein Kanonenmast war, muss man sich fragen wie man die besser sichern kann.
 
Ein Skifahrer hat Anzeige gegen den Liftverbund Feldberg wegen fahrlässiger Tötung erstattet. Quelle SWR 1 Radio
 
Denker schrieb:
Also ich tue mir echt schwer mir vorzustellen wie man seitlich zusammen stoßen kann und dann gegen eine gepolsterte Schneekanone fährt in der Art dass beide Beteiligten auf der Stelle tot sind.
Es muss was im Spiel gewesen sein, was die freie Richtungswahl verhindert hat.

Variante 1:
Einer fährt links auf der Piste, der andere fährt rechts auf der Piste. Vor dem Hindernis entscheidet der links Fahrende rechts am Hindernis vorbeizufahren, der rechts Fahrende entscheidet sich links am Hindernis vorbeizufahren. Vor dem Hindernis berühren sie sich, Gewicht bleibt auf dem Aussenski, Schuß geradeaus Richtung Hindernis.

Passt vom Winkel her nicht wirklich und der Mast ist ja auch nicht so breit, dass beide frontal dagegenprallen können. Die Hälfte der Masse wäre ja neben dem Masten bei einem Schulter-an-Schulter-Aufprall.

Variante 2:
Beide fahren parallel den Hang runter. Jeder bleibt auf seiner Seite. Vor dem Hindernis kommen sie sich aber so nahe, dass einer von hinten beim anderen einfädelt und statt Kurve geht es mit Schuß Richtung Hindernis mit Aufprall total mittig hintereinander.

In der Führerscheinprüfung beantwortet man die Frage "Ab welcher Aufprallgeschwindigkeit müssen Sie mit schweren oder tödlichen Verletzungen rechnen, wenn Sie keinen Sicherheitsgurt angelegt haben?" mit "(X) Ab 30 km/h".

'Mässige Geschwindigkeit' dürfte mindestens 35-40km/h sein, eher 10km/h mehr. Einen Ziehweg ohne Kurven fahren ergibt auf meinem GPS meistens 25-30km/h.

Variante 3:
Irgendwas an der Kleidung hat sich bei der Berührung verharkt und sonst weiter wie Variante 2.

Aufprall Variante 2+3:
Der Fahrer mit Kontakt zur Schneekanone hat schwere Verletzungen, aber noch keine Tödlichen (nur leichte Spuren am Helm). Die tödlichen Verletzungen kommen erst Zustande durch die weitere Masse den hinteren Fahrers. Der hintere Fahrer hat weniger schwerer Verletzungen aber Pech, weil er nicht mit dem Kopf direkt den Mast trifft, sondern vorbeischwingt und einen Knickbruch erleidet (keine Spuren am Helm).

Das mit dem Helm könnte auch andersherum sein. Keine Spuren am Helm wegen der Polsterung am Mast, leichte Spuren am hinteren Helm wegen Zusammenprall mit vorderem Helm.
 
Könnte sich so zugetragen haben. Es ist schwierig hierfür Abhilfe zu schaffen. Bringt da ein Fangzaun was? Ich frage mich was diese Anzeige von einem Dritten Skifahrer gegen die Bergbahnen bringen soll? Bei Unfällen mit Todesfolge muss die Staatsanwaltschaft in jedem Fall tätig werden. Das einzige was Sinn macht ist wenn es sich um einen angehörigen handelt.
 
Wenn da was bei der Sicherung bzw. Polsterung der Schneekanone nicht gestimmt hat, müssten mehre tausende Kanonen europaweit besser geschützt werden. Aber ich denke, dass dem nicht so ist. Immerhin ist der Feldberg ein "geprüftes Skigebiet" und daher denke ich das alles nach den derzeitigen Vorschriften gesichert ist.
 
Naja, das wird wohl für immer "fischen im Trüben" bleiben ohne Zeugen...
In jedem Fall tragisch das ganze.

Abpolsterung der Schneekanone? Naja, wenn es die auf dem Bild ist sieht mir das eigentlich ganz ordentlich aus...
Wenn ich mir den Hang so anschaue kann ich mir aber durchaus vorstellen, dass ein geübter Fahrer hier bis zu 60/70 Sachen draufhaben kann. Das ganze "nur" mit einem leichten Skihelm.
Jetzt stellt euch mal vor, Ihr fahrt mit nem Motorrad mit 60 ungebremst gegen einen Ampelmasten. Mit (vergleichsweise schwerem) Motorradhelm. Von mir aus auch noch mit Protektorenjacke oder ähnlichem. Da würde keiner sagen "Das überstehste unverletzt" - tödliche Verletzungen wären sogar äußerst wahrscheinlich.

Da hilft dann auch beim besten Willen das bisschen Polster nix mehr.
Wenn man es sich so vor Augen hält...

Schöne Grüße,
Jan
 
Vom Polizeipräsidium kommt wohl keine Pressemitteilung mehr, der Oberstaatsanwalt antwortet auf Anfrage der Medien.

Obduktion klärt genaue Todesursache
...
Wie Oberstaatsanwalt Michael Mächtel von der Staatsanwaltschaft Freiburg auf Anfrage sagte, starben die beiden Fahrer beim Aufprall auf den Masten einer Schneekanone. Der 30-Jährige aus Leonberg erlitt dabei schwerste Kopf-, der 29-Jährige aus dem Elsass schwere innere Verletzungen.

"Die Fahrer waren mit vernünftiger Geschwindigkeit unterwegs und prallten zunächst in einem spitzen Winkel zusammen", schildert Mächtel den Unfallhergang. Danach sei es dann zum tödlichen Zusammenstoß mit dem Masten gekommen.
...
Quelle: Stuttgarter Nachrichten

oder die Anfrage vom SWR: Erste Obduktions-Ergebnisse liegen vor
 
Sehr tragisch. Aber Fremdverschulden damit wohl ausgeschlossen. Die Kanone ist so gesichert wie tausende Andere im Alpenraum auch.
 
Das schon. Aber ist das minimale auch immer ausreichend? Da ziehen sich viele Betreiber nämlich gerne aus der Verantwortung, wenn sie sagen, wir haben unsere Pflicht erfüllt. Nur welche Pflicht? Die Pflicht die aktuellen Standards erfühlt zu haben, oder die Pflicht die Wintersportler ausreichend zu Schützen. Da machen sich es die Betreiber nämlich ziemlich einfach.
 
Ich würde sagen die Pflicht die Vorschriften eingehalten zu haben.
Klar kann man die Kanonen und auch die Liftstützen auf der Piste besser sichern. Viel besser sogar.
Zäune davor, wesentlich mehr Schutzmatten davor, Schneekanonen nicht mehr fest montieren.
Letzten Endes alles nur eine Frage des Geldes.
Ein Skigebietsbetreiber handelt (vornehmlich) nach ökonomischen Gesichtspunkten.

Wenn Sicherheitsgurte keine Vorschrift wären kann man sich auch vorstellen wie viele Autos welche hätten.
 
100%igen Schutz gibt es nicht, egal wieviel Geld man ausgibt.
 
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