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Seilbahn Weissenstein will Gondelbahn bauen

Oberländer im grossen und ganzen hast du schon recht. Nur ein paar Dinge die mir aufgefallen sind: Ich habe den Artikel auch gelesen und auch geposted, um mal zu sehen wie die Reaktion darauf ist. Das dort drin steht, dass die Sessel entfernt worden sind glaub ich nicht, weil dann hätte die SWAG ein echtes Problem. Denn die (und alles weitere auch) dürfen ja nach irgendeinem Gerichtsbeschluss nicht entfernt werden.

oberländer schrieb:
Für einen Erhalt braucht es in erster Linie den Willen der Bahnbetreiber. Der Betreiber will die alte Sesselbahn weder weiterbetreiben, noch erhalten, geschweige denn einer Stiftung verkaufen. Oder will "ProSesseli" die Bahn etwa selber unterhalten und betreiben? Wie auch, dafür müssten sie die Bahn übernehmen, was die Seilbahn Weissenstein AG kaum zulassen wird.

Du wärst überrascht nur 50% dieses Absatzes stimmt. Die Betreiber wären schon an den Erhalt der Bahn interressiert, nur nicht am Weissenstein. Es wurde nur kein Interressenten gefunden, weil die dann das gleiche Problem hätten wie die jetzt. Also keine Gehnemigung für den Betrieb. Aber wenn sich einer gefunden hätte, der die Bahn Rückbaut (,den Stahl bezahlt) und mitnimmt wären die Froh drüber gewesen. Diese Information habe ich vom stelv. Vorsitzenden der SWAG, als ich am 1. Nov mit ihm gesprochen habe.
Das die Betreiber die Bahn am Weissenstein nicht verkaufen wollen ist richtig. Und auch da liegt das Problem, denn der Verein ProSesseli wollte die Bahn (soweit ich weiss) nähmlich schon kaufen.

mfg Meteorus
 
Meteorus schrieb:
Es wurde nur kein Interressenten gefunden, weil die dann das gleiche Problem hätten wie die jetzt. Also keine Gehnemigung für den Betrieb. Aber wenn sich einer gefunden hätte, der die Bahn Rückbaut (,den Stahl bezahlt) und mitnimmt wären die Froh drüber gewesen.
Das ist schon schlimm, das sie nicht mal mehr einen Käufer aus dem Iran finden. Die sind dort wohl schon verwöhnt. :wink:
 
Das ich hier von Europa spreche war doch eigentlich schon zu erkennen, oder? Mal ganz davon abgesehen würde es den Nostalgikern auch nicht helfen wenn sie im Iran oder ähnlichen Ländern stehen würde.

mfg Meteorus
 
Tja, die populären Argumente gegen die neue Bahn gehen langsam aus, was auch nur logisch ist, sind sie doch alle widerlegt. Den ewig Gestrigen wird nur die juristische Verhinderungstaktik bleiben; dann können wir das Thema hier im Alpinforum zu machen und in einem Forum für komplexe juristische Verfahren weiter diskutieren. Jahre später wird dann die letzte Instanz konstatieren, dass man um einen gerichtlichen Entscheid reicher ist, viel Aufwand und Kosten entstanden sind, der Weissenstein vom Alteisen befreit werden und die neue Bahn gebaut werden kann.
 
Recht hast Du! Als nächstes knöpfen wir uns dann den schwimmenden Schrott auf den Seen vor: Diese Raddampfer sind ja sowas von veraltet, abwracken und zwar sofort! Das gibt auch ein paar schöne Aufträge für die leidenden Schiffswerften. Ein paar Panta Rheis mehr braucht das Land! Sind die Dampfschiffe erledigt, geht es den historischen Schienenfahrzeuge an den Kragen. Das geht doch nicht, dass so ein paar Nostalgiker mit ihrem Alteisen die Schienen verstopfen. Damit begnügen wir uns aber nicht, es stehen noch genug Oldtimerautos in diversen Garagen herum. Das könnte allerdings schwierig werden, gehören diese doch oft recht wohlhabenden Personen. Egal, im Notfall starten wir eine Volksiniative. Um eine Chance zu haben, propagieren wir das Ganze als Massnahme gegen die Klimaerwärmung. Fahren die doch fast alle ohne Katalysator als Euro 0 herum.

Nun sind wir so richtig erst im Schwung und holen zum ganz grossen Schlag aus: Wir fordern die Räumung sämtlicher Museen! In vielen Städten ist Wohnraum äusserst rar, da sind die Musentempel die reinste Platzverschwendung. Weg mit den alten Plunder, das gibt Platz für Wohnungen!
 
Mal 6...7 jahre in die zukunft: Die grelle farbe an den blechverkleidungen verblasst. Wer kennt diese bahn überhaupt noch? Die bahn ist zur hälfte abgeschrieben, der millionenkredit erst zu 30% getilgt. Das eigenkapital ist weg. Was tun? Keiner interessiert sich für das ding. Das plastikzeugs am berg für kinder reisst auch niemanden mehr vom hocker. Alles probiert, vom hochseilgarten bis zum murmelipark. Ausser noch mehr spesen und plastifizierter landschaft nix gewesen. Da müssen die steuerzahler der umliegenden gemeinden einspringen... zur rettung einer plastikbahn mit Walt-Disney(R) erlebnispark.

Zynismus bei seite: Ich finde schon -und immer mehr- daß die bevölkerung sehr wohl ein recht hat, den privaten dann zu maßregeln, wenn er sein handeln ausschliesslich aufs eigene portemonnaie ausrichtet, obwohl werte tangiert werden an die die gesamten gesellschaft teilhat!

Wenn jetzt nun jemand mit "unternehmerische freiheit", "freie marktwirtschaft", "nicht vom staat dreinreden" etc... daher kommt: Jeder schweizer bürger, von 1e-99 bis 99 jahre alt, hat der UBS genau 7800 Franken in den arsch geschoben. (für die Uusländer: =Staatsgeld für not(!!!)leidende Banken). Fällt ihnen auf, dass ich mich vulgär ausgedrückt habe? Mir nicht, mir fällt hingegen auf wie unverschämt vulgär sich teile der wirtschaft am gemeineigentum -seien es nun physische werte (zB. des bürgern salär oder steuer) oder ideelle werte (zB. weissenstein bzw. natur/kultur/... im allgemeinen) bedienen und dafür die gesellschaft mit allen registern des PR manipulieren....offensichtlich garnicht so unerfolgreich. Und die staaten selbst sind mehr oder weniger pleite, obwohl das geld nicht verschwunden sein kann. Wo ist es geblieben? Da sind derart viele widersprüche....

Man muss die dinge vernetzt sehen. Dann erkennt man erst recht keinen sinn mehr :tongue:
 
Und ich dachte der Fall endet als juristisches Hickhack?! Jetzt dient der Weissenstein doch tatsächlich einem Versuch zur Einheimsung des Nobelpreises für Philosophie ...
 
Die gesellschafter der weissensteinbahn werden nicht den weg der legalität verlassen, das unterstellt ihnen niemand. Auch die manager der banken haben zur herbeiführung der finanzkrise wie es aussieht nicht illegal handeln müssen, denn sie laufen allesamt noch frei rum.

Nicht alles was legal ist, hat einen nutzen. Manchmal tritt genau das gegenteil ein. Jetzt zu oft.
 
Was ist eigentlich mit den Sesseln passiert?
 
Sehr positiv, wurde die "Funkstille" endlich wieder mal gebrochen! :D
Wie es scheint, läuft da einiges im Hintergrund. Sehr zuversichtlich stimmt folgende Mitteilung:
"Mitspielen dürfte bei diesen Verzögerungen, für welche die Befürworter der Sesselbahn nicht verantwortlich gemacht werden können, auch die Tatsache, dass die Sesselbahn auf den Weissenstein in ein Schutzinventar des Bundesamtes für Kultur aufgenommen werden soll. Die Inventarisierungsarbeiten sind im Gange, weshalb die Bahn nicht abgerissen werden darf."
Für die Sesselbahn spricht zudem die bereits früher festgestellte Tatsache, dass die Finanzierung des Betriebes eines allfälligen Neubaus keineswegs gesichert ist. Die dafür notwendigen Frequenzen lassen sich ohne zusätzliche "Attraktionen" einfach nicht erreichen. Und diese zusätzlichen Angebote sind nun einfürallemal gestorben.
Pro Sesseli, der Schweizer Heimatschutz, die Stiftung Historische Seilbahn Weissenstein und alle Befürworter der Sesselbahn haben definitiv die besseren Karten in diesem Spiel! Man darf also weiter hoffen! :D
 
Solange der Besitzer der Bahn, die Seilbahn Weissenstein AG sich a) gegen einen Weiterbetrieb, und b) gegen einen Verkauf der alten Bahn an die Stiftung ausspricht, sind die Bemühungen vergebene Liebesmüh. Da haben nach meiner Meinung eher die Gegner die besseren Karten. Vor allem solte man aber endlich eine entgültige Entscheidung fälllen, damit eine Bahn am Weissenstein wieder eine Zukunft hat.
 
Und wei der Schweizerische Heimatschutz glaubt die einzige Instanz zu sein wo von dder Heimat und vom Bauen eine Ahnung haben kommen dann solche Objekte in den Genuss von Förderungen und jährlich zu vergebenden Preisen.

Zugegeben, das da musste ersetzt werden.
http://www.trogerag.ch/referenzen/21/6.jpg
Gebaut wurde dann das da.
http://www.trogerag.ch/referenzen/21/2.jpg
Weil da in unmitelbarer Nähe nur Häuser aus dem 17 - 19 Jahrhundert stehen fügt sich dieses Gebäude dank seiner blauen Ecke und einer teilweise roten Seitenwand herrvoragen in die alte Bausubstanz ein.
LINK ENTFERNT, DA DER URHEBER RECHT GIFTIG SEIN SOLL
Schaut von weitem weitaus weniger scheusslich aus als in Wirklichkeit. Zu bewundern in Eisten im Lötschental.

Dann verteilt ja der Heimatschutz auch noch jedes Jahr den Wackerpreis. Preisträger war im 2010 die Gemeinde Fläsch in Graubünden.
Gewinnen kann man den Preis mit dem da.
http://www.atelier-f.ch/images/gebaut/21/gross.jpg
und dem da.
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/azbilder0904/flaesch-09-04-hs08.jpg

Wie man unschwer erkennen kann hat dieser Verein von Heimat, Kultur, Bauen und Denkmälern sowie von Ästhetik nicht mal ansatzweise den Hauch von einer Ahnung.
Dafür will man sich jetzt noch in die Technik einmischen, von der man wohl noch viel weniger versteht als von seinen Kernaufgaben.
Da wird was gescheites dabei rauskommen.
 
Theo,

Gestatte mir nur eine kleine Bemerkung am Rande! Klammern wir mal FÜR EINMAL die betriebswirtschaftlichen Argumente aus, die selbstredend extrem wichtig sind, bleiben aber beim Thema (alte Sesselbahn) und wechseln rasch den Ort:

Und zwar vom Weissenstein 2010 zu Zermatt 1979: Wenn ich da an die alte Sunnegga-Sesselbahn denke...das ist einfach ein Jammer, dass die abgerissen wurde. Heute wäre diese Anlage - ausschliesslich im Sommer natuerlich - ein wahrer Touristen-Knaller, da bin bin mir absolut sicher; zudem könnte man diese Bahn in Zermatt auch bestens vermarkten...

Ich denke, dass solche Überlegungen in dieser ganzen Diskussion zwingend mitberücksichtigt werden sollten.
 
Wieso steht eigentlich eine Kombibahn mit seitwärts-Sesseln (wie auf den Gumen in Braunwald) nicht zur Diskussion? Klar wäre damit ein Teil des Nostalgiefeelings dahin - aber einfach nur eine Gondelbahn ist definitiv kein Personenmagnet mehr.
 
Ja intermezzo, was das Fahrerlebis angeht gebe ich dir völlig recht.
Da kommt die SSB nie an die Sesselbahn heran.
Die Lösung wäre ja genau eine solche Kombibahn wie in Braunwald, aber dagegen wehren sich ja auch alle mit Händen und Füssen und das teils mit den abstrusesten Argumenten.
Eine reine Sesselbahn bringt es am Weissenstein nicht, vor allem wenn das Kurhaus jemals wenigsten eine blanke 0 schreiben soll. Da könnten jede Menge Anlässe wo auch gut gegessen werden soll stettfinden. Wer veranstaltet aber schon gerne ein Nachtessen ( z.B. Hochzeit ) im Kurhaus wenn er nicht weis ob seine Gäste trocken ins Tal kommen.
Die Kombibahn wäre hierfür die Lösung, das habe ich galube ich auch schon weiter vorne geschrieben. Man hätte ein Fahrerlebnis und eine trockene Sache gleichzeitig.
Solange es aber Kreise gibt für die es nur eine VR101 geben kann und sonst nichts wird sich in der Sache aber nicht viel bewegen.
 
Kombibahn wäre sicher sinnvoll, so wie die Jennerbahn. In derselben Garagierungshalle stehen eben Gondeln für je 2 Personen und Originalsesseln.
Grüsse
 
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