Skifreak_1 schrieb:
@ThomasK Gut erklärt mit der 100 Tage Regelung. Übrigens auch die Jungfraubahnen und der Titlis machen einen wesentlichen Umsatz mit den Fußgängern. Diese kommen aber in der Regel nur einmal in der Saison. Ein Skifahrer kommt mehrmals und sorgt für kontinuierliche Einnahmen. Er ist auch treuer.
Deine Beispiele sind sehr gut gewählt, denn die kaufmännische Kalkulation für die Ziele Zugspitze, Jungfraujoch und Titlis ist vergleichbar.
Es ist völlig richtig, dass der Fußgänger seltener kommt, ABER für die kaufmännische Kalkulation ist der Umsatz relevant und da gilt Größe der Zielgruppe * Anzahl der Besuche pro Gast.
Nun ist völlig richtig, dass der Skifahrer öfters kommt, aber die Zielgruppe der Fußgänger, Wanderer, Sonnenanbeter und Bergsteiger ist selbstverständlich bei weitem größer, sodass in der Gesamtbilanz das Produkt Größe der Zielgruppe * Anzahl der Besuche pro Gast bei der Zielgruppe der Fußgänger, Wanderer, Sonnenanbeter und Bergsteiger bei weitem größer ist als bei den Skifahrern.
Wer auf dem Zugspitzplatt Ski fährt kommt sicherlich öfters, aber die Zielgruppe Skifahrer ist so viel kleiner als die Zielgruppe Fußgänger, Wanderer, Sonnenanbeter und Bergsteiger, dass es völlig egal ist, wenn die Urlauber aus Nordrhein-Westfalen oder Niedersachsen vielleicht nur einmal alle 5 Jahre auf die Zugspitze fahren, da die Zielgruppe Fußgänger sehr viel größer ist.
Auch die Zahl derjenigen, die auf dem Jungfraujoch Ski fahren, dürfte absolut überschaubar sein. Ich denke mal, dass fast alle Skifahrer am Eigergletscher aussteigen und dann abfahren. Die paar Skifahrer, die auf dem Jungfraujoch Ski fahren, fallen nun wirklich nicht ins Gewicht. Die paar Hansel, die mit den Skiern zu Mönchsjochhütte aufsteigen und dann zum Jungfraujoch abfahren, fallen nun wirklich nicht ins Gewicht. Und dann kommt noch hinzu, dass die Piste zwischen Mönchsjochhütte und Jungfraujoch überhaupt nicht präpariert ist. Am Tag dürfen das vielleicht 100 Skifahrer sein - wenn überhaupt. Ich bin damals vom Jungfraujoch mit Bergschuhen in 35 Minuten zur Mönchsjochhütte gegangen. Auch die Skifahrer brauchen etwa 35 Minuten, wenn sie vom Jungfraujoch zur Mönchsjochhütte aufsteigen. Ein paar Skifahrer machen das, aber viele sind es nicht.
Und diejenigen Skifahrer, die vom Jungfraujoch aus über den Aletschgletscher abfahren Richtung Blatten, kann man sowieso an einer Hand abzählen, denn dafür muss man dann schon sein Superskifreak sein, das zu machen. Außerdem machen das die Skifahrer, die vom Jungfraujoch aus Richtung Blatten abfahren, am Tag nur ein einziges Mal. Da gibt es keine Wiederholungsfahrten.
Auf das Jungfraujoch fahren jährlich ca. eine Million Personen. Wieviel Personen davon machen eine Skiabfahrt Jungfraujoch - Blatten pro Jahr? Ich schätze mal, dass das vielleicht 1000 Skifahrer pro Jahr sind, also gerade einmal ein Promille von allen Fahrgästen der Jungfraubahn.
Aber die Zahl der Fußgänger auf dem Jungfraujoch ist gigantisch.
Auch auf dem Titlis ist die Zahl der Fußgänger bei weitem größer als die Zahl der Skifahrer
Die Zugspitze besuchen im Jahr ca. 600000 Personen; davon sind etwa 90 % Fußgänger (über das ganze Jahr gerechnet).