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Skipasspreise 2023 / 2024

sheridan schrieb:
Wenn man nur rummault über steigende Preise und dann trotzdem immer zur gleichen Stelle fährt, dann kann es ja nicht so schlimm sein.

Günstige und gute Skigebiete gibts übrigens en Masse in Frankreich. Ich habe diese Saison nirgendwo >50€ für eine Tageskarte ausgegeben:

Montgenevre 45.50 (inkl Via Lattea)
Pra Loup-Allos 46.50
Risoul 35.00 (3h)
Auron 38.00
Isola 38.00
Valberg 37.00
Sept Laux 33.50 (4h)

genau. Ich war bis jetzt zweimal in Frankreich (Silvester und in den Ostern Ferien) und wir haben bezahlt für 2 Erw + 2 Kindern U8, für eine Wohnung + Skipass weniger als die Vermieter in Österreich oder Süd Tirol nur für die Wohnung verlangen.
Aber wie @GIFWilli59 sagt, man muss mehr oder weniger weit raus aus der Komfortzone.

Aber wenn jemand um 03.00 Uhr aufstehen muss, um ca um 07.30 Uhr den ersten Gletscherexpress (Pitztal) zu schaffen, hat seit Lange Zeit mit seiner Komfortzone verabschiedet...
 
Skifreak_1 schrieb:
Auch diesen Faktor sollten die Skigebietsbetreiber berücksichtigen.

Warum? Wenn die Marge stimmt, kann dem Betreiber das doch egal sein. Das sind doch Wirtschaftsunternehmen, deren ziel ist es, möglichst viel zu erwirtschaften. Nicht Almosen verteilen und nicht Familien das Skifahren zu ermöglichen.
 
turms schrieb:
sheridan schrieb:
Wenn man nur rummault über steigende Preise und dann trotzdem immer zur gleichen Stelle fährt, dann kann es ja nicht so schlimm sein.

Günstige und gute Skigebiete gibts übrigens en Masse in Frankreich. Ich habe diese Saison nirgendwo >50€ für eine Tageskarte ausgegeben:

Montgenevre 45.50 (inkl Via Lattea)
Pra Loup-Allos 46.50
Risoul 35.00 (3h)
Auron 38.00
Isola 38.00
Valberg 37.00
Sept Laux 33.50 (4h)

genau. Ich war bis jetzt zweimal in Frankreich (Silvester und in den Ostern Ferien) und wir haben bezahlt für 2 Erw + 2 Kindern U8, für eine Wohnung + Skipass weniger als die Vermieter in Österreich oder Süd Tirol verlangen.
Aber wie @GIFWilli59 sagt, man muss mehr oder weniger weit raus aus der Komfortzone.

Aber wenn jemand um 03.00 Uhr aufstehen muss, um ca um 07.30 Uhr den ersten Gletscherexpress (Pitztal) zu schaffen, hat seit Lange Zeit mit seiner Komfortzone verabschiedet...

Ich stimme dem voll zu. Man bekommt in Frankreich mehr für sein Geld. Ich war diese Wintersaison in Le Corbier und Les Deux Alpes sowie in Warth und Berwang - die Preise in Österreich fand ich einfach nur überzogen für das, was man geboten bekommt (u.a. überteuerte Unterkünfte mit absolutem Basiskomfort, lange Liftschlangen und entsprechende Wartezeiten, unplanierte Pisten schon am Morgen in Warth und man muss zusätzlich noch den Namen "Tiroler Zugspitzregion" und "Arlberg" mitbezahlen).
Ich gebe zu, ich bin frankophil und fahre schon seit 1978 nach Frankreich zum Skifahren, d.h. weder die Anfahrt noch die Sprache macht mir irgendetwas aus - in Frankreich kommt man übrigens mittlerweile, wer es denn möchte, auch in Englisch gut durch. Und ob man auf dem Fernpaß im Stau steht (schon oft erlebt, selbst frühmorgens oder spätnachmittags) und letztlich genauso lang braucht wie nach Frankreich, muss jeder mit sich selbst ausmachen. Zu den anderen Diskussionspunkten: Ich denke auch, dass Skifahren sich eher wegbewegen wird vom Breitensport. Viele Orte suchen ja schon allein aufgrund des Klimawandels nach Alternativangeboten sowohl im Winter als auch im Sommer, um den Tourismus nicht ganz zu verlieren, was leider oft in Richtung Luxus sich entwickelt (z.B. Wellness-Angebote). Dass natürlich versucht wird, aktuell noch das Maximale aus den Urlaubern herauszupressen, kann man den Destinationen nicht übelnehmen - aber ob dies auf Dauer gutgeht, wage ich zu bezweifeln. Ich bin gespannt, in welche Richtung es geht. Bei mir im Bekanntenkreis zeigt sich eine Richtung: wenn eine Schmerzgrenze bei Skiurlauben überschritten wird, wird eben mit einem günstigen Flugticket (solange es dies noch gibt) einfach in den Süden geflogen und auf Skifahren verzichtet; Argument dabei: eine Woche Skiurlaub kostet soviel wie zwei Wochen Süden inkl. Flug...Meine Meinung dazu: Wenn man passionierter Skifahrer ist, wird man es sich, so lange es noch geht, das Skifahren noch leisten (wollen). Alle anderen werden dann irgendwann, wann auch immer, das Weite suchen.
 
Fahren auch jedes Jahr nach Frankreich in den Ski Urlaub. Ist im Preis-Leistungsverhältnis um einiges attraktiver. Vor allem viele wenn auch nicht unbedingt schöne Appartmenthäuser. Ich bevorzuge im Urlaub generell Appartments wenn ich länger bleibe, bei Wochenendtrips natürlich das Hotel. Bei uns in Österreich fehlt es meiner Meinung nach eh an Appartments an der Piste. In den großen Gebieten in Frankreich sind die fast durchwegs Ski In Ski Out. Aber in Österreich fordert der Tourismus mehr Betten der 4 und 5 Sterne Kategorie. Also 1 Woche Skiurlaub 4 Personen 5 Sterne Hotel musst mal konservativ gerechnet inkl. Skipass 6000 Euro los, ohne Nebengeräusche. Die Franzosen haben die Bettenburgen damals ja extra gebaut das sich jede Familie einen Skiurlaub leisten kann. Finde ich irgendwie sympathisch!
 
Vielen Dank an alle User für Ihre Beiträge.
Interessant finde ich bei der Diskussion um die Skipasspreise, dass es bei letzten Beiträge viel um die Preise für eine Woche Skiurlaub geht.
Wenn ich Skifahren als Sport betreiben möchte und ich nicht nur im Urlaub aktiv sein möchte, dann sind für mich die Preise vor Ort oder in Gebieten mit einer kurzen Erreichbarkeit interessant und von Bedeutung. Es ergeben sich dann nicht so viele Alternativen. Die Teuerung kommt dann voll zum Tragen. Dies sollte bei der Diskussion ebenfalls berücksichtigt werden.
Zu berücksichtigen ist auch, dass die Infrastruktur in Gebieten auf eine hohe Nachfrage von Gästen ausgelegt ist, damit die Gebiete wirtschaftlich betrieben werden können.
Zum Thema Saisonkarten möchte ich noch erwähnen, dass einige Gebiete ihre Saisonzeiten immer mehr reduzieren und dadurch die Nutzungsmöglichkeiten eingeschränkt werden und dies ebenfalls eine Preissteigerung darstellt.
 
Skifreak_1 schrieb:
Wenn ich Skifahren als Sport betreiben möchte und ich nicht nur im Urlaub aktiv sein möchte, dann sind für mich die Preise vor Ort oder in Gebieten mit einer kurzen Erreichbarkeit interessant und von Bedeutung. Es ergeben sich dann nicht so viele Alternativen. Die Teuerung kommt dann voll zum Tragen. Dies sollte bei der Diskussion ebenfalls berücksichtigt werden.
Ich denke, dass diese Skifahrer am wenigsten Wertschöpfung für die Skigebiet machen, deshalb stört es die Betreiber überhaupt nicht, wenn diese die Teuerung voll abbekommen.

Skifreak_1 schrieb:
Zu berücksichtigen ist auch, dass die Infrastruktur in Gebieten auf eine hohe Nachfrage von Gästen ausgelegt ist, damit die Gebiete wirtschaftlich betrieben werden können.
Die Skigebiete sind voll, deshalb ist das Argument momentan irrelevant.

Skifreak_1 schrieb:
Zum Thema Saisonkarten möchte ich noch erwähnen, dass einige Gebiete ihre Saisonzeiten immer mehr reduzieren und dadurch die Nutzungsmöglichkeiten eingeschränkt werden und dies ebenfalls eine Preissteigerung darstellt.
Ich unterstelle hier dass das gewollt ist. Bei Tageskarten werden die Gebiete mehr verdienen, als beiden Powerusern mit Saisonkarte, die sie ab dem xxten Tag "umsonst" befördern.
 
Skifreak_1 schrieb:
Vielen Dank an alle User für Ihre Beiträge.
Interessant finde ich bei der Diskussion um die Skipasspreise, dass es bei letzten Beiträge viel um die Preise für eine Woche Skiurlaub geht.
Wenn ich Skifahren als Sport betreiben möchte und ich nicht nur im Urlaub aktiv sein möchte, dann sind für mich die Preise vor Ort oder in Gebieten mit einer kurzen Erreichbarkeit interessant und von Bedeutung. Es ergeben sich dann nicht so viele Alternativen. Die Teuerung kommt dann voll zum Tragen. Dies sollte bei der Diskussion ebenfalls berücksichtigt werden.
Zu berücksichtigen ist auch, dass die Infrastruktur in Gebieten auf eine hohe Nachfrage von Gästen ausgelegt ist, damit die Gebiete wirtschaftlich betrieben werden können.
Zum Thema Saisonkarten möchte ich noch erwähnen, dass einige Gebiete ihre Saisonzeiten immer mehr reduzieren und dadurch die Nutzungsmöglichkeiten eingeschränkt werden und dies ebenfalls eine Preissteigerung darstellt.


Als Faustregel haben mir die Seilbahner gesagt, gilt, dass man mindestens 100 Tage im Jahr das Skigebiet offen haben sollte, wenn man die Fixkosten einigermaßen auf die Skipässe umlegen will.

Fällt man unter 100 Tage, dann wird es kritisch zumal auch innerhalb der 100 Tage längst nicht immer optimale Bedingungen herrschen.

Nun wird bekanntlich 30 % des Saisonumsatzes zwischen dem 22.12. und dem 08.01. gemacht. Daraus folgt, dass als Öffnungszeit für die Skisaison der Zeitraum 15.12. - 31.03. gehalten werden muss, wenn es mit der 100-Tage-Regel so einigermaßen klappen soll.

Bei der Zugspitze ist es z.B. so, dass der Sommerfahrgast den Skifahrer subventioniert. Der Sommerfahrgast bezahlt 68 € für eine einfache Bergfahrt und Talfahrt auf die Zugspitze. Das ist deutlich teurer als der Tagesskipass Zugspitze, der nur 57 € kostet, wobei der Skifahrer nicht nur eine Berg- und Talfahrt zur Zugspitze unternimmt, sondern darüber hinaus auch noch zahlreiche Wiederholungsfahrten auf dem Zugspitzplatt durchführt.

Fazit: Der Skifahrer kostet der Bayerischen Zugspitzbahn wesentlich mehr als der Fußgänger und bezahlt wesentlich weniger.

Allerdings darf es die Bayerische Zugspitzbahn mit der Quersubventionierung nicht übertreiben, denn das widerspricht dem Wettbewerbsrecht der EU, das eine erhebliche Preisverzerrung untersagt.
 
Skifreak_1 schrieb:
Interessant finde ich bei der Diskussion um die Skipasspreise, dass es bei letzten Beiträge viel um die Preise für eine Woche Skiurlaub geht.
Wenn ich Skifahren als Sport betreiben möchte und ich nicht nur im Urlaub aktiv sein möchte, dann sind für mich die Preise vor Ort oder in Gebieten mit einer kurzen Erreichbarkeit interessant und von Bedeutung. Es ergeben sich dann nicht so viele Alternativen.
Liegt natürlich nicht nur an den Skipässen, aber auf die Gesamtausgaben bezogen haben 1-2 Wochen Skiurlaub wahrscheinlich den deutlich größeren Kostenanteil als die 20-30 Skitage in Tagesausflugreichweite - teils mit Saisonkarte.

Skifreak_1 schrieb:
Zum Thema Saisonkarten möchte ich noch erwähnen, dass einige Gebiete ihre Saisonzeiten immer mehr reduzieren und dadurch die Nutzungsmöglichkeiten eingeschränkt werden und dies ebenfalls eine Preissteigerung darstellt.
Wobei viele Gebiete Saisonlängen haben, die ausreichen, um die jeweilige Saisonkarte 5-10x herauszufahren (gemessen an Tageskarten).
Vielleicht verkennt man den Effekt dadurch aber auch noch mehr.
Ich kam für die Saison 2010/11 (Saisonkarte Skigebiet Willingen Kind, ca. 2.157 Fahrten, 61 d, 150 €) auf einen Durchschnittspreis von 7 ct/Fahrt, in 2022/23 schon auf 53 ct/Fahrt (Saisonkarte WSA Sauerland Tag Erw., 836 F., 20 d , 440 €).
So gesehen beträgt die durchschnittliche Steigerung p. a. 17% - wobei ich selbstkritisch anmerken muss, dass das nicht unbedingt ein guter Vergleich ist ;-)
Funfact: 2010/11 kostete mich eine Fahrt dann weniger als eine SMS (9 ct) - immerhin die ist günstiger geworden. :D
 
Zum Thema Skipasspreise. Es kommt natürlich auch drauf an wo wann wohnt. Bei uns in Kärnten gibt es zb. ein Angebot von einer Tageszeitung, natürlich nur wenn man Abonnent ist oder zumindest einen kennt, da gibt es 11 Tageskarten für die Skigebiete in Kärnten für 218 Euro. Das ergibt einen Tagespreis von 20 Euro. Die Steiermark bietet etwas ähnliches an. Bei den anderen Bundesländern weiß ich es nicht. Dann ersteigere ich oft Skikarten auf Portalen oder Onlineauktionen. Ist natürlich etwas aufwendiger aber es lohnt sich schon, einfach mal das www durchstöbern im Winter. Mach halt ich immer so. Aber es ist natürlich schlecht für die Moral, wenn man so wie ich heuer am total überlaufenen Kreischberg in der Steiermark, 55 Euro für die Tageskarte bezahlt, in der Gondel einen mit dem Reisebus aus Kroatien gekommenen Tagesgast fragt was er bezahlt hat, und als Antwort bekommt 25 Euro die Tageskarte inkl. Bus. Sind wahrscheinlich subventionierte Lockangebote in der Hoffnung das sie später als Mehrtagesgäste wiederkommen. Ist in anderen Skigebieten das selbe finde ich aber trotzdem äußerst unfair!
 
@Robert79 Vielen Dank für Deine Beispiele mit den Zeitungsangeboten aus Kärnten und der Steiermark. Wäre schön, wenn es solche Angebote auch in anderen Regionen geben würde. :D
 
@GIFWilli59 vielen Dank für Dein Beispiel mit den Preissteigerungen bei den Saisonkarten.
 
@ThomasK Gut erklärt mit der 100 Tage Regelung. Übrigens auch die Jungfraubahnen und der Titlis machen einen wesentlichen Umsatz mit den Fußgängern. Diese kommen aber in der Regel nur einmal in der Saison. Ein Skifahrer kommt mehrmals und sorgt für kontinuierliche Einnahmen. Er ist auch treuer.
 
Skifreak_1 schrieb:
@ThomasK Gut erklärt mit der 100 Tage Regelung. Übrigens auch die Jungfraubahnen und der Titlis machen einen wesentlichen Umsatz mit den Fußgängern. Diese kommen aber in der Regel nur einmal in der Saison. Ein Skifahrer kommt mehrmals und sorgt für kontinuierliche Einnahmen. Er ist auch treuer.


Deine Beispiele sind sehr gut gewählt, denn die kaufmännische Kalkulation für die Ziele Zugspitze, Jungfraujoch und Titlis ist vergleichbar.

Es ist völlig richtig, dass der Fußgänger seltener kommt, ABER für die kaufmännische Kalkulation ist der Umsatz relevant und da gilt Größe der Zielgruppe * Anzahl der Besuche pro Gast.

Nun ist völlig richtig, dass der Skifahrer öfters kommt, aber die Zielgruppe der Fußgänger, Wanderer, Sonnenanbeter und Bergsteiger ist selbstverständlich bei weitem größer, sodass in der Gesamtbilanz das Produkt Größe der Zielgruppe * Anzahl der Besuche pro Gast bei der Zielgruppe der Fußgänger, Wanderer, Sonnenanbeter und Bergsteiger bei weitem größer ist als bei den Skifahrern.

Wer auf dem Zugspitzplatt Ski fährt kommt sicherlich öfters, aber die Zielgruppe Skifahrer ist so viel kleiner als die Zielgruppe Fußgänger, Wanderer, Sonnenanbeter und Bergsteiger, dass es völlig egal ist, wenn die Urlauber aus Nordrhein-Westfalen oder Niedersachsen vielleicht nur einmal alle 5 Jahre auf die Zugspitze fahren, da die Zielgruppe Fußgänger sehr viel größer ist.

Auch die Zahl derjenigen, die auf dem Jungfraujoch Ski fahren, dürfte absolut überschaubar sein. Ich denke mal, dass fast alle Skifahrer am Eigergletscher aussteigen und dann abfahren. Die paar Skifahrer, die auf dem Jungfraujoch Ski fahren, fallen nun wirklich nicht ins Gewicht. Die paar Hansel, die mit den Skiern zu Mönchsjochhütte aufsteigen und dann zum Jungfraujoch abfahren, fallen nun wirklich nicht ins Gewicht. Und dann kommt noch hinzu, dass die Piste zwischen Mönchsjochhütte und Jungfraujoch überhaupt nicht präpariert ist. Am Tag dürfen das vielleicht 100 Skifahrer sein - wenn überhaupt. Ich bin damals vom Jungfraujoch mit Bergschuhen in 35 Minuten zur Mönchsjochhütte gegangen. Auch die Skifahrer brauchen etwa 35 Minuten, wenn sie vom Jungfraujoch zur Mönchsjochhütte aufsteigen. Ein paar Skifahrer machen das, aber viele sind es nicht.

Und diejenigen Skifahrer, die vom Jungfraujoch aus über den Aletschgletscher abfahren Richtung Blatten, kann man sowieso an einer Hand abzählen, denn dafür muss man dann schon sein Superskifreak sein, das zu machen. Außerdem machen das die Skifahrer, die vom Jungfraujoch aus Richtung Blatten abfahren, am Tag nur ein einziges Mal. Da gibt es keine Wiederholungsfahrten.

Auf das Jungfraujoch fahren jährlich ca. eine Million Personen. Wieviel Personen davon machen eine Skiabfahrt Jungfraujoch - Blatten pro Jahr? Ich schätze mal, dass das vielleicht 1000 Skifahrer pro Jahr sind, also gerade einmal ein Promille von allen Fahrgästen der Jungfraubahn.

Aber die Zahl der Fußgänger auf dem Jungfraujoch ist gigantisch.

Auch auf dem Titlis ist die Zahl der Fußgänger bei weitem größer als die Zahl der Skifahrer

Die Zugspitze besuchen im Jahr ca. 600000 Personen; davon sind etwa 90 % Fußgänger (über das ganze Jahr gerechnet).
 
Außer in Frankreich findet man auch in Italien abseits Südtirol und Trentino recht günstige Skipässe. 6 Tage La Thuile über Ostern kosteten für 4 Personen (davon 2 Kinder >7) ca. 830 € und es gab Platz auf den Pisten ohne Ende, der Schnee war super. Madesimo, San Domenico, Via Lattea , Pila, Monterosa... Auswahl gibt es genug.

In Österreich gab es letzte Saison die Sunnycard als Saisonkarte für rund 900 € für 2 Erw. und alle Kinder unter 15 Jahren. Der Schnalstaler Gletscher ist da mit drin.

An Ostern hat Skiamade die Osterfamilienaktion und die Kinder fahren bis zu einer Altersgrenze kostenlos mit, machte rund 600 € für 6 Tage Ski für die Familie.

In allen genannten Gebieten finden sich auch Unterkünfte im günstigeren Spektrum. Wer also bei Zeit und Ort flexibel ist kann bei sehr guten Bedingungen und durchaus günstig Ski fahren.

In der Schweiz finde ich dass - an Ostern zumindest - die 4 Täler recht preiswerte Angebote haben, man findet dort viele Ferienwohnungen zu Preisen deutlich unter denen der Ostschweiz.

In Frankreich ist mein Eindruck dass es schwieriger ist, eine Ferienwohnung zu finden, bei der neben dem Preis und der Größe auch Zustand, Ausstattung, Sauberkeit/ Pflege unseren Vorstellungen gerecht werden.
 
Kann ich bestätigen, in der Westschweiz ist das Preisniveau etwas niedriger als im deutschsprachigen Teil, ausser vielleicht in Verbier.

Meine Italien-Tagespass-Preise diese Saison:

Via Lattea 46.50
Pila 39 (Vorsaison), 50 (Hauptsaison)
Limone Piemonte 43
Monterosa 52
Cervinia 51 (Nebensaison ohne Zermatt)

Hält sich alles noch in Rahmen. Vor allem Cervinia für 51€ war ein Hammerpeis, wenn man die Preise auf der anderen Seite kennt.
 
Ischgl 1 Tag/6 Tage
22/23 € 67,00€ / € 293,00
23/24 € 72,00 / € 323,00

Serfaus-Fiss-Ladis 1 Tag/6 Tage
22/23 € 61,00€ / € 290,00
23/24 € 68,00 / € 323,00

(Stand 27.05.23, Skipässe mit Gästekarte)
 
ThomasK schrieb:
Bei extrem schlechter Witterung (Sturm, Regen, Schneefall usw.) wird, auch wenn niemand fahren will, dann mit zwei leeren Kabinen ein 30-Minuten-Takt gefahren.

Wirklich? Welchen Sinn sollte das haben?
 
Letztlich hilft ja auch das Jammern nicht. Es können ja die Skigebiete nichts für die Teuerung.

Was sind die wesentlichen Faktoren, die eingepreist werden müssen?

Infrastruktur: Personal, Material [Rohstoffe, Energie]
Betrieb: Personal, Energie

Insbesondere Personal und vor allem Energie sind oder werden halt zunehmend teurer.

Was Energie angeht, kommt hinzu, dass durch den Klimafaktor nicht nur der Energiepreis angestiegen ist, sondern aufgrund erforderlicher Schneeerzeugung auch der Energiebedarf.
 
Bjoerndetmold schrieb:
Letztlich hilft ja auch das Jammern nicht. Es können ja die Skigebiete nichts für die Teuerung.

Was sind die wesentlichen Faktoren, die eingepreist werden müssen?

Infrastruktur: Personal, Material [Rohstoffe, Energie]
Betrieb: Personal, Energie

Insbesondere Personal und vor allem Energie sind oder werden halt zunehmend teurer.

Was Energie angeht, kommt hinzu, dass durch den Klimafaktor nicht nur der Energiepreis angestiegen ist, sondern aufgrund erforderlicher Schneeerzeugung auch der Energiebedarf.

Klar hilfts nicht, im Supermarkt ist auch alles viel teurer, bzw wo ist das gerade nicht so?
Egal was man macht ist man teils erschrocken es der Spaß kostest.

Du mussts es nur bezahlen mit dem Lohn der in etwa gleich bleibt und dem ganzen nicht hinterherkommt.

Somit wird gespart. Bzw auf gewissen Dinge ganz verzichtet. Und da trifft’s die ersten zb Konzert Anbieter , sich auch die Skilifte, da die Saison bei vielen nicht wie erwartet lief.
 
Bjoerndetmold schrieb:
ThomasK schrieb:
Bei extrem schlechter Witterung (Sturm, Regen, Schneefall usw.) wird, auch wenn niemand fahren will, dann mit zwei leeren Kabinen ein 30-Minuten-Takt gefahren.

Wirklich? Welchen Sinn sollte das haben?

Das liegt an der Verfügbarkeitsphilosophie, die man vom ÖPNV und der Eisenbahn allgemein übernommen hat.

Wenn eine Fahrt im Fahrplan steht, dann muss sie auch ausgeführt werden, egal, ob jemand fahren will oder nicht.

Der Halbstundentakt bei der Seilbahn Zugspitze gilt als Grundangebot, d.h. die Fahrten zu den Minuten 00 und 30 finden immer statt; das gilt selbst dann, wenn niemand mitfahren will. Das ist dann der Fall, wenn die Witterung extrem ungünstig ist, d.h. auch bei Starkregen, Hagel oder Sturm nicht ein einziger fahren will. In dem Fall wird leer gefahren, d.h. in der ganzen Anlage sitzen dann nur die beiden Kabinenbegleiter, also in jeder Kabine einer.

Beim normalen Betrieb wird alle 15 Minuten gefahren, wobei die Fahrten zu den Minuten 15 und 45 Bedarfsfahrten sind. Bei Volllast wird alle 10 Minuten gefahren.

Ich habe das selbst schon einmal erlebt, als ich in der Talstation der Seilbahn Zugspitze stand und bei Starkregen tatsächlich gefahren wurde, obwohl wirklich kein Mensch auf die Zugspitze wollte.

Aber die Fahrten zu den Minuten 00 und 30 stehen im Fahrplan, d.h. finden in jedem Fall statt, auch wenn kein Mensch mitfährt. Das ist analog wie bei der S-Bahn oder U-Bahn. Auch wenn kein Mensch mitfährt, finden die Fahrten immer statt.

https://zugspitze.de/de/Service-Informationen/Betriebszeiten-Fahrplaene

Zitat: "Mind. halbstündlich; Zwischenfahrten nach Bedarf"

Sofern die Windgeschwindigkeit nicht über 20 m/s beträgt, wird auch bei der Seilbahn Zugspitze über die Stütze stets mit 8,5 m/s gefahren. Der Seilschuhradius beträgt 26 m und die Länge des Auflagebereichs der Tragseile auf den Seilschuhen 24 m.
 
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