Ohne Arzt zu sein, kann ich mir schon vorstellen, dass ein Sturz aus 1,60m derart fatale Folgen haben kann.
Allerdings nur dann, wenn die Person bereits zB bewusstlos ist und/oder Reflexe nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr funktionieren.
Normalerweise (ich habs im Sommer bei zwei Fahrradstürzen wieder selbst erlebt) reagiert man ja reflexbedingt mit dem Schutz durch die Arme, erheblichen muskulären Anstrengungen incl. dem fixieren bzw. zurückziehen des Kopfes und der Halswirbelsäule, bevor der aufprallt bzw. um einen Aufprall des Kopfes zu verhindern. So entsteht dann zB ein Schleudertrauma, das durch eine reflexmäßig herbeigeführte Überbelastung der Halsmuskulatur hervorgerufen wird. Eine Schädigung weniger wichtiger Körperteile zu Gunsten des Kopfes und der Halswirbelsäule wird dann automatisiert in Kauf genommen.
[Das ist übrigens auch ein Grund, warum ich diese Fahrradhelmtests mit der Melone, wo man das Teil wie ein nasser Sack zu Boden fallen lässt, teilweise so verfälschend finde. Erstens die matschige Melone zu nehmen und es dann so darzustellen, als knallte man wie ein Sack zu Boden und der Schädel zerplatzte dann ganz schnell. So ein Unsinn.]
Angenommen, der Artist schlug bereits zuvor am Auto mit dem Kopf an, halte ich es durchaus erstens für möglich, das dabei bereits gefährliche Verletzungen zB der Wirbelsäule aufgetreten sind und zweitens der Sturz auf den Boden entsprechende Konsequenzen hatte, da Schutzreflexe nicht mehr richtig funktionierten bzw. eingeschränkt waren.
Mediziner mögen mich bitte korrigieren, wenn das so nicht stimmt.
Sofern man bei vollem Bewusstsein aus 1,60m vorne herüber zu Boden fällt, könnte ich mir dagegen vorstellen, dass es mit einigen Prellungen oder ggr. Brüchen im Schulter/Arm/Handbereich, einem Schleudertrauma und eventuell Gesichtsverletzungen noch eher glimpflich abgehen würde.
Generell würde ich dem ZDF keine wirklichen Vorwürfe machen wollen.
Dennoch sollte man schon bedenken, dass es bei Sportarten, die solche Stürze bedingen können, in der Regel ensprechende Böden (Sportboden, Matten,Sand etc.) gibt, die das Verletzungsrisiko beim Aufprall teils erheblich reduzieren.
Was ich vollkommen absurd fände, wäre so jemanden dann in irgendwelche Gurte oÄ zu hängen.
Es sollte schon ein freier Sprung sein, nur sollte, wenn etwas schief geht, nicht unbedingt betonharter Boden der Untergrund sein. Auch sollte man erwägen, über nachgiebigere Hindernisse zu springen, als Autos.