noisi schrieb:
starli schrieb:
Im Prinzip läufts auf Darwin raus und auf das ewig gleiche: entweder anpassen und weiterleben oder nicht anpassen und aussterben. That's life. Challenge accepted
Bedeutet im Prinzip nichts anderes als "Seht zu wie ihr klarkommt".
wieso "ihr"? Ich red hier von der Menschheit als Kollektiv, mich einbezogen.
Wenn den früheren Menschen der Gletscher zu nah herunter gekommen ist ..
a) haben sie vmtl. keine Heizung aufgestellt, um den Gletscher zu schmelzen ..
b) haben sie vmtl. keine weltweite Petition gestartet "Leute, wir müssen schneller atmen, mehr CO2 produzieren, damit es wieder wärmer wird, könnte mal einer was dagegen machen"
c) werden sie nicht in ihren Hütten geblieben sein und sich vom langsam fließenden Gletscher überrollen lassen
d) sie werden stattdessen halt vmtl. Eigenintiative gezeigt haben und umgezogen sein, ins Tal, wo's wärmer ist? = Anpassung. Überleben. Darwin.
Momentan scheint die Menschheit aber eher in der c-Variante festzustecken "bäh, es wird wärmer, bäh, ich hab gehört, das CO2 ist schuld, bäh, da müsste man doch was dagegen machen, wieso macht nicht irgendwer was dagegen"
Im Gegensatz zu damals könnten wir dank Technik aber auch die a-Variante umsetzen. So etwas ist lokal, im Einflussbereichs eines Staates oder einer Region, schnell umsetzbar, ebenso wie "d". Die momentane Diskussion sieht aber die Lösung anscheinend hauptsächlich/nur in "b", aber das funktioniert eben nur, wenn alle Staaten und alle Menschen an einem Strang ziehen, und das funktioniert halt nicht, weil unrealistisch, das haben die letzten 20-30 Jahre Klimakonferenz ja gezeigt?!
Und jetzt kommen wir zur CO2-Steuer. Was ist sinnvoller, mit den Einnahmen anzufangen:
a) Projekte, die das CO2 aus der Atmosphäre holen und z.B. speichern (dass man es falls nötig wieder freilassen kann)
b) Projekte, mit denen die Folgen des geänderten Klimas abgeschwächt werden
?
Was kostet uns "a", was kostet uns "b"? Wäre "a" wesentlich günstiger als "b", warum wird das nicht schon längst weltweit in Angriff genommen? Also machen wir stattdessen endlich Plan "b" oder diskutieren wir ewig weiter bis wir untergehen, dass wir jetzt endlich mal mit "a" anfangen müssen?
Wenn man davon ausgeht, dass der Meeresspiegel in ein paar Jahren ansteigt, sollte man halt früh genug mit dem Bau von Dämmen oder dem Übersiedeln von zu niedrigen Städten anfangen.