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Beschneiung bei Plusgrade

^^ Ich kann die Aussage (Seilbahnjunkie) bestätigen, leider tut sich da nichts mehr in dieser Hinsicht .... wäre für unsere flachländische Gegend eine Super-Abfahrt geworden ...
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Eigentlich ist das keine richtige Beschneiung. Das Verfahren nennt sich glaub ich Eisgranulat Beschneiung, womit die Funktionsweise klar wäre.
Für alle die sich darunter nichts vorstellen können: Durch Kühlgeräte werden in der Kanone kleine Eiskügelchen erzeugt und die werden auf die Piste geblasen. Es ist also genaugenommen kein richtiger Schnee sondern feiner Hagel.
Bei uns im Odenwald wollte der Herr Emig, seines Zeichens Inhaber eines Sportgeschäfts und Entwickler des Betasystems von Atomic, eine solche Anlage aufstellen. Er wollte am Katzenbuckel, dem höchsten "Berg" im Odenwald einen SL und ein solche Beschneiungsanlage bauen, ist aber am Wiederstand der Umweltschützer gescheitert.

Fachbegriff crash-ice oder auch crushed-ice!! Kratzt einfach mal Euer Eisfach aus, dann könnt Ihr Euch die Qualität dieses "Schnees" vorstellen. Schnee ist also der falsche Begriff. Aber das ist Nebensache. Denn dort wo diese Anlagen zum Einsatz kommen, kennt der Besucher entweder überhaupt keinen Schnee, oder er hat nicht grossartig den Plan, was Schneequalität bedeutet. Hauptsache es ist weiss....
 
reXX schrieb:
snowBOX ist ein großer Eiskratzer.

Diese "Grenzbereich-Schneekanonen" arbeiten - meines Wissens nach - mit anderen Methoden.

- Wasser wird gekühlt
- Der Druck der Pressluft in den Nuckleatoren wird enorm erhöht, so dass durch die Enstpannung mehr Kälte entsteht.
- In das Hauptwasser wird zusätzlich flüssiger Stickstoff miteingesprüht, der die Temperaturen soweit herabsetzt, dass eine Schneebildung bzw. eine Anlagerung am Kristalisationskeim auch bei höheren Temperaturen möglich ist.

soweit die Infos die mir vorliegen.

Allerdings ist die Energiebilanz dieses Verfahrens natürlich äußerst neativ - ganz zu schweigen von den enormen Kosten die hier entstehen.

Grenzbereich Schneekanone habe ich ja noch nie gehört.... ich denke Du meinst diese seltsame Zottl Kanone. Das kuriose ist allerdings, dass der Hersteller behauptet und dies in der Werbung auch propagiert, dass die Maschine nur mit Wasser und Druckluft arbeitet. Schaut man sich allerdings mal die Oberfläche der zentralen Steuerung an, findet man dort Stickstoffwerte angegeben.

Bei Plusgraden zu schneien muss aber nicht zwangsläufig auf Chemie oder andere Stoffe zuruckführen. Mit TechnoAlpin kann man auch im + Bereich schneien, bei entsprechender Luftfeuchtigkeit. Hab selbst schon bei +3°C damit Schnee gemacht.

Nee Woomera ist kein crushed ice. Die arbeiten wohl eher mit Stickstoff. Die Firma schaut aber irgendwie mal voll billig aus, wenn man sich die Produkte und der Webauftritt mal anschaut. Scheint auch ausserhalb von Australien gar nicht bekannt zu sein.
 
Temperaturunabhängige Schneeproduktion

IDE – Snowmaker: Demonstration in Südafrika

Ende Mai 2006 war es soweit: Eine Delegation von Skigebietsbetreibern, Schnee-Experten, Eventveranstaltern und Skihallenbetreibern nahmen die Reise nach Südafrika auf, um die temperaturunabhängige Schneeproduktion bei der tiefsten Goldmine der Welt in der Nähe von Johannesburg zu besichtigen und die Schneequalität unter die Lupe zu nehmen.

Der IDE-Snowmaker macht erstmals die Schneeproduktion bei Plusgraden (bis zu +30°C) mit großen Mengen und niedrigem Energieverbrauch möglich und ist daher auch für Skigebiete interessant. Die Technologie ist bereits seit mehr als 15 Jahren im Einsatz und wird weltweit zu Kühlzwecken eingesetzt.

In der 4 km tiefen Goldmine in Südafrika von Anglo Gold Ashanti wird die Temperatur von +60° Celsius mit dem Schnee auf ein erträgliches Niveau heruntergekühlt. Dass sich dieser Schnee auch ausgezeichnet für alle Wintersportaktivitäten eignet, zeigte sich bei der Schneedemonstration in Südafrika.

Ausgezeichnete Wintersportqualität

Die Qualität des IDE-Schnees entspricht in etwa der des Frühjahrsschnees in den Alpen. Die Schneekristalle sind ca. 0,5 bis 1,0 mm groß, das spezifische Schneegewicht liegt zwischen 500-600 kg/m³ und eignet sich laut einhelliger Meinung der Teilnehmer bestens für alle Arten von Wintersport (Skifahren, Snowboarden, Langlauf, Tubing etc.)


Praxistest: Skifahren auf Firnschnee in Afrika

Großes Interesse von Gletscherskigebieten

Der IDE-Snowmaker kann vor allem zur Beschneiung von Gletscherrandbereichen und zur Schaffung von Zufahrtsmöglichkeiten zu Stationen und Infrastruktureinrichtung während des Sommers und Herbstes eingesetzt werden. Dies ermöglicht den Gletscherskigebieten einen echten Qualitätssprung und das Anbieten von größeren Pistenflächen in dieser Zeitperiode, die auch von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung ist, da alle anderen Skigebiete noch geschlossen sind.


Vertreter eines Gletscherskigebietes bei der „Untersuchung“ des Schnees

Anwendungen in klassischen Skigebieten

Die Ideen der Skigebiete reichen von der Absicherung neuralgischer Punkte im Skigebiet bis zu Attraktionen wie den Betrieb eines Funparks während des ganzen Jahres, Schneepartys im Sommer und der Vorsaison oder auch den Ganzjahresbetrieb eines Schleppliftes sowie die Schneeversorgung von tiefer gelegenen Einrichtungen wie Anfängerhänge oder Langlaufloipen.

Ideale Technologie für Skihallen

Durch die Form der Schneeproduktion müssen die Hallen nicht auf tiefe Temperaturen gekühlt werden, was eine große Ersparnis beim Energieverbrauch bedeutet. Weiters können durch die große Kapazität auch Outdoorbereiche angelegt werden, sowie Schnee für Events in Großstädten produziert werden.

Hauptmerkmale des IDE-Snowmakers

* Schneeproduktion bei jeder Umgebungstemperatur
* 200 bis 2,000 m³ pro Tag und Maschine
* Hochqualitativer Schnee, umweltfreundlich und ohne chemische Zusatzstoffe
* Niedrige Energiekosten und Arbeitsaufwand
* Vollautomatisches Steuerungssystem


Schneediskussion in Südafrika


Erstaunt über das Treiben auf dem Schneehügel: Die Minenarbeiter von Anglo Gold Ashanti

http://www.ide-snowmaker.com/

sued2.jpg


sued3.jpg


sued8.jpg
 
:lol: :lol: schlechter Schnee, Anlage schaut aus wie eine kleine Fabrik und der Energiebedarf ist, wenn man die riesigen Wassermengen betrachtet die entsprechend runtergekühlt werden müssen, sehr enorm.
 
was ich noch nicht ganz verstehe... dieser künstlich erzeugte (allwetter)schnee taut doch auch um den gefrierpunkt, oder verstehe ich das falsch?
 
Doch der taut schon, aber es heißt, dass man an einem Tag soviel Schnee produzieren kann, dass das Weggetaute wieder ersetzt werden kann.
 
okay, aber wo ich halt ein problem sehe, ist dass man ja nicht den schnee z.b für ein event einfach so auf die straße schneien lassen kann... der untergrund wäre viel zu warm und es würde sich nie ne schneedecke bilden.
 
Irgendwann ist der Untergrund dann auch kalt genug. Der Schnne muss der Straße halt die Wärme entziehen. Geht im Winter ja auch. Im Sommer braucht man halt mehr Schnee. In Düssledorf funktioniert es ja auch immer zum Langlaufweltcup, wobei da schon Oktober ist und der Schnee auch auf einer speziellen Konstruktion verteilt wird.
 
ja eben... nur dort wird der schnee auch mit lastwagen geliefert und dann mit einem mal auf die straße gekippt. nur bei kleinen feinen schneeflocken hab ich da so meine zweifel... das muss ich mal gesehen haben 8O
 
Es muss gehen, sogar bei uns in Holland kann man zu Weinachten Schnee "bestellen". Dann kommen sie in der Nacht (bei uns friert es zur Weinachten nicht immer, auch nicht in der Nacht :wink: ) mit einem Schneekanon und machen sie bei Plusgrade Schnee. Es ist übrigens nur für die kapitalkräftige Leute, es kostet sehr viel Geld dein Haus und Garden weiss zu beschneien. "Aber wer macht so etwass auch..." :? :?
 
ja klar, aber wenn du bedenkst stivo ist es auch sehr Aufwendig! Die Leute arbeiten zwei Tage vor dem Skilanglauf auf Hochtouren rund um die Uhr! Ich war 2005 beim Aufbau an einem Abend als Zuschauer dabei und ich konnte zusehn wie von Glees & Auge wie die Firma aus Neuss heiß mit ihren Sattelschleppern und AUfliegern den Schnee von der Skihalle im Minutentakt angeliefert hatte und sofort von den zwei Bullys verarbeitet wurde :wink:
Und das ging die Ganze nacht hindurch bis eine Stunde vorm Start.
 
"All Weather Snowmaking Systems":

- Snowbox : www.snowbox.info

- IDE Snowmaker: www.ide-snowmaker.com/

- Snowmagic: http://www.snowmagic.com/

- Snowfactories: http://www.snowfactories.com/
(dies ist aber ein bissl anders)


Die erste war Snowmagic, die Firma wurde in 1993 in Japan gegründet, nach einem ziemlich schneearmen Saison, das war glaub ich irgendwann im 1992? Damals herrschte auch in Europa ein milder Winter. Derzeit existieren in Japan dutzende Schigebiete, die mit dem ICS System ausgestattet sind. Ursprünglich war das ganze System für die milde Winterzeiten angedacht. Einige (viele?) japaner Bergbahnen denken es anders, und sie nutzen das ICS für Saisonverlängerung, bzw für einen früheren Saisonstart. Ein Musterbeispiel ist Naeba (in der "Nähe" von Tokio), wo die "Beschneiung" schon im Oktober beginnt, um für die heimischen Schneesüchtiger die weiße Pracht anbieten zu können.

Die Preise dieses ICS Systems kenn ich nicht, aber es dürfte nicht so arg teuer sein, zumindest glaub ich so. Sonst wäre die Beschneiung eines Schigebietes finanziell sinnlos

der IDE Snowmaker kostet 1,1 Mill. USD, die folgende Antwort hab ich von dem IDE bekommen:

Eine Anlage mittlerer Größe (Schneeproduktion 960 m³ pro Tag) kostet ca. 1,1 Millionen USD.
[/quote]
 
whiteout schrieb:
markus schrieb:
Wahnsinn. Was für eine perverse Energieverschwendung. :nein:
^Dito

Da stellt sich mir die Frage wo bei euch die Schmerzgrenze liegt.

Wie ist euer Verständnis für Skihallen, Eissporthallen oder schlichtweg Schwimmbädern. Allesamt ziemlich krasse Energiefresser. Und das für einen so unnützen Zweck wie der Bespaßung von Menschen. Und richtig pervers find ich die Leute, die um Skisport auszuüben, mit ihrem Auto (Absolutes No-Go! Das Dingen spuckt CO-2 aus!) in Skigebiete fahren. Im schlimmsten Fall sogar von Norddeutschland bis in die Alpen. Man rechne sich dort mal aus wieviel CO-2 da auf der Strecke bleibt. Und wem nützt diese Energieverschwendung dann? Niemandem! Nagut. Wirtschaftlich gesehen sicherlich einigen, aber diese Denkweise hast du ja bei deiner Äußerung auch außen vor gelassen.

Es gibt zum einen die Menschen die meckern wenn nichts gemacht wird und die Lifte dann irgendwann den Bach runter gehen. Dann gibt es aber auch die Menschen die sich beschweren wenn man ein Angebot erhalten oder schaffen will und den Leuten etwas bietet.

Es nervt einfach tierisch, dass heutzutage alles was neuerdings auch Energie braucht direkt schlecht geredet wird. Über Dinge, die schon lange existieren, und schon seit Jahren Energie fressen, beschwert sich hingegen keiner. Ein paar Beispiele dafür hab ich ja schon oben aufgelistet. Die Liste ist aber endlos!

Und nun fahrt eure PCs runter, spart den Strom und denkt über euren Energieverbrauch für sinnlose Freizeitzwecke nach ;-)
 
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