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Umfrage Zweitwohnungsinitiative

Wie wirst Du am 11. März abstimmen ?

  • Ich bin schweizer Stimmbürger und werde die Initiative annehmen

    Stimmen: 5 20,8%
  • Ich bin schweizer Stimmbürger und werde die Initiative ablehnen

    Stimmen: 3 12,5%
  • Ich bin schweizer Stimmbürger und werde mich der Stimme enthalten

    Stimmen: 1 4,2%
  • Ich bin schweizer Stimmbürger und habe mich zur Zeit noch nicht entschieden

    Stimmen: 1 4,2%
  • Ich bin nicht stimmberechtigt und finde die Initiative eine gutde Idee

    Stimmen: 7 29,2%
  • Ich bin nicht stimmberechtigt und finde die Initiative eine schlechte Idee

    Stimmen: 2 8,3%
  • Ich bin nicht stimmberechtigt und würde mich der Stimme enthalten

    Stimmen: 0 0,0%
  • Ich bin nicht stimmberechtigt, aber ich weiss zur Zeit noch nicht wie ich abstimmen würde

    Stimmen: 2 8,3%
  • Meine politische Meinung geht niemanden etwas an.

    Stimmen: 3 12,5%

  • Umfrageteilnehmer
    24
  • Umfrage geschlossen .
Fab schrieb:
Theo schrieb:
Wie sich die Lage in St Moritz genau darstellt weis ich nicht. Am Platz wie in Z mangelt es in der Gegend um die Seen nun bei weitem nicht, deshalb kann ich die Mondpreise von dort nicht so ganz nachvollziehen.
Von den Flächen um den See in Silvaplana/Surlej weiß ich, dass dort nicht gebaut werden kann.
Entweder herrscht Bauverbot, habe aber auch im Hinterkopf, dass teilweise ein "Landschaftsschutzverein" Flächen gekauft hat.
Die Gemeinden haben weitsichtig gehandelt und selbst einen Schutz der Seenplatte erlassen. Demzufolge hat das Oberengadin sein einmaliges Landschaftspotential erhalten, da die Flächen grundsätzlich nicht (mehr) bebaubar sind.
Wer was gekauft hat und welche Einflussfaktoren es noch gibt, weiß ich nicht.
Jedenfalls ist der Zustand dort, nämlich der, dass die Seenplatte nicht verbaut ist, für mich der Hauptgrund dorthin zu fahren.

baeckerbursch schrieb:
Eben!

So eine Abstimmtung ist in meinen Augen doch ein Paradebeispiel für die negativen Auwirkungen der direkten Demokratie. So was gehört in Gemeinden / Landkreisen geregelt. Und nicht in Volksbefragungen, wo die Masse der ....
Man könnte die Volksabstimmungen ja auch auf kommunaler Ebene durchführen.
 
Worauf stützt ihr denn die Annahme, dass durch die Beschränkung die Imobilienpreise steigen? Ich kann da die Logik nicht ganz nachvollziehen. Und wer sagt, dass ohne die Zweitwohnungen in den Orten nichts los wäre? Die meisten Gäste übernachten doch bestimmt in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen (keine eigenen), etc. Und ich kann mir auch kaum vorstellen, dass ohne die Bautätigkeiten der Zweitwohnungen dort die Massenarbeitslosigkeit ausbricht.
Könnte mir mal bitte jemand die Hintergründe dieser Annahmen erklären?
 
Subjektiv würd ich sagen, dass durch den Fall der Lex Koller die Preise drastisch gestiegen sind.
Nehme mal als Beispiel das hier schon genannte Zermatt, da ich das dort seit rund 15 Jahren etwas verfolge. Die waren früher ja stringent, wenn du da als Deutscher in ein Immobilienbüro marschiert bist, wurde man höflich aber bestimmt darauf hingewiesen -> kein Verkauf an Ausländer. Aber zu dem Zeitpunkt waren die Preise für Wohnungen noch einigermaßen human. Mittlerweile hat man sich wohl sehr auf vermögende Kundschaft eingestellt, weiß z.B. auch von Griechen die für mehrere Millionen eine Wohnung gekauft haben und die Preise sind ja völlig verdorben. Theo kann da mit Sicherheit ein Lied davon singen.
Grundsätzlich finde ich schon, dass in einigen Orten der Bauboom beschränkt werden sollte. Aber das sage ich halt als Tourist...
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Worauf stützt ihr denn die Annahme, dass durch die Beschränkung die Imobilienpreise steigen? Ich kann da die Logik nicht ganz nachvollziehen. Und wer sagt, dass ohne die Zweitwohnungen in den Orten nichts los wäre? Die meisten Gäste übernachten doch bestimmt in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen (keine eigenen), etc. Und ich kann mir auch kaum vorstellen, dass ohne die Bautätigkeiten der Zweitwohnungen dort die Massenarbeitslosigkeit ausbricht.
Könnte mir mal bitte jemand die Hintergründe dieser Annahmen erklären?
Immobilienpreise sind neben den Baukosten hauptsächlich von der Lage abhängig.
Eine Lage wird grundsätzlich teurer, je knapper das Angebot ist. Zweitens steigert eine unverbaute Landschaft für viele Touristen die Aufenthalsqualität und erhöht somit die Nachfrage der entsprechenden Kundschaft.
Beides sorgt für höhere Quadratmeterpreise.
Klar, dass man auch nicht zuviel beschränken sollte, denn Angebot, Versorgung etc. müssen ja irgendwie funktioniern und in ausgestorbenen Regionen sind die Preise auch wieder niedriger. Aber grundsätzlich funktioniert das so.

Zu Zweitwohnungen: In den teuren Regionen wird oft Kapital in solchen immobilien angelegt, da es lukrativer und sicherer als fast alles Andere ist. Und es gibt wirklich viel Leerstand. Manchmal wird wenigstens noch viel am Wochenende genutzt, nicht selten stehen die Wohnungen aber auch zB 48 Wochen im Jahr leer. Es gibt sogar Fälle, in denen die Elektroversorger seit zB einem Jahr oder länger keinen Stromverbrauch mehr festgestellt haben. An eine Vermietung denken viele Eigentümer nicht.

In den 70er- und 80er Jahren hat man sich teils verschätzt, was diese Entwicklung angeht. Jetzt weiß man, dass teils unausgewogen Bauflächen ausgewiesen wurden und hat eine Schieflage, die schwierig in den Griff zu bekommen ist. Zusätzliche Bauflächen würden nach Meinung Vieler (und auch meiner) einen Rückgang der Qualität der Destination bedeuten. Nicht jede Ortschaft kann einfach alles verbauen, weil es eben doch Toristen wie zB mich gibt, die Verbau und Hochfrequentierung nicht wollen.

Ein Kernpunkt der Kritik an der Initiative ist offenbar, dass pauschale 20% für alle nicht zielführend sind, da die Destinationen einfach zu unterschiedlich sind.
Insofern erschiene es mir sinnvoller, dies auf Gemeindeebene zu regeln.
 
also ich bin wahnsinnig froh, daß mein Daddy damals in den 80 ern ( genau 1988 ) eine Eigentumswohnung in Kiefersfelden als 2.Wohnung gekauft hat, -- der meiner Meinung nach vernünftigste Ort für Münchner Schifahrer . Bodenständig, gut und vor allem immer erreichbar, und grad jetz wo die Benzinpreise in Deutschland so übertrieben hoch sind ... die Kufsteiner dagegen sind meistens mit am günstigsten, und in den Kitzbühelern is ma schnell, ich muß nicht in Kitzbühel wohnen, nähe langt vollkommen. So ne Wohnung is halt doch was anderes als n Hotel, man hat seine ganze Ausrüstung beinand, man kann kommen wenn man will und genauso heimfahrn nach dem schifahrn, wenn auf der Autobahn mal wieder alles dicht is .I find, es gibt nix schöneres. Auch im Sommer eine Super Lage .
 
Vadret schrieb:
Es dürfte sehr spannend werden am 11. März, es geht schliesslich um die Existenz vieler:

Naja, da bin ich mir nicht soooo sicher. Es ist ja nicht so, dass dann überhaupt nicht mehr gebaut werden darf. Und sonst gäbe es vermutlich andere Aufträge. Ihr seid im Engadin ja auch nicht unbedingt ärmer als im Unterwallis (ich würd mal sagen im Gegenteil), und dort hat man ein X-faches an Zweitwohnungen gebaut. Glaube nicht, dass die Situation so rabenschwarz wäre, wenn es angenommen würde... Irgendwas muss man ja mal ändern, das betrifft ja nicht nur die Bergregionen. Wenn ich mir nur schon meinen Wohnort anschaue seit wir hierhin gezogen sind (d.h. die letzten 17 bis 18 Jahre...)...

Aber durchkommen tut das eh nicht, kannst beruhigt schlafen... ;) Kann schon sein, dass sich eine Mehrheit dafür ausspricht, aber es gibt auch noch das Ständemehr und das hat noch praktisch jeder Initiative das Genick gebrochen...
 
Nachdem ich mich jetzt ein bisschen mit der Sache beschäftigt habe und auch etliche Diskussionen mit Kollegen und Freunden hatte ist die Entscheidung gefallen.
Von mir gibt es ein kurzes und schmerzloses JA.
Die Gründe für die Problematik sind ja von Region zu Region verschieden, eines ist aber überall gleich. Keiner der Beteiligten will irgend etwas ändern und so weiter machen wie bisher. Man sieht es hier in Z, die Kontingentierungen sind extra so ausgelegt dass siescheinbar mühelos umgangen werden können.
Dann noch zu meinem ersten Beitrag. Ich hatte geschrieben dass es im Engadin um die Seen rum noch genug Platz habe. Da habe ich mich leider sehr schlecht ausgedrückt. Ich meinte nämlich die Region um St Moritz rum und nicht den unmittelbaren Bereich an den Seeufern.
 
Ein Krimi wie selten zuvor spielt sich momentan in der Schweiz ab:

http://www.20min.ch/news/abstimmungen/?id=46&l=0

Die Zweitwohnungsinitiative könnte ein ganz, ganz knappes Volksmehr erreichen, könnte allerdings trotzdem am Ständemehr scheiter!
Die aktuellen Hochrechnungen sehen 51% Volksmehr vor und eine Pari-Situation von 11.5 zu 11.5 Stände (Kantone) vor :lol:
Das wird extrem spannend!

(7.5 Stände sind noch nicht ausgezählt)
 
Da bin ich jetzt auch paff... 8O

Naja, damit ist wohl der Zug, je noch eine solche Wohnung zu erwerben abgefahren... Die bestehenden Exemplare werden wohl in Zukunft unbezahlbar sein... :wink:

@ Auswirkungen: Naja, im schlimmsten Fall wachsen die Orte nicht mehr, d.h. sie bleiben gross... :lach: Wobei ich eher davon ausgehe, dass man "Zweitwohnung" sehr grosszügig definieren wird und z.B. solche Bauten wie das Rock Resort weiterhin zulassen wird (diese sind ja so ein Mischmasch zwischen Zweitwohnung und Mietwohnung). Das könnte dem Tourismus unter umständen sogar noch positive Impulse geben...
 
Dass die Initiative angenommen wurde ist für mich eigentlich keine große Überraschung.

Erstaunt bin ich aber von der große Unterstützung der Initiative in der Westschweiz (vor allem VD und GE). 8O

Mal sehen wie sich jetzt die Sache entwickelt ! :wink: (Mal sehen ob jetzt einige Bergdörfer mit Städten im Tal fusionieren werden!)

Der große Gewinner im Wallis ist die Gemeinde Sallins (Piste de l'Ours) die vor kurzer Zeit mit Sion fusionierte !
 
Das war eigendlich zu erwarten gewesen. Der Bund hat zwar immer gesagt, man müsse etwas dagegen machen, den schwarzen Peter hat man dann aber den Kantonen weitergeschoben. Diese wiederum haben das Problem auf die gemeinden abgeschoben und da hatte es einige darunter die genau das Gegenteil gemacht haben. Zermatt zum Beispiel oder im Engadin, Verbier, Montana, Nendaz usw.

jetzt hat es halt oben einen Deckel drauf gegeben.
alles in allem sind die Abstimmungen dieses Wochenende fast überall so gelaufen wie ich es eingeworfen habe ausser beim Glückspiel.
 
Erstaunt bin ich aber von der große Unterstützung der Initiative in der Westschweiz (vor allem VD und GE). 8O
Nö, Genf erstaunt mich nicht.
Hingegen im Kanton Bern und Waadt wurden die betroffenen Bergdörfer von den Städten und Agglomerationen überstimmt.
 
Das Volksmehr konnte man durchaus erwarten, das Ständemehr war hingegen weit weniger sicher.
Obwohl ich ja auch mit JA gestimmt habe muss ich sagen dass der Initiativtext ein Riesenkäse ist. Ausser den fixen 20% wird rein gar nichts erwähnt oder behamdelt. Was ist mit Umbauten von landwirtschaftlichen Gebäuden, Bau oder Kauf einer Wohnung wo nach der Pensionierung ständig genutzt werden soll, Maiensässzonen, gewerblich vermieteten Ferienwohnungen, etc.? Das alles hätte eigentlich im Initiativtext behandelt werden sollen, jetzt werden halt alle Parteien irgendwelche Spitzfindigkeiten hervorzaubern und bis vor Bundesgericht gehen. Vom Bundesgericht halte ich nichts, gibt sich selbst zuvile Macht und ist eine Wundertüte.
 
Ja, ist durchaus denkbar dass diese Initiative im Parlament versandet und die Umsetzung auf den Sankt Nimmerlein Tag verschoben wird.
Wäre nicht das erste Mal, dass das Parlament den Volkswillen missachtet.
 
Theo schrieb:
.. Was ist mit Umbauten von landwirtschaftlichen Gebäuden, Bau oder Kauf einer Wohnung wo nach der Pensionierung ständig genutzt werden soll, Maiensässzonen, gewerblich vermieteten Ferienwohnungen, etc.? Das alles hätte eigentlich im Initiativtext behandelt werden sollen, jetzt werden halt alle Parteien irgendwelche Spitzfindigkeiten hervorzaubern und bis vor Bundesgericht gehen. Vom Bundesgericht halte ich nichts, gibt sich selbst zuvile Macht und ist eine Wundertüte.
Also, in Deutschland würden jetzt erstmal Durchführungsrichtlinien und Verordnungen zur eigentlichen Regelung erlassen, die natürlich deutlich länger und umfangreicher wären, als das Gesetz selbst. Danach potenzierte sich das ganze dann, wenn die Kommentatoren sich der Sache annähmen und schließlich würde eine ausgiebige Urteilsfindung durchgeführt, die wiederrum auf die Kommentierungen Einfluss nähme, eine Diskussion über eine Gesetzesnovellierung auslöste und so weiter und so weiter ;)
 
Bin ja auch vom Grundsatz her auch gegen die ausufernde Bautätigkeit in den Berggebieten.

Andererseits dominieren die ortsfremden schweizer Mittelländer, mit ihrem natürlichen Stimmenmehr plus Verwaltungshoheit, die dünn besiedelten Gebirgsregionen,
provokativ gesagt, wie eine Kolonie.
 
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