Arlbergfan schrieb:
Naja, wenn man aber ein einer Skiroute rumnörgelt dass sie nicht vollständig präpariert ist und man auch nicht erkennt, dass das Skigebiet nur durch einem Lift letztes Jahr um 1/3 größer wurde oder daran gearbeitet wird, Ost und West komplett miteinander zu verbinden - sich stattdessen aber mehr auf Bahnen wie Madloch / Zugerberg / Schloßkopf versteift, dann finde ich es nicht ok.
Auch unter Freunde, die nur Pistenskifahrer sind, höre ich immer wieder, dass diese Landschaft, der Weiße Ring, die Gastronomie, das Panorama und auch die abwechslungsreichen Pisten unvergleichbar sind. Nichtsdestotrotz fahre ich persönlich auch mal gerne in Ischgl oder Saalbach (Sölden bezweifel ich). Aber dass die 51€ Tagespass für einen Bluebirdday mit oder ohne Powder es am Arlberg nicht wert sind, das werde ich nicht so stehn lassen.
Wenn ne Skiroute nicht präpariert ist, sage ich da nichts dagegen. Aber wenn da so ein Text steht:
33 Madloch-Zug
offen
Obwohl es sich bei dieser Abfahrt um eine Skiroute handelt, wird sie dennoch regelmäßig präpariert. Mit einer Länge von 4.187 m ist sie eine der längsten Abfahrten am Arlberg. Im oberen Teil (nach dem ersten Flachstück) kann man rechter Hand des öfteren Gemse beobachten. Für eine Pause optimal geeignet ist das große Weiße Ring-Symbol im Bereich des Stierlochkopfs, anschließend führt der Weg mit atemberaubendem Lechblick ins Tal. Übrigens verläuft hier auch das legendäre Weiße Ring-Rennen und schon manches Rennen wurde hier entschieden.
Dann ist davon auszugehen, dass sie wenigstens alle paar Tage und komplett präpariert wird - da das offensichtlich nicht der Fall ist, ist diese Beschreibung vorsätzliche Lüge.
Und insgesamt gesehen hat der Arlberg eben sehr viele alte Lifte (Madloch, Zug, Schlosskopf, Schüttboden, Trittkopf, Albonalifte, Schindlergrat, Valluga) und das auch an wichtigen Stellen und nicht nur teilweise. Die Beschneiung ist dürftig ausgebaut, wie man am Anfang dieser Saison gesehen hat.
Außerdem ist der Punkt der, dass Skirouten zwar noch so toll sein können, aber die sind keine Gegenleistung des Skipasses. Die sind nicht präpariert und sowieso da, egal ob man nen Skipass oder nicht. Die Bergbahn hat keine Arbeit mit denen. Und dass an der Verbindung gearbeitet wird ist für mich unerheblich, den Skipass zahlt man auch jetzt und nicht erst später. Außerdem, wer weiß wann die tatsächlich kommt - Verzögerungen gibt es bei solchen Projekten oft. Und auch wenn die Verbindung den Arlberg dann in die oberste Liga der größten Skigebiete katapultiert, muss man trotzdem noch die alte Infrastruktur vor allem im Bereich Lech/Zürs erneuern.
ski-chrigel schrieb:
Aber ich lass das jetzt mal so stehen...
Ich finde die CHF 92.- Zermatt international auch angemessen für Matterhorn, Riesengebiet, Gletscher, Höhe, toller Präparierung und drum rum. (Vielleicht sogar angemessener als die EUR 51.- für den Arlberg?). Und trotzdem werden mir da viele, auch j-d-s, widersprechen...
Aber Hallo! 92 Franken sind übertrieben, das ist der teuerste Skipass Europas. Wobei ich die sowieso nie zahle, wenn ich in Zermatt skifahre dann von Cervinia aus, da kostet das gleiche 57 Euro - das ist zwar immer noch leicht überteuert - aber nicht extrem. Und für die "Aussicht" oder "Umgebung" zahle ich keinen Skipass, ein Skipass hat dann einen angemessenen Preis, wenn die Bergbahngesellschaft(en) dafür den entsprechenden Aufwand betreiben. Das Matterhorn ist ein Stück Natur, für das die Bergbahnen keine Kosten haben und daher auch nichts verlangen dürfen.