Jens
Eiger (3970m)
Da sehr viele hier die A7 befahren um in die ALpen zu kommen, hier ein Bericht zum aktuellen Stand und was sich dann vielleicht in Österreich tut:
www.tirol.comAutobahn stößt 2008 an die Grenze
Auf Hochtouren wird am Lückenschluss der A7 bis zum Grenztunnel Füssen gearbeitet. 1. Teilstück soll im Frühjahr 2005 fertig sein
Von SIMONE FALGER
AUSSERFERN, ALLGÄU. Nach jahrzehntelangen gerichtlichen Verfahren und Einsprüchen steht der Fertigstellung der A7 zwischen Nesselwang und Füssen jetzt nichts mehr im Weg.
"Wir haben voll vollziehbares Baurecht", freut sich Harald Wiesenmüller von der Abteilung Straßenbau in der obersten Baubehörde im bayerischen Staatsministerium für Inneres.
Vor zwei Jahren wurde direkt hinter dem Grenztunnel Vils/Füssen mit den Arbeiten begonnen. "Die ersten zwei Kilometer werden bis zum kommenden Frühjahr fertig sein", ist Wiesenmüller zuversichtlich.
Dabei ist das Gebiet, durch welches das letzte Teilstück der A7 - Deutschlands längster Autobahn - verläuft, alles andere als optimal: "Das gesamte Projekt ist vom Baufortschritt her nur schwer kalkulierbar. Wir haben es hier mit sehr setzungsempfindlichem Untergrund zu tun. Wenn es viel regnet, kommt man mit den schweren Baumaschinen gar nicht rein", beschreibt Wiesenmüller.
Maßgeblich an den Arbeiten auf diesem Streckenabschnitt beteiligt war auch die Reuttener Baufirma Storf. Für zwei Baulose mit einem Auftragsvolumen von rund 3,7 Millionen Euro, erhielt die Außerferner Firma den Zuschlag. Firmenchef Karl Hold kennt die Schwierigkeiten:
"Es gibt immer wieder Probleme, teilweise auch witterungsbedingt. Auf dem Moorboden ist nur ein dünner Auftrag möglich."
Jetzt wird beim Bau des letzten Teilstückes der insgesamt 961 Kilometer langen Autobahn zwischen Flensburg und Füssen keine Zeit mehr vergeudet. Mit schwerem Gerät werden ganze Hügel abgetragen, großflächige Geländeunebenheiten durch Aufschüttungen ausgeglichen: Die A7 bahnt sich langsam aber sicher ihren Weg in Richtung österreichische Grenze.
Einzig das Finanzloch im bundesdeutschen Staatshaushalt könnte den Bau noch verzögern. "Ab 2004 sind noch rund 110 Millionen Euro zu finanzieren", betont Wiesenmüller.
Aufgrund der mehrmaligen Verzögerung rechnet er nicht damit, dass das letzte Teilstück wie geplant 2007 befahren werden kann. "Aber so wie es aussieht, werden wir die Fahrbahn 2008 eröffnen", ist Wiesemüller dennoch überzeugt.
Auf fünf vor zwölf stehen nun die Uhren für die Tiroler Politiker. Während die Ziele in Bayern klar sind, wird hierzulande noch heftig über einen Ausbau des Fernpasses debattiert. Auch in Sachen Umfahrung Heiterwang ist derzeit noch alles in Schwebe.
"In nächster Zeit tut sich sicher was. Wir haben im Gemeinderat beraten und abgestimmt. Eher wird es die Südumfahrung, wobei garantiert sein muss, dass wir mit dieser Lösung auch leben können. Diese verläuft teils sehr nahe am Siedlungsgebiet", erklärt Heiterwangs Bürgermeister Rudolf Fröhlich.