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Skipasspreise 2023 / 2024

Skifreak_1

Großer Müggelberg (115m)
So wie es aussieht zeigen die Skipasspreise in der Saison 2023 / 2024 wie z.B. in der Skiwelt. Der Anstieg ist höher als die Inflation mit 15 %. :sauer: Woher kommt diese Teuerung?
 
Skifreak_1 schrieb:
So wie es aussieht zeigen die Skipasspreise in der Saison 2023 / 2024 wie z.B. in der Skiwelt. Der Anstieg ist höher als die Inflation mit 15 %. :sauer: Woher kommt diese Teuerung?

Ich geh mal davon aus, das es an höheren Beschaffungskosten für beispielsweise Ersatzteile (Bahnen und Pistengeräte), Energie (Bahnen und Pistengeräte) und hoffentlich auch höhere Personalkosten (Was die in der Saison leisten muss honoriert werden) … , liegt.
Allerdings ist mir momentan nicht bekannt, wo um mehr als 15% erhöht wurde? Kannst du mir da weiterhelfen.
Sölden Beispielsweise von 68,- € auf 73,- € , das sind knapp 7,5% .
Obertauern von 53,- € auf 59,- €, das sind knapp 11,5% .
 
Berwang erhöht seine Preise für die Tageskarte von 55€ auf 61€ und für die Halbtageskarte von 44,50€ auf 49,50€. Die restliche Zugspitzarena (Ehrwald, Lermoos, Biberwier) wird wohl wie die letzten Jahre auch gegenüber Berwang 1€ mehr kosten, also 62€ bzw. 50,50€. Das wäre dann bei der Tageskarte eine Erhöhung von 10€ innerhalb von 2 Jahren...

Viele Grüße
 
Skifreak_1 schrieb:
So wie es aussieht zeigen die Skipasspreise in der Saison 2023 / 2024 wie z.B. in der Skiwelt. Der Anstieg ist höher als die Inflation mit 15 %. :sauer: Woher kommt diese Teuerung?

Weil genug Gäste bereit sind es zu zahlen und davon (noch) nicht abgeschreckt werden sondern der Skisport ihnen wert ist.
:kluckscheiss:
 
Ich denk nicht, dass viele Familien noch dazu bereit sind. Hier in München haben Familien mit älteren Kindern aus meinem Umfeld, mit einer Ausnahme, allesamt aus kostengründen das Skifahren ad acta gelegt. Familien mit jüngeren Kindern machen maximal Skikurs, aber investieren kaum mehr in ganze ski Urlaube, einige verzichten sogar auf tagesausflügle in bspws skiwelt. Und andere satteln um auf tourenski. Ich persönlich kenne eben nur besagte eine Familie, die das alles wie gehabt handhaben. Und die ist mit ordentlich Geld bestückt. Alle anderen sind dem. Mittelstand oder sogar gehobenem Mittelstand zuzuordnen.ich bin gespannt, ob die Leute immer noch mittel bis-langfristig da mitspielen.
 
Immer interessant, solche Zeilen zu lesen und gleichzeitig zu sehen, wie das Geschäft brummt, wie die Pisten voller Kinder sind, wie die Familienhotels ausgebucht sind etc. Ich sehe vor Ort zumindest in grösseren Skigebieten beim besten Willen nicht, dass weniger kommen würden.
 
ski-chrigel schrieb:
Immer interessant, solche Zeilen zu lesen und gleichzeitig zu sehen, wie das Geschäft brummt, wie die Pisten voller Kinder sind, wie die Familienhotels ausgebucht sind etc. Ich sehe vor Ort zumindest in grösseren Skigebieten beim besten Willen nicht, dass weniger kommen würden.

Ja das denk ich mir dann am Berg auch immer. Kenne viele die nicht mehr zum Skifahren mit der Familie gehen das zu teuer ist. Am Berg ist’s aber Wetter voll. Auffällig ist was inzwischen für Luxus Autos, suv usw. am Parkplatz stehen. Man merkt das die Leute mit Geld vermehrt da sind.
 
Der Opel Corsa Fahrer dem am Ende vom Monat wenn alles gut läuft noch ein paar 100€ bleiben wird diese halt eher weniger an 1-2 Skitagen auf den Kopf hauen.
Dass es auf den Bergen in den letzten 20 Jahren nicht leerer wurde liegt in meinen Augen hauptsächlich daran, dass immer weitere neue Märkte (international) erschlossen wurden. Vor 20 Jahren war der Russe, Amerikaner etc. halt lange nicht so der Gast in den Alpen wie heute.
Es gibt schon eine klare Verschiebung des Skisports ins obere Drittel der Einkommensschicht, diese wird halt dadurch kompensiert dass es das wohlhabende Drittel Weltweit gibt und dieses halt vermehrt kommt. Und natürlich sind das auch Familien mit Kindern, nur sind es wohl nicht mehr unbedingt die Familien von Leuten die monatlich nach dem Geld schauen müssen und das werden immer mehr.

Den Tagesgast aus der Region will man ja auch zunehmend gar nicht mehr, der ist ja nur lästig, nutzt die Infrastruktur und lässt nichts liegen. Traurig für die Familien vor Ort die dann lieber immer weiter weg reisen.
 
Ich schreibe nur von Tirol.

Julian96 schrieb:
Den Tagesgast aus der Region will man ja auch zunehmend gar nicht mehr, der ist ja nur lästig, nutzt die Infrastruktur und lässt nichts liegen. Traurig für die Familien vor Ort die dann lieber immer weiter weg reisen.

Die Preisentwicklung ist soo ätzend... Bloß die armen Kinder vor Ort kannste Dir nicht vor den Karren spannen, denn für die Familien vor Ort sind Skipasspreise der eher geringere Posten, auf's Jahr gerechnet. Die fahren mit TRC oder FZT, oder eher selten TSC.

Das sah dann zuletzt so aus, dass für zwei Eltern, ein Jugendliches und ein Kind keine fünfzehnhundert Euro per anno fällig werden. Nicht geschenkt, klar, aber wenn man die Karte nur hin und wieder ausspielt, ist der heruntergebrochene "Tageskartenpreis" ein schlichter Witz im Vergleich zum realen Preis für Touristen an der Seilbahnkassa. Außerdem gilt das Teil ein ganzes Jahr mit einem üppigen Sommerangebot. 80€ fürs Kind, 280 fürs Puberdear, fast so etwas wie Jugendsportförderung.

https://tirol-regio.at/tarife/#preise-einzelkarte

Nö, gemolken werden jene, bei denen der Skiurlaub ein Highlight im Jahr sein soll und Saisonkarten (nicht zuletzt aus rechtlichen Gründen) eben keine Option sind. Und sie werden sich melken lassen, weil es ihnen am Ende nicht darauf ankommt, ob sechs Tage BBS mit 360 oder 400 Euro zu Buche schlagen, weil all die anderen Posten dieser Skiwoche eh schon so heftig in Kontor schlagen, dass die vierzig Kröten mehr pro Nase nicht mehr wahrnehmbar schmerzen. Man spürt die Einschläge dank Betäubung nicht mehr. Ist ja die Urlaubswoche und die muss gelingen und drum wird diese bittere Pille einfach geschluckt, gegebenenfalls mit nem Stamperl nachgespült und anschließend kann man endlich die schöne Aussicht genießen.

Oder.. sie werden sich nicht melken lassen und wenden sich vom bergbahngestützten Skisport ab. Dafür braucht es gar nicht mal unmittelbar wirtschaftliche Zwänge. Es reicht ja auch, zu empört zu sein, um sich melken lassen zu wollen. Öko- und klimatologische Motive kommen noch hinzu, gut möglich, dass sich die Seilbahner mit ihrer Preisstrategie mittelfristig eben doch ins eigene Knie schießen.

Denn auch wenn die Pisten in der Saison noch gut gefüllt waren: Wer für so ein Skivergnügen, wie beispielsweise rund um's vergangene Weihnachten irgendwo unterhalb der Baumgrenze, für sich und seine drei Mäuler einen stattlichen vierstelligen Betrag hingeblättert hat, stellt sich schon die Frage, ob man damit nicht etwas Sinnvolleres anstellen könnte. Und die sind dann weg und wenn die Alternativen funktionieren kommen die erstmal auch nicht zurück. Und die Kids lernen surfen, oder biken oder Boulespielen, you name it, bloß nicht Skifahren.

Sorry, eher viel Text für meine Feder, das Thema macht mich einfach grantig.

w.

aber TSC '23 ist gesetzt 8)
 
Klar die Saisonkarte Besitzer fahren gut.
Besonders das die inzwischen auch Familien haben 2-3 ine Woche oder Tsge. n Urlaub kommen im Winter.

Die ca 1500€ musst du als Familie auch stemmen und oft fahren gehen. Kenne viele denn das zu viel ist und die nicht 10 + Tage fahren wollen. Oft reichen den ca 5 Tage und dann ist es zu teuer da man zu 4 ja gut 200€ los ist am Tsg.
 
zonk schrieb:
Ich denk nicht, dass viele Familien noch dazu bereit sind. Hier in München haben Familien mit älteren Kindern aus meinem Umfeld, mit einer Ausnahme, allesamt aus kostengründen das Skifahren ad acta gelegt. Familien mit jüngeren Kindern machen maximal Skikurs, aber investieren kaum mehr in ganze ski Urlaube, einige verzichten sogar auf tagesausflügle in bspws skiwelt. Und andere satteln um auf tourenski. Ich persönlich kenne eben nur besagte eine Familie, die das alles wie gehabt handhaben. Und die ist mit ordentlich Geld bestückt. Alle anderen sind dem. Mittelstand oder sogar gehobenem Mittelstand zuzuordnen.ich bin gespannt, ob die Leute immer noch mittel bis-langfristig da mitspielen.


Ich war heute in Garmisch-Partenkirchen und habe mit den Seilbahnern diskutiert.

Das Geschäft verschiebt immer mehr weg vom Skifahren hin zu anderen Märkten.

Beispielsweise hatte gestern (Samstag, 20.05.2023) die Bayerische Zugspitzbahn auf der Zugspitze 3700 Fahrgäste; heute war es etwas weniger. Dafür, das gerade keine Ferien sind, keine Hochsaison und das Wetter auch nicht übermäßig gut war, ist das ein sehr guter Wert. Die Gastronomie war sehr gut ausgelastet; der Fahrpreis beträgt 68 €.

Heute fuhr die Zahnradbahn alle 30 Minuten und die Seilbahn Zugspitze wechselte zwischen dem 10-Minuten-Takt und dem 15-Minuten-Takt.

Grundsätzlich gibt es bei der Seilbahn Zugspitze drei Betriebsprogramme. Standard ist der 15-Minuten-Takt der 120-Pendelbahn. Wenn viel los ist, dann wird alle 10 Minuten gefahren. Beim 10-Minuten-Takt ist es erforderlich, die Stationseinfahrt von standardmäßig 0,3 m/s auf den Modus schnelle Stationseinfahrt mit 0,6 m/s hochzuschalten, um bei 8:24 Minuten Fahrzeit einen 10-Minuten-Takt halten zu können.

Bei extrem schlechter Witterung (Sturm, Regen, Schneefall usw.) wird, auch wenn niemand fahren will, dann mit zwei leeren Kabinen ein 30-Minuten-Takt gefahren.

Einen weiteren Schub gibt es jetzt zudem durch das Deutschlandticket. Als ich mit der Zahnradbahn in Garmisch-Partenkirchen heute um 17.15 Uhr ankam, stiegen etwa die Hälfte der Fahrgäste um, um mit dem Regionalexpress um 17.35 Uhr nach München Hbf zu fahren. Der Zug nach München (Garmisch-Partenkirchen ab 17.35 Uhr, München Hbf an 18.47 Uhr) war sehr gut ausgelastet; etwa 90 % der Sitzplätze waren belegt (Talent 2 in Doppeltraktion). Zwischen 17.07 Uhr und 20.07 Uhr wird zusammen mit der Regionalbahn zwischen Garmisch-Partenkirchen und München ein Halbstundentakt angeboten.
 
Bei der ganzen rasanten Preisentwicklung muss man aber auch sehen dass das nicht nur das Skifahren betrifft, sondern schlichtweg alles. Egal was ich machen will, es wird teurer. Ich kann meine Freizeit stattdessen auch im Erlebnisbad, beim Sommerrodeln, usw. verbringen, aber auch das hat Preisanstiege im selben Level. Und auch generell die Hotels, die Gastronomie,... alles.
Bleibt nur, entweder auf jegliche Freizeitaktivität zu verzichten, oder ganz bescheiden ohne Aufstiegshilfen / Bespaßung / ... draußen zu sein, mit dem essen ausm Rucksack. Aber auch dann hat man meist noch eine Anreise, und die Massen wird man mit dieser Art von Beschäftigung eher nicht begeistern können.
 
Ich glaube nicht, dass das hinhaut und die Massen sich weiter fürs Skifahren begeistern werden, wenn insbesondere das bergbahnskifahren sich weiter derart verteuert. Schon in den letzten Jahren war die preisspirale nach oben deutlich und wird nun noch extremer. Das mag in den USA funktionieren, die wesentlich weniger Wettbewerb haben, da weniger skigebiete und auch zusätzlich h ganz eigene Abo-Systeme, und meist ist das Skifahren dort für die wirkliche Oberschicht oder freaks interessant.
Aber den Status als massensport in Europa wird das Skifahren definitiv verlieren. Früher, bis Ende der 90er oder teils Anfang der 00er war es auch für den normalen Arbeiter bei Opel möglich, mit der Familie sich einen ski Urlaub leisten zu können. Aber allein schon Urlaube in der hörnergegend oder auch Oberstdorf, die früher noch sich gut für diese Klientel ausgingen, sind mittlerweile unbezahlbar geworden. Von kitz oder ischgl oder gar Lech will ich da gar nicht erst reden.
Wenn nun auch die skiwelt Preise um die 70 Euro für einen tagesskipass verliert, wird sich der Status als familienskigebiet auch irgendwann erledigt haben.
Familienskigebiete werden in Zukunft maximal die St. Johanns dieser Welt sein, und diese und kleinere werde es immer schwerer haben, sich gegen die grossen zu behaupten. Irgendwann fallen Familien ganz weg, weil auch die kleinskigebiete nicht mehr vorhanden sind. Dann ist der us-amerikanische Zustand nicht mehr allzuweit weg. Skifahren für reiche und nerds
 
Darauf setzen viele Gebiete vermutlich, da mit den "Reichen" mehr Marge generiert wird und es scheint genug zu geben, bei denen das Geld locker sitzt. 120€ bei einem Mittagssnack auf der ausgeben - kein Problem. Die meisten Residenzen, die in ValTho in den letzten Jahren gebaut wurden sind im Luxussegment einzuordnen. Montana PleinSud, Altipura, Pashmina, Hameau du Kashmir, Koh-i-noor
 
Ich meine mich zuerinnern, dass der Skipass in der skiwelt vor gerade mal 10 bis 12 Jahren 41 Euro gekostet hat. Das ist schon ziemlich erstaunlich, wenn man die 69 Euro jetzt betrachtet
 
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