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Skilehrer- Klischee oder Wahrheit?

  • Ersteller Ersteller Anonymous
  • Erstellt am Erstellt am
Guest schrieb:
Aus vielen Jahren in der Praxis als Skilehrer kann ich berichten, dass das Was viel wichtiger ist, als das Wie.
Ich fang jetzt bestimmt kein Pimmelmessen, wer der größere Skigott ist und die längste Praxiserfahrung als Skilehrer hat, daher nur allgemein meine Erfahrung:
Die allermeisten Skischüler hatten durchaus eine Vorstellung, was sie machen wollten, brauchten aber Unterstützung dabei, wie sie das hinbekommen. Um eine Spur zu legen oder zum Schattenfahren braucht der vorfahrende Skilehrer auch keine skifahrerische Excellenz, sondern braucht eigentlich nur das Niveau, dass diese Übung auf dem jeweiligen Hang gerade benötigt. Natürlich gibt es verschiedene handfeste Gründe, warum ein Skilehrer gut skifahren können sollte, die skifahrerische Demonstrationsfähigkeit würde ich als einen der unwichtigeren Gründe dafür ansehen.

Wenn das anderes wäre, würde ich mir auch große Zukunftssorgen um deinen Berufsstand machen:
korrekt Vorzeigen
werden nämlich über kurz oder lang irgendwelche Augmented Reality Medien besser können als jeder Skilehrer aus Fleisch und Blut. Ich denke nicht, dass es technisch so weit hin ist, dass bspw. über eine VR-Skibrille ein virtueller Skilehrer perfekte Schwünge, Übungen, Linien usw. auf jedem beliebigen Hang vorfahren kann. Wäre für den Skischüler viel preisgünstiger und praktischer als räumlich, zeitlich und ökonomisch an eine Skischule gebunden zu sein. ICH glaube allerdings nicht, dass es dazu kommt, da ich das Vorzeigen eben nicht als den wichtigen Aspekt beim Skiunterricht betrachte, sondern der Meinung bin, dass andere Faktoren viel wichtiger sind.

Guest schrieb:
Würdest du dich oder deine Kinder von einem Skilehrer unterrichten lassen, der nicht sturzfrei eine rote Piste runterkommt? Wie ist das dann bei der Verantwortung über eine Kindergruppe?
Ich weiß nicht, ob es für dich schwer vorstellbar ist, aber mir gar nicht in den Sinn kommen, die skifahrerischen Fähigkeiten der Skilehrer zu bewerten, wenn ich meine Kinder in der Skischule anmelden will. Erst recht nicht, wenn ich die zum Anfänger- oder Fortgeschrittene-Anfängerkurs anmelde. Sollten meine Kinder vom Niveau schon soweit sein, dass sie mit der Skischule auf roten Pisten fahren, würde ich erwarten, dass auch der Skilehrer diese bewältigen kann.
Allerdings glaube ich, dass du hier ein sehr überzogenes Bild von deiner Meinung nach skifahrerisch unterbelichteten Skilehrerkollegen zeichnest. Ich habe ehrlich gesagt noch nie einen Skilehrer gesehen, der beim Rote-Pisten-Fahren aus Unvermögen über seine eigenen Füße gestrumpelt ist. Auch keine 21-jährigen niederländischen Apres-Ski-Betthasen...
 
es wurden hier ja bereits einige Halbwahrheiten ( Klischees ) verbreitet.. :mrgreen:

Ich fange einmal von ganz oben an.. :D

Es gibt weltweit 2 Verbände in welchen sich die Skilehrer organisieren...

welches an sich schon ein Thema für sich ist, denn eigentlich sollte man annehmen,
da es um ein gemeinsames Thema den Ski - Unterricht geht , sollte es möglich sein, einen gemeinsamen Dachverband zu haben.. :D

Aber wie gesagt, bereits auf höchster Ebene wird 2 gleisig gefahren,
da vermutlich jeder Verband der Meinung ist, den goldenen Löffel bzw die goldene Methode für den Skiunterricht zu haben.. :mrgreen:

In einem Verband organisieren sich die Skilehrer welche einem Verein ( DSV Ski-Schule ) angehören.
dieses ist der IVSI
https://ivsi.info/

In dem zweiten Verband organisieren sich die Skilehrer welche einer staatlichen Skischule angehören.
dieses ist der ISIA
https://isia.ski/

Nun eine Stufe darunter auf Länderebene schaut es nochmals unterschiedlich aus.

Aber schauen wir zunächst einmal auf Deutschland, dort ist es zumindest noch sehr strukturiert...

Dort sind alle Skilehrer welche einem Verein angehören im DSV ( Deutscher Skiverband ) organisiert..
https://www.deutscherskiverband.de/

Darin sind nun wieder alle Bundesländer mit Ihren Verbänden organisiert.
zum Beispiel Bayern.

https://www.bsv-ski.de/aus-und-fortbildung/alpin/

Es gibt dort ein einheitliches 3 stufiges Ausbildungsmodell.

DSV Grundstufe
DSV Instruktor ( erste international anerkannte Ausbildungsstufe mit ISVI Marke )
die höchste Ausbildungsstufe ist der
DSV Skilehrer


Dann gibt es in Deutschland den zweiten Verband in welchem alle Skilehrer organisiert sind, welche einer staatlichen Skischule angehören.
Dieses ist der DSLV.
https://skilehrerverband.de/ausbildung-skilehrer/

Dieser Verband besitzt ein 4 stufiges Ausbildungsmodell

Skilehrer Level 1
Skilehrer Level 2
Skilehrer Level 3 ( erste international anerkannte Ausbildungsstufe mit ISIA Marke )
die höchste Ausbildungsstufe ist hier der
Staatliche Skilehrer

Der größte Unterschied bei den beiden Verbänden in Deutschland DSV und DSLV ist,
das beim DSV alle erreichten Ausbildungsstufen nur zeitlich befristet sind,
und man regelmässig sogenannte Fortbildungslehrgänge, nach welchen man dann die Laufzeit seines Ausweises verlängern lassen kann.

Wogegen beim DSLV sobald man dort die höchste Ausbildungsstufe den Staatlichen Skilehrer erreicht hat, diese zeitlich unbefristet ist.
Dort sind nur alle Stufen bis Level 3 zeitlich befristet, und erfordern ebenfalls einen regelmässigen Besuch von Fortbildungen,
damit der Ausweis entsprechend verlängert werden kann.


In anderen Ländern schaut es nochmals ganz anders aus. Zum Beispiel schon in Österreich, wo man dieses eigentlich eher nicht erwarten würde...

Sobald man beim staatlichen Verband ISIA bei Mitglieder, auf der Landkarte nach Österreich schaut, ist dort ein grauer Fleck...

Das bedeutet es gibt dort viele kommerziellen Skischulen, welche überhaupt keinem Verband angeschlossen sind...

Wer dann dort als Skilehrer eingestellt wird, entscheidet dann ganz alleine der Chef dieser Skischule...
Dadurch sind natürlich Probleme in der Qualität des Ski Unterrichts und einer einheitlichen Methode dieses Unterrichts schon vorprogrammiert.

Ein Beispiel für eine solche kommerzielle Skischule, stellvertretend für viele weitere findet man im nachfolgenden Link.

https://www.skischule-fieberbrunn.at/
 
Jan Tenner schrieb:
Sollten meine Kinder vom Niveau schon soweit sein, dass sie mit der Skischule auf roten Pisten fahren, würde ich erwarten, dass auch der Skilehrer diese bewältigen kann.
Also hast auch du eine gewisse Erwartungshaltung

Jan Tenner schrieb:
Ich habe ehrlich gesagt noch nie einen Skilehrer gesehen, der beim Rote-Pisten-Fahren aus Unvermögen über seine eigenen Füße gestrumpelt ist. Auch keine 21-jährigen niederländischen Apres-Ski-Betthasen...
Na dann erweitere deinen skifahrerischen Horizont, oder lass' dir von mir oder zonk oder christopher91 oder oder oder etwas sagen :wink:
 
Lustiger Thread! Also meine Tochter ist Skilehrerin-Anwärter mit Ausbildung in Österreich. Sie fuhr davor schon richtig gut Ski, nach dem Lehrgang -und vor allem nach einer ganzen Saison als Skilehrerin- fuhr sie sehr, sehr gut Ski. Ich muss aber sagen, die Ausbildung hat einige Bereiche ausgeklammert. Ich war in den 80ern "Übungsleiter" (so hieß das damals als Vorstufe zum richtigen Skilehrer, ohne jetzt die genauen Regularien zu kennen). Da haben wir aber wesentlich mehr praktische Ausbildung gehabt. Tiefschwung, Hochschwung, Kurzschwung, Jetschwung, "Wedeln" (=Topschwung: Mittelstellung und Auslösung nur aus den Knien), Talstemme, Bergstemme, Umsetzen Riesentorlauf, das mussten wir damals alles drauf haben und das auch vermitteln können. Das ist in dem Skilehrer Anwärter-Kurs nicht mehr Teil der Ausbildung sondern erst bei Landesskilehrer.

Aber dennoch kenne ich eigentlich nur Skilehrer, die richtig gut drauf stehen. Ich kenne auch nur Leute, die da richtig Bock drauf haben, wenn sie Skilehrerausbildung machen, und sich dann in diesem einen Winter, wo sie tatsächlich als Skilehrer arbeiten, unglaublich verbessern und dann auch das ganze Leben, jedes Gespräch sich nur um Skifahren dreht. Wenn man 15:00 Uhr dann im Skigebiet die Skilehrer noch beim Freifahren sieht, geht mir das Herz auf und dann will ich es meist auch noch mal wissen. Bei der Suche nach geeignetem Material hieß es damals immer: "Schau Dich um, was die Skilehrer tragen, welchen Ski die fahren! Da kannst Du nicht verkehrt liegen." Das gilt auch heute noch, so ist jedenfalls mein Eindruck, natürlich spielt da auch das Alter noch eine Rolle.

Mir ist aber schon aufgefallen, dass es in der letzten Zeit in den sozialen Medien so ein Thema ist, dass man das Standing und das Können von Skilehrern hinterfragt. Das scheinen mir aber eher Leute zu sein, die auf Youtube ein Tutorial gesehen haben und jetzt meinen, sie wüssten Bescheid :lach:

Zu der angeblichen Vögelei kann ich nichts sagen, ist aber irgendwie auch klassisch legendär, gelogen und mit Fünkchen Wahrheit
 
Guest schrieb:
@ Jan Tenner, ich verstehe grundsätzlich deine Überlegungen, stimme jedoch in der Schlussfolgerung nicht überein. Aus vielen Jahren in der Praxis als Skilehrer kann ich berichten, dass das Was viel wichtiger ist, als das Wie. Gerade bei Kindern, Jugendlichen, ängstlichen Erwachsenen usw. tut sich der Gast viel leichter wenn er das Vorgezeigte nachmachen kann (Schattenfahren, Spurfahren, you name it... alles in Bewegung, nicht rumstehen), als über übermäßig Reden, Erklären und Feedback sämtliche Details zu erfahren. Gerade bei Sprachbarrieren wird das noch wichtiger. Und das fürs korrekt Vorzeigen auch ein gewisses skifahrerisches Level benötigt wird, ist denke ich selbstredend. Im Trainerwesen oder bei stark Fortgeschrittenen gewinnt das gesprochene Feedback an Bedeutung, da kann der Gast aber auch schon einigermaßen Ski fahren.
Die These "so wenig wie möglich vorzeigen/-fahren zu müssen" würde ich nur dann unterschreiben, wenn du dazusagst, dass das auch heißt, dass der Skilehrer die richtigen Übungen für den Gast erkennen und geben muss. Also lieber genau die 2 richtigen Übungen als 15 willkürliche, die nichts mit dem Hauptproblem zu tun haben. Wenn das gemeint war, bin ich bei dir.
Jan Tenner schrieb:
Halte ich für einen grundsätzlichen Denkfehler. Warum sollte für eine Skischule das Fahrkönnen ihrer Angestellten das Aushängeschild darstellen? Sollten das nicht eher das Fahrkönnen und der Fortschritt der Skischüler sein, die mit deren Unterstützung das Skifahren gelernt haben? :)
Drehen wir den Gedanken vielleicht um, ab wann wäre ein skifahrerisches Unvermögen schon schädlich für die Reputation der Skischule? Würdest du dich oder deine Kinder von einem Skilehrer unterrichten lassen, der nicht sturzfrei eine rote Piste runterkommt? Wie ist das dann bei der Verantwortung über eine Kindergruppe? Das ist das was ich mit Mindestlevel meinte. (Eine handvoll wenige Ausnahmekönner als tatsächliche Aushängeschilder der Skischule reichen völlig :) )

Dem würde ich mich anschließen. Ich rate heute noch jedem, beim Liftfahren nicht einfach nur die Feige in die Sonne zu halten sondern auf der Piste zu schauen, wer steht gut drauf, wo sind die Leute, die einen Schwung auf der Kante durchfahren, ein Steilhang nicht einfach nur runterbolzen und am Ende eine Notbremsung einleiten müssen, sondern die in jeder Situation das Fahren im coupierten Gelände beherrschen und den Schwung und die Geschwindigkeit kontrollieren können. Das sind dann doch meist Skilehrer und deren Bewegungen kann man sich schon verinnerlichen. Tutorials sind kein Ersatz! Es gibt einen Style, den man erreichen will und den erlenrt man nicht so einfach durch Wischen auf youtube und Insta
 
Guest schrieb:
Wooly schrieb:
Deswegen war ich etwas verwundert, das die "Billiglöhner" so ein Problem sein sollen. Wer sich allerdings ohne Not ausnutzen lässt, der ist am Ende vom Tag auch selber schuld ...
Nur als Beispiel: mir wurde bereits in zwei Skischulen sinngemäß gesagt: "bevor ich Dich (als Staatlich geprüften Skilehrer + Trainer (=Meisterstufe)) anstelle, zahl' ich lieber zwei Holländerinnen/Däninnen, die bekommen zusammen weniger als du + denen kann ich jeweils 12 Kinder in der Kindergruppe mitgeben- da verdien' ich mehr als bei deinen Privatstunden"
Betriebswirtschaftlich ist diese Aussage ja grundsätzlich richtig, als junger Mensch mit einer hochwertigen Ausbildung greift man sich dennoch an den Kopf. Dazu sei für das Gesamtbild gesagt, dass man auch mit der Ausbildung zum Landeslehrer oder Staatlichen Skilehrer in AUT (mit Ausnahme am Arlberg) nicht gut verdient (ich nenne hier mal 1.500-1.800 netto/ Monat je nach Position und Aufgabe als Anhaltspunkt). Nun möchte ich bitte keine Grundsatzdiskussion ob das nun wenig oder viel ist- man hat mit dieser Ausbildung eine vollwertige Berufsausbildung, bringt die oben genannten Eigenschaften und trägt mit dem Gast eine Menge Verantwortung, das sollte auch entsprechend entlohnt werden. Bei den "Kinderlandlehrern" ist es nochmal ein Eck weniger an Verdienst obwohl die wahrlich große Arbeit leisten.
Dazu kommt noch, dass Aus- und Weiterbildung, Ausrüstung und Unterkunft selbst zu stellen bzw. zu bezahlen ist.
Dadurch komme ich zu meiner Aussage, dass die "Billiglöhner" den Preis drücken, denn wer ob der genannten Faktoren dennoch für wenig Lohn arbeitet bringt das Gefüge nach unten.

Dass das Ganze zum Großteil von jungen Menschen im Nebenerwerb ausgeübt wird, daran ist grundsätzlich mal nichts verwerflich. Wie von mir bereits genannt, bietet es sich sogar an, weil man als Schüler/Student in den Ferienzeiten einen tollen Ferialjob hat in dem man viel lernen kann und den Skischulen hilft es bei der Bewältigung der Spitzenzeiten. Allerdings dreht sich hier die Problematik im Kreis bzw. in der von mir genannten Abwärtsspirale: Dadurch, dass die Entlohnung für (gut ausgebildete) Skilehrer oder jene die das über eine ganze Saison hauptamtlich machen nicht entsprechend ist, wandern diese sukzessive in andere Bereiche ab, wodurch wieder mehr mit jungen, unerfahrenen und/oder "Importspielern" kompensiert wird. Usw. Usw.
Im Idealfall sollte man mit einem Job soweit über die Runden kommen, dass er die Rechnungen bezahlt. Okay, vielleicht in Kombination mit einem Job für die Sommersaison, aber mit 2x Saisonjob sollte dies, denke ich, nicht zu viel verlangt sein.

Hmmm, also schon zu meiner Zeit in den 80ern hieß es, dass sich der staatliche Skilehrer eigentlich nur für den lohnt, der eine eigene Skischule gründen will. Wer das trotzdem aus Spaß an der Sache machen will, kann sich m.E. aber nicht beschweren, dass es in dem Bereich (neuerdings) verstärkte Konkurrenz durch Studenten und die hier viel zitierten Bett-Schneehasen-Skilehrerinnen gibt (wo sind die eigentlich anzutreffen? ich frage für einen Freund). Möchte jetzt nicht übermäßig respektlos rüberkommen, aber wer einen Meisterbrief als Call-Center-Agent hat, darf sich auch nicht über zu viel Billig-Konkurrenz beschweren. Dürfte übrigens bei Tennislehrern nicht anders sein. Ich teile aber Deine Ansicht, dass man von einem festen Job ein auskömmliches Leben haben sollte.

Fortbildung ist übrigens bei vielen Skischulen in Österreich Pflicht und kostenlos, so jedenfalls mein feedback.
 
Kreon100 schrieb:
Hmmm, also schon zu meiner Zeit in den 80ern hieß es, dass sich der staatliche Skilehrer eigentlich nur für den lohnt, der eine eigene Skischule gründen will. Wer das trotzdem aus Spaß an der Sache machen will, kann sich m.E. aber nicht beschweren, dass es in dem Bereich (neuerdings) verstärkte Konkurrenz durch Studenten und die hier viel zitierten Bett-Schneehasen-Skilehrerinnen gibt (wo sind die eigentlich anzutreffen? ich frage für einen Freund). Möchte jetzt nicht übermäßig respektlos rüberkommen, aber wer einen Meisterbrief als Call-Center-Agent hat, darf sich auch nicht über zu viel Billig-Konkurrenz beschweren.

"Spaß an der Sache" ist natürlich gerne auch schnell ein Argument zur freiwilligen Selbstausbeutung ... auch wenn die wiederum in gewissen Maß auch immer noch legitim ist, wenn der Job richtig Spaß macht ... ich spreche da aus Erfahrung ... :mrgreen: :mrgreen:

Trotzdem wundere ich mich, das das Thema anscheinend immer noch so präsent ist ... ich dachte das hätte ich wirklich wg Fachkräftemangel schon massiv geändert ... anscheinend aber noch nicht genug. Da müsst ihr Skilehrer aber auch ehrlich mal selber aktiv werden ... oder akzeptieren das es anscheinend was Qualität angeht keinen Anspruch seitens eurer Arbeitgeber gibt ... was ich mir auch wieder nicht wirklich vorstellen kann.


Kreon100 schrieb:
Dürfte übrigens bei Tennislehrern nicht anders sein. Ich teile aber Deine Ansicht, dass man von einem festen Job ein auskömmliches Leben haben sollte.

Tennislehrer sind tatsächlich ganz gut dabei, die haben inzwischen ihren Marktwert verstanden.
 
Danke @Kreon100 für die Schilderung deiner Eindrücke. Freut mich sehr, wenn du das so wahrnimmst.

Ja, der Lehrplan der Skilehrerausbildung ist durchaus in verschiedene Bereiche gegliedert- siehe dazu auch meine Beiträge weiter oben.

Interessant, dass das Thema Social Media hier aufkommt. Womöglich ist da was dran, nämlich einerseits. dass man durch Posts und Stories bei Kollegen/ Bekannten/ Influencern etc. eher live dabei ist (vgl. ohne Social Media war man eben auf Saison und kam danach wieder zurück, ohne jedes Detail zu erwähnen), vielleicht nahm man dann in der unterbewussten Wahrnehmung eher an, dass die Skilehrer auch hauptsächlich Ski fahren.

Thema Skiunterricht via YouTube oder Tutorials: Zufälligerweise ist das gerade in den letzten Wochen beim Gast immer häufiger genannt worden. Ernst auf ernst, das kann man alles vergessen- jedoch nicht wegen der Qualität der Videos, sondern wegen der Umsetzung des Gasts. Am Ende des Tages steht der wieder in der Skischule wegen 1:1 Feedback. Das ist ja gerade das Schöne an unserem Beruf, dass es nie durch eine KI ersetzt werden kann (man denke nur an wechselnde äußere Bedingungen, individueller Stil, usw.). Nicht falsch verstehen, zusätzlich zum eigentlichen Unterricht sind das gute Hilfsmittel, können aber ersteren nicht ersetzen.
+ich spreche hier nicht von individueller Videoanalyse im Zuge des Unterrichts/Trainings oder das Social Media der Skischule zu Werbezwecken, das sind andere Paar Schuhe
 
Wooly schrieb:
Tennislehrer sind tatsächlich ganz gut dabei, die haben inzwischen ihren Marktwert verstanden.

Die top Leute ja, die anderen so lala. Und natürlich alle nur bis zur Rente. Aber das ist kein spezifisches Ski- oder Tennisproblem.
 
Highlander schrieb:
Der größte Unterschied bei den beiden Verbänden in Deutschland DSV und DSLV ist,
das beim DSV alle erreichten Ausbildungsstufen nur zeitlich befristet sind,
und man regelmässig sogenannte Fortbildungslehrgänge, nach welchen man dann die Laufzeit seines Ausweises verlängern lassen kann.

Wogegen beim DSLV sobald man dort die höchste Ausbildungsstufe den Staatlichen Skilehrer erreicht hat, diese zeitlich unbefristet ist.
Dort sind nur alle Stufen bis Level 3 zeitlich befristet, und erfordern ebenfalls einen regelmässigen Besuch von Fortbildungen,
damit der Ausweis entsprechend verlängert werden kann.

Die ersten 3 Stufen der jeweiligen Verbände sind relativ gleichwertig
Trainer A entspricht also ca. Level 3

jeder Trainer A im DOSB muss sich fortbilden
ein Sportlehrer nicht mehr (der hat das studiert), diese Möglichkeit bietet der DSV aber gar nicht an

Der Staatliche des DSLV findet in Zusammenarbeit mit der TU München statt und ist daher genau auf diesem Level anzusehen, daher ist die zeitliche Nichtbefristung konsequent.

Wer allerdings ins Ausbilderteam des DSLV will und somit die unteren Level ausbildet, muss sich im Verband sehr wohl fortbilden.
 
Ich bin aktuell in Flachau/Wagrein unterwegs; gefühlt am Lift nur junge Skilehrerinnen aus dem Ausland (überwiegend Holland).
Der Einheimische Physiotherapeut meiner Frau (selbst lange Skilehrer) sagte, die wären nur zum Saufen und Partymachen hier.
Besonders talentierte Skifahrer sind es definitiv mal nicht.

Ich folge auf Instagram einem Skilehrer von Arlberg, Patrick Baetz. Und da sieht man einfach, wie es aussieht, wenn man es von der Picke auf gelernt hat. Und da bringt es auch nicht, wenn man mit 20 Jahren ins Skigebiet zieht- ein einen ambitionierten Einheimischen kommt man einfach nicht ran. (S. Arlbergfan, der aus meiner Beobachtung sicher ein sehr guter (Dt.) Skifahrer ist, aber halt weit entfernt von einem halbwegs talentierten Einheimischen).

Fazit: wir brauchen mehr einheimische Skilehrer!
 
Carlos23 schrieb:
Fazit: wir brauchen mehr einheimische Skilehrer!

Absolut :!: Danke @Carlos23 für die Eindrücke aus dem Snow Space.
Patrick Baetz ist sicher ein Vorzeige-Skilehrer und kann vielen als Vorbild dienen. Er war lange Zeit Ausbildner bei der Staatlichen Skilehrerausbildung in AUT und ist nach wie vor noch einer der komplettesten Skifahrer der Welt.
 
Carlos23 schrieb:
Ich folge auf Instagram einem Skilehrer von Arlberg, Patrick Baetz. Und da sieht man einfach, wie es aussieht, wenn man es von der Picke auf gelernt hat. Und da bringt es auch nicht, wenn man mit 20 Jahren ins Skigebiet zieht- ein einen ambitionierten Einheimischen kommt man einfach nicht ran. (S. Arlbergfan, der aus meiner Beobachtung sicher ein sehr guter (Dt.) Skifahrer ist, aber halt weit entfernt von einem halbwegs talentierten Einheimischen).

Klar, als Österreicher hat man einfach den genetischen Vorteil gegenüber der restlichen Weltbevölkerung ... eigentlich sollten ALLE Österreicher Skilehrer werden, dann wäre das "Problem" auf einen Schlag gelöst. Und Patrik Baetz spricht bestimmt auch fliessend holländisch und kommt gut mit großen Kindergruppen klar, das ist ja auch fest in der rot-weiß-roten DNA verankert ....
 
Als ehemaliger "Heim- wie auch Importspieler" fühle ich mich irgendwie angesprochen und will ich euch meine 2ct daher nicht vorenthalten... :wink:

Guest schrieb:
Was die Qualität betrifft ist der österr. staatliche Skilehrer die hochwertigste skifahrerische Ausbildung weltweit und gilt gemeinhin als Maßstab.

Die Deutschen haben zwar ihr System angepasst, sind aber in der Hinsicht nicht vergleichbar und werden auch nicht auf gleichem Level anerkannt.

:lol: :lol: :lol:
Das wird dich jetzt vielleicht erschüttern, aber ich habe noch nie einen französischen Skilehrer getroffen, der diese Ansicht geteilt hätte. 8O Auch keinen italienischen oder schweizerischen. Auch in D ist das sehr standardisiert und von hoher Qualität.

Der zweite Teil stimmt auch nicht. Die Abschlüsse sind natürlich anerkannt. Haben sie dir denn in deiner "hochwertigsten Ausbildung weltweit" nicht nahegebracht, wofür das erste I in ISIA steht? :mrgreen: Deshalb können ja auch so viele deutsche Skischulen in Ö operieren.
Das System beim DSLV ist auch noch im Prinzip dasselbe wie vor 30 Jahren. Nur dass der Verband vor etwa 20 Jahren auf die Idee verfiel, noch mehr Kohle abziehen zu können, wenn er noch eine weitere Stufe einfügt - früher: Regionalskilehrer, unterdessen Level 2. War immer schon vollkommen nutzlos und - wie auch die Grundstufe (heute: Level 1) - nicht zwingend notwendig. Erst die Ausbildung zu Level 3 (ehedem: Verbandsskilehrer) stellt einen essenziellen Teil der staatlichen Ausbildung dar und kann über eine Anwärterprüfung (1 Tag) direkt begonnen werden.



Wooly schrieb:
ich bin davon ausgegangen das man in Deutschland wie in Österreich eine Ausbildung braucht. Das man da "einfach so" unterrichten kann wäre mir neu. Wo genau soll das gehen ?

Überall. War vor 25 Jahren schon so, hüben wie drüben. Was meinst du wo der Thoma die ganzen Leute hernimmt?

Kreon100 schrieb:
Hmmm, also schon zu meiner Zeit in den 80ern hieß es, dass sich der staatliche Skilehrer eigentlich nur für den lohnt, der eine eigene Skischule gründen will. Wer das trotzdem aus Spaß an der Sache machen will, kann sich m.E. aber nicht beschweren, dass es in dem Bereich (neuerdings) verstärkte Konkurrenz durch Studenten und die hier viel zitierten Bett-Schneehasen-Skilehrerinnen gibt (wo sind die eigentlich anzutreffen? ich frage für einen Freund).

Das mit dem Staatlichen war damals so, ist heute so und wird sich zumindest bei uns auch sicherlich nicht ändern, weil die Strukturen dem entgegen stehen. Erklären tut einem das im Vorfeld freilich keiner - jedenfalls nicht vom Verband oder den Skischulen, weil die einen ja ins System locken wollen. Hat man dann mal angefangen, versteht man alsbald was Phase ist - die einen halt früher, die anderen bisserl später.
Gleiches gilt für die Student:innen und die Schneehasen auch. Die Sache mit dem Bett lassen wir mal weg. Klingt herabsetzend und idR ist da eher der Wunsch des Gegenübers Vater des Gedankens. :ja: Fakt ist, dass alle Mädels, die ich in der Funktion getroffen habe, da einen super Job geleistet haben.


Guest schrieb:
Nur als Beispiel: mir wurde bereits in zwei Skischulen sinngemäß gesagt: "bevor ich Dich (als Staatlich geprüften Skilehrer + Trainer (=Meisterstufe)) anstelle, zahl' ich lieber zwei Holländerinnen/Däninnen, die bekommen zusammen weniger als du + denen kann ich jeweils 12 Kinder in der Kindergruppe mitgeben- da verdien' ich mehr als bei deinen Privatstunden"
Betriebswirtschaftlich ist diese Aussage ja grundsätzlich richtig,
(...)
Dadurch komme ich zu meiner Aussage, dass die "Billiglöhner" den Preis drücken, denn wer ob der genannten Faktoren dennoch für wenig Lohn arbeitet bringt das Gefüge nach unten.

Betreffend skifahrerischem Können: Wie oben erwähnt braucht es viele verschiedene Fähigkeiten um ein guter Skilehrer zu sein und neben dem Skifahren gehören psychologische und soziale Aspekte zweifelsohne dazu. Gegenüber dem Gast ist wichtig, dass man gut vorzeigen/ vorfahren kann und Spaß an der Sache vermittelt. Ich kenne "Kinderlandfeen" die didaktisch und pädagogisch einer Kindergärtnerin vermutlich nicht viel nachstehen.
Alles was ich erwarte ist ein gewisses skifahrerisches Mindestkönnen, was angesichts dessen, dass man als Skilehrer Dienst in Uniform verrichtet und gewissermaßen als Vorbild ggü. dem Lernenden und allgemein als Repräsentant der österr. Skischule auftritt, auch nicht zu viel verlangt sein kann :!: In meiner persönlichen Einschätzung, läge diese Anforderung in etwa so, dass man jede Piste in kurzen oder langen Radien befahren kann.
Wer das nicht schafft, sollte mMn die Berufswahl überdenken. Nur hier wird leider in der Anwärter-Ausbildung die Messlatte zu niedrig angesetzt, da man die Skilehrer ja für die Saison produzieren "muss" und O-Ton "fürs Kinderland wirds schon reichen" bzw. "wenn sie außer Dienst fahren, sollns halt die Jacke umdrehen"
Ich denke es ist ähnlich wie in anderen Dienstleistungen auch, im Kern sollte man sich mit der Sache auskennen und diese entsprechend repräsentieren, z.B. ein Installateur kann noch so sympathisch und lustig sein, wenn die Leitung nach seinem Werk weiter tropft stelle ich seine Fähigkeit infrage.

Ich verstehe deinen Frust, aber merkst du denn nicht, wie sehr du dir selbst widersprichst? Ich fange mal von hinten an und greife deinen Vergleich auf: die Leitung tropft am Ende eben nicht. Im Kinderland ist perfekte Buckelpistentechnik nunmal kein Asset. Wichtig ist, dass die Kinder Spaß haben und die Eltern sie dort gut versorgt wissen. Wie du richtig erkannt hast, sehen die niederländischen Kinderlandfeen nicht nur blendend aus, sondern verfügen auch über einen angehenden akademischen Hintergrund, beherrschen vier Sprachen fließend und können sehr gut mit Kindern. Wie viele dieser Kernkompetenzen kann die durchschnittliche österreichische Dorfliesl auf sich vereinigen? Wie viele davon erfüllst du?
So sind es denn auch nicht die Holländerinnen, die ihre Berufswahl überdenken. Die arbeiten an ihrem Teint, ihrer Skitechnik und bringen ganz nebenbei ihr Deutsch von fließend auf verhandlungssicher. Wenn sie dann mal ausgelernt und ihren Abschluss in internationaler BWL oder Jura in der Tasche haben, stimmt auch die Kasse. Denn merke, 1800€ als Einstiegsgehalt fühlen sich besser an, wenn es sich um den Wochenlohn handelt. ;D
Jene Dorfliesl, die das mitbringen - solche gibt's sehr vereinzelt auch (es scheitert meistens am Niederländischen, oft leider auch am Englischen) - haben wiederum keinen Bock sich für null Euro in den Schnee zu stellen, sondern setzen sich lieber in den Semsterferien an die Rezeption eines Luxushotels ins Warme und verdienen da Geld. Denn was in der "weltbesten Ausbildung" offenbar auch zu kurz gekommen scheint, sind die Grundzüge der BWL. Für Sätze des Typs, "Das mag betriebswirtschaftlich richtig sein, aber...", gilt nämlich das alles, was nach dem Aber kommt, auf dem freien Markt irrelevant ist. Wenigstens haben sie das jetzt in Form einen Praxismoduls nachgereicht. :P

Was die anderen "Importspieler" anbelangt, so beherrschen die in aller Regel kurze und lange Radien, da mach dir mal keine Sorgen. :D Das spitzeln die Skischulleiter auch sofort und teilen entsprechend ein oder es kommt halt erst gar nicht zu einem Beschäftigungsverhältnis. Denn, da gebe ich dir schon Recht, gut vorfahren können ist jenseits des Kleinkindalters schon sehr wichtig. Zwecks Demo, aber vor allem auch aus psychologischen Gründen. Auch stimme ich dir hinsichtlich der erstaunlich komplexen psychologischen und sozialen Herausforderungen zu. Deshalb gibt's ja auch gar nicht so wahnsinnig viele richtig gute Skilehrer. Aber gerade unterm Nachwuchs sehe ich die Importspieler da durchaus nicht im Nachteil, weil die - wenn ich das mal so offen sagen darf - im Durchschnitt einen wesentlich bildungsnäheren Hintergrund mitbringen.

Meine Auffassung ist, dass Schneeprofi nur in Selbstständigkeit funktionieren kann. Die Summen und Margen reichen einfach nicht, als dass da jemand als Mittler noch groß was abgreifen könnte, auch ist die Verhandlungsmacht des einzelnen Angestellten einfach zu schlecht. Wenn du also weiterhin am Gast arbeiten willst, wäre der Bergführer quasi unerlässlich.
 
Toposlopos schrieb:
Haben sie dir denn in deiner "hochwertigsten Ausbildung weltweit" nicht nahegebracht, wofür das erste I in ISIA steht?
Durchaus :D das ist jedoch bestenfalls eine Ergänzung zu meinem Statement: natürlich rühmen sich alle Verbände eine "standardisierte" Ausbildung zu haben + der ein oder andere ist für so ein Papier sicher in Brüssel oder einer anderen Haupstadt Hofrat geworden. Dennoch gibt es einen Unterschied zwischen dem Standard-Setzer und dem Standard-Erfüller :wink: Und wer hier wer ist, wird zumindest alle vier Jahre am Interski Kongress deutlich.

@Toposlopos : Ich sehe in meiner Aussage absolut keinen Widerspruch. Deine Aussage stellt Punkt in Gegensatz, in denen wir uns doch eigentlich einig sind (Fähigkeiten Skilehrer, individuelle Stärken, Kommunikation und Sprachen, Beruf Skilehrer mit Skills für andere Jobs, skifahrerische Mindestanforderungen). Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass dein letzter Abschnitt einen noch optimistischeren Blick auf den Beruf Skilehrer wirft, als ich das tue. Wenn die Holländerinnen tatsächlich an ihren Sprachfähigkeiten arbeiten würden und die kurzen und langen Radien mir keine Sorgen mehr bereiten müssen, dann bräuchte es mein Plädoyer nurmehr in viel abgeschwächter Form und wir könnten gemeinsam das Glas Skiwasser auf die Skilehrer erheben.

Btw, ich erfülle alle Deiner Kriterien, da kannst beruhigt sein :wink: Details gerne auf Nachfrage per PN
 
Carlos23 schrieb:
Ich folge auf Instagram einem Skilehrer von Arlberg, Patrick Baetz. Und da sieht man einfach, wie es aussieht, wenn man es von der Picke auf gelernt hat. Und da bringt es auch nicht, wenn man mit 20 Jahren ins Skigebiet zieht- ein einen ambitionierten Einheimischen kommt man einfach nicht ran. (S. Arlbergfan, der aus meiner Beobachtung sicher ein sehr guter (Dt.) Skifahrer ist, aber halt weit entfernt von einem halbwegs talentierten Einheimischen).
Interessante Vorstellung. Natürlich ist es wichtig, dass man regelmäßig trainiert, aber meinst du nicht, dass jeder Skifahrer nach der initialen Lernphase ein Plateau erreicht, auf dem er dann auch nahezu eingeholt werden kann?

Oder ist es tatsächlich so, dass ein Skifahrer seine Fähigkeiten mit jedem Skitag stetig ausbaut und daher ein Einheimischer einem zugezogenen immer voraus ist, selbst wenn der in seiner Kindheit jedes Jahr 20 Skitage hatte und schon 20 Jahre dort lebt?
 
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