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Tödlicher Liftunfall

böse bin ich dir nicht ;)
ich komm doch bis zu 2m zur seite weg.
Selbst wenn der Mensch 2m groß sein sollte und ich nicht gerade voll die falsche seite erwischt habe, sollte das doch funktionieren...ich würds ja mal machen, aber dann wird der Liftler bestimmt böse
 
Hoffentlich musst du das nie unter Beweis stellen... der Aufprall ist grundsätzlich nicht angenehm. Aber 2m finde ich schon sehr weit... meistens ist es (er) kürzer als man denkt... :wink:
 
Skifan93 schrieb:
alex96 schrieb:
Ja von mir natürlich auch gute Besserung. Vielleicht solltens an dem Lift, der zwar im Alpinforum ziemlich beliebt ist doch lieber ne 4ksb hinstellen.

oder einfach abreisen. Denn eig. braucht man den gar nicht. Zum Gipfel kommt man mit der PB und zu der zugehörigen Piste mit der 6-KSB/B Möserbahn.


@Shoggy: Wenn es kein anderer Skifahrer war könntest du evtl. auch auf eine Stütze geprallt sein.

Auf jeden Fall, Gute Besserung.

PS: Ich war am 1.1. auch kurz vorm Rausfliegen in der Steilstelle, also das letzte Stück ist schon kriminell.

Hi Skifan, welche Stütze meinst du? Hast du vllt Bilder, auf der die Steilheit besser zu sehen ist oder auch die"Stützen"? Mir sind orange Stangen zur Warnung vor Hindernissen aufgefallen, aber die waren dann als wir sie später fotografieren wollten, plötzlich weg. Fährst du häufiger diesen Lift und sind dir - außer dem sprktakulären Todesfall - andere schwere Unfälle dort bekannt?
Ist wichtig, da wir die Bahnbetreiber verklagen wollen, aber leider keinerlei Zeugen haben. Hm, Beim Autounfall lernt man schon in der Fahrschule, was alles zu beachten ist, aber wenn du irgendwo zerbröselt liegst denkst du nur daran, dass du gerettet werden willst... hinterher ist man immer schlauer, aber halt erst hinterher.
Vielen Dank für die Besserungswünsche :-)
 
Xtream schrieb:
vieleicht lesen "die jungs" auch hier seltener mit! :wink:

generell ist aber festzustellen, das nach tödlichen unfällen anlagen modernisiert bzw. ausgetauscht werden! und das ganze erheblich beschleunigt wird durch so einen vorfall!

ich kann mich noch gut an grasgehren erinnern! dort wo jetzt die dsb bolgengrat steht, führte früher ein schlepplift mit büglomat hinauf..... da gab es dann auch einen sehr schweren unfall und der lift wurde direkt auf tellergehänge umgebaut! durch einen weiteren unfall wurde dann die sesselbahn gebaut und das obwohl zuvor etliche jahre "die grünen" dagegen protestierten.... es ist zwar schade das es immer erst opfer geben muss damit eine verbesserung eintritt, aber anders geht das anscheinend heute nicht mehr!

bzgl. der aut. schliessbügelproblematik bin ich anderer meinung, da in meinen augen der manuelle schliessbügel vollkommen ausreicht!

und meine forderung nach dem ersatz des schleppers am fellhorn bezieht sich in erster linie nicht wegen dem unfall, sondern vielmehr weil die bahn schon 1999, als 4KSB geplant und genehmigt war aber wegen zuhohen kosten wieder verworfen wurde! dann sollte ja eigentlich 2006, bzw. 2007 die DSB faistenoy dorthin versetzt werden! aber auch hier war der beschissene winter und die damit verbundenen umsatzeinbrüche schuld an der umsetzung der
erneuerung!

deswegen denke ich könnte aufgrund dieses unfalls die erneuerung wieder aktueller werden! es gibt ja auch im unteren bereich jedemenge gefährliche pistenkreuzungen welche dadurch eliminiert wären.... :idea:
Hi. Genau das ist auch mein Anliegen nach meinem extrem gefährlichen Sturz. Deswegen verklagen wir nun die Liftbetreiber, damit was passiert. Wieviele Leute müssen denn noch sterben oder sich lebensgefährlich verletzen, bis dieser überaltete Lift ersetzt wird.
Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht generell gegen SL, hab ja selbst so Skifahren gelernt, aber auf einer so steilen und über 1km langen Trasse sollte er ersetzt werden - oder zumindest an solchen Blitzeis Tagen gesperrt sein. Ein Hinweisschild aufzustellen reicht da m.E. nicht aus, um sich so aus der Verantwortung zu stehlen.
Wenn ich jetzt nichts unternehme und demnächst vllt wieder ein schwere Unfall passieren sollte, würde ich mir das jedenfalls nicht verzeihen.
Fast 6 Monate Rolli/Krücken und an die 60.000€ an Krankenkosten (bei denen ein Ende noch nicht absehbar ist) sind genug. Es muss etwas pssieren! Ihr könnt alle mithelfen...
 
@shoggi,
erst einmal gute und baldige Genesung für Dich!
Eine Frage bevor ich weiter auf die Thematik eingehe: wie hat es mit Deinem persönlichen, privaten Versicherungsschutz zum Zeitpunkt des Unfalls ausgeschaut?
 
Wirklich eine tragische Geschichte. Auch von meiner Seite gute Besserung und viel Mut für den beschwerlichen Weg, der noch vor Dir liegt!

Obwohl ein Fan von Schleppliften, bin ich mir der Gefahren, die damit verbunden sein können, durchaus bewusst. Habe - wie wohl fast jeder - ein paar brenzlige Situationen erlebt. Stichworte hier: a.) eisige Trasse; b.) stürzender Liftbenützer vor mir; und c.) beim Abbügeln hatte sich mal der Bügel irgendwie mit dem Reisverschluss meiner Skijacke verhängt - und der Liftwart hatte in seinem Häuschen gepennt. Zum Glück riss in der Folge die seitliche Naht der Jacke, sonst hätte es wohl böse geendet...denn ich raste direkt auf den steilen Aufschütthang und die Umlenkscheibe zu.

Im Lötschental auf der Laucherenalp gabs auch mal einen extrem steilen Schlepper, bei dem es in den 1980er-Jahren zu einem (oder sogar 2, bin mir da aber nicht mehr sicher) Vorfall kam, bei dem ein gestürzter Liftfahrer auf nachfolgende Liftbenützer krachte.
 
Derartige Unfälle sind mir an dem Lift nicht bekannt. Allerdings macht der häufig Notstopps, also dürfte es doch häufiger Stürze geben. Ich habe ein paar Bilder vom Schlepper selber:


Blick zum Steilstück, ich weiß ja nicht wo du gestürzt bist?











links ist das Steilstück zu sehen. Immer wenn ich da war war die Spur hier leicht vereist.


der Ausstieg, man kann glaub ich schon erkennen, wie steil es bergab geht.


dito


so, Blick von unten, wenn du da auf die Stützen des SLs draufgekracht bist, war das bestimmt nicht angenehm.


so und als letztes Bild der Blick von oben. Also da ists wirklich nicht einfach zu halten, v.a. dann wenn es noch hart bzw. eisig ist.

eventuell gibt es für dich auch noch in vovos Bericht vom 4.1.2011 das ein oder andere nützliche Bild :http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=45&t=37877
 
Hi. Genau das ist auch mein Anliegen nach meinem extrem gefährlichen Sturz. Deswegen verklagen wir nun die Liftbetreiber, damit was passiert. Wieviele Leute müssen denn noch sterben oder sich lebensgefährlich verletzen, bis dieser überaltete Lift ersetzt wird.
Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht generell gegen SL, hab ja selbst so Skifahren gelernt, aber auf einer so steilen und über 1km langen Trasse sollte er ersetzt werden - oder zumindest an solchen Blitzeis Tagen gesperrt sein. Ein Hinweisschild aufzustellen reicht da m.E. nicht aus, um sich so aus der Verantwortung zu stehlen.


Was ist, wenn dem Betreiber keine Schuld trifft und es ein Fahrfehler war, der an jedem Tag hätte passieren können?
 
Dann wird die Klage erfolglos bleiben. Die negative Presse könnte aber eventuell trotzdem was bewirken, auch wenn ich nicht mit einem raschen Neubau rechne, da sowas ja auch ne Menge Geld kostet und die dort sicher nicht im Geld schwimmen (zumindest nicht im Vergleich zu den ganz großen).
 
Skifan93 schrieb:

der Ausstieg, man kann glaub ich schon erkennen, wie steil es bergab geht.


dito
Also wenn ich mir bei diesem Lift die Ausstiegssituation so angucke, muss ich sagen, dass man hier auf gar keinen Fall zufrüh abbügeln darf.
Ansonsten geht es rückwärts wieder den Berg runter.
Solch eine Ausstiegssituation habe ich bisher noch nicht gesehen bzw. erlebt.
 
burgi83 schrieb:
Also wenn ich mir bei diesem Lift die Ausstiegssituation so angucke, muss ich sagen, dass man hier auf gar keinen Fall zufrüh abbügeln darf.
Ansonsten geht es rückwärts wieder den Berg runter.
Solch eine Ausstiegssituation habe ich bisher noch nicht gesehen bzw. erlebt.

Und dann allein am Bügel 8O , ist schon heftig.
 
Der Schuss könnte auch nach hinten losgehen. Nämlich dann, wenn beschlossen wird, den Lift ersatzlos stillzulegen. Dies ist ja angeblich möglich weil er keine eigenen Abfahrten bedient.
 
Natürlich ist so ein Unfall wahnsinnig bitter. Aber wieso muss es immer für alles einen Schuldigen geben? Sowas kann auch unter die Kategorie "Pech" fallen.

shoggy schrieb:
Unachtsamkeiten dürfen nicht solche schlimmen Folgen haben.
Warum? Ich weiß nicht, wie es am Fellhorn aussieht, aber wenn die kritischen Schleppliftabschnitte vollgepflastert mit Warnschildern sind, dann sollte man sich doch des Risikos bewusst sein. Wer noch nicht aus Unachtsamkeit im Schlepper verkantet hat, möge bitte die Hand heben. Aber ich finde nicht, dass man das den Bergbahnen ankreiden sollte. Wenn du auf einer unpräparierten schwarzen Buckelpiste stürzt, kann das auch böse enden. Das ist dann eben das Restrisiko.

Naja, ich bin jedenfalls gespannt, was beim Prozess rauskommt.

25.01.08015enuh.jpg


25.01.080160uw5.jpg
 
Skifan93 schrieb:
Derartige Unfälle sind mir an dem Lift nicht bekannt. Allerdings macht der häufig Notstopps, also dürfte es doch häufiger Stürze geben. Ich habe ein paar Bilder vom Schlepper selber:


Blick zum Steilstück, ich weiß ja nicht wo du gestürzt bist?











links ist das Steilstück zu sehen. Immer wenn ich da war war die Spur hier leicht vereist.


der Ausstieg, man kann glaub ich schon erkennen, wie steil es bergab geht.


dito


so, Blick von unten, wenn du da auf die Stützen des SLs draufgekracht bist, war das bestimmt nicht angenehm.


so und als letztes Bild der Blick von oben. Also da ists wirklich nicht einfach zu halten, v.a. dann wenn es noch hart bzw. eisig ist.

eventuell gibt es für dich auch noch in vovos Bericht vom 4.1.2011 das ein oder andere nützliche Bild :http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=45&t=37877
Vielen vielen Dank für die Fotos! Einige bringen die Steilheit gut heraus und auch deine Kommentare helfen mir auch weiter! Echt super!
LG shoggy
 
Hallo. Ich hätte nie gedacht, dass sich so viele Leute melden, die mir ihr Mitleid bekunden und mir gute Besserung wünschen. Das gibt mir Mut und ich halte euch in jedem Fall auf dem Laufenden. Auch ich will nicht, dass der Lift ersatzlos gestrichen wird - wird er auch garantiert nicht, aber entweder wird nachgebessert, oder er wird durch einen anderen, moderneren ersetzt, der nicht so gefährlich ist. Dann sind vllt die Schlangen länger, aber es passieren eben auch keine weiteren Todesfälle oder schwere Unfälle mehr.
1000 Dank für den Support und die Bilder!
Noch eine Frage: Weiß vielleicht jemand, wer der Tote im letzten Jahr war? Die Allgäuer Zeitung hüllt sich in Schweigen... Vielleicht hätte ja die Familie auch ein Interesse mich in der Klage zu unterstützen.
P.S. Gut, dass ich eine private Krankenversicherung habe, sonst wäre ich wahrscheinlich echt arm dran...Allein die Helirettung am Steilstück kostete 2500€...
 
2CLF_Sportbahn schrieb:
shoggy schrieb:
Weiß einer von euch, wogegen ich geprallt sein könnte? Das ist mir nämlich das größte Rätsel, was mich so zerbröselt haben kann.

Du hast doch geschrieben, daß Du auf einen hinter Dir fahrenden Liftbenutzer geprallt bist, der sich dann auch noch ein Bein gebrochen hat, oder habe ich das falsch verstanden?

Auf jeden Fall eine üble Sache, wünsche Dir gute Besserung!
Hallo Holger. Gegen den - übrigens war das mein Sohn - bin ich erst ganz zuletzt geprallt. Vorher habe ich aber bereits mehrere sehr harte Hindernisse - Stangen oder ähnliches? - mitgenommen, die mich aber leider nicht zum Stoppen gebracht haben oder auf die präparierte Piste gelenkt haben. So hat mir mein Sohn, ohne es recht zu merken, wohl mein Leben gerettet. Ich bin ihm unendlich dankbar, aber habe natürlich auch Gewissensbisse, dass ich ihm einen Beinbruch zugefügt habe.
 
Nur mal rein aus Interesse.
Vorher war dort ein Doppel-SL. Wie viele tödliche,schwere Unfälle gabs denn in der Zeit? (Er muss ja genauso steil gewesen sein und da Doppel SL, doppelte Gefahr)
Sprich gabs solche Unfälle auch schon vor mehr als 10,20,30 Jahren?

Wenn nein, liegts wohl nicht am Lift, das es jetzt welche gibt?
 
Also erstmal von mir gute Besserung an shoggy.

Dennoch muss ich gerade auf den Lift bezogen sagen, dass ich auch so meine Schwierigkeiten habe mir vorzustellen wie da ohne klares "menschliches Versagen" so schwere Unfälle passieren können. Ich war zwar nun seit 2 Jahren nichtmehr am Fellhorn kenne den Lift aber gut und fand ihn jetzt ehrlich gesagt weder von der Steilheit noch von der Lifttrasse her problematischer als andere Schlepplifte (da fand ich wenn den Höflelift den ich auch noch kannte fast krasser).

Womit ich wirklich Probleme habe ist die angestrebte Klage gegen die Bergbahnen. Da unten steht ein Schild - Jeder sieht die Trasse des Liftes von unten und kann entscheiden ob er das Risiko eingeht oder sich an der PB oder 6KSB je nachdem wo er hinwill anstellen will. Zudem glaube ich nicht, dass am betreffenden Tag die Lifttrasse so viel anders präpariert war als ich sie kenne und wie schon oben gesagt maße ich mir an zu sagen, dass ein solcher Unfall an einem normalem Tag diesem Lift, mit geeignetem Material und ausreichender Skitechnik NUR dann passieren kann, wenn man einen groben Fehler macht. Und für den kann man keinen Bergbahner haftbar machen.

Unabhängig davon denke ich aber, dass sich dort eine 2/3/4 (K)SB gerne auch aus Occasion ganz gut machen würde, weil man damit gleich 2 Bahnen entlasten könnte.
 
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