ski-chrigel schrieb:
Naja, grad im Bereich der Skigebiete spielt der Markt doch ziemlich gut. Sonst gäbe es die grossen Preisunterschiede eben genau nicht. Von anderen Branchen rede ich nicht.
Dass in diesem Forum die Bergbahnen stets als Halsabschneider dargestellt werden, ist bekannt und ätzend. Schaut man deren Jahresergebnisse dann genauer an, sieht man, dass diese Branche alles andere als zu den Grossmargengewinnern gehört. Dein erster Satz stimmt so überhaupt nicht.
Das möchte ich so nicht stehen lassen. Die negative Darstellung macht den Eindruck, zu überwiegen, weil natürlich vor allem Beschwerden genannt werden - und da sind dreistellige Skipasspreise freilich ein gewichtiger Punkt, zumal das nur in St. Moritz und Zermatt der Fall ist, die sogar bei ca. 114 Franken liegen, alle anderen unter 95, und selbst im Bereich 80-95 sinds nur eine handvoll.
Freilich gibt es auch positive Beispiele, und interessanterweise sind das häufig diejenigen, die auch besonders gute finanzielle Zahlen vorlegen können - beispielsweise Ischgl, die 3V, PdS in großen Teilgebieten, die Sellaronda oder ALH.
Wenn man dann aber St. Moritz (jedenfalls die Corviglia-Gesellschaft) oder Zermatt ansieht, sind das ja auch welche der finanziell besser dastehenden Gesellschaften, aber welche die trotzdem extrem hohe Preise aufrufen, anstatt wie die anderen genannten (ich weiß, in den genannten Gebieten sind es meist mehrere verschiedene Gesellschaften) auf "normal-hohe" Preise und dafür mehr Gäste zu setzen.
Eine Hochpreis-Strategie, die aktiv darauf setzt, dass sich weniger Gäste die Preise leisten können, finde ich da in der Tat nicht moralisch richtig.
Nicht zuletzt geht es natürlich auch um das Preis-Leistungs-Verhältnis, verglichen zwischen den genannten Gebieten und deren Preisen, wo dann eben ein Aufpreis von etwa 35 Franken, was mehr als 40% entspricht, kaum gerechtfertigt erscheint.