Chense schrieb:
Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das AKTIV, d.h. durch Einbringen externer Einflüsse in die Natur eingreift. Habe zumindestens noch keine Tiere gesehen, die Verbrennungsmotoren nutzen.
Der Mensch ist das einzige Lebewesen, welches nicht regenerative Ressourcen dieses Planeten unwiderbringlich verbraucht, das ist richtig. Wobei die oft unterstellte Annahme, der sparsame Umgang mit nicht regenerativen Ressourcen könnte diesen Prozess stoppen, falsch ist. Durch Sparsamkeit kann man diesen Prozess lediglich verlangsamen.
Ich sehe die Sache pragmatisch. Irgendwann ist es mit der Erde in der Form, wie wir sie kennen, eh vorbei. Entweder erreicht die Sonne ihr Lebensende, ein Supervulkan bricht aus oder einer dieser größeren Meteroiten radiert für ein paar Millionen Jahre jedwede höhere Lebensform auf der Oberfläche aus. Wahrscheinlicher ist es IMHO aber, dass sich die Menschheit mit ihrer Schwarm-Dummheit selbst eliminiert. Denn der größte Feind des Menschen ist nicht die Natur sondern der Mensch selbst. Wir müssen daher nicht alle Ressourcen bis zum bitteren Ende aufsparen, denn nach uns wird es niemanden geben, der etwas davon hat. Sollte sich die Menschheit irgendwann dazu entschließen, doch lieber ihr natürlich vorbestimmtes Ende abzuwarten anstatt sich selbst auszuradieren müssten wir die Nutzung nicht regenerativer Ressourcen im Grundsatz noch einmal neu überdenken. Aber bis dahin sehe ich keinen erweiterten Handlungsbedarf. Soweit zum OT.
Wären in den Alpen 99% der Fläche durch Menschen genutzt und gäbe es nur noch 1%, in denen die Natur weitgehend unbelassen vor sich hinvegitiert, dann wäre ich auch voll auf der Seite der Umweltschützer. Tatsächlich ist es aber wohl eher umgekehrt. Und daher kann ich den Fanatismus in keinster Weise nachvollziehen, mit dem manche Umweltschützer versuchen, Ihre Vorstellungen von der Nutzung der Alpen ihren Mitmenschen aufzuzwingen. Da geht es wohl viel zu oft um die Durchsetzung von eigenen Wertvorstellungen und weniger um Augenmaß und vernünftige Kompromisse. Wobei es diese Extreme durchaus auch auf der anderen Seite gibt, wo man um jeden Preis alles durchsetzen möchte, was technisch machbar erscheint und sich um die Folgen keine Gedanken macht.
Momentan ist mein Eindruck der, dass bestimmte Umweltverbände Fundamental-Opposition betreiben und jede Form der weiteren Entwicklung um jeden Preis blockieren. Das einzige, was sie mittelfristig damit erreichen werden, ist dass sie ihren politischen Einfluss verlieren werden.