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Die Vermessung der Pisten

Tibor schrieb:
In Going ist sogar die Rodelbahn kürzer als die Skipiste :rolleyes: :
Code:
Länge:	4,5 km
Höhenunterschied:	490 m
Start:	auf 1.267 m Höhe

Logisch, gerodelt wird ja in der Fallinie (der Bahn).
 
Also mit deren 6,3km für die Abfahrt, ich glaub da habens wohl alle 3 an der Astbergbahn zusammen als eine gezählt. Hab grad in GE die Aussenrumabfahrt, die beim Hollenauer Kreuz vorbeigeht (nette Jausenstation) und die Standard nachgemessen. Komme auf 2,7km, und die direkte so 1,5km. Die Dritte Variante dazwischen kommt auch so auf 2km, macht 6,2km für alles zusammen (und das mit der gesamten mittleren Abfahrt separat gezählt, obwohl weite Teile davon auch mit der Hintenrumabfahrt bedient werden). Und eine 6km Abfahrt mit 450hm möcht ich mal sehen. 4km auf 400hm ist ja schon sehr flach (Balderschwang die Aussenrumpiste vom Schelpen runter)

mFg Widdi
 
andyman1609 schrieb:
Tibor schrieb:
In Going ist sogar die Rodelbahn kürzer als die Skipiste :rolleyes: :
Code:
Länge:	4,5 km
Höhenunterschied:	490 m
Start:	auf 1.267 m Höhe
Logisch, gerodelt wird ja in der Fallinie (der Bahn).
Da hast Du Recht, Spitzkehren fahren beim Rodeln geht wirklich nicht. Allerdings bringe ich selbst mit Spitzkehren nicht mehr als einen Faktor 1.5 gegenueber der plausiblen, einer einigermaszen sportlich gefahrenen Linie entsprechenden Pistenlaenge zusammen. Die Zahlen fuer Going gibt es in diesem frueheren Beitrag. Muss mal schauen, ob ich die GPS-Aufzeichnung der grotesken Zickzackfahrt noch irgendwo im Archiv habe.
 
Grundsätzlich ist der Schritt zu befürworten, mit einem großen Aber:

- Idealerweise hätte die Anzeige von einem unabhängigen Institut (Stiftung Warentest o.ä.) verfasst werden sollen, da der Umweltdachverband hier ja generell gegen Skigebiete im Allgemeinen (Verbindungen, Neuerschließungen) argumentiert und daher könnte man ihm ein Mittel zum Zweck, Skigebieten Schaden zuzufügen, attestieren.
- Eine Regelung nur in Österreich bringt Nachteile gegenüber schwindelnden Skigebieten im Ausland (Schweiz, Frankreich) und daher unter Umständen einen Wettbewerbsnachteil. Schlussendlich ist das Ergebnis ja auch dadurch entstanden, dass eine paar Gebiete damit angefangen haben, und die anderen Gebiete zogen aus Wettbewerbsgründen nach. Daher wäre eine europäische Regelung anzudenken.

Und ja, jetzt könnte es für die Herrschaften im hinteren Stubaital eventuell eng werden. Leider gebührt ein möglicher Erfolg dem Falschen, schließlich war es starli, der anfänglich die Sache ins Rollen brachte.

MFG Dachstein
 
Dachstein schrieb:
Leider gebührt ein möglicher Erfolg dem Falschen, schließlich war es starli, der anfänglich die Sache ins Rollen brachte.

Genau der Gedanke ist mir auch schon gekommen.
Damals ist die Sache, trotz intensiver Bemühungen seitens Starli die Medien ins Boot zu holen, wieder in der Versenkung verschwunden.
Wer weiß, vllt. liest C. Schrahe ja still und leise hier mit oder wurde erst dadurch auf die Idee gebracht das mal größer aufzuziehen. :wink:
 
Dachstein schrieb:
Eine Regelung nur in Österreich bringt Nachteile gegenüber schwindelnden Skigebieten im Ausland (Schweiz, Frankreich) und daher unter Umständen einen Wettbewerbsnachteil.
Nur dann, wenn sie eine interne, halbherzige "Lösung" auskungeln, um sich ohne großen Gesichtsverlust aus der Affäre zu ziehen und trotzdem ihre Phantasiezahlen weiter benutzen zu können.

Ein von einer unabhängigen Institution ermittelter oder überprüfter Wert könnte dagegen tatsächlich als "Gütesiegel" herhalten und die anderen Destination unter Druck setzen, ihre Kilometer ebenfalls "zertifizieren" zu lassen.

Immer vorausgesetzt, die Gäste entscheiden sich tatsächlich nur deswegen für ein Gebiet, weil es 160 Pistenkilometer hat und ein anderes "nur" 155 - ist das wirklich so?
 
chianti schrieb:
Ein von einer unabhängigen Institution ermittelter oder überprüfter Wert könnte dagegen tatsächlich als "Gütesiegel" herhalten und die anderen Destination unter Druck setzen, ihre Kilometer ebenfalls "zertifizieren" zu lassen.

Viele Kunden sind oberflächlich. Es interessiert sie nicht irgendeine Zertifizierung, sondern Zahlen. Und wenn da jetzt 120 Kilometer zertifiziert gegen 190 Kilometer, dann ist das 190 immer noch anlockender als die 120 zertifizierten Kilometer, weil sich kein Mensch, fürchte ich, beginnen wird nachzulesen, was so eine Zertifizierung überhaupt bedeutet.

MFG Dachstein
 
Werna76 schrieb:
@Starli: Wie ernsthaft haben denn die Medienvertreter damals bei dir nachgefragt?
Egtl. hatte sich nur der von der Kronenzeitung gemeldet, wenn ich das noch richtig im Kopf hab...
 
Mal zwei Fragen an die GPS-Fraktion:
1. Was misst denn das GPS, die horuzontale Länge oder die Länge am Boden?
2. Wieviel muss ich Richtung machen dasses das GPS erkennt und nicht nur eine gerade Linie hervorbringt? Ich fahre bei steileren Pisten sehr oft im Kurzschwung und brauche deshalb so nur ca. 10m Pistenbreite. Kann dass das GPS fehlerfrei erkennen?
Die Fragen bei Punkt 2 sind deshalb so gestellt weil schon geschreiben wurde dass die GPS Daten einer Abfahrt mit Kurven wesentlich kürzer seien als die angegebene Pistenlänge und noch Herr S noch glaube ich gar nicht erwähnt hat wie er denn überhaupt gemessen habe.
 
Kommt ganz drauf an was für ein GPS du hast und wie viel Punkte dieses Speichern kann. :lach: Kann man bei den Meisten auch einstellen je mehr punkte, desto genauer die Route.
 
Theo schrieb:
Ich fahre bei steileren Pisten sehr oft im Kurzschwung und brauche deshalb so nur ca. 10m Pistenbreite.
wenn du jetzt 5 Meter geschrieben hättest, OK - aber auf 10m Breite kann man ja schon Riesenslalom fahren ^^
 
Mann chianti da hast du recht, solche Fehler passieren einam aber wenn man um die Zeit noch schnell was schreibt obwohl man schon längst auf dem Weg zur Arbeit sein sollte. War aber trotzdem noch rechtzeitig am Lift.
 
Ich kann da nur für mich sprechen, aber eine 5m breite Piste beidseitig von Felsen und Bäumen gesäumt. Da nutze ich die 5m nicht unbedingt aus....
 
ich habe heute einen Artikel gelesen, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Dieser fußt natürlich auch auf die Erkenntnis von Christoph Schrahe. http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/schummel-pisten/7832258.html Vielleicht könnt ihr etwas neues draus ziehen. Neu war für mich in jedem Fall; 4 Vallées“ im Schweizer Wallis, dessen beworbene 412 Pistenkilometer nur 164 km entsprächen.
 
Dürfte sich um den gleichen Fehler wie in Adelboden handeln, einfach nicht alle Gebietsteile mitgerechnet. Dazu kommt noch dass es in den 4V auch für die Verbindungen teilweise recht lange Routen hat, wo es nicht ersichtlich ist ob herr S diese auch gerechnet hat. Die von Herr S angegebene Zahl stimmt auf alle Fälle sicher nicht. Ich denke wenn er dann mal mit seinen gesammelten Daten rausrücken muss wird sich das Ganze dann wieder ein bisschen relativieren. Da könnten dann noch ein paar Überraschungen dabei sein, speziell bei kurvenreichen Abfahrten.
 
Heute war im Münchner Merkur auch ein Artikel. ;)

Der Vorstand der Stubaier Gletscherbahnen wird zitiert: (darüber das weder die 110km der Website noch die 48 reell gemessen stimmen können) "Bei dieser Berechnung können nicht alle Pisten drin sein" und weiter...Das besonders breite Pisten doppelt gezählt werden, weila auf 2 Spuren nebeneinander gefahren werden könne, sei auf der Internetseite ausgewießen...und "wenn nur wir etwas korrigieren, passt die Relation zu anderen Skigebieten nicht, die nichts ändern".

Also 1) sagt er damit ja schon, dass die Pistenangaben nicht stimmen, da er einräumt dass, wenn andere die Pistenangaben ändern, sie dann auch die Angaben ändern würden.
und 2) vllt. sind die Pisten am Gletscher ja einfach alle 200-300 Meter breit das sie 2-3 fach gezählt werden dürfen...
*ironie off ;-D
 
Was bringt mir ein Skigebiet mit 300m breiten Pisten welches dann mit 3-fach Zählung auf 200km Pisten kommt? Für mich ist ein Gebiet interessant, wenn es viele verschiedene (am besten lange) Pisten gibt und nicht alle an einem Hang. Wenn ich dann an einer interessanten 20m breiten Abfahrt mehrere Wiederholungen mache komme ich auch auf viele gefahrene Pisten-km und es ist nicht weniger "spannend" :wink:
 
Und nach dem Schummel-Streit um aufgemotzte Kilometerangaben wollen sie künftig die Falllinie als Grundlage für die Länge der Skipisten heranziehen.
Na, mal sehen wie viele Pistenkilometer der Stubaier Gletscher, das Hochzillertal und andere nächste Wintersaison haben: Skikaiser wollen Pistenlänge neu regeln
 
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