Wie schon geschrieben, kenne mehrere Personen im weiteren aber auch engeren persönlichen Umfeld mit Symptomen. Und das geht im Grossraum Zürich eigentlich allen so.baeckerbursch schrieb:Ich kenne mehrere (echt) Kranke von März / April (stelleinweise mit Krankenhaus) - aber von der 2. Welle kenne ich bisher nur Symtomfreie mit positiven PCR Test.
Eigentlich wollte ich mich etwas länger zurückhalten, aber die Entwicklung in der Schweiz geht ja völlig in die falsche Richtung. Die Situation ist etwa so wie beim Höchstand der 1. Welle, nur war man damals bereits im Lockdown drin. Positivitätsrate über 30%, Tendenz stark steigend, nur Tschechien ist noch höher. Die sind aber bereits wieder im Lockdown. Holland in der Inzidenz überholt und stehen gelassen. Bis in 2 Wochen sind die Spitäler voll. Spitäler, Pfleger, Laboranten rufen verzweifelt um Hilfe.
Grösster Krisenherd Kanton Wallis: seit gestern sind die Spitäler bereits voll. Wir wissen, dass die Spitaleintritte den positiv getesteten Fällen etwa eine Woche hinterherhinken. In der vergangenen Woche hatte der Kanton einen Schnitt von etwa 600 positiven Fällen pro Tag, die Woche davor waren es etwa 200. Da werde also noch eine ganze Menge Patienten kommen, für die in anderen Kantonen ein Platz gesucht werden muss. Von einer Durchseuchung ist man trotzdem weit entfernt.
Irgendwie verstehe ich, dass der Bundesrat die ausserordentliche Lage nicht wieder einberufen will: trotz des nicht so schlechten Handelns während der ersten Welle wurde er von allen Seiten kritisiert, die Kantone haben Diktatur geschrien. Im Gegensatz zu damals hat sich an der Situation einiges geändert: man verfügt über viel mehr Schutzmaterial (Masken), und man kann nicht mehr überrascht sein über die Entwicklung, hat sich seit den liberalen Lockerungen das Virus doch stets exponentiell weiterverbreitet, bis auf die eine Delle.
Während den letzten Tagen hat sich vermehrt gezeigt, dass in den Entscheidungsgremien (Regierungsräte der Kantone) die Gesundheitsdirektoren oft keine Mehrheit für Massnahmen finden, weil da viele Regierungsräte zu Hobby-Virologen wurden, und teilweise stolz Meinungen vertreten, die kaum mehr haltbar sind. Exemplarisch die folgenden beiden Spezialisten:
Natürlich bequem, sich so aus aller Verantwortung zu reden und sich bei den Corona-Leugnern (die ihre Position munter wechseln von Corona-Leugner auf Corona-Skeptiker, dann Massnahmen-Skeptiker, und jetzt auf "Ich will Schweden") beliebt zu machen. Meint sie allen Ernstes, dass also die 1. Welle einfach so abgeflacht ist, ohne den Lockdown? Wirklich?Jacqueline Fehr schrieb:Der Arm der Behörden während einer Pandemie ist kurz, der Einfluss auf den Verlauf einer Pandemie begrenzt.
oder die Regierung von St Gallen, die sich vehement gegen jegliche weitere Massnahmen stellt und sämtliche Vorschläge abweist: Sie habe Massnahmen zur Erhöhung der Bettenkapazität in den Spitälern vorbereitet. Ähm, nicht verstanden wie sich das exponentielle Wachstum in übervolle Spitäler umschlägt? Ein paar Dutzend Better mehr tun da nichts zur Sache ausser vielleicht zwei, drei Tage mehr Spielraum. Dann sind auch diese Betten voll, abgesehen davon, dass das Personal ja auch vorhanden sein muss. Man müsste nur in den Kanton Wallis sehen um dies zu verstehen.
Bisherige Massnahmen: Maskenpflicht in Innenräumen (Masken nützen ja angeblich nix) sowie Homeoffice-EMPFEHLUNG. Die Mobilitätsdaten zeigen bereits, dass diese Empfehlung kaum etwas bewirkt hat. Meint er tatsächlich, diese geringen Massnahmen lösen das Problem? Im Gegensatz zu allen umliegenden Ländern mit viel härteren Massnahmen? Echt? Wir (Ost-)Schweizer sind so gut, dass bei uns diese halbherzigen Regeln bereits ausreichen?Bruno Damann schrieb:Zudem lasse sich «die Wirkung der bereits getroffenen Massnahmen aktuell noch nicht hinreichend abschätzen.
Aha, welches sind die europäischen Länder oder diejenigen Kantone, die in der 2. Welle ZU HARTE Massnahmen getroffen und übersteuert haben? Man muss nur ganz ein wenig eingreifen, und das exponentielle Wachstum verschwindet sofort??? Tja, die richtig fatalen Folgen für die Wirtschaft gibts wenn überhaupt nicht gehandelt wird. Zu Sehen beispielsweise in Belgien. Wenn viele Lehrer krank werden, gehen die Schulen auch zu. Wenn die Spitäler keinen Platz mehr haben, wird irgendwann Angst und Wut regieren, was die Wirtschaft so richtig runterreisst.Bruno Damann schrieb:Es bestehe «die Gefahr eines Übersteuerns mit fatalen Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft».
Dazu kommt dann noch ein gewisser Bundesrat, der quasi öffentlich dazu aufruft, das Schweizer Covid-App NICHT zu benutzen. Notabene das App, in welches sehr viel Geld investiert wurde und hierzulande als das weltweite Beste promotet wurde (wieder die Schweizer Selbstüberschätzung). Mittlerweile befürchte ich, dass das nicht gut herauskommt. Denn die Karte "Eigenverwantwortung" hat in der Schweiz definitiv nicht gestochen.
Im Moment kommt mir das alles vor wie das kleine Kind, dass die Händer vor die Augen legt und meint, wenn es mich nicht sieht dann kann ich es auch nicht sehen.
zum Verhindern von lästiger Werbung liegen..).