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Coronavirus 2019-nCoV

Status
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Neandertaler schrieb:
Und hier ist sie schon, Katastrophenalarm in Bayern:
Strenge Kontaktbeschränkungen auch in Privaträumen
Zudem sollen ab dem 2. November in Bayern noch strengere Kontaktbeschränkungen gelten als von Bund und Ländern vereinbart - nämlich ausdrücklich auch in Privaträumen. Auch werden bis Ende November Veranstaltungen aller Art untersagt und nicht nur solche, die der Unterhaltung dienen. Ausnahmen gelten nur für Gottesdienste und Demonstrationen, hat das bayerischen Kabinett beschlossen.
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/corona-pandemie-bayern-will-katastrophenfall-ausrufen-a-271b0379-2821-49fb-ace6-d09379aa4022
Mal sehen.
Hoffentlich kommt es so!!


Gruß!
der Joe
 
Wobei ich die Ausnahme für Gottesdienste nicht nachvollziehen kann. Gerade dort gab es doch schon hin und wieder Infektionen, beten kann ich auch daheim und meist sind dort auch noch die mit dem größten Risiko.
Naja, dauert wohl noch 1 Woche, bis die dann auch schließen müssen.
 
Es gibt genug Leute die zum einen nicht so weit denken wie du und auch genug Leute die dann mit öffis unterwegs sind. Warum versteht ihr nicht dass es eben nicht ausschließlich um die 15 Minuten intensiver zungenküsse mit fremden geht sondern um den eher zufälligen Aufenthalt und Kontakt mit entsprechend „virengeladener“ Luft das Problem mit sein kann.

Die dürfen aber weiterhin und ganz legal mit den Öffis in die Stadt fahren und Klamotten shoppen. Anscheinend ja auch in den Einkaufszentren. :sleep:

Geil ist auch das Kantinen weiterhin geöffnet sein dürfen, wir aber keinerlei Sitzgelegenheiten bieten dürfen.

Und dafür gibt es jetzt den Katastrophenfall?

Immer wenn du denkst es geht nicht unlogischer kommt genau das.
 
Wer geht denn heute noch in die Kirche?

Und ehrlich? Je härter der lockdown, desto schneller ist er wieder vorbei. In Tirol sind die Zahlenberge schon nach 14 Tage in sich zusammen gebrochen.
 
Macht euch doch keine Sorgen, das bekommt der Soeder schon alles in den Griff! Katastrophenfall ausrufen und Haushalte durch die Polizei kontrollieren..... :idea:

Geschichte wiederholt sich..... https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/etablierung-der-ns-herrschaft/ermaechtigungsgesetz.html

Das Ermaechtigungsgesetz war die elementare Grundlage fuer die Aufhebung der Gewaltenteilung d.h die Gerichte wurden praktisch ausgeschaltet. Das Ermaechtigungsgesetz diente nicht dazu den Staat handlungsfaehig zu machen sondern ganz im Gegenteil ihn praktisch in seiner urspruenglichen Form abzuschaffen.

schwurbelende.....
 
Tyrolens schrieb:
Wer geht denn heute noch in die Kirche?

Da, wo die Superspreaderevents waren, ist die Teilnahmequote der Gemeindemitglieder meist höher als bei uns Katholen oder den Standard-Protestanten (auch wenn es da auch Fälle gab).
 
Tyrolens schrieb:
Wer geht denn heute noch in die Kirche?

Und ehrlich? Je härter der lockdown, desto schneller ist er wieder vorbei. In Tirol sind die Zahlenberge schon nach 14 Tage in sich zusammen gebrochen.

Du wirst es kaum glauben, aber bei uns auf dem Land in Bayern gehen schon noch einige (vor allem ältere) regelmäßig in die Kirche....das sind auch nicht nur 5-10, die sich dann breit verteilen.
 
Xtream schrieb:
Macht euch doch keine Sorgen, das bekommt der Soeder schon alles in den Griff! Katastrophenfall ausrufen und Haushalte durch die Polizei kontrollieren..... :idea:

Geschichte wiederholt sich..... https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/etablierung-der-ns-herrschaft/ermaechtigungsgesetz.html

Das Ermaechtigungsgesetz war die elementare Grundlage fuer die Aufhebung der Gewaltenteilung d.h die Gerichte wurden praktisch ausgeschaltet. Das Ermaechtigungsgesetz diente nicht dazu den Staat handlungsfaehig zu machen sondern ganz im Gegenteil ihn praktisch in seiner urspruenglichen Form abzuschaffen.

schwurbelende.....
Sorgen macht mir nicht die Polizei, die an mein Fenster klopft.
Sorgen machen mir mehr die, die ungehemmt mit vielen Leuten essen, trinken, lachen. Nicht, dass ich das nicht auch schön finden würde.
Am meisten Sorgen machen mir aber die, die ihre persönliche Freiheit über das Leben anderer stellen.

Gruß!
der Joe
 
starli schrieb:
Gibt es denn entsprechende Statistiken, wie sich das Virus, soweit es in den letzten Monaten nachfolgbar war, wirklich übertragen hat? Nicht nur theoretische Überlegungen, sondern handfeste Statistiken anhand der tatsächlich Infizierten? Wenn man einen Infizierten hat und nachverfolgen kann, bei wem er sich angesteckt hat, muss es ja entsprechende Untersuchungen/Umfragen geben, wie lang derjenige sich mit dem anderen z.B. unterhalten hat, in welcher Nähe sie zueinander getanden sind, ob sie nur im gleichen Raum waren usw. usf.?

Es gibt zu dieser Frage die sogenannte „Webasto-Studie“. Ergebnis: Das Spektrum der Übertragbarkeit ist relativ breit und reicht von „in der Kantine nur den Salzstreuer gereicht“ bis hin zu Ansteckung im gleichen Haushalt.

Artikel mit link zur Studie:

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-05/sars-cov-2-infektion-uebertragung-studie

Im Ergebnis kann es auch bei flüchtigen Begegnungen zu Infektionen kommen. Dies erklärt auch warum die Fallzahlen gerade überall so steigen.
 
@Latemar: Ich möchte dir gerne direkt einen Komentar ans Herz legen, für den ich einfach bisher zu faul zum tippen war. Ich denke, du bist einer derjenigen hier, die nüchtern genug über das ganze Thema nachdenken (mit noch ein paar anderen...):

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-10/corona-lockdown-gastronomie-haushalte-rki-daten-neuinfektionen

Latemar schrieb:
Doch das verstehe ich total.
Alles setzt im Moment Hirn und Respekt vor den anderen voraus.
Aber das Hirn wird doch vor allem bei den privaten Kontakten ausgeschaltet. Mir ist durchaus bewusst, dass das für den Gesetzgeber ein heißes und enorm schwieriges Thema ist, aber es ist einfach falsch das nicht anzugehen und sich keine Gedanken darüber zu machen. Und nicht alles andere voranzuschieben.


Gruß!
der Joe
 
icedtea schrieb:
10-20% der Bevölkerung, die sich irgendwo nicht an die Regeln halten, reichen für die Situation, die wir gerade haben :naja:
Ich glaube, man tut sich keinen Gefallen, wenn man die Suche nach der Ursache zwangsläufig an die Suche nach den Schuldigen knüpft. Mein Standpunkt ist, dass nicht 10-20% der Bevölkerung sondern eher 90% zu der jetzigen Situation beigetragen haben, der überwiegende Teil dabei aber mit keinen oder nur ganz kleinen "Verfehlungen".
Denn alle Maßnahmen, die wir bislang hatten, sind ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten. Keine Maskenpflicht, kein Abstand, kein Lüften, kein Händewaschen und kein Hygienekonzept sind ein Blocker, die alle alle Infektionen verhindern, sie senken alle mehr oder weniger gut die Wahrscheinlichkeit einer Infektion bei sozialen Interaktionen. Man kann mit den Maßnahmen die Wahrscheinlichkeiten noch so klein halten, werden die Interaktion mehr, summieren sich eben auch die Wahrscheinlichkeiten wieder auf. In letzter Zeit waren es einfach gesamtgesellschaftlich gesehen zu viele Kontakte. Irgendwann wird halt auch eine Flut von "erlaubten" (also wenn sämtliche Regeln eingehalten werden) gefährlich. Forumsuser @icedtea, den einfach mal als verantwortungsvollen und absolut integren Bürger halte, hat es selbst doch vorhin schön beschrieben: Beim Fußballtraining hat er (und/oder seine Familie) die Regeln eingehalten - im Restaurant hat er die Regeln eingehalten - wahrscheinlich in Situationen mit kleinen Familienfeiern, Schule, Einkaufen etc. hat er das vermutlich auch getan usw. usw.
Allerdings werden mit all diesen Kontakten auch Infektionswahrscheinlichkeiten verknüpft. Und insgesamt über die gesamte Bevölkerung hat es halt viel zu viel Kontakt- und Infektionswahrscheinlichkeitsverknüpfungen gegeben (mit den geschätzten 10-20%, die sich nicht an die Regeln gehalten haben, als enormen Brandbeschleuniger). Es war einfach zu viel Last auf dem Bus. Und dieser Grundlast wird nun mit dem Lockdown erstmal der Stecker gezogen, wobei Gewerbe, Schule, Kitas, Einzelhandel als Notstromaggregat für (wirtschafts-)lebenserhaltene Maßnahmen noch an bleiben.

Es ist jetzt total müßig, die einzelnen Bereiche, die geschlossen werden, gegeneinander aufzurechnen und auszuspielen, welche nun mehr oder weniger logisch geschlossen werden, weil sie mutmaßlich für mehr oder weniger Infektionen als andere gesorgt haben. Denn egal, ob es nun Gastronomie, Vereinssport, Hotelgewerbe, Museen usw. sind, sie hätten für sich gesehen ALLE die guten Argumente auf ihrer Seite, dass man sie offen halten sollte. Aber alle erhöhen auch mittelbar oder direkt die Kontaktdichte, was irgendwann wieder zu zu hoher Last auf dem Kontakte-Bus führt.

Und daraus folgt meine Prognose für den weiteren Verlauf der Pandemie: Der Lockdown wird die Zahlen so weit runterbringen, dass man alles wieder aufmachen kann und meiner Meinung auch tun sollte. Die Weiche wird dann sein, ob die Gesellschaft dann gelernt hat, alle Angebote und Freizeitangebote zu nutzen, ohne die Kontakte-Grundlast immer weiter hochzuschrauben. Wenn die Gesellschaft das nicht gelernt hat, wird es wieder einen Circuit-Breaker geben. Wenn die Gesellschaft sich dagegen daran erinnert, dass man die Kontaktdichte im Rahmen halten sollte, dann wird man sowohl Infektionszahlen also auch Druck auf dem Gesundheitssystem prima im Griff haben können.

Entscheidend nach dem Lockdown wird mMn also sein, ob der überwiegende Teil es schafft, seine kontaktintensiven Aktivitäten zu priorisieren und einzuschränken. Wem es wichtig ist, Fußball zu spielen, soll Fußball spielen können. Wem es wichtig ist, in die Kneipe zu gehen, soll in die Kneipe gehen können usw. usf. Nur nicht alles gleichzeitig oder kurz nacheinander! Oder das eine machen, das andere dafür sein lassen!
"Jeder soll alles machen können" darf eben nicht bedeuten "Jeder soll alles machen" bedeuten. :wink:
Das würde ich übrigens als "Lernen mit Corona zu leben" verstehen...
 
chatmonster schrieb:
@Latemar: Ich möchte dir gerne direkt einen Komentar ans Herz legen, für den ich einfach bisher zu faul zum tippen war. Ich denke, du bist einer derjenigen hier, die nüchtern genug über das ganze Thema nachdenken (mit noch ein paar anderen...):



@ chatmonster
Erstmal danke für die Blumen. Ich hoffe es war enst gemeint. :D

Ich will das gar nicht widerlegen, denn das kann ich nicht. Denn wirklich belastbares Zahlenmaterial fehlt ja. Letzten Endes beruht ja auch der Artikel nicht wirklich auf gesicherten Zahlenmaterial.
Ich denke aber, dass Restaurantbesuche mit den Personen in meinem Haushalt (das ist wichtig), genauso wie bestimmte kontaktarme Sportarten ohne Mannschaft (Tennis z.B.) auch eine sehr positive Wirkung auf die Psyche und Immunsystem haben. Das lässt der Artikel komplett außen vor.
Das wichtigste ist aber, auch wenn ich mich wiederhole, jeden Kontakt auf das dringendst notwendige zu beschränken. Eben keine Freunde treffen, auch keine Nachbarn und am nächsten Tag die Schwester und am übernächsten Tag die besten Freunde. So habe ich innerhalb kürzester Zeit mit 10-12 Personen Kontakt, die vermeidbar sind. Fällt da der Restaurantbesuch großartig ins Gewicht? Ich zweifle zumindest.

Das schlimme ist, dass wir trotz nahezu 10 Monaten Covid eigentlich gar nicht so viel mehr wissen. Wir haben massenhaft Studien und Wissenschaftler, die sich alle widersprechen und profilieren wollen. Wir haben eigentlich nichts, aber wirklich nichts definitives.
Für jede Studie findest du eine Studie, die das Gegenteil beweist.

Gruß!
der Joe
 
chatmonster schrieb:
...
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-10/corona-lockdown-gastronomie-haushalte-rki-daten-neuinfektionen
...
"Es sei ungerecht und wissenschaftlich nicht nachvollziehbar, wieso etwa Restaurants und Theater nun schließen müssten, wo doch klar sei, dass sich die meisten Menschen gerade im eigenen Haushalt mit Corona infizierten."
...
weiter gedacht wäre es der Argumentationskette nach sinnvoller die Haushalte zu schließen, was einer echen Ausgangssperre gleichkäme und für die Gastronomie und Kultur den gleichen Effekt hätte.
 
Guter Text Jan.

Na dann hoffen wir mal im Sinne des Alpinforums, dass zu alles machen kann auch Skifahren gehört.

Fussball ist ja bis März dann eh Winterpause, also hab ich ein paar Kontakte offen.

In Österreich kommt nun am Samstag wahrscheinlich auch die Verkündung des Lockdowns.
 
Latemar schrieb:
...
Das schlimme ist, dass wir trotz nahezu 10 Monaten Covid eigentlich gar nicht so viel mehr wissen. Wir haben massenhaft Studien und Wissenschaftler, die sich alle widersprechen und profilieren wollen. Wir haben eigentlich nichts, aber wirklich nichts definitives.
Für jede Studie findest du eine Studie, die das Gegenteil beweist.

Gruß!
der Joe
Warum sollte das bei Covid anders sein als sonst üblich? HIV, Krebsforschung, Anzneimittelentwicklung, da war der Wissensvorsprung nach 10 Monaten sicher auch nicht immer revolutionär.
Edit: ja, auch in diesen Themen war es schlimm....
 
Auch von mir Danke an Jan Tenner für deinen letzten Beitrag; bringt es auf den Punkt :!:
 
@Latemar: ja, war positiv gemeint ;-)
Wenn du ganz ehrlich bist, hast du aber im Restaurant zumindest Gesprächskontakt mit dem Kellner und bist in einem Raum mit weiteren Personen. Machst du es dir mit deiner Frau zu Hause gemütlich mit nem gelieferten Essen (oder Nudeln mit Tomatensauce, oder du bist ein privater Chefkoch wie mein Mann) und nem guten Glas Wein, fallen einige Kontakt schon mal weg...

valdebagnes schrieb:
chatmonster schrieb:
...
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-10/corona-lockdown-gastronomie-haushalte-rki-daten-neuinfektionen
...
"Es sei ungerecht und wissenschaftlich nicht nachvollziehbar, wieso etwa Restaurants und Theater nun schließen müssten, wo doch klar sei, dass sich die meisten Menschen gerade im eigenen Haushalt mit Corona infizierten."
...
weiter gedacht wäre es der Argumentationskette nach sinnvoller die Haushalte zu schließen, was einer echen Ausgangssperre gleichkäme und für die Gastronomie und Kultur den gleichen Effekt hätte.

Ja, das wäre definitiv eine noch größere Reduktion der Kontakte. Aber wollten wir alle das?
Und eben: die Restaurants hätten auch ohne angeordnete Schließung wohl deutlich weniger bis zu wenige Kunden...
 
https://www.spiegel.de/politik/deut...srufen-a-271b0379-2821-49fb-ace6-d09379aa4022
"Bayern setzt bei der Kontrolle von Verstößen gegen die Kontaktbeschränkung in Privatwohnungen auf Hinweise und Anzeigen von Nachbarn. Es handle sich um ein ähnliches Vorgehen wie bei Ruhestörungen, sagt Ministerpräsident Markus Söder nach einer Kabinettssitzung in München. Auch bei Ruhestörungen fordere die Polizei die Betreffenden zunächst auf, sich anders zu verhalten."
Auch wenn ich vieles befürworte, dass halte ich für einen Fehlgriff aus längst vergangen geglaubten Zeiten
 
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