• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Die große Klima-Diskussion

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
gelöscht
 
margau schrieb:
Hallo zusammen,
Was ist hier eigentlich los?
...

Das frage ich mich auch.
Überall nur noch negative Menschen. Gibt es keinen Optimismus mehr?

Auf der einen Seite die Untergangsapologeten die im Zuge der Klimaveränderung schon vom Ende der Zivilisation schwadronieren. Auf der anderen Seite die Leute denen schon alles egal ist und nach dem Motto "Nach mir die Sintflut" verfahren.
Ich glaube, dass uns beide Extreme nicht weiter führen. Irgendwie seltsam welche gesellschaftliche Spaltung dieses Thema hervorruft. Für mich stehen diese beiden Extrema einer vernünftigen Lösung dieses Problems im Wege.
 
gelöscht
 
Jan Tenner schrieb:
So eine Einstellung kann ich eigentlich nur mit einem Wort beschreiben: Schmarotzertum!
Einspruch Euer Ehren denn keine der Generationen in der Vergangenheit hat in irgendeiner Beziehung großartig Rücksicht auf die Folgegenerationen genommen; man denke nur an die unzähligen Kriege bei denen auch die eigenen Kinder geschädigt oder "dem großen Ganzen" wegen "kollateralschadengeopfert" wurden.
Deshalb sehe ich schonmal keinen Anlass warum unsere Generation plötzlich anders handeln sollte, mal abgesehen davon das die Änderungen bez. genereller nachhaltiger Lebensweise so radikal sein müssten das sie in der Praxis wenn überhaupt dann viel zu spät umgesetzt würden.

Außerdem hatten zumindest einige potentielle Eltern die ich kenne sich aus grundsätzlichen Überlegungen sehr bewusst gegen eigene Kinder entschieden; damals allerdings noch nicht aus Gründen des Klimawandels sondern weil sie allein schon wegen zunehmend fehlender Solidarität und Mitmenschlichkeit es nicht verantworten wollten Nachkommen diese absehbaren Lebensumstände überhaupt zuzumuten und diesbezüglich gebe ich denen völlig recht.
 
margau schrieb:
Ich mache mir als Student gerade sorgen, ob es an meinem 50. Geburtstag noch Zivilisation gibt.
Auf irgendwelchen Inseln oder in irgendwelchen Bunkern wird die Menschheit schon überleben.

Auch 10° mehr werden die Menschheit nicht überall+ganz ausrotten. Flüchtlinge, Kriege usw. - das wird schon eher das Problem werden.

Im Prinzip läufts auf Darwin raus und auf das ewig gleiche: entweder anpassen und weiterleben oder nicht anpassen und aussterben. That's life. Challenge accepted ;-)
 
Was ich noch zu meinem Beitrag eins drüber ergänzen wollte: Dank Technk sind wir heutzutage für solche Wetter/Klimaänderungen viel besser gewappnet, als wir es vor hundert(en) Jahren gewesen wären. Evtl. halt nicht für 10 Mrd. Menschen, aber das ist ja dann eh sinnvoll, wenn es wieder ein paar Menschen weniger gäbe. Und dann wird sich auch das Klima wieder einpendeln.

Ich bleib dabei, von all den Problemen, die der Menschheit bevorsteht, sind Klimaveränderungen das geringste Problem. Die sind mit Technik und Geld kontrollierbar zu lösen. Seuchen, resistente Viren etc. könnten zu einem nicht lösbaren Problem werden. Spinnerte, kriegstreibende Diktatoren/Könige/Präsidenten bzw. Religionen sind eine unkontrollierbare Gefahr.
 
starli schrieb:
Seuchen, resistente Viren etc. könnten zu einem nicht lösbaren Problem werden. Spinnerte, kriegstreibende Diktatoren/Könige/Präsidenten bzw. Religionen sind eine unkontrollierbare Gefahr.
Schätze ich leider auch so ein und solche medizinischen Probleme können sich schneller entwickeln als auch noch so rasche Eindämmungsmaßnahmen greifen; gegen weltbedrohende staatliche und religiöse Auswüchse hilft notfalls zumindest auch noch eine atomare Schnellausrottung.
 
Bekommt euch allen die Hitze nicht?
 
gelöscht
 
starli schrieb:
Was ich noch zu meinem Beitrag eins drüber ergänzen wollte: Dank Technk sind wir heutzutage für solche Wetter/Klimaänderungen viel besser gewappnet, als wir es vor hundert(en) Jahren gewesen wären.....

Starli das stimmt leider nicht so ganz... der Mensch kann noch soviel Technik haben, aber die Naturgewalten lassen sich oft nie vorhersagen und auch nicht mit der modernsten Technik oft nicht beherrschen...
2 Beispiele: einmal sogar verursacht ohne einen Tropfen Regen.. !!

1. Beispiel das Unwetter von gestern im Unterland von Tirol, welches besonders im Bereich Kitzbühel einigen Schaden verursacht hat..
https://www.tt.com/panorama/wetter/15896112/nach-unwettern-im-unterland-fast-alle-strassen-wieder-frei

2.Beispiel nur verursacht durch die große Hitze, welche dazu führte, das ein Gletschersee oberhalb von Zermatt übergelaufen ist...
https://www.wetter.de/cms/wegen-massiver-gletscherschmelze-unterirdischer-see-laeuft-ueber-und-beschert-zermatt-heftige-ueberflutung-4377991.html
 
Highlander schrieb:
[2 Beispiele: einmal sogar verursacht ohne einen Tropfen Regen.. !!

Niederschlag in Form von Regen oder Schnee war da schon beteiligt, das Wasser war nur zwischendurch als Eis am schnellen Weiterfließen verhindert ;)
 
Pistencruiser schrieb:
Bekommt euch allen die Hitze nicht?
ehrlich gesagt stören mich -20° tatsächlich mehr als +40° ... solang die Klimaanlagen funktionieren .. bzw. auf meinem Heimweg mit dem elektrischen Einrad ..

Highlander schrieb:
starli schrieb:
Was ich noch zu meinem Beitrag eins drüber ergänzen wollte: Dank Technk sind wir heutzutage für solche Wetter/Klimaänderungen viel besser gewappnet, als wir es vor hundert(en) Jahren gewesen wären.....

Starli das stimmt leider nicht so ganz... der Mensch kann noch soviel Technik haben, aber die Naturgewalten lassen sich oft nie vorhersagen und auch nicht mit der modernsten Technik oft nicht beherrschen...
Für alles kann man Gegenbeispiele finden. Wenns schlimmer wird, wird man Essen halt in Häusern anbauen, gab ja schon einige Zukunftsvisionen, wo dann in Hochhäusern eben einige Stockwerke für Gärten / zum Anbau von Nahrung verwendet werden. Zudem, ist (oder war) es nicht so, dass in der EU eh viel zu viel Nahrung erzeugt wird, die dann am Müllplatz landet, nur damit die Bauern beschäftigt sind? Das ist ja gewissermaßen auch ein Backup, wenn hier oder da was wg. Wetter ausfällt.

Und zu guter letzt werden wir irgendwann im Labor erzeugte Nahrung essen ..
 
starli schrieb:
Im Prinzip läufts auf Darwin raus und auf das ewig gleiche: entweder anpassen und weiterleben oder nicht anpassen und aussterben. That's life. Challenge accepted ;-)
Bedeutet im Prinzip nichts anderes als "Seht zu wie ihr klar kommt, ich mache was mir passt".
 
noisi schrieb:
starli schrieb:
Im Prinzip läufts auf Darwin raus und auf das ewig gleiche: entweder anpassen und weiterleben oder nicht anpassen und aussterben. That's life. Challenge accepted ;-)
Bedeutet im Prinzip nichts anderes als "Seht zu wie ihr klarkommt".
wieso "ihr"? Ich red hier von der Menschheit als Kollektiv, mich einbezogen.

Wenn den früheren Menschen der Gletscher zu nah herunter gekommen ist ..
a) haben sie vmtl. keine Heizung aufgestellt, um den Gletscher zu schmelzen ..
b) haben sie vmtl. keine weltweite Petition gestartet "Leute, wir müssen schneller atmen, mehr CO2 produzieren, damit es wieder wärmer wird, könnte mal einer was dagegen machen"
c) werden sie nicht in ihren Hütten geblieben sein und sich vom langsam fließenden Gletscher überrollen lassen
d) sie werden stattdessen halt vmtl. Eigenintiative gezeigt haben und umgezogen sein, ins Tal, wo's wärmer ist? = Anpassung. Überleben. Darwin.

Momentan scheint die Menschheit aber eher in der c-Variante festzustecken "bäh, es wird wärmer, bäh, ich hab gehört, das CO2 ist schuld, bäh, da müsste man doch was dagegen machen, wieso macht nicht irgendwer was dagegen"

Im Gegensatz zu damals könnten wir dank Technik aber auch die a-Variante umsetzen. So etwas ist lokal, im Einflussbereichs eines Staates oder einer Region, schnell umsetzbar, ebenso wie "d". Die momentane Diskussion sieht aber die Lösung anscheinend hauptsächlich/nur in "b", aber das funktioniert eben nur, wenn alle Staaten und alle Menschen an einem Strang ziehen, und das funktioniert halt nicht, weil unrealistisch, das haben die letzten 20-30 Jahre Klimakonferenz ja gezeigt?!

Und jetzt kommen wir zur CO2-Steuer. Was ist sinnvoller, mit den Einnahmen anzufangen:
a) Projekte, die das CO2 aus der Atmosphäre holen und z.B. speichern (dass man es falls nötig wieder freilassen kann)
b) Projekte, mit denen die Folgen des geänderten Klimas abgeschwächt werden
?

Was kostet uns "a", was kostet uns "b"? Wäre "a" wesentlich günstiger als "b", warum wird das nicht schon längst weltweit in Angriff genommen? Also machen wir stattdessen endlich Plan "b" oder diskutieren wir ewig weiter bis wir untergehen, dass wir jetzt endlich mal mit "a" anfangen müssen?

Wenn man davon ausgeht, dass der Meeresspiegel in ein paar Jahren ansteigt, sollte man halt früh genug mit dem Bau von Dämmen oder dem Übersiedeln von zu niedrigen Städten anfangen.
 
starli schrieb:
.....Für alles kann man Gegenbeispiele finden. Wenns schlimmer wird, wird man Essen halt in Häusern anbauen, gab ja schon einige Zukunftsvisionen, wo dann in Hochhäusern eben einige Stockwerke für Gärten / zum Anbau von Nahrung verwendet werden. Zudem, ist (oder war) es nicht so, dass in der EU eh viel zu viel Nahrung erzeugt wird, die dann am Müllplatz landet, nur damit die Bauern beschäftigt sind? Das ist ja gewissermaßen auch ein Backup, wenn hier oder da was wg. Wetter ausfällt.

Und zu guter letzt werden wir irgendwann im Labor erzeugte Nahrung essen ..

nette Visionen... :biggrin:
wir werden es sicherlich nicht mehr erleben...
aber was nützen mir in Manhatten Wolkenkratzer mit autonomer Nahrungsversorgung, wenn die untersten 20 Stockwerke geflutet sind, da die Polkappen geschmolzen sind.. :biggrin:

die globale Kilmaerwärmung lässt sich sicherlich nicht mehr stoppen, aber sicherlich durch gezielte Maßnahmen verzögern...

und wenn wir wollen, das zumindest die Kinder unserer Enkelkinder wenigstens auf den Gletschern im Winter noch skifahren können, dann sollte man eigentlich bald damit anfangen...
 
starli schrieb:
noisi schrieb:
starli schrieb:
Im Prinzip läufts auf Darwin raus und auf das ewig gleiche: entweder anpassen und weiterleben oder nicht anpassen und aussterben. That's life. Challenge accepted ;-)
Bedeutet im Prinzip nichts anderes als "Seht zu wie ihr klarkommt".
wieso "ihr"? Ich red hier von der Menschheit als Kollektiv, mich einbezogen.

Wenn den früheren Menschen der Gletscher zu nah herunter gekommen ist ..
a) haben sie vmtl. keine Heizung aufgestellt, um den Gletscher zu schmelzen ..
b) haben sie vmtl. keine weltweite Petition gestartet "Leute, wir müssen schneller atmen, mehr CO2 produzieren, damit es wieder wärmer wird, könnte mal einer was dagegen machen"
c) werden sie nicht in ihren Hütten geblieben sein und sich vom langsam fließenden Gletscher überrollen lassen
d) sie werden stattdessen halt vmtl. Eigenintiative gezeigt haben und umgezogen sein, ins Tal, wo's wärmer ist? = Anpassung. Überleben. Darwin.

Momentan scheint die Menschheit aber eher in der c-Variante festzustecken "bäh, es wird wärmer, bäh, ich hab gehört, das CO2 ist schuld, bäh, da müsste man doch was dagegen machen, wieso macht nicht irgendwer was dagegen"

Im Gegensatz zu damals könnten wir dank Technik aber auch die a-Variante umsetzen. So etwas ist lokal, im Einflussbereichs eines Staates oder einer Region, schnell umsetzbar, ebenso wie "d". Die momentane Diskussion sieht aber die Lösung anscheinend hauptsächlich/nur in "b", aber das funktioniert eben nur, wenn alle Staaten und alle Menschen an einem Strang ziehen, und das funktioniert halt nicht, weil unrealistisch, das haben die letzten 20-30 Jahre Klimakonferenz ja gezeigt?!

Und jetzt kommen wir zur CO2-Steuer. Was ist sinnvoller, mit den Einnahmen anzufangen:
a) Projekte, die das CO2 aus der Atmosphäre holen und z.B. speichern (dass man es falls nötig wieder freilassen kann)
b) Projekte, mit denen die Folgen des geänderten Klimas abgeschwächt werden
?

Was kostet uns "a", was kostet uns "b"? Wäre "a" wesentlich günstiger als "b", warum wird das nicht schon längst weltweit in Angriff genommen? Also machen wir stattdessen endlich Plan "b" oder diskutieren wir ewig weiter bis wir untergehen, dass wir jetzt endlich mal mit "a" anfangen müssen?

Wenn man davon ausgeht, dass der Meeresspiegel in ein paar Jahren ansteigt, sollte man halt früh genug mit dem Bau von Dämmen oder dem Übersiedeln von zu niedrigen Städten anfangen.
zum Thema Dämme bauen, die NLer haben sich dazu schon Gedanken gemacht, schau dir mal die Kosten für die paar km an, wer soll das weltweit bezahlen? Vor allem haben die NL schon einen Schutz, den sie "nur" adaptieren müssen. Andere Staaten müssen bei 0 beginnen.

https://web.archive.org/web/20160919113541/http://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/nl-wissen/umwelt/vertiefung/klimaschutzpolitik/hochwasserschutz.html
Klimaschutzpolitik in den Niederlanden

VIII. Klimawandel und Hochwasserschutz

Vorschläge für einen besseren Hochwasserschutz

Die Deltakommission unterbreitete zwölf Handlungsempfehlungen, die sich vor allem auf den Hochwasserschutz und auf nachhaltiges Wirtschaften beziehen, aber nicht ausschließlich. Auch die Themen Landwirtschaft, Landschaftsschutz, Infrastruktur, Tourismus und Energie wurden von der Kommission aufgegriffen, die in diesem Kapitel allerdings nicht vertieft werden. „Das Thema Sicherheit spielt für uns eine entscheidende Rolle. Denn es geht um den Schutz vor Überströmungen und die Sicherstellung der Süßwasserversorgung“, heißt es im Kommissionsbericht. Und: „Das Sicherheitsniveau muss mindestens um den Faktor 10 höher liegen als das heutige Niveau.“

Denn die Niederlande haben in der Vergangenheit beim Hochwasserschutz ihre selbst gesteckten Ziele nicht eingehalten. „Außerdem sind unsere Ziele bereits überholt und müssen höher gesteckt werden“, so die Kommission. Sie geht davon aus, dass der Meeresspiegel im Jahr 2100 zwischen 65 Zentimeter und 1,30 Meter gestiegen sein wird – und weitere hundert Jahre darauf um zwei bis vier Meter. Die zusätzlichen Kosten für eine Anpassung des Sicherheitsniveaus über das Deltaprogamm betragen von 2010 bis 2050 jährlich zwischen 1,2 und 1,9 Milliarden Euro. Addiert mit den heutigen Kosten für den Hochwasserschutz, sind künftig 2,4 bis 2,8 Milliarden Euro im Jahr nötig, um die Niederlande zu schützen.
 
gernot schrieb:
zum Thema Dämme bauen, die NLer haben sich dazu schon Gedanken gemacht, schau dir mal die Kosten für die paar km an, wer soll das weltweit bezahlen? Vor allem haben die NL schon einen Schutz, den sie "nur" adaptieren müssen. Andere Staaten müssen bei 0 beginnen.
Mal ganz abgesehen davon, dass Meerwasser durch das Grundwasser ins Binnenland drückt, Land unterhalb des Meerespiegels und knapp darüber aufwändig entwässert werden muss... Je höher der Meerespiegel, desto aufwändiger ist das ganze. An Küsten ohne nennenswerte Tide um ein vielfaches mehr.
Dazu muss das Wasser aus den Flüssen auch noch irgendwie abfließen, irgendwie ins Meer gelangen. Viele große Städte, weltweit, liegen an Flussmündungen. Entweder findet man dafür eine technische Lösung, ansonsten eben Darwin...
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben