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DigiCams

So kommt mir das auch vor. Wenn die technik wirklich so revolutionäre Vorteile bringen würde gäbe es doch mehr Hersteller die auf den Zug aufspringen würden.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
So kommt mir das auch vor. Wenn die technik wirklich so revolutionäre Vorteile bringen würde gäbe es doch mehr Hersteller die auf den Zug aufspringen würden.

Die Technik ist revolutionär, das liegt nicht daran ob da Canon/Nikon/Sony usw. aufspringt oder nicht. Die Kamera nimmt das Lichtfeld auf, der Sensor speichert alle Informationen des Lichtes, auch aus welcher Richtung es kam. Das macht die normale Kamera nicht, die macht daraus ein plattes 2D Bild. Die Technik befindet sich eigentlich noch in der "Grundlagenforschung", diese wurde an der Stanford University begonnen. Der Unterschied ist zwischen Lytro und einem Konzern wie Canon. Das Canon meines Wissens nach keine Grundlagenforschung in dem Bereich so betrieben hat, dass sie schon eine mögliche Kamera im Consumerbereich vorstellen können, bzw. ich weiß überhaupt nicht ob die in dem Bereich geforscht haben. Das ist aber auch nicht der Punkt, Grundlagenforschung ist etwas anderes wie Forschung in Unternehmen. Der CEO von Lytro hat seine Dissertation über das Lichtfeld an der Stanford University geschrieben. Das Problem aktueller Kameras ist noch die relativ geringe Auflösung was einfach an der enormen Rechenmenge liegt beim Aufnehmen eines solchen Bildes. Ob es wirklich irgendwann die aktuellen Kameras ernsthaft gefährdet sei mal dahin gestellt. Es ist auf jeden Fall technisch revolutionär!
 
Das liegt nicht nur am Rechenaufwand, man reduziert ja massiv die Auflösung des Sensors. Und wenn man deren Auflösung wieder erhöht bekommt man Probleme bei der Lichtempfindlichkeit. Da muss noch einiges passieren wenn das sich durchsetzen soll.
 
Die erste Digicam, die ich in der Hand hatte, hatte 1997 sage umwogene 640*480 Pixel und hat bei leichter dunkelheit sofort gerauscht, war also auch noch keine wirkliche Konkurrenz für Kodak zB. Schauen wir die dSLRs heute an. Was ich damit sagen möchte, ich stimme dir da definitiv zu, es muss noch einiges passieren, dass es wirklich interessant wird, aber man darf die Technologie nicht unterschätzen. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es keine 0815 Technologie ist.
 
Es ist halt einfacher, das Ding runterzuziehen als sich damit auseinanderzusetzen und sich eine fundierte Meinung zu bilden. Gilt aber (leider) nicht nur hier.
 
k2k schrieb:
Es ist halt einfacher, das Ding runterzuziehen als sich damit auseinanderzusetzen und sich eine fundierte Meinung zu bilden. Gilt aber (leider) nicht nur hier.


Das ist in der Fotobranche auch unter Kennern durchwegs üblich. Ich erinnere noch an die ersten Zooms. Voigtländer baute damals eines der allerersten Zooms, und viele nannten es Gummilinse (leicht humorvoll, leicht abwertend) - weil mit dem Zeugs kann man ja sowieso keine Fotos machen. Nundenn, betrachtet man die Zoomtechnoligie heute - SD, ED, etc. Gläser machen Objektive so leistungsfähig wie nie zuvor - durchgehende Lichtstärken von 1.2,8 sind möglich und häufig lichtstärker oder gleich lichtstark als die meisten Festbrennweiten (mit Ausnahme der Normalobjektive).

Also warum soll man der Lichtfeldkamera keine Chance einräumen, weiterentwickelt zu werden?

MFG Dachstein
 
Gummilinse - das wurde besonders im Filmsegment schnell Standard. So war men endlich den Objektivrevolver los.
Die Festbrennweiten sind aber doch deutlich lichtstärker - wenn man so an 24/1.4 oder 85/1.2 denkt...
Das Problem ist allerdings weniger die Qualität der Zooms (gewesen).
Es ist immer das gleiche Phänomen, dass manche alles das, was ihnen selbst nicht taugt oder was sie nicht verstehen runterreißen.
Das passiert mit Innovationen wie Lichtfeldkamera genau so wie damals mit Zooms, heute mit denen, die (noch) auf Film belichten, mit den Künstlern, die Pola, Lomo etc. verwenden. und so weiter.
Ein Libellenphotograph versteht den Holgaphotographen nicht und umgekeht.
Für den Kitzoombenutzer kann es lächerlich übertrieben scheinen, dass jemand mit Tilt-Shift Aufnahmen macht. Für den Großformatphotographen ist ein Tilt-Shift an Kleinbild nur ein Notbehelf.
Soll heißen, nur weil ich persönlich hauptsächlich analog SLR mit Festbrennweiten zwischen 1,4 und 2,0 Lichtstärke photographiere, weil es mir einfach am besten liegt, muss ich nicht die, die Digital, mit der Holga, mit der Messsucher, mit Zooms, mit Compacten etc. runterreißen. Leider wird das aber immer wieder gemacht.
 
Ich bin nicht davon überzeugt, dass das der totale Reinfall wird, ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass der Aufwand für diese Technik recht hoch ist und sie Nachteile mit sich bringt die durch eine Weiterentwicklung aktueller Technik (Pixelwahnsinn geht wieder los, aber zu Recht) aufgefangen werden müssen, andernfalls wird sie ein Nischenprodukt bleiben.
 
@Festbrennweite v/s Zoom:

Bei gleicher Abbildungsqualität und Lichtstärke sind Zooms natürlich teurer, als Festbrennweiten (falls es überhaupt qualitativ und lichtstark vergleichbare Optiken gibt). In den hochlichtstarken Bereich dringen Zooms nicht oft vor. Am ehesten noch im Telebereich, so dass da kaum ein Vergleich möglich ist.
Für mich persönlich überwiegen eindeutig die Vorteile (Lichtstärke, Abbildung, Kosten, Compactheit) der Festbrennweiten.
Aber das muss jeder selbst wissen. Wer mit 2,8 leben kann findet mindstens im Standardzoombereich excellente Zooms, die von vielen Festbrennweiten abbildungstechnisch kaum oder nicht zu unterscheiden sein dürften. Aber man verzichtet selbst gegenüber den günstigsten Festbrennweiten eben immer auf die Lichtstärke des 50ers., sofern man das nicht zusätzlich hat und teils mit Festbrennweiten arbeitet.
Über die Abbildungsqualität von Weitwinkelzooms weiß ich nichts.
Im Telebereich erscheinen mir Zooms dagagen immer interessanter, da erstens die genaue Wahl des Ausschnittes immer wichtiger wird und es möglicher Weise kaum noch einen Lichtstärkenachteil gibt?
 
Wieviele Pixel af dem Sensor man für ein Bildpixel braucht hängt davon ab wie genau man den Einfallwinkel aufzeichnen will. Weiter oben wurde glaub ich schonmal was von über 250 Pixeln geschrieben, da bliebe von heutigen Sensoren eben nicht mehr viel übrig.
 
Dr.med.den_Rasen schrieb:
Und die Kritik an Festbrennweiten für 2.000€ sind lächerlich, ein Zoom in solch einer Qualität kostet mindestens genausoviel. Gutes Glas kostet viel Geld, allerdings sind 95% der DSLR Nutzer mit nem Kit-Zoom zufrieden!

Vergleichen wir mal die Preise vom Nikkor 2,8er 14 mm und vom 14-24, 2,8. Bevor ich da in eine Fixbrennweite investiere, kaufe ich mir lieber das Zoom (kostet so 1700 Euro), da es einerseits exzellente optische Leistungen bietet, und andererseits ich einen Bereich von 14-24 hat, und nicht starre 14mm, was noch dazu ähnliches kostet.

Jedoch lebe ich mit der Auffassung, dass ein 50er mit 1:1,4 in jede Fototasche gehört. ;) Und nein, ich bin nicht mit Kitzooms zufrieden, lieber das Geld mal in ein 17-55 mit Lichtstärke 2,8 stecken, und damit lange zufrieden sein. Wer aber hochöffnende Objektive braucht, der kommt um Festbrennweiten nicht herum.

MFG Dachstein
 
k2k schrieb:
Es ist halt einfacher, das Ding runterzuziehen als sich damit auseinanderzusetzen und sich eine fundierte Meinung zu bilden. Gilt aber (leider) nicht nur hier.
Wo wird der Vorteil liegen? Wo geht die Entwicklung hin? 3D?
Was habe ich davon wenn ich im nachhinein den Fokus woanders hinlegen kann?
Bei Bilder die ich mache (Sport, Hochzeit, People) da wird der Fokus bewußt gelegt. Und das muß sehr schnell gehen. Mir erscheint es, zumindest heute, recht sinnlos etwas anders zu tun. Soll nicht heißen das es keinen Vorteil gibt! Beim Urlaubsbild könnte es mir vielleicht noch einleuchten. Wenn man die Zeit dazu hat noch Stunden am Pc zu verbingen.
Wenn sich meiner Meinung nach in der Fotolandschaft was verändern wird dann dürfte es immer mehr Videos geben. Eine Trend kann man hier ja schon erkennen. Und neue Cams bingen diese Funktion fast alle mit.

Ach ja. Gibt ja mittlerweile auch eine Haufen Youtube Videos der G1X:
http://www.canon.de/For_Home/Product_Finder/Cameras/Digital_Camera/PowerShot/PowerShot_G1_X/
 
mic schrieb:
Wo wird der Vorteil liegen? Wo geht die Entwicklung hin? 3D?

Die Entwicklung geht sicherlich dort auch in den 3D-Bereich, das könnte auf jeden Fall in Zukunft die 3D Technik verbesseren.

mic schrieb:
Was habe ich davon wenn ich im nachhinein den Fokus woanders hinlegen kann?
Bei Bilder die ich mache (Sport, Hochzeit, People) da wird der Fokus bewußt gelegt. Und das muß sehr schnell gehen. Mir erscheint es, zumindest heute, recht sinnlos etwas anders zu tun.

Du lieferst die Antwort doch selbst. Es muss schnell gehen und der Fokuspunkt geht halt mal daneben, passiert dir sicherlich auch. Wäre mit dieser Technik kein Problem, könntest Du im Nachhinein ausbesseren. Wenn der Fokuspunkt immer perfekt liegt bei Dir, brauchst Du das natürlich nicht, dennoch könnte es Menschen geben die das als Vorteil sehen.

mic schrieb:
Soll nicht heißen das es keinen Vorteil gibt! Beim Urlaubsbild könnte es mir vielleicht noch einleuchten. Wenn man die Zeit dazu hat noch Stunden am Pc zu verbingen.
Wenn sich meiner Meinung nach in der Fotolandschaft was verändern wird dann dürfte es immer mehr Videos geben. Eine Trend kann man hier ja schon erkennen. Und neue Cams bingen diese Funktion fast alle mit.

Seitdem die 5D Mark II auf dem Markt war, war es erstmals möglich mit relativ kleinen Budget mit 35mm Kleinbild zu filmen. Seitdem haben doch die meisten dSLRs und hochwertigen Digicams 720p oder 1080p bekommen. Bei Canon gibt es vielleicht bald sogar eine dSLR die 4k aufnehmen kann. Die Entwicklung hat schon 2008 begonnen.
 
Ich hab glaub ich auf der Herstellerseite gelesen, dass die Cam nicht fokusieren muss, das wäre also definitiv ein Vorteil. Ebenso bei bewegten Objekten, auf die man nicht fokusieren kann.

Beim 3D bin ich skeptisch. Es fehlt einfach die zweite Perspektive. Ob man das durch den Einfallwinkel vernünftig errechen kann wage ich zu bezweifeln. Man bekommt sicher irgendeinen 3D Efekt hin, aber wie gut ist der?
 
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