Den letzten Tag unseres kleinen Schitrips verbrachten wir auf dem Dachsteingletscher. Auch hier wollte ich schon länger mal hin, aber nur wenn auch die DSB läuft. Da dies im Herbst und Frühling leider selten der Fall ist blieb nur der Winter und für eine Tagesfahrt wäre es dann schon etwas weit. Wir kauften uns eine 4 Stundenkarte um saftige 45,50€, wohlgemerkt für 4 Pistenkilometer.
Anfahrt: St. Martin - Talstation Südwandbahn in ca. 0:45h
Wetter: Sonne mit einigen Schleierwolken; -6 bis 0°
Schnee Piste: pulvrig; 440cm
Schnee Abseits: windgepresst; 440cm
Wartezeit: max 1FBM
Positiv:
sonniges Wetter
Pulverschnee
keine Wartezeiten
Negativ:
relativ teuer
Aber nun zu den Bildern:
Angekommen um kurz vor halb 9 an der Talstation der Südwandbahn. Die Pendelbahn ohne Stützen mach genau 1000 Höhenmeter.
Nach ein paar Minuten warten auf die nächste Gondel gehts schon nach oben. Die Gondel war etwa halbvoll wobei die meisten Leute Tourengeher waren.
Oben angekommen mit Blick auf den Gletscher und seinen drei Schlepper.
Neben uns sind nur einen Handvoll weitere Schifahrer hier. Wir beginnen mit einer Aufwärmfahrt am ultrakurzen Austriaschartelift. Wir sind die ersten.
Bergstation sowie der Aufstieg zum Stollen der zur Edelgrießroute führt.
Blick hinüber zur Bergstation der PB und zum Gipfel des Dachstein.
Weiter gehts am längsten der drei Schleppern, dem Schladmingerlift.
Dazugehörige Piste mit wahnsinns Ausblick nach Osten.
Hinunter zur DSB.
Im Lift. Drei Abfahrten waren Präpariert und gingen hervorragend. 100% Naturschnee halt
Auch der Hunerkogellift will gefahren werden.
Bergstation mit einfahrender Gondel.
Die linke Piste am Austriaschartelift war auch um kurz vor halb elf noch jungfräulich.
Aber die besten Pisten waren definitiv die an der DSB. Lang genug und nicht zu flach. Durch den geringen Andrang konnte man es so richtig krachen lassen.
Gähnende Leere an den Gletscherpisten. In der Bildmitte kann man bei genauem Hinsehen die Mitterstein der Tauplitz erkennen, rechts den Stoderzinken.
Ausstiegsstüze des Schladmingerlifts.
Freeridemäßig ging leider wenig. Der Schnee unter der DSB war sehr windgepresst.
Aber wenn man schon solche Pisten hat muss man nicht unbedingt ins Gelände ausweichen.
Die Fernsicht war sensationell. Die dunkle Linie am Horizont sind der 140km entfernte Plöckenstein sowie der Hochficht, wo ich letzte Woche einen Schitag verbrachte. In Natura konnte man auch noch einige Berge des Bayrischen Waldes erkennen.
Bevor wir den Schivormittag beendeten genossen wir noch die Aussicht an der Südwand. Man sieht gut die Piste an der Papagenobahn in Filzmoos, das Schigebiet Altenmarkt-Radstadt, den Snow Space Salzburg sowie die Piste an der Karbachalmbahn am Hochkönig.
Auch die Sicht hinüber zu Rittisberg, Hochwurzen und Reiteralm war natürlich genial.
Und mit diesem Bild von der Talfahrt beende ich meine Berichtreihe zu einem genialen Kurzurlaub mit Traumwetter.
Fazit:
Der Dachsteingletscher ist wahrscheinlich nicht das Beste Gebiet für den Hochwinter. Für uns war es aber die richtige Wahl, denn wir mussten im Prinzip nie anstehen, hatten ein traumhaftes Panorama in alle Richtungen und die Pisten blieben Pulvrig während es unter 2000m schnell firnig oder gar sulzig wurde. Einzig schade ist es, dass es keine Schipässe nur für den Gletscher gibt und man den teuren Amade Pass kaufen muss.