Anfahrt: Ettlingen - A5 - Freiburg - Kirchzarten - Oberried - Notschrei - Muggenbrunn in 1:40 h
Wetter: Sonnig, über der Schweiz Schleierwolken, -5°C bis 0°C
Schnee: 20-30 cm Altschnee mit gut deckender Pulverauflage
Anlagen in Betrieb: Alle
Wartezeit: Muggenbrunn Franzosenberg & Köpfle keine, Winkel 1,5 min; Todtnauberg Stübenwasen 1-2 min, Gipfellift & Kapellenlift keine
Gefallen: Ergiebiger Skitag auf vergleichsweise gutem Schnee, viel gefahren, Wetter
Nicht gefallen: Nix
Bewertung: 6 von 6 Punkten
Am 12. Februar hatten wir mal wieder einen komplett gelungenen Familienskitag im Südschwarzwald. Nach Neuschnee und bei prognostiziertem Bestwetter wollten wir lieber nicht zum Feldberg fahren, und die Skilifte Münstertal/Wieden hatten ihren aktualisierten Öffnungsstatus (alle Anlagen geöffnet außer Neuhof!) für den Samstag erst am Vorabend gegen 23 Uhr ins Netz gestellt. Da hatten wir uns längst für Muggenbrunn plus Todtnauberg entschieden und die Skipässe des Liftverbunds Feldberg längst online gekauft. Wenn es anderen Südschwarzwaldskifahrern ähnlich ergangen ist, dürfte es in Münstertal/Wieden an diesem Tag recht leer geblieben sein ...
Pünktlich um 5 Minuten vor 9 Uhr rollten wir in Muggenbrunn auf den kleinen Parkplatz des Skilifts Franzosenberg, der noch Platz für wenige Fahrzeuge hatte. Erfreut stellten wir fest, dass die mit dem Impfstatus verknüpften Online-Skipässe funktionieren und dass die Schnee- und Präparationsqualität am Franzosenberg besser war als erwartet. Wie so oft blieb es vormittags leer am sportlichen Franzosenberghang. Ein Liftpartner erzählte uns, dass er morgens eigentlich in Todtnauberg Ski fahren wollte, aber wieder umgedreht war: "Da war die Hölle los!". Nachmittags sahen wir, warum.
Am Winkellift mit seinen gewohnten Kinderskischulen war einiger Betrieb, aber Liftwartezeit und Pistengewusel hielten sich in Grenzen. Einmal mehr freute ich mich über den schönen Alpenblick von der Bergstation. An Wochenenden mit ausreichender Schneelage ist in Muggenbrunn einer der letzten beiden Stangenschlepplifte des Schwarzwalds in Betrieb, der Köpflelift ... sogar mit guter, sportlicher Abfahrt. Harzwinter Junior freute sich über das ihm bislang unbekannte Lifterlebnis mit Katapultstarts und steiler Trasse.
Nach früher Einkehr im Außenbereich des Liftstübles am Winkellift genossen wir in Muggenbrunn bis gegen 14 Uhr kurzweiligen Skispaß und wechselten dann per fünfminütiger Autofahrt nach Todtnauberg, wo wir eine Parklücke direkt unter der Talstation des Stübenwasenlifts bekamen - besser geht's nicht.
Am Lift erschraken wir dann über Unerwartetes: Die halbe FIS-Abfahrt am Stübenwasen war für ein überregionales Jugendskirennen mit wohl dreistelliger Teilnehmerzahl aus geschätzt 10 Skivereinen abgesperrt. Daran war unser Muggenbrunner Liftmitfahrer also morgens in Todtnauberg gescheitert. Wir hatten Glück. Gegen 14:30 Uhr war das Skirennen beendet, und die Teams ließen Stangen, Tore und Absperrungen in Windeseile verschwinden, so dass unser Skispaß kaum beeinträchtigt wurde. Dabei hatte ich am Vorabend extra noch Homepage und Facebookseiten der Skilifte Muggenbrunn und Todtnauberg inspiziert; darüber hinaus die von den Lesern meines Balderschwang-Berichts verlinkten Rennkalender. Nichts wies auf ein Skirennen in unseren Tageszielen hin. Es war der vom Skiclub Speyer ausgetragene Dompokal im Rahmen der Punktewertung des DSV-Jugendpokals, wie ich mit einigem Googeln nachträglich feststellte.
Nach anfangs gerade mal 30 Sekunden stieg die Wartezeit am Stübenwasenlift in Todtnauberg später auf ca. 2 Minuten. An den anderen Anlagen gab es keine Wartezeiten. Beide Abfahrten am Stübenwasenlift waren teils auf Alt-, teils auf Neuschnee auch am Nachmittag noch recht gut zu befahren. Natürlich fuhren wir auch die herrlich gelegene Stübenwasen-Panoramaabfahrt mit ihrem im Schwarzwald einzigartigen, langen Seillift-Zubringer. Hier genossen wir Pulverschnee mit weitem Panoramablick. Die Pisten am Kapellenlift waren die einzigen, die uns wegen teilweiser Vereisung nicht gefallen haben. Entsprechend schnell waren wir dort wieder weg. Am Scheuermattlift, der ebenfalls in Betrieb war, waren wir nicht, denn er lag nachmittags bereits im Schatten.
Als der Stübenwasenlift um 16:35 Uhr den Betrieb einstellte, merkten wir unsere Beine deutlich. Sieben Stunden Ski- und Schleppliftfahren ohne Sitzpausen in Sesselliften sind eine eigene Liga.
Im Rahmen der Rückfahrt spendierte uns unser gut informiertes Navi eine Panoramafahrt über Haldenköpfle und Gießhübelstraße (nicht Stohrenstraße wie ursprünglich fälschlich benannt) mit anschließender Stadtrundfahrt Freiburg. Offenbar war die Direktroute über Kirchzarten und B31 im Freiburger Stadtgebiet von den Feldberg-Rückfahrern verstopft. Den genialen Ausblick von der Gießhübelstraße über Belchen, Rheintal und Vogesen kannten wir noch nicht ... dafür werden wir mal separat anreisen.
Fazit:
Die Wiederholung unserer früheren Standardkombination Muggenbrunn plus Todtnauberg hat nach ein paar Jahren Aussetzen wieder hervorragend geklappt. Für uns ist das bis heute ein Garant für einen gelungenen Vielfahrer-Skitag im Südschwarzwald, an dem einfach alles stimmt.
68 Fotos aus Muggenbrunn und Todtnauberg:
Pistenplan Muggenbrunn.
Ankunft in Muggenbrunn um 8:55 h: Noch Stellplätze verfügbar, Lift leer.
Erste Fahrt im SCHL Franzosenberg ...
... und erste Abfahrt - wesentlich besser als erwartet.
Blick von der Bergstation Franzosenberg zu den Winkelliften.
Trasse Winkellifte.
Erste Fahrt im SCHL Winkel ...
... und erste Abfahrt mit Alpenblick.
Alpenblick von der Bergstation Winkellifte. Zoom über den Skihang Hornlift Fröhnd und den Zeller Blauen auf Albristhorn, Grand Combin, Wildhorn, Geltenhorn, Sanetschhorn und Oldenhorn.
Zoom über Fotobomber-Windräder in die Berner Alpen auf Oberaarhorn, Rosenhorn, Lauteraarhorn und Schreckhorn. In der Sonne glänzt der Obere Grindelwaldgletscher.
Zoom über den windradverunzierten Rohrenkopf nördlich von Gersbach auf Rosenhorn, Lauteraarhorn, Schreckhorn und die Fiescherhörner in den Berner Alpen.
Zoom auf Breithorn, Lauterbrunner Breithorn, Bietschhorn, Tschingelhorn und Gspaltenhorn in den Berner Alpen.
Zoom in die Zentralschweiz auf Fleckistock, Titlis und Sustenhorn.
Abfahrt Winkellifte.
Querung von der Bergstation Winkellifte durch hübsch verschneiten Wald zum Stangenschlepplift Köpfle. Hinter dem Laubbaum links versteckt sich der ...
... Feldberggipfel mit seinen Aufbauten.
Abfahrt SCHL Köpfle, schön steil.
Zoom zu den Wasenliften, Muggenbrunns Kinderhügel. Mal ehrlich: Wer dort nicht gefahren ist, hat nichts verpasst.
Talstation SCHL Köpfle, einer der beiden letzten betriebenen Stangenschlepplifte im Schwarzwald. Der andere läuft in Ibach, ist aber arg kurz.
Einstieg Stangenschlepplift Köpfle. Der Erststart ist eigentlich o.k.; der Katapultstart erfolgt erst, wenn der Liftbenutzer im Flachstück hinter der Bachbrücke stehengeblieben ist.
Trasse SCHL Köpfle.
Steilstück Trasse SCHL Köpfle.
Panorama von der Bergstation SCHL Köpfle über Piste, Hasenhorn über Todtnau und Skihang Winkel.
Querung von der Bergstation SCHL Köpfle zurück zum Skihang Winkel.
Nochmal auf die Abfahrt der Winkellifte am frühen Nachmittag.
Bunte Farbtupfer auf der Abfahrt der Winkellifte.
Blick hinüber zu unserem Nachmittagsziel, den drei Abfahrten des Stübenwasenlifts in Todtnauberg.
Zoom hinüber zur FIS-Abfahrt des Stübenwasenlifts in Todtnauberg.
Zoom von der Abfahrt der Winkellifte auf den Hang der Sesselbahn Hasenhorn in Todtnau. Wie immer, wenn ich in der Nähe bin, habe ich befürchtet, dort einen Freeridetag verpasst zu haben, aber der Zoom belegt das Gegenteil - Schneemangel.
Talstation SCHL Franzosenberg. Der Einstiegsniederhalter wurde sicherlich nachgerüstet. Die von unten gesehen rechte Abfahrt war bis unten durchpräpariert, was nicht oft stattfindet. Bei Schneemangel muss man vorher über die Liftspur auf die andere Abfahrt queren.
Nochmal am Franzosenberg.
Interessanter Zoom von der Bergstation SCHL Franzosenberg: Hier schaut man auf die Gipfelkuppe des Herzogenhorns und auf den Silberberg über den Todtnauer Ortsteilen Brandenberg-Fahl. Der Silberberg war Abfahrtstrecke der Deutschen Skimeisterschaften 1968, und hier sieht man tatsächlich eine der alten Abfahrtsschneisen.
Franzosenbergabfahrt, schön. Gegen 14 Uhr setzten wir in ca. 7 Autominuten nach Todtnauberg um.
Pistenplan Todtnauberg.
Den Stübenwasenlift fanden wir zu unserem Erstaunen gähnend leer vor. Keine Ahnung warum.
Trasse Stübenwasenlift mit Todtnauberg.
Skirennkids an der Bergstation Stübenwasenlift. Das Skirennen hier war gottseidank so gut wie beendet.
Wir nahmen erstmal den Stübenwasen-Panoramalift, um die FIS-Hauptabfahrt später ohne Beeinträchtigungen zu fahren.
Start der Stübenwasen-Panoramaabfahrt gegen den Belchen. Aber von hier gibt's auch Vogesenblick ...
... zum Beispiel auf den Grossen Belchen, höchster Vogesenberg, mit seinem kleinen Skigebiet, ...
... oder zum Kastelberg, Bergstation des Skigebiets La Bresse, und zum Hohneck.
Zoom zum Kleinen Hohneck und Hohneck in einer Linie. Am Kleinen Hohneck erkennt man die Trasse des dort befindlichen Stangenschlepplifts im Skigebiet Gaschney.
Und hier sehen wir auf dem Vogesenkamm die Flächen des Skigebiets Le Tanet.
Päuschen auf der Stübenwasen-Panoramaabfahrt mit Belchen.
Blick zum Belchen und ins Skigebiet Münstertal-Wieden. Am Belchen erkennt man links die Trasse der EUB ab Obermulten. Unter seinem Gipfel die Schneise der Rückbringer-Abfahrt vom Wiedener Skilift Rollspitz. Die Abfahrtsfläche im Wald gehört zum Skilift Wiedener Eck.
Stübenwasen-Panoramaabfahrt, wie immer leer. Eine der, wenn nicht die schönste Mittelgebirgsabfahrt Deutschlands.
Blick durchs Wiesental zum Schweizer Jura mit der Röti als höchster Erhebung rechts der Bildmitte. Der Buckel mit der Antenne weiter rechts ist der Zeller Blauen. Unten auf dem Hang der Todtnauberger Skilift Scheuermattkopf, wo wir nicht waren.
Stübenwasenlift Todtnauberg. Doppelmayr Gitterportalstützenklassik aus den 1960er Jahren.
An der Talstation Stübenwasenlift erinnern noch die sauber aufgehängten Rennleibchen an das DSV-Rennen vom Vormittag und Mittag.
Stübenwasen-Familienabfahrt mit Alpenblick.
Blick von der Stübenwasen-Familienabfahrt auf die Berner Alpen.
Zoom von der Stübenwasen-Familienabfahrt auf Jungfrau, Mittaghorn und Grosshorn in den Berner Alpen.
Stübenwasen-Familienabfahrt am Nachmittag.
Endlich auf der Stübenwasen-FIS-Abfahrt ohne Rennbetrieb.
Abstecher zum Kapellenlift, ...
... dessen teils vereiste Abfahrten uns aber nicht überzeugen konnten.
Kapellenlift Todtnauberg.
Panorama am Kapellenlift Todtnauberg.
Namensgeberin des Kapellenlifts nahe seiner Bergstation, die Fatima-Kapelle, auch Gedächtniskapelle genannt.
Ziehweg zurück vom Kapellenlift zum Stübenwasenlift.
Harzwinter Junior wollte noch einmal auf die Stübenwasen-Panoramaabfahrt mit ihrem ...
... eigenwilligen Zubringer-Seillift.
Blick vom Start der Stübenwasen-Panoramaabfahrt zum Schauinsland. Links auf der Freifläche die Abfahrten der Skilifte Rosshang und Poche in Hofsgrund. Im schattigen Taleinschnitt befindet sich der Skilft Rotlache mit Abfahrt.
Zoom von der Stübenwasen-Panoramaabfahrt nach Muggenbrunn zum Skihang Winkel. Rechts am Waldrand die Bergstation des Skilifts Köpfle.
Stübenwasen-Panoramaabfahrt.
Dito.
Noch einmal weiter unten.
Und Schluss des Skitages an der Talstation Stübenwasenlift.