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Silvretta Arena (Ischgl/ Samnaun)

Wenn die Gemeinde die Straßen einfach nicht mehr schwarz räumt dann ist es auch gleich viel leiser beim gehen in Skischuhen.
 
Das find ich interessant:
Um die Einhaltung der Verordnung zu kontrollieren, wird die private Sicherheitstruppe in Ischgl von zwei auf fünf Streifen mit je zwei Mann aufgestockt. Bei Zuwiderhandeln werden 25 Euro Strafe eingehoben, so der Plan der Gemeinde. Laut Verordnung sind sogar Strafen bis zu 2.000 Euro möglich.

Private Wachleute verteilen aber keine Bußgelder, das dürfen auch in Ö nur Amtsträger. Private Wachleute dürfen ja nicht einmal die Personalien feststellen (bzw. hätten keinerlei Handhabe um das Durchzusetzen). Man sollte also wenn da wirklich welche Ärger machen, einfach weitergehen und ihnen sagen, wenn sie ein Problem haben, sollen sie bitte die echte Polizei holen. (Die wird sich freuen, für sowas antanzen zu dürfen :D.)
 
Warum, ist doch völlig korrekt was j-d-s sagt: Die Polizei verteilt Bussen und nimmt die Personalien auf, andere haben dazu kein Recht.
 
Doch je nach Situation schon. Etwa Forst und jagdorgane dürfen es auch. Auf Privatgrund - etwa U-Bahn dürfen es auch private Dienste. Nur wohl nicht auf der Straße
 
Wurzelsepp schrieb:
Warum, ist doch völlig korrekt was j-d-s sagt: Die Polizei verteilt Bussen und nimmt die Personalien auf, andere haben dazu kein Recht.
Und deswegen sollte man sich über eine Verordnung hinwegsetzen und sich mit der Security anlegen...?
Es dürfte ziemlich klar sein, wer da den kürzeren zieht :roll:
 
"Anlegen" ist für mich das falsche Wort: Ich würde sie einfach höflich darauf hinweisen, dass die Polizei das Recht hat, Bussen auszusprechen und ich darum gerne bereit bin, auf die Polizei zu warten... dann ist es an ihnen korrekt zu reagieren, nicht an mir.

Nebenbei bin ich nicht sicher, ob so eine Anordnung rechtlich tatsächlich haltbar ist, aber das werden wohl Juristen klären müssen... und das bin ich nicht.
 
Wenn man nachts vom Apres Ski kommt, dann glaub ich nicht, dass man dann "höflich daraufhinweist" :D
 
Klar, nur was bringts am Ende?

Ne Menge Ärger. Ich will Ski-URLAUB machen und keine juristischen Präzedenzfälle schaffen.

Also würde ich gerne meinerseits den Rat aussprechen, sich an diese Verordnung zu halten.

Alternativ, wenn man dagegen Protest aufbauen möchte, gibt es eine seeeehr effektive Möglichkeit:

Eine Mail an die Gemeinde mit einer kurzen Begründung, warum man nicht mehr dahin fährt.
Danach trägt man seine Teuros ein oder zwei Täler weiter und verbringt einen stressfreien Urlaub ohne juristische Scharmützel.
Wenn das genug machen, zieht es entsprechend.

Ich persönlich bin kein übergroßer Fan des nächtlichen Treibens in Ischgl. Wenn ich da ab und an mal aufschlage, dann vorzugsweise in der Nebensaison mit Nächtigung in Kappl in einer kleinen Pension irgendwo seitlich den Berg hoch, von daher sind mir irgendwelche Verordnungen herzlich Wurscht.

Nur ist es reichlich doof mit solidem Halbwissen hier den Rat abzusetzen, mit saftigem Bußgeld bewehrte Verordnungen zu mißachten, weil angeblich die Security einem nichts anhaben kann...

...kann aber jeder halten wie er möchte. :mrgreen:
 
Wurzelsepp schrieb:
Warum, ist doch völlig korrekt was j-d-s sagt: Die Polizei verteilt Bussen und nimmt die Personalien auf, andere haben dazu kein Recht.
Ich weiss jetzt nicht, wie das in AT ist, aber in der CH sind entsprechend vom Staat beauftragte Privatunternehmen durchaus berechtigt, Bussen zu verteilen. Gang und gäbe zB bei Parkbussen. Und ja, auf öffentlichem nicht privatem Grund.
 
Ne, das läuft dann trotzdem noch mittelbar über die Gemeinde/Polizei, d.h. sie machen ein Foto (Beweis des Falschparkens) und hinterlassen einen Strafzettel, aber technisch gesehen kommt das immer noch nur von der Gemeinde/Polizei, die Privatunternehmen könnten das Geld auch nicht eintreiben (merkt man wenn man nicht sofort zahlt, dann kommt ein Brief von der wirklich zuständigen amtlichen Stelle). Ist also eher vergleichbar mit Rentnern, die Falschparker bei der Polizei anzeigen.

Wegen Forst- und Jagdorganen: Die haben ja normalerweise eine relativ umfangreiche Prüfung und i.d.R. auch einen hoheitlichen Auftrag, in D sind die Revierförster ja auch Beamte.

Auf privatem Grund kann ein Privatmann oder -unternehmen trotzdem keine Bußgelder verhängen. Es gibt zwar mglw. Vertragsstrafen, aber die sind zivilrechtlich, nicht strafrechtlich.

Und da die Gemeindeverordnung in Ischgl ganz eindeutig unter Ordnungswidrigkeiten (in AT Verwaltungsübertretung genannt) fällt, können die Security-Leute eben nichts machen. Sie können einen auch nicht dran hindern weiter zu gehen oder gar Platzverweise aussprechen, das sind hoheitliche Aufgaben auf öffentlichen Straßen. Wenn sie es doch tun, kann man bei der herbeigerufenen echten Polizei gleich Anzeige erstatten :D.
 
j-d-s schrieb:
Ne, das läuft dann trotzdem noch mittelbar über die Gemeinde/Polizei, d.h. sie machen ein Foto (Beweis des Falschparkens) und hinterlassen einen Strafzettel, aber technisch gesehen kommt das immer noch nur von der Gemeinde/Polizei,
Wo ist denn jetzt der Unterschied in Ischgl? Die Ischgler Gemeinde/Polizei beauftragt ja auch diese Sicherheitsfirma damit.
 
Solides Halbwissen eben... :roll:

Welchen Sinn hätte denn eine Security, die gar nix machen kann? Trachtenumzug oder was? Laufen die gerne in Uniformen spazieren?
 
Was wollen die eigentlich machen, wenn ich angeb kein Geld mehr fürs Taxi zu haben weil ich alles versoffen hab?
Ich denke dass der Schuss nicht nur in so einem Fall, sonder auch insgesamt nach hinten losgehen könnte.
Besoffenen zu erklären dass sie nicht auf der Straße gehen dürfen, könnte eventuell im weiteren "Gesprächsverlauf" zu einer höheren Lärmbelästigung führen als wenn man sie einfach gehen lassen würde.

Pancho schrieb:
Trachtenumzug oder was?
Das triffts ganz gut, wäre genauso wenn im Fasching dir ein als Zorro verkleideter Kerl erklären will, dass du nicht auf der Straße gehen darfst.
Bin echt neugierig wie sie das in Ischgl umsetzen wollen, von einer Security würd ich mir jedenfalls nicht verbieten lassen auf einer öffentlichen Straße zu gehen. Ich würd dann schon darauf bestehen, dass die Polizei gerufen wird, in dem Wissen, dass das denen sowieso zu blöd ist um wegen sowas die warme Stube zu verlassen.
Nicht vergessen, das ist Österreich, im Gesetze halbherzig umsetzen bzw mit Augenzwinkern zu ignorieren sind wir Weltmeister :wink:

Und bezüglich was bringst sich mit der Security anzulegen... Bringen tuts gar nichts, aber in Saalbach werden regelmäßig sogar die Polizisten mit Aschenbechern und ähnlichen Dingen attackiert. Die Auswirkungen des eigenen Handels durchzudenken, ist mit 30 Willis intus nicht mehr so ganz einfach.

Und noch eins.... wer schon mal ein Zimmer in der fraglichen Straße in Ischgl hatte, der weiß, dass die höchste Lärmbelästigung keinesfalls von den Skischuhen kommt sondern dadurch, dass sich Mitten in der Nacht jemand dazu auserkoren sieht zehn nackte Frisösen lautstark vorzutragen. Und das kann man ohne Skischuhe genausogut wie mit :wink:
 
Werna76 schrieb:
Ich würd dann schon darauf bestehen, dass die Polizei gerufen wird, in dem Wissen, dass das denen sowieso zu blöd ist um wegen sowas die warme Stube zu verlassen.
Du sollst den Einfluß der "Oberen Zehntausend" von Ischgl auf das Verhalten der Polizei nicht unterschätzen.
Und die "Oberen Zehntausend" von Ischgl haben schließlich beschlossen, dass Schischuhgetrampel nach 20:00 Uhr auf bestimmten Straßen nichts verloren hat.

Horst
 
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