Zur Volunteer-Arbeit:
Das ist unterschiedlich. Zum Beispiel St. Moritz ist eher grosszügig und hilft zumindest dabei, dass man zu besseren Konditionen in der Jugendherberge schlafen kann. Sachen darf man (wenn man so und so lange dabei ist) behalten. Das waren auch immer welche von guter Qualität.
Lenzerheide war wohl ne grosse Katastrophe (wollten nicht mal ne Mahlzeit zahlen, hilft nicht bei der Unterkunftssuche und viel zu viele Leute). Skipass für einen Tag in der Saison.
Wengen: man darf die Jacke nicht behalten, die hat aber meistens auch nur Über-Übergrösse, dafür gab`s immer ein Geschenk (z.B. ein Rucksack, eine Skibrille, einen Kulturbeutel usw.) und Snacks, Getränke sowie eine warme Mahlzeit (wobei das damals, glaube ich nur Hotdogs waren), Unterkunft kann man weiter entfernt günstiger bekommen. Skipass für einen Tag in der Saison.
Adelboden: auch hier darf man nix behalten, aber es gab wenigstens ne richtige Mahlzeit (und wenn du im Ochsnerzelt warst, durftest du dich am Sonntag, wo weniger los war am Büffet bedienen), man bekommt ein Cap fürs Helfen und kann (s)einem Verein etwas gutschreiben lassen. Skipass für einen Tag in der Saison
Stockholm: Essen plus eine Hybridjacke, die man behalten durfte.
Are-WM: Unterkunft war bezahlt (weiter weg) plus Frühstück im Hostel und eine warme Mahlzeit, gute Konditionen für den Spabereich und das Gymnasium im Kongresszentrum, Sachen durfte man behalten, wenn man 1 Woche plus geholfen hat (Skihose und -jacke, Hybridjacke, Mütze, Handschuhe, Bluse, aber sehr schlechte Qualität). Skipass, konnte man sich ausleihen. Vergünstigte Skimiete möglich.
Man kann normalerweise seine Lieblingsaufgabengebiete aussuchen, wobei man Piste nur machen sollte, wenn man wirklich sehr gut Skifahren kann. Bei den meisten gibt es auch nicht so "coole" Jobs, meistens nur Eintrittskontrolle, Küche, VIP-Bereich usw. Skipass bekommen tatsächlich nur die, die wirklich auf der Piste sind.
Man macht das tatsächlich nur, weil man völlig skiverrückt ist und die Veranstaltung unterstützen will. Manchmal kommt man "seinen" Stars noch relativ nah. Aber das war's. Am Ende geht dein Urlaub drauf, du musst auf jeden Fall die Reise bezahlen und meist auch die Unterkunft. Es ist halt je nachdem eine coole Erfahrung. Und man lernt wirklich coole Leute kennen. Ich habe ein französische Freundin, die macht das zigmal pro Jahr. Verbindet es meiste mit 1-2 Tagen vorher oder nachher Skifahren. Eine Schweizer Freundin ist bei ziemlich vielen Weltcuprennen in der Schweiz dabei. Aber man muss halt schon ein wenig idealistisch sein.
Ich glaub, nur das "A-Team", eine Truppe Österreicher, die eigentlich fast überall dabei sind, um die Piste zu präparieren, verdienen wohl ein wenig etwas. Und in Kitzbühel bekommst du wohl als Rutscher 100€ pro Tag, sobald du aber das 2. Mal "ausrutscht" bist du draussen. Ich glaube, in Österreich zumindest bei den Herren wird sowieso mehr mit Leuten aus dem eignen Skiclub gemacht. Zumindest hab ich mal bei ein paar Rennen geschaut und da gab es nie die übliche "Volunteer"-Seite.