Übersicht der Pyrenäentour:
10.03.2024: Super Besse – Mont-Dore
11.03.2024: Le Lioran
12.03.2024: Luz-Ardiden
13.03.2024: Grand Tourmalet Barèges – La Mongie
14.03.2024: Gourette
15.03.2024: Astún
15.03.2024: Candanchú
16.03.2024: Formigal
17.03.2024: Cerler
18.03.2024: Boi Taüll
19.03.2024: Baqueira/Beret
20.03.2024: Peyragudes
21.03.2024: Piau Engaly
22.03.2024: Saint-Lary-Soulan
> Skigebiet:
1.500-2.260 m
143 Pistenkm
7 KSB, 6 SB, 4 SL
Pistenplan: https://www.formigal-panticosa.com/mapa ... icosa.html
Tageskarte 68 €
> Wetter:
Mal sonnig, mal etwas dichtere Schleierwolken und zunehmend wärmer
> Wartezeiten:
Häufig 5-15 Min und die meist vorhandenen Single Lines brachten auch nicht viel, da sie zu früh wieder in die normale Schlange überzugehen, statt -wie z. B. auf der Corviglia – erst nach den Zutrittsschranken zum Einstieg zu führen. So blieben schließlich doch immer einige Plätze leer und häufig war die normale Schlange schneller als die Fast Lane…
> Geschlossen:
Wenige schwarze Varianten
> Positives:
+ Sehr moderne, schnelle Lifte
+ Verschiedene Sektoren und Geländekammern
+ Prinzipiell sehr viele Varianten je Lift
+ Große Après-Skikonzepte mit elektronischer Musik (also eher wie in Frankreich statt Österreich)
> Negatives:
- Skipass mit 68€ etwa doppelt so teuer wie in manchen Skigebieten auf der französischen Seite
- Skigebiet komplett überlaufen am Wochenende
- Grundsätzliches Phänomen, was mir in vielen Pyrenäen-Skigebieten auffiel: Die Lifte sind zwar überdurchschnittlich lang (häufig um die 2 km), aber machen dabei nur 300-400 Hm. Entsprechend sind viele Pisten doch etwas zu flach
- Zwar viele Varianten pro Lift, aber es waren leider immer nur 1-2 präpariert, der Rest ist nur abgesteckt und bei unpassendem Schnee (Harsch, Sumpf, …) unschön zu fahren
- Landschaftlich nicht so spektakulär wie Candanchú, Cerler oder Boi Taüll
- Eine Geländekammer mit präparierten Pisten ist nur per Pistenraupentransport erreichbar
- Keine Waldabfahrten für schlechtes Wetter
> Fazit:
Da ich einen unglücklich vollen Tag erwischt hatte, würde ich dem Gebiet generell noch eine zweite Chance geben. Aber nur wenn es deutlich leerer wäre und insbesondere auch der Schnee auf den zahlreichen Geländevarianten besser. Andererseits war es schon auch mal spannend, dieses Treiben mitzuerleben. Es waren Spanier aus verschiedenen Metropolen hier und auch ein paar internationale Gäste. Zum Beispiel sah ich hier das einzige deutsche Auto während meiner gesamten Reise!
> Nicht alle geöffneten Pisten gefahren und auch grundsätzlich nicht so viele Abfahrten gemacht, weil die langen Wartezeiten dies verhinderten. Manche Lifte konnte ich erst in den letzten zwei Betriebsstunden überhaupt halbwegs erträglich nutzen.
> Morgens gab es schon deutlich vor der Liftöffnung um 9 Uhr eine Schlange vor dem Einstieg an der 8KSB, die aufgrund des riesigen Parkplatzes auch danach erstmal nicht weiter abnahm
> Also Augen zu und durch und 15 Min anstehen…
> Schon im Vorhinein hatte ich die Konstruktion nicht verstanden und auch während des ganzen Tages wurde mir nicht ganz klar, warum man nicht eine direkte Trasse gewählt hat. Denn so läuft der Lift einmal über den gesamten Parkplatz.
> Eine Etage höher: 4SB Crestas
> In der neuen D-Line 6KSB Lanuza, die mit 6 m/s die Schlange relativ gut im Griff hatte. Über 2.500 m lang, aber nur 430 Hm, also eine flache Geschichte…
> Die interessanten Pistenabschnitte eigentlich nur ganz oben
> Ebenfalls ziemlich neue 4SB Pico Royo, die einen zweiten Zugang Richtung Norden bietet, inklusive netter Pisten. Die einzige SB ohne Wartezeit, aber auch ohne geöffnete Wiederholungspiste
> Bergstation Lanuza
> Rote Lapazuso ausgehend vom Pico Royo
> In der kurzen 4SB Culivillas
> Einheitliches Corporate Design mit den anderen Aramon-Skigebieten
> Am nördlichen Ende: 6KSB Espelunciecha, aber selbst hier – entgegen meiner Erwartung – Lifte und Pisten voll
> 6KSB Batallero mit unter 300 Hm
> 6KSB Garmet mit 320 Hm
> Nette, aber auch eher flache Piste Rinconada an der 6KSB Espelunciecha. Der Schnee bei den schwarzen Varianten (die zwar nicht steil sind, aber teils schmal und kurvig) leider zu sumpfig oder stumpf, da nun langsam die Wetterlage umstellt und die Wärme kommt
> 4KSB Anayet (2 km Länge, nur 380 Hm) mit zu diesem Zeitpunkt eher kurzer Schlange
> Die 6KSB Cantal ist nur 530 m lang (100 Hm). Also ein typischer Sauerlandlift
> Lange und neue Lanuza
> 4SB Collado
> Ort bzw. Skistation Formigal
> Nochmal zum Ausgangspunkt Sextas/Sallent, wo es jetzt deutlich ruhiger war. Die Lifttrasse ist echt kurios. Ich hab natürlich darauf geachtet, nicht unter dem Lift zu parken
> Und wieder um die Kurve. Alle Parkflächen sind belegt
> Im Stangenschlepper Tramacastilla, der nachmittags leerer wurde und die besten Pisten des Tages bot: steilere Varianten auf knapp 400 Hm mit gutem Schnee dank nördlicher Ausrichtung
> Östlich der 4SB Crestas gibt es vier schöne rote Varianten, die etwas abseits durch die Landschaft verlaufen. Lange Pisten auf immerhin 650 Hm. Und die äußere Piste Bosque ist, wie der Name schon verrät, auf einem Abschnitt die einzige Waldabfahrt des gesamten Skigebiets
> Die beiden Stangeschlepper Huegas und Escarra waren mir den ganzen Tag zu voll. Deshalb ließ ich die netten Pistenvarianten dort aus. Sie hatten vermutlich den besten Schnee, dank hochgelegener Nordhänge. Selbst beim Liftschluss gab es noch eine Schlange und es wurden nicht mehr alle Personen durchgelassen! Sowas sieht man auch nicht häufig.
> 15:45 im hinteren Sektor, endlich mal etwas ruhiger > Im hinteren Sektor
> 16:45, letzte Abfahrt an der 8KSB > Dafür füllt sich langsam das große Après-Ski-Areal Marchica
> Gute Musik und riesige LED-Wände. Schon gewaltige Dimensionen und am Wochenende bestimmt immer viel los
> Aber ich musste heute noch weiter bis nach Benasque. Dennoch ein kurzer Zwischenstopp im Ort Formigal
> Formigal, eher wie eine französische Skistation, allerdings ohne direkten Pistenanschluss
> Und noch ein Halt weiter talauswärts in Biescas. Der Ort wurde 1996 wohl so ähnlich überflutet wie derzeit andere spanische Regionen
> Heute allerdings ein ruhiger Fluss
Über die N-260 ging es anschließend immer weiter Richtung Osten und schließlich nordwärts über die A-139 bis in den Bergort Benasque